Nordische Götterwelt – Teil 1

Abbildung von Loki

So, nach einem entspannten Wochenende auf dem Campingplatz eines Freundes kommen wir wieder heim zu unseren katzigen Rotzlöffeln Thor und Loki.

Ich hätte gedacht, die beiden Kobolde hätten unsere ganze Wohnung zerlegt, aber außer einer abgehängten Gardine haben sie nichts angestellt. Na gut, vielleicht hat unser kleiner Donnergott Thor noch den Unruhestifter Loki mit einer Klangschalen Massage verwöhnt… die lag nämlich auch auf dem Boden.

Dafür hat er aber auf jeden Fall seine Mjölnirpfoten benutzt und einen Teller zerkloppt, als wir Abendessen machten. Ein Teller weniger und bei mir die Neugierde größer, wer war Thor und die nordischen Götter eigentlich?

Viele Hexen und Heiden berufen sich ja auch auf diese Götter (mit dem sogenannten „Pantheon“), auch wenn die nie auf einer religiösen Gesellschaft oder einem religiösen System beruhte. Sie ähnelte auch sehr der germanischen Kultur und entwickelte sich. Niemand legte einen Glaubenssatz vor oder bestimmte die Regeln.

Yggdrasil – die Weltenesche

Sehr schwierig ist es, überhaupt nähere Informationen zu bekommen, da zwar Runentexte in schriftlicher Form existieren, hauptsächlich aber römische oder christliche Schriften davon berichteten. Und die sind absolut nicht neutral und auch nicht aus erster Hand. Die Riten wurden innerhalb der keltischen Kultur meist mündlich weitergetragen…

In Schriften und Mythologien übernahmen Dichter vermutlich Motive der mythischen Kulte und auch christlichen Riten, ohne allerdings die Inhalten und Bedeutungen zu übernehmen. Religiöse Kultgegenstände, sogenannte Artefakte, zeugen zum Beispiel von einem Sonnenkult.

Auch die Bestattung der Toten durch verbrennen (um die Seelen zu befreien), oder mit einem Geldstück im Mund, um den Obulus für die Überfahrt in das Reich der Toten zu bezahlen, zeigt, daß sie an ein Jenseits glaubten.

 

Sicher ist man sich aber nicht, daß sie an Gottpersonen glaubten. Vielmehr waren Blitze, Bäume, Steine… auch für sie lebendig. Sie wurden ab der Bronzezeit in Felszeichnungen und Statuen erst personifiziert. Snorri Sturluson schrieb um 1225 sein Skaldenbuch und beschrieb dort die Midgardschlange, die um alle Länder im Meer herumliegt und sich selber in den Schwanz beißt. Dieses Motiv war von Skandinavien bis Bayern bekannt.

Es zeigte sich zum Beispiel in einem Goldmedaillon von Lyngby (5. Jhd.), einem englischen Steinkreuzfragment von Birmingham (8. Jhd.) und in dem Ring des Pfeilerdienst der Neuwerkkirche in Goslar (12. Jhd:) und dem spätromanischen Taufbecken von Fullösa in Schonen.

Die Welt der Menschen war damals stark durch Sagen und Mythen geprägt. Im Mittelpunkt lag Asgard, hier waren die kriegerischen Götter, die Asen, und die Wanen ansässig. Jeder von ihnen hatte ein eigenes Reich. Odin herrschte in Hlidskjálf, Balder auf Breiðablik, Freyja in Fólkvangr, Freyr in Álfheimr, Njörd in Nóatún, Thor in Trúdheimr und Heimdall auf der Burg Himinbjörg.

Mjölnir – Thors Hammer

Das Reich der Götter und die Welt der Sterblichen verband Bifröst, die regenbogenartige Brücke. In Midgard lebten die Menschen. Ein riesiges Meer, welches eine gigantische Schlangenbestie (Midgardschlange) beherbergte, umgab das Land.

Weit in der Ferne lag die Außenwelt Utgard mit den Ungeheuern und Riesen, die den Göttern in Asgard und Menschen in Midgard feindlich gesinnt waren und nur darauf warteten, am Tag des Ragnarök zuzuschlagen.

Hel war die Herrscherin über das Totenreich (Helheim). Sie war eine Gottheit, deren eine Körperhälfte eine betörende junge Frau widerspiegelte, während die andere Seite ein altes Skelett zeigte.

In Asgard wuchs auch der WeltenbaumYggdrasil. Dieser überaus gigantische Baum des Lebens war durch seine Wurzeln mit Midgard, Utgard und Helheim verbunden und hielt das Gefüge der Welt und ihre Ordnung zusammen. Vor der „Weltenesche“ lag auch die Wasserquelle der Schicksalsgöttin.

Der Weltenbaum selbst war immensen Strapazen ausgesetzt: vier Hirsche zerrten an seinen Knospen, eine Schlange nagte an seinen Wurzeln und an einer Seite fraß sich schon die Fäulnis in den Baum des Lebens.

Der Hauptgott war Odin, ein Kriegs- und Todesgott, aber auch ein Weiser. Thor war ein Beschützer der Menschen mit seinem Mjölnir. Die Nornen spannen für die Menschen die Lebensfäden und verknüpften so die Schicksale, während die Walküren die Sendboten Odins waren. Sie gehörten zu dem Göttergeschlecht der Asen. Frey und Freya waren dagegen die Wanen. Das waren die Fruchtbarkeitsgötter. Beide Geschlechter bekriegten sich, schlossen aber am Ende Frieden.

Das Ende aller Götter soll dann das Ragnarök sein, die Menschen waren damals recht pessimistisch. Nach der Edda soll aber eine neue Welt nach dem Niedergang entstehen, was aber möglicherweise nur auf einen christlichen Einfluß zurückzuführen ist.

Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag, morgen ist Montag und meteorologisch der letzte Sommertag (also, kein Ragnarök!), genießt es und bis dann!

Eure Luna ^v^

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Stilrichtungen des Metal, Teil 6: Black Metal

Black Metal ist in meinen Augen die extremste Form des Metal. Neben Death und Thrash Metal gehört dieser Musikstil in den Bereich des Extrem-Metal. Und zwar aus gutem Grund, ist er doch in vielen Belangen extrem. Wenn ich an Black Metal denke, fallen mir zum einen die in dieser Szene vorherrschenden Ideologien ein, zumeist bestehend aus Satanismus, allgemeiner Misanthropie oder anderen krassen Weltanschauungen. Zum anderen denke ich an das charakteristische Auftreten der Bands, ihre Outfits und Ästhetik: umgedrehte Kreuze, Leder, Nieten und Patronengurte sowie Corpsepaint (schwarz-weiße Gesichtsbemalung). Pseudonyme sind allgegenwärtig; fast jeder Musiker gibt sich einen Künstlernamen. In Bezug auf die Musik ist dieser Metal-Stil roh, kalt, eher unmelodisch und sehr schnell. Typisch ist der Gesang, der als Krächzen oder Kreischen bezeichnet werden kann. Soweit der grobe Umriss.

 

King Diamond live 2006 Moscow 01 Über die Jahre vollzog dieses Genre eine interessante Entwicklung. In den Achtzigerjahren fing alles recht harmlos an. Damals waren es Bands wie Venom, Mercyful Fate (Foto) und Bathory, die den Weg ebneten. Venoms Album Black Metal gilt als Namensgeber. Die britische Band spielte mit satanischen Symbolen und provozierte damit bewusst. Einen ernsten Hintergrund hatte dies jedoch nicht. In den späten Achtzigern und frühen Neunzigern kristallisierte sich Skandinavien, insbesondere Norwegen und Schweden, als Black-Metal-Zentrum heraus. Zu den wichtigsten Bands aus diesem Raum gehören Mayhem, Dissection, Marduk, Darkthrone, Satyricon und Immortal. Bis heute verbinden viele Metaller mit Black Metal vor allem skandinavische Bands, obwohl der Stil natürlich auch anderswo vertreten wird.

 

Musikalisch, wie auch in jeder anderen Hinsicht, grenzt sich BM stark von anderen Subgenres ab. Die in der Regel nicht tiefer gestimmten Gitarren spielen disharmonische, schnelle Riffs. Auch das Drumming ist sehr schnell, mit vielen Blastbeats. Dazu gesellt sich der bereits erwähnte Kreisch-Gesang, an dem man BM-Bands sofort erkennt. Die auf diese Weise erzeugte Musik klingt für Außenstehende mitunter wie ein undefinierbarer Brei oder Krach. Das ist durchaus gewollt, denn Black Metal will der Masse nicht gefallen. Kommerzieller Erfolg wird von “echten” (true) Black Metallern verachtet. Aus diesem Grund sind die Alben absichtlich schlecht produziert. Es soll rau, unpoliert und nach Underground klingen. Das tut es dann auch. Viele Liebhaber des ursprünglichen Black Metal schätzen genau das und lehnen Bands ab, deren Alben einen klareren Sound aufweisen oder die gar kommerziell erfolgreich und damit massenkompatibel sind.

 

Death y Euronymous Neben der Musik nehmen die Lebenseinstellungen und das daraus resultierende äußere Erscheinungsbild der Bands eine zentrale Rolle ein. Hier wird es ein wenig kompliziert. Bleiben wir in Skandinavien, genauer gesagt in Norwegen. Hier spielten sich in den Neunzigerjahren nämlich verschiedene Vorkommnisse ab, die die Szene in den Fokus der Öffentlichkeit rückten. Dafür verantwortlich waren einige junge Black Metaller, die diverse Straftaten – bis hin zum Mord – begangen. Das erste schockierende Ereignis war der Selbstmord des damaligen Mayhem-Sängers, der bezeichnenderweise das Pseudonym Dead trug. Der Suizid an sich war gar nicht das Verstörendste daran. Sein Bandkollege und wichtige BM-Persönlichkeit Euronymous (richtiger Name Øystein Aarseth) fand den Toten, der sich in den Kopf geschossen hatte (das Bild oben zeigt beide zusammen, Dead links). Er machte Fotos, um sie später auf Album-Covern zu verwenden. Zudem sammelte er einige Schädelsplitter ein, aus denen er Kettenanhänger anfertigen ließ, die er an Freunde verschickte. Erklären lässt sich solch zynischer Wahnsinn mit einer Ideologie, die den Tod verehrt und menschliches Leben als minderwertig ansieht. Ab diesem Ereignis sorgten Norwegens Black-Metal-Protagonisten für eine Schlagzeile nach der anderen.

 

Zur damaligen Zeit entstanden zahlreiche Bands und gleichzeitig eine Bewegung, die ihren Überzeugungen Taten folgen ließ. Skandinavischer Black Metal in der Regel satanisch oder zumindest antichristlich. Einige Mitglieder der norwegischen Szene verliehen ihrer Denkweise Ausdruck, indem sie Kirchen in Brand steckten. Auch Grabschändungen und Angriffe auf Andersdenkende kamen vor. 1992 verübte Bård G. Eithun, Mitglied der Band Emperor, einen Mord. Zu derartigen “Aktionen” gesellte sich zu allem Überfluss auch noch eine politische Komponente. Mehrere Musiker machten allerlei nationalistische und rechtsradikale Aussagen in Interviews. Später distanzierten sich einige davon oder wiesen den Vorwurf, rassistisch zu denken, von sich. Dennoch hatten diese Äußerungen maßgeblichen Einfluss darauf, dass Black Metal, auch in Deutschland, in Teilen von Nazis unterwandert ist. Diese politisch geprägte Strömung wird als NSBM (nationalsozialistischer Black Metal) bezeichnet. Den allermeisten Metalheads, mir übrigens auch, ist das alles ein Dorn im Auge.

 

Die drastischen Geschehnisse in Norwegen fanden 1993 ihren Höhepunkt. Neben Euronymous war Varg Vikernes, einziges Mitglied von Burzum, eine wichtige Figur der Szene. Im August ’93 ermordete Vikernes (Pseudonym Count Grishnackh) seinen ehemaligen Freund Euronymous mit 23 Messerstichen. Die Haftstrafe für diese Tat hat er mittlerweile abgesessen. Vikernes ist bekennender Rassist, der über die Jahre mit teils widersprüchlichen und wirren Theorien sowie mit einem missglückten Ausbruchsversuch aus dem Knast Aufmerksamkeit erregte. Die atmosphärische Musik Burzums wird innerhalb der Szene hoch geschätzt. Während einige Metaller Vargs politische Ansichten ausklammern oder tolerieren, lehnen andere Burzum aus diesem Grund konsequent ab.

 

Nach dem Mord ging der ursprüngliche norwegische Black Metal ziemlich den Bach runter. Zwar gab es noch einige Veröffentlichungen, aber Black Metal war nicht mehr das, was er war. Es entstanden neue Bands und neuartige Richtungen. Für viele Fans ist das Genre damals gestorben. Dafür gab es einen neuen Stil, den Symphonic Black Metal. Mit rohem, unzugänglichen Black Metal hat dieser nichts mehr gemein. Die Produktionen weisen einen satten, bombastischen Sound auf und die Songs sind weitaus eingängiger. Wichtigste Vertreter sind Cradle of Filth (aus England) und Dimmu Borgir (Norwegen). Eine zeitlang habe ich diese beiden Bands sehr gerne gehört. Dabei hatte ich aber nie das Gefühl, Black Metal zu hören. Es fehlt die Ernsthaftigkeit, das Böse, die kalte Atmosphäre, die Black Metal ausmacht. Ernsthaft wirken diese Bands nun wirklich nicht. Bei Cradle of Filth dreht sich alles um Horror- und Grusel-Themen. Von überzeugtem Satanismus keine Spur. Die Bezeichnung Black Metal verdienen beide Bands nicht.

 

Watain 27 03 2014 08 Ein weiteres Beispiel für eine norwegische Band, die sich ein gutes Stück vom Black Metal weg entwickelt hat, sind Satyricon, die ich sehr mag. Gerade weil sie sich in eine andere Richtung gewendet haben. Ehrlich gesagt kann ich mit ursprünglichem Black Metal meist nicht viel anfangen. Was Satyricon machen, finde ich hingegen großartig. Die Band ist eigentlich nur zweiköpfig und tritt live mit Gastmusikern auf. Letztes Jahr übrigens auch auf dem WGT. Auch wenn BM nicht wirklich mein Genre ist, gibt es hin und wieder Bands, die mich positiv überraschen. Auf den Festivals letztes Jahr waren das die Schweden Watain. Die Musik ist sehr atmosphärisch und die Bühnenshow mit Ritualen und Kerzen (siehe Foto), aber auch Blut und Gestank, sorgt für ein intensives Erlebnis.

 

Natürlich gibt es noch viele bedeutende, berüchtigte und interessante Black-Metal-Bands, die ich hier nicht erwähnt habe. Black Metal ist ein weites Feld. Eine reine Beschreibung der Musik reicht da einfach nicht aus. Die Weltanschauung, die politische Kontroverse sowie die Ereignisse in Norwegen gehören dazu. Ich hoffe, ich konnte Euch einen Überblick über diese vielschichtige Szene geben. Im nächsten Teil wird es weitaus weniger böse zugehen.

 

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Das Internet wird schwarz?

Schwarzes Google

Schwarzes Google

Manchmal ist mir langweilig. Okay. Geht wahrscheinlich jedem so. Und in den Ferien zwingt einen das schlechte Gewissen, nicht einfach nur die Zeit abzugammeln, sondern auch was Produktives zu machen. Ohne schlechtes Gewissen darf man ja seine Zeit nicht vertrödeln. (Ich hab schon überlegt, ob ich es – ein Insider für die Kenner des Kommunistischen Känguruhs – wie Marc-Uwe mache, und mir einfach NICHTS mehr vornehme, dann habe ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich NICHTS geschafft habe… und somit IMMER mein Ziel erreicht habe!)

 

So bin ich bin aber dann abends meistens unterwegs (gestern hatte ich einen sehr schönen Abend in Mainz, der schwarze Kunstabend im Alexander The Great öffnete seine Pforten), ich hätte aber auch woanders hin gekonnt. Alternativen hat es derzeit reichlich. Zum Glück ist die Sommerpause vorbei, das letzte Großereignis M’Era Luna, das die meisten von den kleinen Events weglockt, ist nun auch schon wieder Geschichte.

mal eine Suchanfrage ausprobiert...

mal eine Suchanfrage ausprobiert…

 

Aber nach dem Festival ist vor dem nächsten Festival und somit geht es immer irgendwie weiter.
Inzwischen kommen also auch wieder Leute in die „kleinen“ Locations vor Ort und es wird für jeden Geschmack etwas angeboten. Schwarze Stammtische, Clubabende und die Konzerte kommen auch wieder. Wenn ihr eine Veranstaltung findet, dann teilt sie und erstellt doch selbst mal eine. Auch „schwarze“ Stammtische, wo man sich in einer Szenekneipe trifft, machen Spaß, denn reden und über das Leben und den Tod sinnieren… hey, wenn wir Gothics das nicht können, wer dann?

 

Klar, ich hab auch mit Freunden gesprochen, daß Festivals einen großen Vorteil haben. Erwischt man die richtige Kombination von Bands, bekommt man den Mehrwert, mehrere Bands zum „kleinen“ Preis genießen zu dürfen. Der Nachteil ist aber, daß der Favorit natürlich nicht die volle Setlist spielen kann und nur begrenzt Zeit auf der Bühne hat. Die nächste Band will ja auch an den Start.

 

Was macht man aber, wenn einem langweilig ist, und keine Band ein Konzert gibt? Wenn gerade kein Festival stattfindet? Oder kein Clubabend ansteht? Nun, wenn mir langweilig ist, dann muß ich eine Beschäftigung suchen.

 

Eine hab ich euch ja schon verraten, ich lese dann sehr viel. Am liebsten in meinem Lieblingsgenre, die Vampirromane. Da gibt es ja inzwischen sehr viel. Neben den Klassikern „Dracula“ und die Bücher von Anne Rice hat es sehr viel auch anderes in dem Genre. Schließlich sind die Beißer trotz anderen Bestsellern immer noch in Mode und so würzen viele Autoren ihre eigentlich normalen Romane (Liebesromane, Krimis, Thriller) mit den Blutsaugern.

 

Da kommen dann auch skurrile Sachen bei raus, denn man gibt dem Helden noch das Attribut „Vampir“ und klöppelt eine normale Liebesgeschichte ein wenig um. Packt notfalls noch ein paar Werwölfe und Glitzerelfen dazu und presto! der Vampirroman ist fertig. Über die Qualität läßt sich dann streiten, aber jeder findet schließlich auch hier das, was er sucht. Und jeder Roman findet seine Liebhaber.

 

Das zum Beispiel habe ich jetzt dann in das normale Leben übertragen und mir heute mal angeguckt, wie ich mein Internet ver“gothen“ kann. Und ihr werdet es nicht glauben, es geht. Google zum Beispiel, läßt sich ganz einfach schwarz färben.

 

eher ein Forum, als eine Suchmaschine...

eher ein Forum, als eine Suchmaschine…

Es gibt ein schwarzes Google. Dabei läßt sich nicht nur der Background schön einfärben, nein, die Schlagworte werden automatisch mit Suchbegriffen der schwarzen Szene gemischt und man erhält dann neben den „normalen“ Google-Einträgen auch noch Links zu Szenetypischen Seiten.

 

Finde ich nicht schlecht, denn ein wenig Arbeit erspart es schon, wenn man nicht selber seine Begriffe dazu packen muß.

 

Ich habe auch noch eine andere Suchmaschine gefunden, die allerdings eher einem Forum gleicht und nicht unbedingt gepflegt wird. Dort kann sich jeder selber eintragen. Schade, daß teilweise interessant klingende Links ins Nichts führen und nicht aktualisiert werden. Ausprobieren kann man es jedoch trotzdem und vielleicht lesen die Betreiber das hier und es ist ein Neuanfang?

 

Ich verbürge mich aber hier nicht (bei beiden genannten Suchmaschinen), daß die Links alle „sauber“ sind (gerade bei letzterer kann man unter „Livesuche“ sehr merkwürdige Suchanfragen anderer User einsehen…). Und bei dem „schwarzen“ Google kann ich auch nicht garantieren, daß man alles passende erwischt. Eine Alternative (und ein netter Zeitvertreib bei Langeweile) ist es allemal.

 

So, ihr Lieben, ich werde nun mein Restwochenende genießen und gepflegt in meiner Badewanne mit meinem „Königin der Nacht“ – Badezusatz gammeln 😉 …

 

Ich wünsche euch eine zauberhafte Woche,
eure Luna ^v^

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Lost in Mainz – Szenecheck Horror Highschool

Kerze

Kerze

Gestern war im Park ein „Viktorianisches Picknick“. Ich wußte nicht genau, wo es ist und da meine Begleiter anderweitige Verpflichtungen hatten, habe ich mich entschlossen, erst abends zur „Horror Highschool“ in die Uni Mainz zu fahren.

 

Die „Horror Highschool“ ist eine Veranstaltung in dem KuKaff (Kultur Café) in Mainz. Das ist auf dem Unigelände. Eine gemütliche Location, allerdings schwer zu finden. Hier wäre es toll, wenn die Veranstalter in ihrer Facebook-Gruppe eine Anfahrtsskizze anbieten würden, oder einen Link zu einem Routenplaner einstellen.

 

Ortsfremde (wie ich) irren da nämlich schon daheim herum. Gibt man die Adresse in einem Routenplaner ein, so kommt man an eine Adresse (KuKaff) und ich war mir nicht sicher, ob das korrekt ist.

 

Hier also bitte nachbessern, denn auf dem Gelände ist nachts NICHTS los, selbst Fußgänger, die man fragen kann, wenn das Navi einen ins Nichts geführt hat, sind dort nicht unterwegs. Hinweistafeln, wo was auf der Uni zu finden ist, beziehen sich alleine auf die Hörsäle der Studiengänge.

 

Wir kamen nach einigen Irrungen dann schließlich an (ein netter Porschefahrer konnte uns schließlich genau zeigen, wo wir hinlaufen mußten), und direkt vor dem KuKaff hörten wir dann auch die Musik und sahen Gleichgesinnte.

 

Was sehr schön war, bis 23 h ist freier Eintritt (beziehungsweise gegen freiwillige Spende), und so konnten wir uns erst einmal umsehen.

 

Ein Raucherraum (überhaupt nicht verräuchert, da mit Glastüren abzuriegeln und zahlreichen Fenstern ausgestattet) führt dann in den Hauptraum mit Bar, Tanzfläche und DJ. Seitlich wieder viele Sitzplätze wie in einem Café.

 

Alles schön „gothisch“ dekoriert mit Kerzen. Die Musik sehr angenehm ausgesteuert, laut, aber nicht so laut, daß man sich nicht dabei unterhalten kann. (Im Raucherraum war es natürlich noch leiser und für Gespräche einen Tacken angenehmer). Gespielt wurden Songs im Stile der Sisters, Kraftwerk und Konsorten.

 

düsterer Arbeitsplatz des DJ

düsterer Arbeitsplatz des DJ

Leider gab es (ich war bis 1 Uhr da) anscheinend keine Wunschliste – ich habe sie vielleicht übersehen? – und auch die Möglichkeit, in der Veranstaltung selbst seine Wünsche zu posten, wurde nicht umgesetzt. Oder hatte ich die falschen Wünsche und es paßte nicht zu der Veranstaltung? Das fände ich schade. Sonst spielen sie GothicRock, New Wave, Postpunk, Darkwave, Apocalyptic Folk und 80er.

 

Die Getränkepreise waren sehr besucherfreundlich – 2 Euro für eine Cola, da kann keiner meckern. Und meinem Wunsch nach etwas zum Knabbern wurde auch umgehend nachgekommen – ein Schüsselchen Brezeln. Kaffee (für unsere gothischen Kaffeeschnäuzchen) gibt es leider nicht.

 

Was ich allerdings schade fand, war, daß wir zu zweit so ziemlich den ganzen Abend auch zu zweit geblieben sind. In anderen Locations kommt man gerade beim Rauchen eher mit „Fremden“ ins Gespräch, hier waren die Leute wohl zu sehr verteilt (Raucherraum mit kleinen Sitzgrüppchen) und als zweite „Raucherecke“ draußen am Eingang.

 

Warum ich auf die Raucher komme? Raucher sammeln sich immer an bestimmten Stellen und selbst Nichtraucher (sofern sie nicht auf militanter Mission unterwegs sind) finden dort in der Regel auch schnell Anschluß. Daher nicht gleich diese Sucht verteufeln, sondern auch mal gezielt dort auflaufen, wenn man Leute kennenlernen möchte! Und ein friedliches Miteinander – hey, wenn wir toleranten Goths das nicht hinbekommen, wer sollte da sonst anfangen, die Gesellschaft umzukrempeln?

 

Hmmmm… und nun zu dem Titel… wir sind dann heimgefahren und dank der zahlreichen Baustellen in und um Mainz eine Stunde kreuz und quer dort herumgegondelt. Ich kenne mich normalerweise auch aus, nach Hause finde ich immer, aber alle Autobahnauffahrten waren umgeleitet.

 

Aber wir haben es gefunden, schließlich sitze ich jetzt daheim am Läppi und schreibe für euch.

 

Einblick auf die Bar

Einblick auf die Bar

Die nächste Horror Highschool ist übrigens am: 19.9., 17.10. und am 21.11. im Johann Joachim Becherweg 5 in Mainz. Wenn ich nicht wieder am Navi scheitere, werde ich bestimmt wieder dort auflaufen.

 

So, nun schlafe ich noch eine Runde, morgen ist ja wieder Montag 😉

Liebe Grüße, eure Luna ^v^

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Lesetipps für schlaflose Nächte… oder was tun, wenn man nicht pennen kann?

Bücher gelesen...

Bücher gelesen…

Ja, Ferien und Hitze, das ist schon eine tolle Kombination. Hitze – weil ich endlich nicht friere und auch mal mit kurzen Ärmeln herumlaufen kann… und Ferien, weil ich ohne schlechtes Gewissen mal gammeln darf.

Genauer gesagt: ich habe keine Termine, die ich sonst abklappern MUSS und kann meine Schlaflosigkeit in der Nacht ohne Übermüdungsgefahr zum Lesen benutzen. Was ich in Kombination mit oben genannter Hitze auch getan habe. Ich hatte zwar nicht solche Probleme nachts zu schlafen, aber da ich zwei kleine Kobolde beherberge – seit Dienstag – und denen macht die Wärme und neue Umgebung ein wenig zu schaffen. Sie werden erst nachts mutig und klabautern herum.

Also hab ich mir mal wieder mein Tablet vorgenommen und meine Nase in ebooks (und Prints) gesteckt. Und es hat sich (für mich zumindest) gelohnt. Ich lese ja bevorzugt Vampirromane, habe gut 470 Printausgaben in meinem Schlafzimmerregal gestapelt. Ich weiß, was ich mag und was nicht. Und sorry, ich finde Glitzerkugeln uncool.

Fang ich mal an mit den drei Büchern von Kerrelyn Sparks. „Ein Vampir für jede Gelegenheit“, „Vampire tragen keine Karos“ und „Der Vampir der sich nicht traut“. Kerrelyn schreibt recht unterhaltsam, wobei ich die frühen Romane von ihr bevorzuge. Ganz zu Anfang waren es nur Vampire, dann kamen Gestaltwandler hinzu und im letzten (Der Vampir der sich nicht traut) sind dann auch Engel dabei.

Das nervt mich ein wenig an, denn allzuviel übersinnliches Gedöns, nur damit es „noch dramatischer“ wird (immerhin reichen bei spektakulären Kampfszenen – warum sowas generell heutzutage drin sein muss, ist mir ebenfalls schleierhaft – nicht mehr ein böser Obervampir als Enemy No 1, inzwischen müssen es Engel und Dämonen sein, die die Vampire wie Schachfiguren hin und herschieben). Ich weiß nicht, woher der Trend kommt, ich mag ihn auch nicht. Wer sich aber auf die obligatorische Liebesgeschichte in den Romanen konzentriert, hat mit diesen Büchern sehr viel Spaß.

Dann habe ich mal wieder in die Reihe von Tina Folsom hineingelesen, ihre Scanguards Vampire haben auch die eine oder andere Macke (das mit dem Blutbund und den Trend, den Frau Sparks auch angeht „Vampire müssen Kinder bekommen“ fängt bei ihr auch an…), die ich nicht mag, aber prinzipiell hab ich ihre Bücher gemocht. Das jetzt „Cains Geheimnis“ ist jedoch grenzwertig. Ich hab da selten eine so primitive Sprache gefunden. Ich mach da kein Geheimnis draus, in den Büchern sind erotische Szenen beschrieben. Aber in diesem – ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt oder am Original – ist das dermaßen Dirty Talk, daß man schon nimmer von „Erotik“ sprechen kann, eher von einem Porno im Sinne: Warum liegt hier Stroh rum…

Bücher gelesen 2...

Bücher gelesen 2…

Das letzte Buch in der Reihe: Mann ist das peinlich, war von Lynsay Sands „Ein Vampir zu rechten Zeit“. Ihre Vampire sind in Atlantis durch Nanotechnologie entstanden und die ganzen Mythen hat sie plausibel aufgelöst. Nun reicht es Frau Sands leider auch nicht mehr, böse Abtrünnige zu jagen (die gab es bei ihr schon immer…), da die ursprünglichen Abtrünnigen meist dann Lebensgefährten der „braven“ blutbeutelsaufenden Vampire sind und dann plötzlich nicht mehr so böse und so weiter sind. Gut, ist okay, das kann sich ja dann weiter entwickeln und solange keine Atlantischen Engel auftauchen, ist das für mich okay. Aaaaaber… die Sprache in dem Buch ist hier auch megapeinlich. Sorry, aber Hoden kann man doch schreiben? Und da braucht es nicht seitenlanges Gefasel über „Oh, sie ist an die Babymacher gegangen…“…

Ich möchte aber auch von Büchern schreiben, die mich beeindruckt haben OBWOHL Engel darin neben den Vampiren vorkommen. Das sind die beiden Bücher von Uta Maier „Spiegelblut“ und „Nachtschattenherz“. Hier ist ein Mädchen auf der Flucht vor Vampiren, da sie ein Spiegelblut ist, also Emotionen und Kräfte von anderen spiegeln kann. Nimmt ein Vampir dann das Blut dieses Spiegelblutes, dann kann er ihre Fähigkeiten nutzen. Das ist besonders wichtig für zwei Vampire, die eine Seele teilen. Denn dieses Spiegelblut kann beide erlösen, wobei aber nur einer die Seele behalten darf… und Engel sind an allem Schuld! Verworren? Ja, aber genial gemacht, da man nach dem ersten Band eigentlich das Happy End schon vor sich sieht, was aber im zweiten noch kräftig herumgewirbelt wird. Und das Ende… das wird überraschen.

Das zweite beeindruckende Buch, ist in bisher 2 Bänden von Juliane Maibach – „Midnight Eyes – Schattenträume und Finsterherz“ erschienen. Hier stolpert ein Dämonenwächter mit sehr großer Macht in die Welt der Sterblichen und wird an eine Frau, naja Highschoolschülerin, gebunden. Stirbt einer von beiden während dem Pakt, geht auch der andere drauf, weswegen der Dämon natürlich das Mädel beschützen muss. Es gibt da natürlich die üblichen „Beverly Hills 90210 Verwicklungen…“ aber es macht Spaß das zu lesen… auch wenn kein Vampir da betroffen ist.

Gelesen ... :)

Gelesen … :)

So, und die letzten beiden Bücher in der letzten Woche (ja, ich hab viel gelesen!!!) sind von Beth Fantaskey „Der Vampir, den ich liebte“ 1 + 2. Hier stellt sich heraus, dass ein adoptiertes Mädel (als Running Gag auch noch von Veganern) eine rumänische Vampirprinzessin ist. Ihr seit der Geburt versprochener Verlobter platzt in ihr Leben und wirbt um sie. Soweit so gut, was sich aber stellenweise ein wenig hinzieht, da die Heldin ein wenig lahm im Arsch ist… (ja, sorry). In Band zwei braucht sie auch eine Weile, bis sie hinter die Rätsel kommt. Aber es ist schön zu lesen (wenn es auch ursprünglich für Teenager geschrieben wurde… keine Erotik dabei, nur ein paar „Eheweisheiten“, wie sie sich eben eine minderjährige Autorin so ausmalt…

So, da habt ihr ein paar Vorschläge für die nächsten heißen Nächte – net böse sein, wenn ich hier keine Klappentexte poste, aber die kann ja jeder bei Interesse googeln – ich lese jetzt wieder weiter und vergesse ganz ganz schnell, dass ich am Freitag versehentlich „Seelen“ im TV angesehen habe brrrrr...

Eure Luna

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