Das tun Gothics nicht! Teil 5

Von Stefan Schäfer, Lich - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19489495

Beltane-Festfeuer in Edinburgh 2012, hier sind auch Stinos vor Ort

Gestern war Walpurgis-Nacht, oder auch Beltaine bzw. Beltane genannt. Während die Stinos in den Mai tanzen, rotten sich die Gothics natürlich auf Friedhöfen und in Höhlen zusammen, um um große Lagerfeuer zu tanzen, Blut zu trinken und kleine Kinder zu fressen. Dann geben sie sich sinnlichen Gelüsten hin, um für das nächste Beltaine Kinder zu zeugen und ihre Seelen an den Teufel zu verkaufen, damit sie alle reich und mächtig werden.

 

Muß ja sein, denn sonst hätte man ja laufend in den Zeitungen von diesem höllischen Treiben gelesen. Komischerweise hab ich davon noch nie was gelesen. Müssen verdammt gute Verträge sein, die der Satan mit den Gothics und Hexen abschließt, bestimmt sind da versierte Anwälte am Werk. Die haben auch Verträge mit dem Beelzebub.

 

Möööööööp! Natürlich sind Gothics eher den Naturreligionen, sprich dem „heidnischen“ Glauben zu getan (es gibt aber auch christliche Gothics), da sie kritischer sind und nicht per se daran glauben wollen, daß ein mächtiges Wesen seine Worte in Buchform vom Himmel schmiß. Oder vielmehr, sie glauben nicht einfach alles, was das jeweilige Bodenpersonal eines Gottes so von sich gibt.

 

Sie glauben entweder gar nicht, daß es einen Gott gibt, oder sehen die Wesenheit eher „unpersönlich“ in vielen Dingen und Wesen in ihrem Leben und darum herum. Es ist dann eher der „göttliche Funke“ der in jedem steckt und damit jeden Menschen, Tier und Pflanze beseelt und zu einem Gott macht. Nachdem Magie zum Beispiel auch nicht simpel in „schwarz“ und „weiß“ eingeteilt werden kann – es kommt immer darauf an, wie man das bewertet und ohne „Licht“ gibt es kein „Dunkel“, man kann das eine nicht ohne das andere definieren.

 

Daher gibt es im Glauben der meisten Gothics auch keinen Satan – mit wem soll man dann auch einen Vertrag abschließen? Das ist nur der Glaube einiger Kirchen, deren Bodenpersonal einschüchtern mußte, denn wenn man nicht mit dem schlimmen „du, du, du! Wenn du nicht brav glaubst und um dein Seelenheil fürchten mußt“, dann konnte man keine Macht ausüben und an der Spitze bleiben.

 

Das erklärt auch, warum es also keine Gothics in politischen Spitzenpositionen und in Vorständen großer Industrien gibt. Falls doch, gerne eine PN an mich, würde mich mal interessieren 😉 .

Von Urbain Grandier - Transferred from en.wikipedia., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17062088

Angeblicher Teufelspakt von Urbain Grandier

So, Verträge (amüsante Geschichten um diese Verträge bei Klick auf den Link) mit einem imaginären Freund gibt es also keine (und wenn, dann sind das wirklich ganz arme verirrte Seelen, die aber mit dem Gothic-Sein so wenig zu tun haben, wie FSOG mit einem guten Roman 🙂 ), wir brauchen also auch keinen Ort wie einen Friedhof zum Abschluß. Zudem daß Gothics ja auch lieber die Stille und Ruhe auf einem Friedhof genießen und daher kaum wilde Gelage dort feiern wollen.

 

In anderen Kulturen macht man so was schon, wobei das dann an dem „Gegenpol“ der Beltaine-Feier (nämlich Samhain – Halloween) macht, dort werden in Mexiko dann mit Tagetes und Zuckerschädeln die Gräber der Toten geschmückt und mit Alkohol dann mit den verstorbenen Ahnen gefeiert. Aber immer respektvoll, denn verärgerte Ahnen können ziemlich gemein werden.

 

Bleiben die Höhlen, die aber auch nicht so zahlreich sind, daß man da nachts gerne herumhocken will. Wir haben uns aus dem Neanderthal herausbewegt (naja, manch männlichem Wesen wird nachgesagt, da heute noch drin zu hocken) und sind dann eher selten wieder hineingegangen.

 

Blut und kleine Kinder schmecken jetzt auch nicht so deliziös, daß man sie gerne verspeisen würde. Zum einen sind Gothics liebevolle Eltern, die sich wie jeder andere um ihren Nachwuchs kümmern und teilweise sogar gegen Anfeindungen besonders verteidigen müssen. Da sind dann Sprüche wie: „Zieh dir mal was anderes an, du mußt doch endlich erwachsen werden!“ noch die harmlosesten Geschichten. Was hat „erwachsen werden“ mit der Kleidungswahl zu tun? Was macht den Musikgeschmack aus? Ist man erst „alt und erwachsen“, wenn man auf Schlager abfährt und im Rentnerstyle herumtackert?

 

Ich glaube nicht. Und viele der gothischen Musiker sind inzwischen auch um die fünfzig oder älter und sind auch nicht weniger erwachsen, als die Gothics, die auf Konzerten Witt, Anne Clark und Konsorten feiern. Und alberne Scherze und Herumgeblödel, das machen Stinos und Gothics gleichermaßen und nur weil wir schwarz tragen und vielleicht ein wenig makaberen Humor bevorzugen, heißt es nicht, daß eine Gruppe erwachsener als die andere ist.

 

Bleibt der letzte Punkt: sinnliche Gelüste in der Beltaine Nacht. Nun, ich denke, dazu muß ich nichts sagen, jeder hat Spaß daran, oder? Und der Tag oder die Nacht, an der Mann und Frau Spaß haben, ist so ziemlich egal. Ich stelle mal in den Raum, daß sich die Nacht vor dem ersten Mai anbietet, denn dann ist Feiertag und man kann den Tag danach bequem zum Ausschlafen nutzen ;).

 

In diesem Sinne, wünsche ich euch einen schönen ersten Mai,

gruftige Grüße,

eure Luna ^v^

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Das tun Gothics nicht! Teil 4

Von Johann Heinrich Füssli - The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=151185

Johann Heinrich Füssli: Nachtmahr, 1802

Heute scheint mal wieder die Sonne. Warm ist aber was anderes. Aber so kann ich sagen, daß die Sonne die schwarzen Schatten in der Nacht vertreiben. Schatten, die Unheimliches und Mysteriöses in sich bergen.

 

Ängste. Natürlich haben Gothics so überhaupt keine Ängste. Die Stinos denken, wir beschäftigen und ja nur mit dem Tod, dem Leben danach und allerlei gruseligem Zeugs. Ein Horrorfilm bringt uns eher zum Lachen, als bei den gezielten Schreckeffekten das Zusammenzucken. Den Kopf einziehend und panisch unter einer Decke sitzend und auf den nächsten Morgen hoffend Gebete an jede Gottheit der Erde sendend.

 

Das kennen nur die Stinos, oder?

 

Falsch, jeder hat Angst. Manchmal nachvollziehbar, Existenzängste zum Beispiel. Wenn Goth Kinder zu versorgen hat, dann möchte man das gut machen und den Kindern alles notwendige bieten. Nicht irgendwelchen unnützen Luxustralala, sondern Essen, Trinken, Kleidung und ein Heim.

 

Das sind reale Ängste, die jeder hat. Dann gibt es auch andere Ängste, die vielleicht albern erscheinen. Cenosillicaphobie könnte einen passionierten Wein- oder Biertrinker bösartig überfallen, wie diese Angst bei einem gothischen Mettrinker heißt, müßte ich mal googeln. Cenocornusphobie fänd ich ja ganz hübsch 😉 .

 

Von Patrick Glanz - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6364659

Oleg Popow, bekannt schon in den 1960er-Jahren, 2009 mit dem Russischen Staatszirkus in Worms, Deutschland

Aber meist wird uns ja ohnehin eine Autophobie (ähhh… nein, nicht die Angst vor Kratzern in unserer Luxuskarre *hömmhömm* sondern die Angst vorm alleine sein) unterstellt. Aber was ist denn Angst überhaupt?

 

Wikipedia sagt dazu: „Angst ist ein Grundgefühl, welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Krankhaft übersteigerte Angst wird als Angststörung bezeichnet.“

 

Prinzipiell unterscheidet man vom Wort her Angst und Furcht. Angst ist ein beengendes unbestimmtes Gefühl, während Furcht objektbezogen ist. Man hat also gezielt vor etwas Furcht. Zudem ist Angst auch eine situationsbedingte entstehende Emotion.

 

Ist sie zum Beispiel aus „Angst vor Veränderungen“ (man denke an Garth, der sagte – frei zitiert: „Veränderungen… alle sagen Veränderungen seien gut, dabei liegen sie alle falsch… Veränderungen sind böse!“) noch ein Zwang dabei, dann kommt man zu Kontrollzwängen, Esszwängen, Reinigungszwängen… und das im schlimmsten Fall bis hin zu Phobien, Paniken und Psychosen.

 

CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75132

Friedhöfe sind in Horrorfilmen ein beliebtes Mittel zur Erzeugung von Unbehagen.

Dabei sind Ängste normalerweise gut. Die entstehen im Rahmen des Selbsterhaltungstriebes des Menschen und gehören zur Grundausstattung jedes Menschen. Sie sollen vor möglichen Gefahren schützen. Ich denke, wir sind ja gerade die Erben der pessimistischen, ängstlichen Neanderthaler. Warum? Nun, der fröhliche mutige Neanderthaler ist munter auf der Wiese rumgehüpft und wurde, weil er ja nicht kräftig, schlau oder schnell genug ist, vom Säbelzahntiger gefressen. Die anderen, die vor Angst nicht aus der Höhle krabbelten, tja, die haben überlebt und sich vermehrt.

 

Nun haben wir nicht alle vor dem selben Angst und vielleicht ist das das, was uns Gothics von den Stinos unterscheidet. Wir fürchten (und da spreche ich mal im allgemeinen von „uns“, denn ich hab noch keinen getroffen, der sehr abweichende Ängste hatte) uns weniger vor Geistern, Monstern und Vampiren.

 

Nein, es sind dann andere Dinge. Ich finde Clowns gruselig. Und das nicht erst seit ES, aber ich denke, es ist eine Begründung WARUM ich gerade vor Clowns Angst habe (oder eher Furcht? *grübel *) . Ich traue den lächelnden Halunken nicht, die hinter ihrer Maske todtraurig sein können. Kennt ihr diese Plakate mit dem grinsenden Kasperle Gesicht? Auch so der Horror… ich verstehe nicht, warum die gerade vor Kindergärten aufgehangen werden!

 

Das ist aber auch eine Sache, die man lernt. Man trainiert sich die Ängste also selber an. Natürlich kommt dann auch dazu, was man von den Eltern und Familie und Freunden übernimmt. Ich hab zum Beispiel mit meiner damals kurz vor dem dritten Geburtstag stehenden Tochter den Film „Der kleine Vampir“ angesehen, frei ab 6 (glaub ich). Ich brauchte ein Alibi, warum ich in einen Kinderfilm gehe. Aber Lotti war so fasziniert von dem Film, daß sie Limo und Popcorn vergaß und plötzlich begeistert quietschte: „Guck mal, Mami, da ist der Graf Krolock!“ – Hab eindeutig zu oft „Tanz der Vampire“ mit ihr gesehen…

 

Angst hat sie bis heute nicht davor. Clowns und Kasperle dagegen… auch die findet sie schauderhaft und wenn man sich anschleicht und „Buh“ sagt, da hüpfen wir beide kilometerweit.

 

Es ist also immer vom Typ her abhängig, wer wovor Angst hat und wie er / sie damit umgeht. Daß wir Gothics dann weniger vor „Gruselzeugs“ Angst haben, liegt wohl darin begründet, daß wir uns einfach damit mehr beschäftigen und eben andere Prioritäten setzen.

 

So, nun werde ich meine Angst vor Menschenmassen angehen und auf dem Flohmarkt bißchen herum gucken, einen sonnigen Sonntag wünsche ich euch,

 

eure Luna ^v^

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Tanzritual Festival 2016 vom 27. – 28.08.2016

Tanzritual Festival 2016Das Tanzritual ist den meisten Szenenfans im Südwesten bereits ein Begriff. Die Events in Neunkirchen, Trier und Karlsruhe locken Monat für Monat hunderte von Menschen in die Clubs.

Das gleichnamige Festival feiert 2016 sein 5Jähriges. Der Standort Landweiler Reden konnte 2015 bereits viele Gäste überzeugen und deshalb wird er auch 2016 das Festival beherbergen.

Das LineUp besteht dieses Jahr überwiegend aus elektronischen Klängen wie z. B. DIARY OF DREAMS mit Traumtänzer oder Giftraum, DAS ICH mit Destilat, Kain und Abel oder dem Mega Hit Gottes Tod. Die Elektroniker von KONTRAST mit Einheitsschritt und die Cyber / Techno Komo [X]-RX mit Stage 2, Kein Herz oder The Update sowie die Kult Dark Elektro Formation SITD mit Snuff Machinery oder aber SARA NOXX mit Ihrem wunderbaren Earth Song werden den Szenefans gut einheizen.

Das bisherige Line up 2016:

Diary of Dreams
Das Ich
Sara Noxx
Lord of the Lost
[:sitd:]
NamNamBulu
[x]-rx
Parade Ground
Kontrast
Pokemon Reaktor
Chemical Sweet Kid
Intent:Outtake
Dr.Geek and the Freakshow
G.O.D.T.

Neben dem Festival gibt es auch wieder ein tolles Rahmenprogramm mit Lesungen und der „schwarzen“ Händlerhalle sowie einer „Tanzritual“ Kaffee Lounge.

Bis bald
Eure BlackRose

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Das tun Gothics nicht! Teil 3

Von Luc Viatour, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60793

Die Korona der Sonne während der Sonnenfinsternis im Jahr 1999, kurz vor dem Sonnenfleckenmaximum. Die Strahlen verlaufen nach allen Seiten.

Ich glaube, es wird endlich wärmer. Ich Frostbeule warte schon eine gefühlte Ewigkeit darauf, daß wir wieder heißes sonniges Wetter haben. Durch das viele Abnehmen und einen Eisenmangel (hey, ich bin irgendwie schon ein Vampir 😉 ) friere ich immer sehr leicht und kann es nicht warm genug haben.

 

Anderen Menschen geht es anders, sie meiden die Sonne. Sei es, daß sie empfindliche Augen haben, empfindliche Haut oder Medikamente einnehmen. Nur so am Rande, wer Johanniskraut einnimmt, sollte die Sonne meiden, denn dann holt man sich sehr schnell einen Sonnenbrand oder Ausschlag.

 

Das wirft natürlich die Gedanken der Stinos darauf, daß Gothics per se eher die Finsternis lieben und die Sonne generell komplett meiden. Deswegen tragen sie ja auch im Hochsommer ihre schwarzen Kleider und hocken lieber im Dunklen auf Friedhöfen. Und wenn sie jemals am Tag sich aus ihren Grüften schälen, dann verbrennen sie gleich einem Vampir. (Und nein, dämliches Glitzern ist absolut NICHT vampirisch! Was soll das überhaupt für einen Sinn haben, wenn Vampire in der Sonne glitzerten?)

 

Doch wir wissen, daß Gothics nicht grundsätzlich die Sonne meiden. Viele hängen dem „alten“ Glauben an, feiern als Hexen, Schamanen und Heiden ihre Feste, die nach dem Sonnenlauf ausgerichtet sind. Natürlich, um die Stinos in ihrer Ruhe nicht zu stören und weil es einfach schöner ist, nutzen sie die Zeit der Dämmerung – ein magischer Moment, von dem man sagt, daß die Anderswelt mit der unseren die dichtesten Berührungspunkte habe – als Beginn ihrer Feste.

 

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Sonne und Mondphasen bei mir im Flur…

Doch auch die pralle Mittagssonne wird „genutzt“ um zum Beispiel Kräuter und Pflanzen zu schneiden. Die haben dann die meiste Energie aufgenommen.

 

Ein besonderer Zeitpunkt im Jahreskreis ist auch die „Schwarze Sonne“. Für Stinos eher im Zusammenhang mit Rechtsextremismus gesehen, ist das aber eigentlich „nur“ eine Sonnenfinsternis. Wenn sich für das menschliche Auge der Mond vor die Sonne schiebt, sie schwarz verdunkelt, bevor dann die Korona entsteht und die Sonne wieder auftaucht. Es ist schon magisch, wenn dann die Vögel verstummen, die Luft kühler wird und man selber ergriffen ist.

 

Auch ich habe die Teilsonnenfinsternis im Internet via Youtube Stream und live am Fenster verfolgt.

 

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Mit Schirm und gestylt bequem in der Sonne sitzen

Aber ich mag es wirklich, in der wärmenden Sonne zu sitzen und gerade mit den Schwarzen Klamotten jeden Strahl aufzusaugen. Daß ich mich aber brutzelbraun braten lasse, nun das ist übertrieben. Ich neige durch jahrelange Sonnenabstinenz eher zu Sonnenbrand und Allergie. Und als ich in Florida war, habe ich die erste Woche nur mit Sonnenbrille und trotzdem fest zugekniffenen Augen überstanden, da es dort wirklich, wirklich sehr hell ist.

 

Ich pflege also weiterhin meine vornehme Blässe, wobei ich aber nicht akribisch Sonnenschutz auf meine Haut schmiere. Da der Körper Vitamin D3 selber bilden kann, wenn man sich in der Sonne aufhält, das aber nicht geht, wenn man Sunblocker trägt, ist das für mich besser so.

 

Zudem ist das für meine Tattoos auch besser, wenn die Sonne sie nicht ausbleicht, verbrennt oder sonst wie beeinflußt.

 

Nun gibt es ja den Spruch „Sonne macht albern“. Ich wette, ihr kennt ihn! Und wir spielen gerne mit dem Klischee, daß wir Gothics lieber im Dunklen sitzen. Viele Bands befassen sich damit und schreiben Songs über die Sonne. Am bekanntesten sind sicher Rammstein mit „Sonne“. Ich habe aber noch ein schönes Lied gefunden, es stammt aus dem Film „Professor Layton und die ewige Diva“.

Warum ist aber gerade die Sonne für uns so interessant? Schon in der Kulturgeschichte wurde die Sonne verehrt, bei den alten Ägyptern war Ra der Sonnengott, die Babylonier nannten ihn Schamasch und die Sumerer Gott Utu. Bei den Chinesen verschlang ein Drache bei einer Sonnenfinsternis die Sonne. Die Griechen ließen Helios mit einem Sonnenwagen über das Firmament ziehen. Auch bei den nordischen Göttern fährt Sol mit einem Wagen über den Himmel und wenn ein Wolf die Sonne verschlingt, dann ist Ragnarök, der Tag des Weltuntergangs.

 

Die Maya, Inka, Azteken verehrten die Sonne und „erforschten“ sie astronomisch (wie auch die anderen Kulturen). Das Leben richtete sich nach dem Sonnenlauf und bestimmte den Kalender. Bauwerke wurden errichtet, die bestimmte Punkte im Jahreskreis anzeigten.

 

Auf all das besinnt sich Goth. Und dann ist es ihm auch egal, wenn eigentlich unsere Sonne nur ein Stern in der Milchstraße ist, der neben hundertmilliarden anderen Sonnen dort existiert. Aber, wir wollen doch trotz schwarzer Uniform 😉 auch immer einzigartig sein, oder?

 

Ich wünsche euch einen schönen, sonnigen Sonntag,

gruftige Grüße

Luna^v^

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