Ich geh dir unter deine Haut! Tattoos…

Ich habe diesen Abend verbracht und mir selber ein Hennatattoo verpasst. Das ist nicht schwer, gebrauchsfertige Hennapaste erhält man problemlos (ich habe meine aus einem India / Asia Shop um die Ecke) und dann schneidet man die Packung auf und zeichnet los. Leider habe ich zu weit aufgeschnitten und dann lief es ziemlich breit heraus. Mit handelsüblichen Spritzen braucht ihr nicht anfangen, die machen das Dosieren auch nicht einfacher. Leider.

Naja. Das Ergebnis von 15 Min herumpinseln… (okay, mit einem feinen Pinsel könnte ich es das nächste Mal versuchen) war dann das:

Naja, ich habe auch echte Tattoos. Dort habe ich aber sehr lange jeweils überlegt, was es sein soll und wohin ich es stechen lassen will. Schließlich kann man die nicht wie die aus Henna einfach abwischen oder „rauswachsen“ lassen. Die sind für die Ewigkeit.

Oder bis man genug Geld für eine Laserbehandlung hat – was locker ein vielfaches mehr als das eigentliche Tattoo kosten kann und dann ganz andere Narben hinterlassen könnte. Also, gut überlegen was es sein soll.

Ich habe letztes Jahr ein paar Namen auf die Haut stechen lassen, die Namen meiner Kinder, aber in elbischen Schriftzeichen, denn es soll nicht jeder gleich erkennen, was es ist. So habe ich mich dann auch entschlossen, ein Musikstück, welches ich sehr sehr mag, in Noten umgesetzt, auf meinem Bein zu verewigen. Netterweise hat mir dabei noch der Komponist des Liedes geholfen, ich habe ihn um seine Noten gebeten und er hat sie mir gegeben. Und das ohne, dass ich seinen Namen oder sein Bandlogo mit auf die Haut stechen lassen muss.

Dabei hat man übrigens schon auf dem alten Ötzi Tattoos gefunden. Ich nehme nicht an, dass es Musik ist, aber er wird sicher rituelle Zeichen oder Schutzsymbole auf der Haut tragen. In Ägypten sollten die Tattoos dem Verstorbenen im Jenseits Fortpflanzungsfähigkeit und Kraft geben. In Japan bekamen Frauen um den Mund Tätowierungen, die Aussagen über ihren Status machten und in Afrika drückte man den Zusammenhang von Geburt, Leben, Tod, Kraft und Mut aus.

Selbst religiöse Tattoos sind bekannt, man weiß von frühchristlichen Menschen und Kreuzrittern, dass sie ihre Symbole entsprechend wählten. Neben Gangs, Seeleuten oder Gefangenen… jede Gruppe sucht sich über bestimmte Zeichen etwas verbindendes. Man zeigt sich mit einem gemeinsamen Tattoo als Teil einer bestimmten Gruppierung. Man gehört zu „la familia“.

Und für andere ist ein Tattoo ein Protest gegen bestehende Konventionen. Möglichst schockierend soll es sein, das geht bis da hin, dass sich diese Menschen auch gerne in „Freakshows“ zeigen und präsentieren. Ich finde das aber immer noch mutiger und ehrlicher, als die vielen „Modetattooträger“ die sich in den neunziger Jahren jenes berühmte „Arschgeweih“ stechen ließen. Nur, damit sie auch eines haben… Genau die gibt es heute auch noch, zur Zeit sind wohl diese „Pusteblume-Tattoos“ sehr angesagt.

Nun, ich denke, das muss aber jeder für sich selber entscheiden. Das kann keinem abgenommen werden, und wenn jemand damit dann unglücklich ist, nun, dann hilft nur ein CoverUp, oder der Gang zu einem Laserspezialisten. Und was dann übrig bleibt sollte man vor dem ersten Stich bedenken.

SAMSUNG

Ich mag meine Tattoos und bin echt stolz, dass übrigens der Musiker seine Noten auch auf meiner Haut bewundert hat (und ich glaub, er war auch beeindruckt) und sich so der Kreis zwischen Idee, Umsetzung und Präsentation wieder geschlossen hat.

Wer also nur mal ausprobieren möchte, wie es mit einem Tattoo ist, sollte sich eines aufzeichnen und wer dann das passende Motiv gefunden hat, das nicht gerade der aktuellen Mode entspricht, sondern tief aus der Seele kommt, sollte den Tattoo-Artisten seines Vertrauens aufsuchen und sich dieses dann stechen lassen.

Nun wünsche ich euch einen schönen Restsonntag,
eure Luna

Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Opeth Bandporträt

Irgendwie häufen sich die Band-Jubiläen dieses Jahr. Ging es in meinem letzten Bandporträt um In Extremo, die 20 Jahre alt werden, möchte ich mich diesmal einer Band widmen, die aus einer ganz anderen musikalischen Ecke kommt – Opeth. Die Schweden feiern ihr 25-jähriges Bestehen. Respekt! So alt sind die Herren noch gar nicht, sie haben nur schon früh angefangen, Musik zu machen. Und zwar ganz besondere Musik, die sich allerdings im Laufe der Zeit, insbesondere mit den beiden letzten Alben, stark gewandelt hat, aber dazu später mehr.

 

Wie lange ich Opeth schon höre, weiß ich gar nicht so genau, vielleicht so um die 15 Jahre. Jedenfalls bin ich ein großer Fan und habe die Band schon sehr oft live gesehen. Eigentlich immer, wenn sich die Gelegenheit ergab, was aufgrund der Tourfreudigkeit der Jungs recht häufig war. Für alle, die Opeth nicht oder nur vom Namen kennen, versuche ich einmal, zu erklären, was diese Band ausmacht.

 

Ein auffälliges Merkmal ist die Länge der Songs, die durchschnittlich wohl bei zehn Minuten liegt. Dazu haben Opeth einen sehr eigenen Klang mit hohem Wiedererkennungswert. Das ist etwas, was ich an Bands generell sehr schätze. Die verschiedenen Komponenten, insbesondere Gitarrensound und Gesang, ergeben zusammen den typischen Opeth-Stil. Der wiederum lässt sich nicht so einfach erklären und will nicht recht in gängige Schubladen passen. Bis vor ein paar Jahren konnten Opeth durchaus als Death-Metal-Band bezeichnet werden. Allerdings nicht im Sinne von ultrabrutalem Geknüppel, sondern mit viel Atmosphäre, etwa durch Keyboardmelodien, und deutlichem Prog-Einschlag. Wenn man unbedingt die Schubladenmethode anwenden möchte, wäre Prog-Metal wohl auch passender als Death Metal. Wie dem auch sei, mit diesem einzigartigen Sound und einem großartigen Songwriting haben sich Opeth eine wachsende und treue Fangemeinde erspielt.

 

Opeth - Kavarna Rock Fest 2011

 

Während es durch die Jahre verschiedene Line-Up-Wechsel gab, ist der Mastermind der Band seit seinem 16. Lebensjahr dabei: Mikael Åkerfeldt ist als Sänger und Gitarrist zu großen Teilen verantwortlich für die Musik. Er schreibt die meisten Songs und Texte und ist ein musikalisches Genie, wie ich finde. Und zudem ein sympathischer Frontmann, der bei Konzerten das Publikum mit seinen witzigen Sprüchen unterhält. Faszinierend ist, dass der Mann sowohl den für Death Metal typischen tiefen Grunzgesang als auch einen klaren Gesangsstil mit einer sehr schön klingenden Stimme beherrscht. Der Wechsel zwischen diesen beiden Gesangsarten war immer eines der Markenzeichen von Opeth. Live bekommt man diesen auch noch zu hören, auf den Studioalben jedoch mittlerweile nicht mehr.

 

Schon 2003 kam mit Damnation ein ruhig gehaltenes Werk mit ausschließlich cleanem Gesang heraus. Fast zeitgleich jedoch auch das gewohnt harte Deliverance, das beide Gesangsstile enthält. Schon damals hatte Åkerfeldt viele Ideen für Songs, die mit Metal nicht mehr allzu viel zu tun hatten, dabei aber nicht minder nach Opeth klangen. Damnation eignet sich bestens als musikalische Untermalung für ein Candlelight-Dinner oder andere Anlässe, die nach eher sanften Klängen verlangen. Ob ruhig oder hart, die Musik ist immer sehr komplex, interessant und abwechslungsreich. Viele Einflüsse und Musikstile prägen den Sound – an Blues erinnernde Parts kommen ebenso vor wie Siebzigerjahre-Rock. Mal klingt es düster-melancholisch, mal bedrohlich, mal einfach nur schön….wie gesagt, es lässt sich nicht so einfach beschreiben. Mikael Åkerfeldt ist ein riesiger Musikfan und Plattensammler. Von klassischem Heavy Metal wurde er ebenso beeinflusst wie vom teils progressiven Rock der Seventies. Opeths Musik profitiert von dieser musikalischen Vielseitigkeit. Die Band ist äußerst experimentell und daher niemals langweilig oder eintönig.

 

Mit dem 2011 erschienenen Album Heritage und dem aktuellen Pale Communion haben sich Opeth konsequent weiterentwickelt und so einem möglichen musikalischen Stillstand entgegengewirkt. Von Death-Metal-Vocals gibt es auf diesen beiden Scheiben keine Spur mehr; der Gesang ist ausschließlich klar. Auch stilistisch sind beide Werke weniger hart, sondern gehen eher in Richtung Prog-Rock. Die Songs kommen oft sehr psychedelisch daher, es gibt akustische Passagen wie auch verzerrte Gitarren. Es ist eine interessante Mischung, die mir sehr gefällt. Sicher wird es Fans geben, die mit den neueren Songs nicht mehr so viel anfangen können. Dafür finden andere vielleicht erst jetzt Gefallen an der Band. Das letzte Opeth-Konzert, das ich besuchte, letztes Jahr in Köln, war jedenfalls ausverkauft. Allerdings machten die neue Songs dort nur einen geringen Teil der Setlist aus. Wer mit Metal oder Grunzgesang gar nichts anfangen kann, sollte sich unbedingt die letzten beiden Alben sowie Damnation anhören. Ich persönlich mag den Stil der Band so gerne, diese Gitarren und Melodien, dass sie wohl machen können, was sie wollen – es wird mir immer gefallen. Deshalb habe ich auch schon mein Ticket für das nächste Konzert im Oktober.

Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Rundherum ums helle Feuer, rundherum im wilden Tanz…

SAMSUNG(Zitat aus dem Song von Schandmaul – Walpurgisnacht aus dem Album Narrenkönig)

 

Hex’ feiert wieder. Am 30.4. geht es nicht auf eine usselige Ü30 Party (oder in meinem Fall eine Ü40 Party) mit den Resten der Popmucke Zeit der 80er. Okay, ich geb es zu, Nena ist NICHT COOL, mich hat die damals schon genervt. Mir ist es auch egal, wenn die Dame Kult ist… Nein, dann lieber The Cure oder Sisters Of Mercy.

 

Ich werde auf die Ronneburg gehen und dort Walpurgisnacht feiern. Sonst hatte ich mit einer lieben Freundin gemeinsam dieses Fruchtbarkeitsfest zelebriert. Aber jetzt net das Falsche denken, gelle? Hier treffen die Göttin und der Gott zusammen und feiern ihre Vereinigung. In früheren Zeiten paarten sich die Teilnehmer bei einem dieser Beltaine Rituale auch, aber heute machen wir das entweder privat oder eben symbolisch.

 

Ihr habt euch immer gefragt, warum Hexen einen Kelch und einen Dolch in einem Ritual benutzen? Nun, der Dolch taucht in den Kelch als symbolische Vereinigung von dem Phallus des Mannes mit der Vulva der Frau. Da das Samhainfest am 31.10. das Fest des Todes ist, ist dieses genau nach einem halben Jahr stattfindende Fest das Fest des Lebens. Im keltischen Kalender begann der Winter an Samhain und der Sommer an Beltane (oder Beltaine oder eben an Walpurgis).
SAMSUNG
Nun heiraten nebst Hochzeitsnacht also die Götter an diesem Tag. Odin und Freya zum Beispiel oder Dagda und Morrigaine… selbst Hades ließ in dieser Nacht Persephone für ein halbes Jahr aus der Unterwelt gehen und Demeter beendete den ewigen Winter, mit dem sie die Entführung ihrer Tochter bestrafen wollte.

 

Nun komme ich mal zu den Bräuchen der Feiern zum ersten Mai. Die Maibäume sind hier weniger traditionell, aber ich weiß, daß zum Beispiel im Schwäbischen sehr viele Bäume aufgestellt werden. Nicht nur im Dorfplatz stehen sie, sondern die Burschen stellen die Bäume auch gerne geschmückt vor die Türe ihrer angebeteten Damen.

 

Sie werden mit bunten Bändern geschmückt und reich verziert… die Dorfmaibäume werden geschnitzt und zu Füßen stehen Miniaturhäuschen und andere Deko, ja, teilweise ist das ganze Dorf nachgebaut. Um die Spitze ist ein Kranz befestigt. Manche hängen auch Blumen, Eier, Gebildebrote (das ist Brot in bestimmten Formen, zum Beispiel Sonnen, Tiere etc.). Das Grün des Kranzes wird von jungen Frauen gewunden und symbolisiert auch wieder die Vulva, während der mit Bändern und Schnitzereien verzierte Stamm wieder einmal einen Phallus darstellen soll. (Zudem wird er ja in die Erde gerammt).

 

Warum heißt das nun jetzt WALPURGISNACHT? Nach einer Heiligen der christlichen Religion? Nun, Walburga oder Walpurga war eine heidnische Göttin, die praktischer Weise von der Kirche einfach heilig gesprochen wurde, damit man die Religion etablieren und konnte. So wurde auch dieses heidnische Fest wie Yul und Ostara gekapert.SAMSUNG

 

Und wie kommt man nun darauf, daß am Blocksberg die Luzi an Beltane abgeht? Warum treffen sich die Hexen ausgerechnet an dieser Stelle? Vielleicht war es Goethe, der im „Faust“ diese Feierlichkeit beschrieb und selbst an diesen Ort gereist war. Man munkelt, daß eben an diesem Ort die Priesterschaft sich traf, um Nachfolger zu zeugen. Dabei sollen sie Masken mit Hirschgeweihen getragen haben, an denen die Frauen den Einweihungsgrad ablesen konnten. Für außenstehende und ungebetene Besucher mag das dann unerklärlich, gruselig und bedrohlich gewirkt haben. Und so kam auf, daß sich die Hexen mit den „Gehörnten“ dort lustvoll gepaart haben, was dann zur Hexenverfolgung geführt hat.

 

SAMSUNG
Wenn ihr ein kleines Ritual feiern wollt, so könnt ihr dies hier machen:
Heute ist die lüsterne Walpurgisnacht!
Gesegnet sei die fruchtbare Göttin!
Heute ist die lüsterne Walpurgisnacht!
Gesegnet sei der großartige gehörte Gott!
Heute ist die lüsterne Walpurgisnacht!
Gesegnet sei die heilige Hochzeit, die Ursprung allens Lebens ist!
Gott der Sonne, Feuer am Himmel, beleuchte die Erde und wärme die Nacht.
Wärme unseren Geist, unser Herz und unsere Hand. Gieße dein Licht über dieses Land!

 

 

Anrufung zum Anfeuern eines Feuers – aus Sicherheitsgründen bitte eine Feuerstelle nehmen oder in einem Kessel mit viel Löschwasser dabei entzünden – und dann werden Ängste und Befürchtungen auf einen Zettel geschrieben, in dem Feuer verbrannt und mit einem Sprung ÜBER das Feuer transformiert. Sprich dabei: „Verbrenne meine Angst“.

 

Dann könnt ihr mit langen Bändern um euren Baum tanzen und dabei eure Wünsche hineinweben. Als Musik zu dem Tanz eignet sich (natürlich) von Schandmaul – Walpurgisnacht und von Omnia – Tine Beltaine

 

So, nun wünsche ich euch ein lustvolles Beltaine, wenig Streß am 1. Mai (hier wird es den sicher geben, da ich direkt an der Strecke des Radrennens Rund um den Henninger Turm wohne) und eine zauberhafte Woche. Hex Hex…

Eure Luna

Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Das Krähenheer ist da….

SAMSUNGDiese Woche hatte ich zum ersten Mal seit dem Herbst meine Balkontüre wieder den ganzen Tag offen. Es war wirklich sehr warm, obwohl ich ja immer noch regelmäßig friere. Jaja, ich weiß, es ist nicht so kalt, wie ich mich immer fühle. Aber wer mich kennt, weiß, daß ich viel Gewicht verloren habe und seitdem die Speckschicht fort ist… ja, da friere ich.
Aber ich schweife wieder einmal ab. Ich sitze also auf meinem Sofa und höre ein Krächzen. Und sehe durch das offene Fenster eine schwarze Krähe auf der Baumspitze im Nachbargarten sitzen. Bis ich aber meinen Fotoapparat startklar gemacht habe, flog sie fort.
Ich mag Vögel normalerweise nicht. Vermutlich habe ich zu jung „Hitchcocks Vögel“ gesehen und seitdem finde ich sie gruselig. Vielleicht liegt es auch daran, daß ich als Kind des öfteren von diversen Wellensittichen gebissen wurde oder auch mit den Papageien Probleme habe (das gruseligste waren 5 Aras, die man mir in Miami im Parrotjungle mal auf die Arme, Schultern und Kopf setzte… nein, angekeckert wurde ich nicht, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, die fressen mich gleich auf… hmmmm… ich verstehe meine Tochter, sie erwähnte neulich etwas ähnliches bezüglich unseres Hamsters, der sich des Nachts aus seinem Käfig schleichen würde und ihr dann das Gesicht abbeißen täte…).SAMSUNG
Naja, aber die Krähen mag ich doch. Sie gucken nicht so fies wie zum Beispiel Hühner und schwarz mag ich. Ich habe ja auch eine Krähe auf meinem Bein, als Hommage an „Schwarzer Engel“, dessen Bandleader Dave Jason mir ja netterweise die Noten seiner Musik für mein Tattoo überlassen hat. Schwarzer Engel’s Bandlogo ist eine stilisierte Krähe und er nennt seine Fans auch „Krähenheer“, zahlreiche Songs enthalten auch das Motiv.
Während Odin seine Raben Hugin und Munin ausschickt, die Welt zu erkunden und ihm zu berichten, sind Krähen mythologisch ähnlich einzusortieren. Schon bei den Germanen saßen sie am Wegesrand und prüften die Helden, und woben mit den Nornen die Schicksalsfäden und sagten Ereignisse voraus.

Bei den Kelten verwandelten sich die Feen oftmals in Krähen, um Nachrichten aus der Anderswelt zu überbringen. Morrigan griff auch gerne in Kriegsgeschehen in Gestalt der Krähe ein, sammelte die Verstorbenen Seelen ein oder hauchte den leblosen Körpern wieder Leben ein, um so mit ihren Untoten Schlachten nach ihren Wünschen zu beeinflussen.

SAMSUNGIm Gegensatz zu dem Raben, der Geheimnisse hütet und ungerne preis gibt, enthüllt die Krähe sie. Ist sie dein Krafttier, unterstützt sie dich, die Wahrheit aufzudecken und Lügen zu enttarnen. Sie hilft dabei, die eigenen Schattenseiten zu erforschen, ohne sich in die Welt der Toten begeben zu müssen. Und sie hütet die heiligen Gesetze der indigenen Völker und schützt.
Willst du einen Einblick in die Gesetze und Texte haben, so bitte die Krähe mit ehrlichem Herzen und triftigen Grund um Hilfe. Wenn du eine ehrliche Absicht hast, dann wirst du auch große Geheimnisse einsehen können.

In den Träumen erscheinen mehrere Krähen als Boten von Gewinn und Erfolg und eine einzelne zeigt einen kommenden Verlust. Hört man ihren Ruf, so sollte man sich auf schlechte Nachrichten vorbereiten. Ist sie als Führer für dich da, erforsche deine persönliche Unterwelt. Trau dich, ihr zu folgen.

Im Medizinrad ordnen die Indianer die Krähe in die „Zeit der fallenden Blätter“ vom 23.9. bis zum 22.10. ein. Die Menschen gelten als erfinderisch, ausdauernd, spontan und kraftvoll. Unentschlossen und ein eingestehen von Niederlagen und Fehlern ist typisch für Krähenmenschen.

Verbunden sind die Krähen auch mit der Rune „Algiz“. Sie symbolisiert nicht nur das Geweih, sondern auch den Krähenfuß. Sie zieht das Glück an und schützt schädlichen Einflüssen und bewahrt Geheimnisse.
Algiz
Nun gibt es ganze 42 Arten von Krähen in der Gattung; in Europa kommen Kolkrabe, die Aaskrähe (Rabenkrähe und Nebelkrähe), die Saatkrähe und die Dohle, sowie die Glanzkrähe vor. Es ist also möglich, daß selbst in der Stadt Krähen zu sehen sind. Hier ist noch ein Link der Stadt Frankfurt zu den intelligenten Krähen und Elstern.

Ich wünsche euch einen sonnigen Sonntag, guckt mal in einem Waldrand oder Feld, ob ihr diese klugen Vögel entdecken könnt. Bis nächste Woche,

Eure Luna

Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Drum jubelt und gebt Händegeklapper, holde Maiden, edle Recken!

SAMSUNGEin Streifzug über den Hexenmarkt in Idstein.

Heute waren wir (meine kleinen Lernhexen und ich) auf dem Hexenmarkt in Idstein. Dieser wird nur alle zwei Jahre veranstaltet und ich konnte das letzte Mal nicht hin, weil mir just am Abend zuvor der Auspuff während der Fahrt zur Werkstatt abgefallen war und dann das Auto in Reparatur war.

Nun gut, dieses Jahr ist am „neuen“ Auto auch der Auspuff abgefallen, aber zum Glück vor Ostern. Hahaha… sonst hätte ich geglaubt, das Schicksal oder die Hexengötter wollen nicht, dass ich auf den Markt komme.

Aber so konnten wir gewandet in die mittelalterliche Szenerie eintauchen. Zahlreiche Stände lockten mit leckerem Essen, boten ihre Waren feil und das Marktvolk wie immer freundlich und wohlgesonnen.SAMSUNG

Auch für den unbedarften Besucher, der ja nur vom Hörensagen was vom Mittelalter gehört hat, wurde genug „authentisches“ Zeugs geboten. Inzwischen ist das ganze Gelände rund um das Schloss und den Hexenturm mit Ständen und Attraktionen vollgepflastert.

Für Hex gibt es einen speziellen Parkplatz (natürlich nur für das Zweitmobil „Besen“, für den anderen muss man schon recht zeitig hinfahren und selbst da ist es eng) und so strömen die Massen bei warmen sonnigen Wetter über den Markt.

SAMSUNG

Gleich zu Beginn fand ich einen Glasbläser der mir meine zerbrochene Glasfeder superschnell und günstig wieder zusammenklebte. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle. Auch meine Tochter war glücklich mit ihren Miniphiolen, in denen sie ihre magischen Tränke hineinfüllen kann.

Etwas weiter konnte ich einen Silberschmied finden, der mir vor Ort meine zu großen Silberringe kleiner machen hätte können. Ich hatte nur nicht damit gerechnet und deshalb die Ringe nicht dabei. Allerdings hab ich seine Adresse und kann Kontakt aufnehmen.

Nachdem wir uns dann mit Tomaten-Käse-Fladenbrot gestärkt haben (jaja, nicht authentisch, denn Tomaten hatte es ja im Mittelalter nicht, ich weiß), eine Schmalzstulle verputzt und jede Menge Käsehäppchen verspeist wurden, schlenderten wir an einem Kaffeestand vorbei und beobachteten Kinder beim Töpfern.

Mein Sohn stiefelte den Hexenturm hinauf und suchte von oben seinen Freund. (Hat ihn gefunden).Inzwischen wurde es sehr voll auf dem Markt und ich suchte dann nur noch meinen Freund, der mir zu Beginn gleich über den Weg lief, um mit ihm ein Horn Met zu leeren. Honigbier haben wir leider nirgendwo gefunden, aber da kenne ich auch eine gute Quelle, wenn ich nicht selber Auto fahren muss. 😉

SAMSUNG

Wir fanden uns dann und er bekam sein Met für die schöne Fibel, die nun meinen Umhang ziert. Nun liefen wir noch einmal unten über den Marktteil und ich bekam eine Anleitung, wie man Maultrommel spielt. Ich bin ja leider unmusikalisch wie ein Stock (okeeeee… ich kann auf einem Didgeridoo einen Ton erzeugen, das kann ich auch auf einer Küchenpapierrolle und selbst auf einem Plastikrohr kann ich Nebelhorntuten… aber „Musik“ würde ich das nicht nennen) und so habe ich mich bisher nicht an Instrumente gewagt.

Gesammelt habe ich schon so einiges daheim, von Snares über dem besagten Didgeridoo, Blockflöte und selbst eine Bontempiorgel ist hier vorhanden, aber ich kann es nicht. Selbst ein gestandener Musiker musste mich lange überreden, bis ich ihm meine Stimme für seine Songs hergab. Aber ich mag Musik und will es können.

So fand ich einen Musiker, der mir eine Maultrommelstunde gab und nun habe ich doch ein Erfolgserlebnis in Sachen Musik. Ich kann ein Boing Boing machen!!!

Während wir dann noch einen Auftritt der Musikgruppe genossen und ein letztes Mal alle Waren anschauten, drängelte uns die Menge der Menschen langsam gen Ausgang. Draußen die eher „normalen“ Stände mit Socken und Drehrad für Gratiszeitungsabos… nun, die sind weniger interessant. Einen Crêpes noch auf die Hand und dann zu unserem Auto… „Mittagessen“ dann in Gewandung bei einem Burgerbrater… damit hatte uns dann die „normale“ Welt wieder.SAMSUNG

Erstaunte Blicke (wissen die Leute nicht, was in ihrem eigenen Ort so passiert???) inklusive.

Nun werden wir unsere Schätze (selbstgemachte Seifen, Schmuckstücke und Leckereien) noch ein wenig genießen, wer noch spontan hinfahren will… der Markt hat heute noch bis ca. 18.00 h geöffnet. Es lohnt sich übrigens, das eine oder andere Teil, das kaputt ist, mitzunehmen, da diese Menschen noch Handwerk können und es repariert bekommen. Viel Spaß, holde Maiden und edle Recken, und nun jubelt und gebt Händegeklapper!

Eure Luna ^v^
PS: Nun wisst ihr auch was das Foto da oben ist, oder? Meine Maultrommel :)

Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

1. Großer Lagerverkauf wg. Geschäftsaufgabe des Second Roses Gothic Shops

!! LAGERVERKAUF !!

Großer Lagerverkauf wegen Geschäftsaufgabe am 16.05.2015 von 14 Uhr – 18 Uhr

20% auf viele Artikel

Unser Lager muss zum Ende unserer Geschäftstätigkeit am 31.08.2015 geräumt werden und deshalb veranstalten wir einen großen Lagerverkauf.

EC-Kartenzahlung ist möglich.

Hier die genaue Adresse:

Main-Lager Self Storage
Mainzer Landstrasse 225-227
60326 Frankfurt am Main

Bitte wartet dort vor dem Tor. Ihr werdet dort abgeholt.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

Euer Second Roses Team

Geschrieben in Infos zum Gothic Shop | Tagged , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Ostern – Ostara – Eostre

SAMSUNG

Ich wünsche euch erstmal schöne Ostern.
Ich habe den Frühling gesehen. Es war saukalt, aber die Forsythien blühen und auch die anderen Bäume tragen dicke Knospen. Heute scheint die Sonne. Wie ungotisch, aber trotzdem schön.

Wir Heiden haben ja „schon“ am 21.3. Ostara gefeiert, die Allgemeinheit der Deutschen feiern am ersten Sonntag Ostern, der nach dem Vollmond im Frühling folgt. Gestern war also der Vollmond (noch dazu „Blutmond“ und in Afrika war eine Mondfinsternis zu sehen) und heute ist offiziell Ostern.

Es gibt viele heidnische Namen für Ostern: „Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche“, Eostre, Fest der Bäume, Vogelfest, Ginsternacht, Varblot, Summerfinding oder Alban Eiller. Meistens werden sie eben am 21.3. gefeiert, möglich ist auch der erste Vollmond im Frühling.

Die Gottheiten, die mit Ostara in Verbindung stehen, sind Freyr und Freyja, die Vanen und Thor, Iduna und Teutates. Es gibt sogar mythologische Gestalten wie Arthur und Guinever, Bran und Branwen, die man mit dem Fest in Verbindung bringt. Selbst die griechische Götterwelt hat damit zu tun, denn Hades entführte Persephone. Aus Rache und Verzweiflung schickte Demeter, die Mutter Persephones, den Winter über die Erde, bis Hades sie freigab…

SAMSUNG
Aber es gibt auch Symbole, die mit Ostern zu tun haben: So sind die Hasen sehr früh und zahlreich aktiv im Frühjahr und vermehren sich. Eier wirken wie tote Steine und doch schlüpfen die Küken aus ihnen und auch Lämmer werden im Frühling geboren. Alles sprüht vor Leben. Die harte Zeit des Winters ist vorbei. Die Bäume knospen und blühen. Überall entsteht neues Leben aus totgeglaubter Natur.

Im Hexentum ist Ostara eines der vier Sonnenfeste und Hex’ feiert Wiedergeburt und Wiederauferstehung (kommt bekannt vor 😉 ? ). Die Tage werden nun länger als die Nächte, minutenweise, aber immer deutlicher (und durch die „geklaute“ Stunde zusätzlich auffällig). Das Licht hat über die Dunkelheit gesiegt. Der Winter hat verloren. Haben wir das nicht schon gefeiert an Imbolc? Nun, an Imbolc war es eine Idee, ein Versprechen, aber daß es „geklappt hat“, sehen wir erst jetzt. Es manifestierte sich stetig in der Natur.
Es gibt Rituale, die für mehrere Religionen gelten (oder eine kupferte von einer anderen ab). Sie sind mit dem Thema der Fruchtbarkeit verbunden und so werden Eier gefärbt und verschenkt oder versteckt. Es werden Brote gebacken (Zöpfe stehen für die drei Aspekte der Göttin) oder in „Bagelform“ (das Loch steht hier für die Gebärende Vulva), das teilweise sogar so verknüpft, dass ein geflochtener Kranz mit einem Ei in der Mitte beim Bäcker zu haben ist.

OstarabrotMan beginnt nun wieder mit der Gartenarbeit, die „ersten Spatenstiche“ in den Feldern finden statt.

Wenn ein Mädchen am Ostermorgen früh schweigend Quellwasser schöpft und es nach Hause trägt, so offenbart sich ihr der zukünftige Gatte. Das Ostara Wasser soll eine heilende, weihende und reinigende Wirkung haben.

Das Ostara-Feuer wirkt ebenso reinigend, man verbrennt unbrauchbar gewordene Dinge. Wer dem Feuer symbolisch seine Fehler übergibt, kann so alles transformieren und neues schaffen. Ein Neubeginn ist hier möglich.

Alle Farben sind eher pastellig und hell, genau, was die Natur hergibt: hellgrün, gelb, weiß und golden.

Die Speisen sind auch Lämmer (vermutlich die, die „zuviel“ geboren wurden und nicht ernährt werden könnten) mit viel frischem jungem Gemüse und Sprossen. Die Spargelzeit bricht an.

Feiert also das Erwachen der Natur, den Sieg der hellen Götter über die Dunklen (Persephone kam wieder auf die Erde zurück, nachdem sie bei Hades gewesen war, dem Herrscher des Totenreiches. Und Demeter, die Mutter Erde, warf ihre Trauer ab, als ihre Tochter Persephone zurückkehrte und löste den Winter auf), andere Götter und Halbgötter standen von den Toten auf.

Ich wünsche euch einen prickelnden Frühlingsanfang und eben: Schönes Ostara… äääähhhh, Ostern.
Eure Luna ^v^

Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar