Amphi Festival 2016 – Tanzbrunnen -> Wir kommen!

Amphi Festival 2016Wie schon in der vergangenen Zeit von vielen Medien berichtet wurde, fand das diesjährige Amphi Festival wieder am Tanzbrunnen statt. Diesmal jedoch ohne das Staatenhaus, da dort nun eine Oper eingezogen ist. Aber als Ersatz gab es nun erstmals das Eventschiff MS Rheinenergie, welches jedoch weit außerhalb des Festivalgeländes angelegt war. Dieses war jedoch eine Reise wert, aber dazu komme ich später noch genauer.

 

Nun ging es am Samstag leider etwas später als 10 Uhr los, denn Sicherheit ist das oberste Gebot und die technische Abnahme verzögerte sich ein wenig. Nachdem ich nun die Einlasskontrolle hinter mir gelassen hatte, erkundete ich bis zur ersten Band das Gelände. Diesmal waren auf dem Gelände nur schwere Verkaufszelte erlaubt, denn aus der Erfahrung vom letzten Jahr sollte es sturmsicher sein.

 

Amphi Festival 2016Nachdem ich meinen Besuch bei 2 befreundeten Händlern beendet hatte, ging es auch schon auf der Hauptbühne mit der Band [X]-RX um 11 Uhr los. Die im letzten Jahr durch die Crüxshadows gebeutelte Band konnte nun ihre Show komplett, der doch recht großen Fanmenge präsentieren. Und viele davon tanzen schon zu dieser führen Stunde. Die nun nachfolgenden Solitary Experiments wussten die tobende Menge ebenfalls gut zu unterhalten, jedoch setzte jetzt der Regen ein und wollte bis ca. 15 Uhr nicht wieder weichen. Aber das störte kaum jemanden, denn bei Megaherz rockte die Menge gut ab.

 

Amphi Festival 2016 - 8Im Theater sollten eigentlich One I Cinema auftreten, jedoch waren sie mal wieder von der Krankheit eines Bandmitgliedes betroffen. Somit konnte ich diese Band wieder einmal nicht sehen. Angels & Agony waren somit die ersten, die im Theater die Bühne betreten durften. Die Bandmitglieder konnte ich schon am Presseschalter in Augenschein nehmen, denn dort war auch der Einlass der Bands.

 

Die nachfolgende Ein-Mann-Band Dive gab feinsten Electro Industrial zum Besten und heizte den Fans gehörig ein. Auf dem Main Stage sind dann die Jungs der Rammstein-Coverband Stahlzeit aufgetreten und warteten mit dem Klassikern „Bück dich“ und „Sonne“ auf. Mir gefällt aber das Original besser.

 

Amphi Festival 2016Mein persönliches Highlight des Tages war aber Ewigheim. Auch wenn ich meist eher elektronische Musik bevorzuge, war diese Band für mich ein Ohrenschmaus. Mit Liedern wie „Augen zu!“ und der „Der Schneemann“ konnten sie mich voll überzeugen. Jedoch war für mich die Richtung eher Dark Rock als Dark Metal, so wie es auf Wikipedia zu lesen ist.

 

Aesthetic Perfection übernahmen danach die Bühne im Theater und mit ihrem ersten Lied „Damnation“ begann auch ein in schwarzweiß gehaltener Filmausschmitt als Intro. Ihre neue Single „LAX“ haben die Jungs um Daniel Graves für die deutschen Fans erstmals performt.

 

Amphi Festival 2016 - 5Mit Neuroticfish kam dann eine Band auf die Theaterbühne, die im letzen Jahr leider komplett ausgefallen war. Deshalb haben sie dieses Jahr wieder einen Platz auf dem Amphi Festival bekommen. Sänger Sascha Mario Klein konnte mit den Liedern „Dead“, „Agony“ und „They’re coming to take me away“ bei mir und auch bei den anderen Fans im komplett gefüllten Theater punkten. Danach musste ich aber die Location verlassen, denn es war so feuchtwarm darin, dass ich erstmal frische Luft brauchte.

 

So kam es dann auch, dass ich auf der Hauptbühne dem Headliner Blutengel zuhören durfte. Mit „She dance with the Devil“ jubelten die Fans Sänger Chris Pohl und Ulrike Goldmann lautstark zu. Zu diesem Lied performten mehrere weiß gekleidete Tänzerinnen im Hintergrund und auf der Leinwand war ein Konterfei von Chris zu sehen, dass in Flammen stand. Es folgten dann noch Lieder wie „Suicide“, „Bloody Pleasures“ und „Kinder der Sterne“.

Amphi Festival 2016 - 4Dann fand der 1. Festival-Tag mit dieser und der Band Front Line Assembly im Theater ein erfolgreiches Ende. Das Wetter wollte sich nicht so recht halten und wie schon oben erwähnt gab es Regen und Sonnenschein bei schwülwarmen 22 Gard. Trinken war also mehr als wichtig. Leider ist es mir am ersten Tag nicht gelungen, auch noch die MS Rheinenergie zu besuchen, obwohl mir viele von der Klimatisierung berichteten.

 

Der zweite Festival-Tag begann mit Beyond Obsession und diese holten u. a. mit den Songs „Reborn“, Nothing Like That“ und „On my Way“ die ersten Fans aus ihren Betten. Durch glückliche Umstände erfuhr ich noch ein paar weitere Infos zur Band. Denn diese sind schon mit Camouflage, And One und Solar Fake als Supportband auf Tour gegangen. Außerdem veröffentlichen sie bald ihr 2. Album. Die beiden Jungs lassen sich durch ihren eigenen Musikgeschmack (u. a. DeVision und Depeche Mode) inspirieren und beschreiben ihre Musik als Synth Pop.

 

Amphi Festival 2016 - 3Unter der Band Xotox, die nun auf der Theater-Bühne auftraten, habe ich mir nach dem Namen etwas anderes vorgestellt und wurde positiv überrascht, dass da auf Bühne 2 ambitionierte Synthesiser-Spezialisten standen. Andreas Davids, der sich für seine Auftritte wohl Untersützung holt, beschreibt den Musikstil als „Industrial for Hyperactive People“ und das kann ich nur bestätigen. Mit  den Songs u. a.“Schwanengesang“ und „Schlag zurück“ brachten die beiden die Menge zum Kochen. Auch Dr. Mark Benecke hat es sich nicht nehmen lassen, die Show vom Fotograben aus zu verfolgen.

 

Amphi Festival 2016 - 2Auf der Hauptbühne trat nun Tüsn, die Schlagzeug, Bass und Synthesizer miteinander verbinden. Mit „Zwang“, „Schwarzmarkt“ konnten sie meiner Meinung nach die Fans nicht ganz überzeugen. Mein Fall waren sie ebenfalls nicht. Deshalb machte ich mich auf in Richtung Eventschiff, denn da sollte nun auch endlich die erste Band des Tages auftreten. Ich wurde überrascht mit einem nicht vorhandenen Fotograben und einer Galerie im ersten Stock. Außerdem war es voll klimatisiert, was wohl viele nicht wussten. Denn es gab noch genügend Platz zum Tanzen, was mit der Band XMH mit den Liedern u.a. „Wasted“ und „Products“ auch wunderbar funktionierte. Dort nahm ich dann auch mein Mittagessen zu mir.

 

So verpasste ich leider Mantus auf der Theater- und „die“ Unzucht auf der Haupt-Bühne. Konnte aber noch die letzen Töne der Unzucht für Fotos nutzen. Danach ließ ich mich mit der Musik von Solar Fake, Suicide Commando und Covenant, die ihr obligatorisches Ritual Noise zum Besten gaben, im VIP-Bereich nieder. Denn es war noch wärmer als am Vortag und ich sehnte mich nach Schatten und einem kalten Getränk. Außerdem konnte ich mich dort mit einem befreundeten Fotografen gut unterhalten.

 

Glücklicherweise kam ich fast pünktlich zum Auftritt von L’Âme Immortelle, denn die Schlange zur Einlasskontrolle war wieder einmal sehr lang. Jedoch mit dem Lied „Bitterkeit“ wurde ich für das lange Warten wieder entschädigt. Beim Song „Ich fang dich auf“ war nun nur Thomas Rainer am Mikro, welches er extra für seine Kinder geschrieben hat. In dieser Zeit ist Sonja schnell in ein neues Outfit gehüpft und performte danach zusammen mit Thomas das Lied „Es tut mir leid“.

Auf der Hauptbühne war nun Projekt Pitchfork an der Reihe und das Mikro wollte leider nicht so wie der Sänger, denn einige Textpassagen von „What have we done?“ waren  nicht zu hören. Nach dem dies auch schnell behoben wurde, folgte dann u. a. noch „Time Killer“.

Mit den Headlinern auf der Hauptbühne Editors konnte ich leider nicht so viel anfangen und zog mich in das Theater zu Joachim Witt zurück. Dieser spielte u. a. „Es regnet in mir“.

Alles in allem war es aber ein großartiges Festival und bedanke mich bei der Orga für die Akkreditierung für mein Webzine. Der Tanzbrunnen ist einfach die beste Location für das Amphi und im nächsten Jahr (22. & 23.07.2017) ist der Tanzbrunnen wieder für 2 Tage in schwarz gehüllt. Das sind doch gute Nachrichten, oder?

Auf bald
Eure BlackRose

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Mysteriöses Deutschland Teil 3

Von Alexander Fiebrandt. Der ursprünglich hochladende Benutzer war Alecconnell in der Wikipedia auf Deutsch - Photo taken Alexander Fiebrandt (eigene Aufnahme); Übertragen aus de.wikipedia nach Commons.; description page is/was here., CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3949685

Festung Rüsselsheim – hier finden auch tolle Gothic-Veranstaltungen statt!

Wir reisen heute noch ein Stückchen weiter herum um Frankfurt. Die nächste Station ist in Rüsselsheim. Nicht nur Autos gibt es in dieser Stadt, sondern auch die Säulen der Freifrau von Verna. Nicht wirklich ein Mythos, denn die herumliegenden Säulenbruchstücke am Boden sollten den Eindruck erwecken, als wären sie im Laufe der Zeit geborsten und abgestürzt. Besagte Freifrau – die Gründerin des Parks – wollte darauf hinweisen, daß ihr Ehemann bei einem Ritt stürzte und dabei an seiner Zigarre in seiner Kehle erstickte. Doch in dem Stadtpark befanden sich mehrere Staffagen und die sehen eher so aus, als sollte der Sieg der Natur über den Menschen, also die Vergänglichkeit, gezeigt werden. Und als man vermeintlich diesen zerstörten Tempel reparierte, wurde es klar. Damit platzte die Sage der Freifrau für immer. Versteckt zwischen einem Spielplatz und der flußseitigen Parkmauer lädt der luftige Tempel trotz allem zu einem Besuch ein.

Einen echten Zeltplatz der Steinzeitjäger kann man aber direkt an der Adam-Opel-Straße finden. Entdeckt wurde er 1989 am Hang eines flachen Dünenrückens. Archäologen interpretierten den Lagerplatz der ausgehenden Altsteinzeit als „Winterbehausung in Form eines Zeltes mit ovalem Grundriß“. Der Eingang lag an der Westseite, im inneren fand man die Spuren der Feuerstelle. Dort erhitzte man Steine, gab sie ins Wasser und erwärmte so das Wasser bis zum Sieden. Die Werkzeuge (Kratzer, Klingen, Stichel) konnten der „Federmesserkultur“ zugeordnet werden. Damit gilt der zirka 10.000 Jahre alte Lagerplatz in Hessen als archäologische Rarität.

Unsere Landeshauptstadt (und nein… das nicht Frankfurt) Wiesbaden bietet auch das eine oder andere Mysterium. So gibt es in Frauenstein, dem westlichsten Stadtteil Wiesbadens, auf dem Kirchplatz eine gewaltige Linde. Linden (wie Hexen wissen) sind magisch und wurden seit jeher auf Dorfplätzen zu Versammlungen, Gerichten etc. genutzt. In Frauenstein erzählt man sich von einem adeligen Fräulein, das einem Frauensteiner niederer Herkunft verfallen war. Die Nachtigallen waren allabendlich Zeugen dieser heftigen Liebe, doch sie fand ein jähes Ende, als der alte Graf seiner Tochter auf die Schliche kam. Der wütende Vater erstach schließlich den Lover mit seinem Schwert und voller Kummer warf sich das Mädchen über die Brust des Leichnams. Doch auch ihre

CC BY-SA 3.0 de File:WIFrauensteinKircheGeorgsbrunnenBlutlinde.JPG Erstellt: 13. Juli 2010

Georgsbrunnen aus Sandstein mit vier kaskadenartig überfließenden Brunnentrögen vor der Kirche St. Georg und Katharina, am rechten Bildrand die Blutlinde

Tränen konnten ihn nicht wieder zum Leben erwecken. Sie brach einen Lindenzweig und steckte ihn in den blutgetränkten Boden und ging in ein Kloster. Sie soll dort ihr restliches Leben um den Geliebten geweint haben und aus dem Zweig wurde ein Baum. Und so lange soll auch immer, wenn an dem Baum ein Zweig abgerissen wurde, rotes Blut herausgeflossen sein. Die Blutlinde wird auf über 1000 Jahre geschätzt und ist über 15 m hoch.

In Erbenheim fand man zirka 10 cm große Tonfigürchen in der Flur „Kühunter“ in zwei Meter Tiefe mit vielen Keramikteilchen. Die Männchen und Weibchen sind deutlich unterscheidbar, walzenförmig geknetet und haben nur Stummelärmchen. Möglich ist eine kultische Bedeutung, aber man findet in dieser hallstattzeitlichen Siedlung immer wieder Reste bei Bauarbeiten.

In Biebrich fand man vor über 80 Jahren einen unermeßlichen Schatz am Rheinufer. Trotzdem suchen sie diesen Schatz noch immer. Die bizarre Geschichte begann im Frühjahr 1921, als die Farbenfabrik Kalle einen neuen Ladekai bauen ließ. Die Baufirma stand unter Druck, denn dieser mußte vor dem Frühlingshochwasser fertiggestellt werden. Mit einem Bagger wurde dabei ein brauner Ledersack zutage gefördert, in dem verklumpte Metallscheiben waren und der Polier sie als Schrott in den Beton werfen ließ. Nach dem Feierabend holte sich der Baggerführer den Rest des Schrotts, der liegengeblieben war und entdeckte, daß die Scheiben alte Münzen waren. Er verhökerte 46 Münzen, von denen zwei Dutzend schließlich in das Museum Wiesbaden gelangten.

Der einbetonierte Rest wird auf zirka 5000 Münzen geschätzt: Silber-Denare aus dem achten Jahrhundert, fränkisches Geld aus dem Reich Karls des Großen. Wie kam es aber da hin? Archäologen glauben, daß ein friesischer Kaufmann auf dem Heimweg war und der Geldbetrag bei einem Schiffsuntergang mit versank. Allerdings könnte es auch Karl dem Großen gehört haben, denn im Jahre 795 lud er die Edlen seines Reiches zu einem Meeting (hihi) und dabei sollte es um Geld gegangen sein. Die Staatskasse könnte also im Rheinknie bei Biebrich versunken sein. Schatzsucher sind bisher gescheitert, da die Sonden zwischen dem Stahl im Beton das Silber nicht orten können. Wer möchte es also versuchen?

Nun könnte ich noch etwa über die einheimischen Vögel, die Großsittiche und Amazonas Papageien schreiben, aber die könnt ihr euch im Schloßpark und der Rettbergsaue selbst ansehen. Halsbandsittiche, Alexandersittiche und Gelbscheitel-Amazonen sind wohl mal vor Jahrzehnten einer Voliere entkommen und finden seitdem genug Futter, um zu überleben und sich zu vermehren.

Viel Spaß also beim Entdecken und finden, wer den Schatz entdeckt… gib doch bitte Bescheid, anschauen möchte ich ihn mir auf jeden Fall!

Gruftige Grüße

Luna ^v^

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Mysteriöses Deutschland Teil 2

ChrisKüm aus der deutschsprachigen Wikipedia

Innerer keltischer Ringwall auf dem Altkönig

Im Frankfurter Umland gibt es so einiges, was hier zu entdecken geht. In Hofheim am Taunus fanden Archäologen am Kapellenberg eine kleine, runde Anlage. Mit ca. 70 m Durchmesser wird sie von einem Graben umschlossen. Reste einer Palisade war mit Sicherheit ein Kultbezirk, der an die „Henge“-Anlage auf den britischen Inseln erinnert. Das Alter dieser Anlage ist bislang ungeklärt, weist aber auf die Bronzezeit, in der Heiligtümer mit einer kreisrunden Palisade umgeben waren.

 

Im Jahr 1904 wurden bei Erdarbeiten in einer Wiese in Langenhain in nur 30 cm Tiefe zahlreiche Gegenstände aus frühkeltischer Zeit gefunden. Möglicherweise soll es ein Materialdepot eines Handwerkers sein. Ein Gußkuchen aus Bronze und 28 bronzene Zierscheiben, die mit einem Eisendraht verbunden waren. Die Fundstücke haben einen Durchmesser von 6 bis 21 Zentimetern und etliche der größeren Scheiben sind mit floralen Mustern durchbrochen. Angesehen werden können sie im Museum Wiesbaden.

 

Wer Ruhe und Meditation braucht, findet sie möglicherweise in einer eiförmigen, weißen Kuppel in Langenhain. Hier ist das europäische Zentrum der Baha’i. Zur Erklärung: Die Baha’i sind eine undogmatische, weltweite Religionsgemeinschaft, die die Grundlagen der monotheistischen Religionen in sich aufgenommen hat. Es gibt aber keine Priester, sondern einen gewählten Rat. Das religiöse Leben folgt einem 19-Tage-Rhythmus und hat strenge Fastenregeln, sie engagieren sich aber auch sehr im sozialen Bereich. Da sie nicht missionieren und ihr Haus für jeden offen ist (ich habe dort auch schon drin gesessen und die Stille genossen), erwähne ich den Tempel in diesem Blog.

 

In Eschborn (vielleicht manchen Sportfan ein Begriff, gibt es hier doch das Radrennen jedes Jahr) sitzen nicht nur die Börse. Eschborn ist eine der ältesten Ansiedlungen im Frankfurter Raum. Die alten Namen „Askobrunne“, „Asceburne“, „Aschebrunne“ und ähnliche Formen weisen auf die Asen – einem mächtigem Göttergeschlecht – und dessen Kultus in allen deutschen Völkern hin. Sprachlich leitet sich „Eschborn“ möglicherweise auch von der Esche – ein Baum, der in der germanischen Mythologie eine große Rolle spielt – ab. In Eschborn fand man bei Erweiterung eines Friedhofs 50 Gräber, in denen die Alemannen des 5. Jahrhunderts ihre letzte Ruhe gefunden hatten. Die Grabbeigaben, die die Verstorbenen für ihre Reise in die Anderwelt gebraucht hatten, kann man im Museum Eschborn ansehen.

 

Von Photographed by Albärt, fotografiärt im Jülli 2006 - Photographed, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1213999

Frauengrab mit Beigaben in einem Reihengräberfeld

 

Kronberg und der Altkönig bieten auch viele mystische Geschichten. Das ist ein 798 m hoher Berg mit einer Quarzitkuppe, die nur unwesentlich niedriger als der benachbarte Große Feldberg ist. Zahlreiche Sagen ranken sich um diesen Berg. Zum Beispiel soll ein Sueben-Häuptling nach seiner Niederlage gegen Caesar seinen Alterssitz dort errichtet haben. Mit den Ringwällen als Schutz. Eine andere Legende spricht von einem türkischen Sultan (wie er da hin kam ist unbekannt), der dort in unermeßlichen Schätzen dort ruht. Jeder seiner Nachfolger schwor „beim Barte des Propheten“, daß er diesen Grabesberg dereinst wieder erobern würde. Aber keine Sorge, wenn der Anführer dann herkäme, dann (so ist es prophezeit) würde er den Krieg nicht überleben. Denn spätestens in Köln erschlüge ihn eine ältere Dame mit dem Stock.

 

Ein alter Waldweg entlang der Ringwälle wurde nach einem Waldbauern namens Adam benannt. Der gab wenig auf das Verbot, am ersten Tag des neuen Jahres, Holz zu machen. Denn dieser Tag ist den Waldgeistern geweiht und die Wälder liegen im tiefen Schlaf. Adam nahm aber trotzdem seinen Schlitten und zog ihn zum Altkönig hinauf, machte ungeniert Holz. Bei der Abfahrt soll ihn aber die Strafe ereilt haben, denn der Schlitten nahm Fahrt auf und zerbarst ungebremst und er starb.

 

In einer Höhle im Altkönig fand eine Frau mit einem kleinen Kind einen unermeßlichen Schatz. Sie warf ihre gesammelten Kräuter aus dem Korb und stopfte sich die Schätze hinein. An einem Tisch saßen 7 bärtige Männer, von denen einer beim Herauseilen rief: „Vergiß das Beste nicht!“ Doch sie kümmerte sich nicht darum. Erst als sich hinter ihr krachend der Eingang verschloß, bemerkte sie, daß sie das Beste – ihr Kind – nicht dabei hatte. Gebrochen ging sie zurück in das Tal. Abends klopfte es an ihre Türe und einer der Bärtigen stand davor. Er wies sie daraufhin, daß sie den Eingang zur Höhle hätte wiederfinden können, wenn sie nicht alle Kräuter ausgeleert hätte. Dann hätte jenes Zauberkraut ihr den Zugang wieder ermöglicht. So mußte sie aber 7 Jahre warten und fand dann ihr Kind wieder.

 

Von Bernard de Montfaucon - J.R. Planché,

Zwei Druiden aus einer Veröffentlichung von 1845. Nach einem Relief, das in Autun gefunden wurde

 

Die Ringwälle geben auch heute noch Rätsel auf, eine These ist, daß es der Sitz eines keltischen Fürsten zum Schutz war, allerdings gibt es keine Belege für Wohnanlagen. Eine zweite These sagt, daß es eine Fluchtburg sei, doch die keltische Landwirtschaft fand in der Wetterau statt und nicht in den Taunushängen. Zudem hätte die Mainbevölkerung einen sehr weiten Weg gehabt.

 

Als Hexe mag ich die Vorstellung der dritten These natürlich am Liebsten, denn es könnte ein befestigtes Heiligtum der Druiden gewesen sein, das an hohen Festtagen aufgesucht wurde. Das würde die fehlenden Wohnanlagen erklären (Festivalbesucher zelten traditionell 😉 ), die ferne Lage und die Größe. Als Kultplatz plausibel, wo sonst könnten die Götter wohnen wollen?

 

Schaut euch das doch mal an, und berichtet mir, ob ihr die Geister gesehen habt. Und wer den Schatz findet… meine Kontonummer lautet…

gruftige Grüße

eure Luna ^v^

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Bandportrait: Delivered Soul

delivered soulHeute bewege ich mich wieder im elektronischen Bereich und möchte euch die Band Delivered Soul vorstellen. Die von Stefan Uhlmann im Jahre 2007 gegründete Band lässt sich nicht wirklich in eine Musikrichtung zwängen. Denn er komponiert Stücke im Bereich langsamen Dark Electro mit verzerrter Stimme (z. B „Eternity“oder „Trust“), Industrial (z. B. „Wenn Träume wehtun“) oder FuturePop (z. B. „Ich will doch nur tanzen“). Wobei letzteres mir sehr ans Herz gewachsen ist.
Gelegentlich wird Stefan von einigen Gastmusikern unterstützt, die ihre Stimme zu den Liedern beitragen wie z. B. Markus (X-In June), Marco (Traumtaenzer), Caro (Prospective), Annie Bertram, Lisa S., Dori und Cecropia. Wenn es zu Live-Auftritten Stefan Uhlmann und Abby Colekommt, steht ihm die Keyboarderin Abby Cole zu Seite, die ihr Grundstein am Piano absolvierte.  Die beiden haben auch ein eigenes Projekt mit Namen „Tides of Life“.

 

Delivered Soul platzierte bereits 5 Alben und eine EP auf dem Markt, wobei seine erste Scheibe „Eternity“ eine Demo-CD darstellte und 2007 das Licht der Welt erblickte. Danach folgte 2008 das Album „Trust“ und 2010 die Scheibe „Wenn Träume wehtun“.
Mit der EP „Wait For The Fait“ sowie dem dazugehörigen Album „Alone“ konnte Delivered Soul im Jahre 2011 anschließen. Erst wieder 2014 kam ein neues Album auf den Markt mit Namen „Rainy Day“ und am 30.05.2015 wurde der Silberling „Heal Me“ veröffentlicht. Die jüngste Veröffentlichung nennt sich „No Return“ und erschien am 22.02.2016.

 

Die Musik zu Delivered Soul macht Stefan komplett selbst. Nur das Mastern überlässt er seit dem Album „Heal Me“ dem erfahrenen Thomas Lüdke (The Invinsible Spirit).

 

Stefan UhlmannErste künstlerische Erfahrungen im Bereich Musik sammelte Stefan bereist mit 10 Jahren und entdeckte die Tastatur für sich. Er brachte sich mit 14 Jahren selbst das Bassspielen bei und heuerte bei einer Coverband an. Stefan war jedoch auch in anderen Musikrichtungen unterwegs und spielte in diversen Bands im Bereich Punk, Rock, Funkrock, Metal sowie weiteren Coverbands. In dieser Zeit lernte er auch Gitarre und Schlagzeug. Somit beherrscht er alle auf der Bühne notwendigen Musikinstrumente.

 

Wegen beruflichen Verpflichtungen fehlte irgendwann leider die Zeit, Proben auf die Beine zu stellen und so fand Stefan wieder zurück zur Tastatur. Die mit zwischenzeitlich gekauften Synthesizern produzierten Lieder veröffentlichte Stefan lange Zeit nicht und durch einen Bekannten der Musikbranche, der ihn ermunterte, seine Werke im Internet zu veröffentlichen. Delivered Soul findet ihr auf YouTube, Twitter, Facebook, Soundcloud, ReverbNation, sowie auf seiner Homepage www.delivered-soul.de. Auf dieser Seite gibt es insgesamt 17 Stücke, die ihr kostenlos herunterladen könnt. Auf Soundcloud sind dann noch weitere Songs zu finden.

 

Meine persönlichen Highlights der Songs von Delivered Soul sind „Trust“, „Ich will doch nur tanzen“ und „Wenn Träume wehtun“. Aber hört selbst mal rein und findet eure Highlights.

 

Als Abschluss stand mir noch Stefan zu einigen Fragen Rede und Antwort, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

 

1. Gibt es in deinen Songs ein textlicher roter Faden oder sind eher unterschiedliche Themen darin zu finden?

Einen roten Faden gibt es bei mir nicht. Doch schreibe ich immer wieder gerne über Freundschaft, Alltag, Liebe, Tod, Verlustängste (in Form eines liebgewonnenen Menschen zu verlieren)….
Das bislang einzige Konzeptalbum war die CD „Alone“. Aber auch in dieser Geschichte wurden alle Bereiche textlich in gewohnter Art und Weise verarbeitet. Das Album „Heal Me“ war dann etwas aufgelockerter.
Die Jahre davor liefen bei mir aus privater Sicht nicht ganz so dolle, was man sicherlich auf der „Rainy Day“ ein wenig heraushören mag. Allgemein bekam ich für meine Texte bislang sehr gutes Feedback.
Beim nächsten Album, welches 2017 im Rahmen vom 10-jährigen Bandjubiläum veröffentlicht werden soll, habe ich mich auch in andere Richtungen ausgelassen.

2. Welche Musikeinflüsse haben dich persönlich geprägt?

Ich bin musikalisch vielseitig interessiert. Mein CD-Regal ist mit den unterschiedlichsten Interpreten/Bands gefüllt. Vermutlich richten sich daher meine Alben nicht immer nach einem Konzept,
sondern sind sehr abwechslungsreich. Selbst verschiedene Magazine konnten bislang DS in keiner Schublade unterbringen. Die elektronische Musik bzw. auch Bands mit elektronischen Einflüssen begleiten mich schon sehr lange.
Bands wie zum Beispiel Gary Numan und Front 242 höre ich schon eine gefühlte Ewigkeit. Auch Project Pitchfork, Rotersand, Painbastard, The Prodigy sind feste Bestandteile meines CD-Regals.
Eventuell kommt es daher, dass ein Magazin zum aktuellen Album „No Return“ schrieb, die Musik würde teilweise nach Project Pitchfork klingen.
Ich denke es passiert eher unterbewusst, dass Einflüsse anderer Bands in meine Musik hineinfliesen. Irgendetwas hat man schon immer gehört. Bei 12 Noten ist es schwer etwas Neues zu machen was noch niemand kennt.

3. Du hast ja schon einige Auftritt hinter dir. Was mich dazu interessiert, wie entspannst du dich nach solchen Auftritten?

Nach einem Auftritt entspanne ich mich erst einmal mit einem guten Essen. Ich bekomme vor einem Auftritt keinen Bissen herunter. Mit vollem Bauch auf der Bühne geht nicht.
Aber ich muss sagen, dasss mir der Kontakt zu den Gästen/Fans am Herzen liegt. Also doch Essen kalt werden lassen und sich lieber mit den Leuten unterhalten.
Das Feedback vom Publikum gibt mir viel. Und je besser das Feedback ausfällt um so mehr freue ich mich. Dann denke ich, ok, alles richtig gemacht….dann kommt erst einmal die Erleichterung….und das erste Bier.

4. Welche Pläne habt ihr noch für 2016 und die kommenden Jahre?

Für 2016 sind ein paar Konzerte geplant. Unter anderem in Karlsruhe, Düsseldorf und Gelsenkirchen. Für 2017 kann ich noch nicht viel sagen, da die Berwerbungen für diverse Veranstaltungen erst kürzlich raus gegangen sind.
Definitiv gibt es nächstes Jahr eine CD, zu welcher ich momentan noch nicht viel sagen möchte. Wir sind ja noch immer dabei, die „No Return“ unter den Leuten bekannt zu machen. Vielleicht klappt es ja und ein paar Veranstalter
nehmen unsere Bewerbung für 2017 an. Weiter schaue ich momentan nicht hinaus. Auf jeden Fall freuen wir uns auf die Konzerte. Es ist für uns gleichzeitig die Chance Leute zu treffen, welche wir sonst aufgrund der fehlenden Zeit nicht sehen können.

Auf bald
BlackRose

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