Vorbereitungen für das WGT in Leipzig

2002 WGT Goths

Inzwischen gehen (fast) alle nach Leipzig und feiern dort das Wave-Gotik-Treffen. Und sogar die Kinder kommen mit. Ein richtig familiäres Ereignis, sei es mit der Wahlfamilie oder / und der eigenen. So sieht man dann auch gestylte Kinder am Treffen, die entgegen der üblichen Meinung das Styling nicht aufgezwungen bekommen. Nein, meine Kids zum Beispiel fanden das ganz toll, sich wie Muttern zu stylen.

 

Warum auch nicht? Komischerweise sieht man das in Kindergärten und Schulen als normal an, wenn Kinder sich verkleiden und mit Mutters Stöckelschuhen durch das Wohnzimmer tackert, aber sobald man „schwarz“ angezogen ist, ist das Zwang…

 

 

Na, und die großen verkleiden sich nicht wirklich für das WGT, sondern eher im Alltag. Wenn sie in der Bank arbeiten, sind Tattoos und Piercings abgedeckt oder entfernt, das Styling der Arbeit angepasst. Selbst bei einem Bestatter wird ein Gothic zivil umherlaufen. Eigentlich schade, denn man sollte in diesem Jahrtausend langsam aber sicher mal die Vorurteile über Bord werfen.

 

Niemand war im Knast, weil er tätowiert ist (und hey, wer sich damit mal befasst hat, weiß, was so ein Werk kostet!!!) oder stinkt, weil die Kleidung löcherig ist. Im Gegenteil, gerade die Gothics mit dem leicht „trashigen“ Style achten penibel auf Sauberkeit. Selbst die Punks habe noch nicht 10m gegen den Wind gerochen.

 

Meine Oma hatte noch Vorurteile, wenn IM00zum Beispiel ein Biker in seiner Lederkluft in eine Bank gegangen ist und Geld holen wollte. Ernsthaft, sie glaubte wirklich, dass es ein Verbrecher sei. Andererseits, wenn er dann nach dem Geldabheben aus der Bank zu seiner Harley Davidson spazierte, dann könnte sie nicht ganz so unrecht haben 😉 . Aber ich will nicht behaupten, dass er ein Anwalt war, der vielleicht durch Mandanten einer Rockergang zu seinem Geld gekommen ist.

 

Aber ich wollte ja ein wenig über das WGT schreiben. Dort darf Mann und Frau so herumlaufen und sich zeigen, wie er sich fühlt. Es wird gedresst und gestylt und dann schau gelaufen. Und man besorgt sich neue Roben (geschickter ist es jedoch, sie vorher zu besorgen, als am WGT, wo man/frau ja eigentlich ausgestattet ist), geht zu Händlern, die man sonst nicht erreicht und freut sich auf die Bands.

 

Und die nicht nur abgeschirmt als VIP in speziellen Bereichen, sondern auch als Gäste selber auf dem WGT. Denn auch sie mögen Party und freuen sich. (Wobei ich vermutlich keinen erkennen würde, es sei denn, ich kenne schon den einen oder anderen privat).

 

Dieses Jahr haben aktuell 186 Künstler zugesagt. Ein Wahnsinn, finde ich. Wer nachsehen möchte, hier ist der Link, von dort gelangt man über einen Klick auf die Band auf Details, wie Ort und Zeit des Gigs.

 

WGT

Ansonsten können sich die Daheimgebliebenen bestimmt wieder über ulkige Beiträge in der Presse freuen, die wieder wie üblich das „schwarze Volk“ als mysteriöse satanistische Vampire oder vampirische satanische Mysterien oder mysteriöse vampirische Satane sehen… und wieder auf den endlosen Klischees herumreiten. Dabei ist der nette Bankmensch im Alltag vielleicht genau einer von denen 😉 .

 

Ich wünsche euch viel Spaß auf dem WGT (ich werde entweder die Dampflok anstaunen muahahaha oder zur Ronneburg fahren und mir dort den Pfingst-Ritterturnier angucken – yeah: Verkleiden!!!) und verbleibe für heute:

eure Luna ^v^

 

ach ja… noch in „eigener Sache“… der Shop, dem dieser Blog angehört, gibt das Geschäft auf und haut derzeit alle Klamotten vergünstigt raus. Schlagt noch einmal ordentlich zu, wer wirklich noch ein Outfit braucht, findet bestimmt etwas in den Restposten. Es ist nicht mehr alles vorhanden, aber alles was da ist, ist Top Ware.

 

Das Foto mit der GothicLady stammt aus der Gallery des WGT. Einfach auf das Bild klicken und dann kommt ihr direkt zur Galerie.

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Festivals – wer die Wahl hat, hat die Qual

Bald ist es wieder so weit: Sommerzeit ist Festivalzeit. Jedenfalls für Tausende Musikfans, die alljährlich die großen und kleineren Open-Airs bevölkern, um zahlreiche Konzerte zu erleben, gemeinsam zu feiern, sich auszutauschen und einfach eine gute Zeit zu haben. Es soll ja Menschen geben, die nicht gerne auf Festivals gehen. Hm, damit kann ich mich nicht wirklich identifizieren – ich fand das schon immer super. Zumindest, sofern es einigermaßen gut organisiert ist. Mein erstes Festival war 1996 das Dynamo in Holland. Später bin ich einige Jahre nach Wacken gefahren, zuletzt 2005. Danach wurde es mir dort zu ungemütlich, groß und teilweise seltsam, was das Publikum angeht.

Road to Wacken

Mit Wacken ist das wohl so eine Sache. Es ist nunmal das größte Metal-Festival und auch irgendwie Kult. Wahrscheinlich kann ich es auch gar nicht mehr richtig beurteilen, da mein letzter Besuch so lange zurückliegt. Dass es mittlerweile riesig und zum Mainstream geworden ist und eine Art Volksfestcharakter entwickelt hat, ist aber kaum von der Hand zu weisen. Da das Angebot in Deutschland so unglaublich groß ist, fährt kaum noch jemand, den ich kenne, nach Wacken. Als Metalhead hat man reichlich Auswahl und könnte theoretisch den ganzen Sommer auf irgendwelchen Ackern und Flugplätzen feiern.

 

Da ist es manchmal nicht einfach, sich zu entscheiden. Zugegebenermaßen ein Luxusproblem. Wenn ich nicht irre, gibt es in anderen Szenen, zum Beispiel im Gothic-Bereich, nicht ganz so viele Events. Oder doch? Bei der Entscheidung, welches Festival es sein soll, spielt das Line-up bzw. die musikalische Ausrichtung die Hauptrolle; schließlich geht es primär um die Musik. Die Größe und Atmosphäre ist mir persönlich auch immer sehr wichtig. Kleine, intimere Festivals sind mir lieber als die Riesenveranstaltungen. Ein Festival in der Größenordnung von Rock am Ring schreckt mich von vorne herein ab, ganz egal, wie gut sich das Billing liest.

 

Eines meiner Lieblingsfestivals ist das Rock Hard, das immer zu Pfingsten im Gelsenkirchener Amphitheater stattfindet. Perfekt hinsichtlich Größe und Location! Die Musik ist relativ gemischt, wobei ein Schwerpunkt auf Hardrock und Heavy Metal liegt. Allen Freunden des Extrem-Metal, sprich Death, Thrash, Black und Grindcore, lege ich das Party.San in Thüringen ans Herz. Auf diesem kleineren Festival fand ich das Publikum sehr angenehm und die Stimmung war durchweg gut.

 

Bei Mega-Events wie dem Summer Breeze sollte bezüglich der auftretenden Bands fast jeder glücklich werden, egal auf welche Art Metal er steht. Auf vier Bühnen wird so ziemlich alles geboten, von Mittelalterrock bis Black Metal. Dort hat es mir letztes Jahr zwar auch gut gefallen, aber mir ist es dann doch etwas zu groß und anstrengend. Aber das ist eben Geschmacksache.

 

Ob stark durchmischt oder in die eine oder andere Richtung ausgeprägt – auch 2015 gibt es wieder unzählige Festivals in Deutschland und den Nachbarländern. Los geht’s meistens an Pfingsten. Während die Schwarze Szene sich auf dem WGT in Leipzig tummelt, rocken die Liebhaber härterer Klänge im Ruhrpott beim bereits erwähnten Rock Hard Open Air. Natürlich gibt es an dem verlängerten Wochenende noch einige andere, mir jedoch nicht näher bekannte, Optionen.

 

Am darauffolgenden Wochenende findet in Gelsenkirchen das Rock im Revier statt, das für mich zwar wirklich gut klingt, aber riesig zu sein scheint. Für alle, die sich noch nicht entschieden haben oder sich einen ersten Überblick verschaffen wollen, gibt es verschiedene Websites, auf denen sämtliche stattfindenden Festivals aufgeführt sind. Aber seid gewarnt: Die Liste ist lang. Von Mittelalterfesten auf Burgen über diverse Umsonst-und-draußen-Veranstaltungen bis zu Ein- bis Viertagesfestivals jeglicher Musikrichtungen ist wirklich alles dabei.

 

Warum also nicht einmal etwas Anderes ausprobieren? Vielleicht entdeckt man dabei sein neues Lieblingsfestival. Wer übrigens keine Lust hat, im Zelt zu nächtigen, kann sich ein Zimmer in der Nähe des Geländes gönnen. Da wacht man dann ganz entspannt morgens auf, duscht und frühstückt in aller Ruhe und startet frisch in den Tag. Auch wer das Privileg hat, im VIP- bzw. Pressebereich unterzukommen, genießt einen angenehmen, stressfreien Aufenthalt. Wie und wo auch immer, Festivals sind doch eigentlich immer ein besonderes Erlebnis, oder? In diesem Sinne: Jetzt schon einmal viel Vergnügen, wohin es Euch auch verschlägt!

 

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Muttertag Zwei Punkt Null

Müde

Müde

Juhu… endlich Muttertag. Da freu ich mich doch mal drauf. Egal ob Frau eine Gothic ist, oder eine Stino, ich denke, da hat es keine Unterschiede. Oder denkt hier eine von euch mitlesenden Frauen anders? Es ist doch so: Gerade als alleinerziehende Mutter, die ja sonst nie von einem Mann verwöhnt wird und 24/7 und 364 immer nur alleine für ihre Kinder da sein muß, möchte einmal im Jahr (deswegen nur „364“ – gelle?) verwöhnt werden.

 

Ja, und dann ist er da, der Tag, der einmal im Jahr Wochen vorher in Schulen und Kindergärten vorbereitet wird. Es wird wie wild Niedliches (yo, Herzchen, Plakate und Tüdelkram – sehr schräges Zeug – nicht nützlich, aber schön) gebastelt und die Kinder gebrieft (macht mal Frühstück… besorgt Blümchen… und seid besonders lieb zu eurer Mutter). So geht es dann am Freitag nach Hause. Also, alles generalstabsmäßig vorbereitet. Den Samstag überspringen wir nun mal, (warum erfahrt ihr auch gleich) und dann kommt der große Tag. Der „B-Day“ unter allen Feiertagen im Jahr. DER Feiertag schlechthin.

 

Was läuft nun an dem Tag X?

Muttertagskuchen

Muttertagskuchen

 

Die große Hoffnung ist ja, wir Gothicmums bekommen ja irgendwas Gruftiges geschenkt. Ich meine, Weihnachten, Ostern und so, das sind ja die konventionellen Geschenke, die von der Familie kommen. Aber Geburtstag und Muttertag, da gibt es vielleicht außergewöhnliches. Na, eben gruftiges. Ich wüßte da schon einiges 😉 .

Das ist der Traum. Purzel… wir fallen in die Realität…

 

Ich wache auf, bin noch müde. Naja, wer ist das nicht vormittags um elf, oder? Ich gucke auf meinen Wecker… okay, die Kinder lärmen. 8 Uhr. Verdammt. Also ist es gar nicht elf Uhr und mir ist schlagartig klar, warum ich noch müde bin und die Augen nicht wirklich aufbekomme. Ignoriermodus an, Decke über die Ohren ziehen und nochmal einschlafen … oder wenigstens so tun, damit die Kinder ein bißchen Zeit haben für…

 

Aber die Kinder lärmen leider nicht, weil sie ungeschickt „heimlich“ das Frühstück für Muttern vorbereiten. Nein. Mist. Es wird sich gerade gekloppt, weil irgendwer der beiden bei dem Spiel gemogelt hat. Natürlich dröhnt dabei der Fernseher und die Wii. Klar. Die wissen noch nicht, daß ich wach bin. Vielleicht kommt dann das Frühstück? Dann wollen wir mal:

 

Also Stufe 2. Ich tapper zur Toilette und ziehe absichtlich die Aufmerksamkeit auf mich. „Mammmmmaaaaaaa!“ (oh, jetzt geht es los!!! Es funktioniert. Yippie!!!) – Aber: „Mama… der mogelt, ich hab doch gerade…“ Und dann darf ich mir die Beschwerden aus zwei Mündern anhören. Lautstark. Jeder beschuldigt den anderen. (Hallo??? Ich würde doch nun ganz gerne wieder in mein Bett… Zwecklos. Die geben nicht auf.)

 

Mein Herz auf der Hand...

Mein Herz auf der Hand…

Okay… dann gehe ich mal in die Küche… Nichts. Kein heimlich vorbereitetes Frühstück… *seufz* dann bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst was zu machen. Immerhin blöken jetzt beide in Stereo und Dolby-Surround, daß sie Hunger hätten und wann es ENDLICH!!! Frühstück gäbe. Also, ich gebe mich geschlagen. Ich packe Speck in die Pfanne, brate Spiegeleier, mache Pancakes und Kaffee und puhle eine nörgelnde, morgenmuffelige 16-jährige aus ihrem Bett. (Natürlich lautstark maulend… wie kommt Muttern bloß auf den Gedanken, daß sie am Sonntag vor 12 Uhr aufstehen wollen würde???) Dann frühstücken wir. (Abräumen und so… das bekommen sie zum Glück hin…)

 

Bei der Auswahl des TV Programmes (natürlich müssen erst zig Let’s Plays und andere Filme von diversen Youtubern angesehen werden), entscheiden sie sich dann für die „Maus“. Dann die Frage vom Jüngsten: „Ist denn heute Muttertag?“ (aber original der Tonfall wie in dem „Ist denn heute schon Weihnachten“– Werbespot aus den frühen Jahren des zweiten Jahrtausends) und er stapft los, packt eine Kette mit einem unförmigen Specksteinanhänger an einem Wollfaden in meine Hand und ist stolz wie Bolle.

 

„Da, hab ich selber für dich gemacht! Eine Fledermaus. Du magst doch Fledermäuse, Mama.“ Und er freut sich. (Tochter liegt inzwischen wieder im Bett, fehlenden Schönheitsschlaf nachholen, Sohn Nummer eins sitzt an seinem Läppi und schaut ungerührt von den anderen Ereignissen die YT Videos, die nicht mehr über die Wii laufen…) Wenigstens gibt es die gruftigen Muttertags-Grüße (wunderschöne Tortenfotos mit „Nightmare Before Christmas“ – Thema, oder schöne Schädel…) übers Internet und Fratzebuch von FreundInnen, die anscheinend liebevoller verwöhnt wurden, wie meiner einer. Wenn die wüßten, oder sollte es sein, daß auch sie??? Hmmmm… sollte man mal darüber nachsinnen…

 

Yo, das ist mein Muttertag. Was ein Glück, daß mir dieser Tag doch nicht sooooo wichtig ist. 😀

 

Gehabt euch wohl, ich wünsche euch einen schönen Muttertag mit vielen schönen Erlebnissen,
Eure Luna ^v^

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Porträt der Band ASP

ASPFrankfurt ist eigentlich keine typische Stadt, aus der besonders viele musikalische Gothic-Größen entstammen, dennoch ist die Band ASP eine Gothic-Rockband, die ursprünglich aus Frankfurt am Main stammt. Was mich sehr freut, denn ich selbst wohne auch in Frankfurt am Main. Die Band hat sich schon längst etabliert und gilt damit auch als eine feste Größe in der Szene. Bekanntheit erlangte ASP besonders durch den Zyklus um den Schwarzen Schmetterling, der in den ersten fünf veröffentlichten Alben jeweils den Mittelpunkt darstellt. Musikalisch zählt ASP sich zum Gothic Novel Rock und hat überwiegend deutsche Texte. Was mir, die mit der englischen Sprache ein paar Probleme hat, sehr recht kommt. Die Band unterstreicht ihren Gothic Bezug ganz besonders durch die Nutzung der literarischen Bezeichnung “Tales of ASP”.

 

Gegründet wurde die Gothic-Band ASP schon im Jahr 1999, zunächst aber ohne das erklärte Ziel, Live-Auftritte zu absolvieren. Die Gründer hatten beide bereits Band-Erfahrung und nutzten diese bei der Gründung von ASP. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Alexander “Asp” Spreng sowie Matthias “Matze” Ambré, der wiederum ein ehemaliges Mitglieder von Gabi Mohnbrot, einer Frankfurter Band war. Die beiden Musiker gründeten ASP im Sommer 1999 stilecht für Frankfurt in einer attraktiven Apfelweinkneipe nach umfassendem Meinungs- und Erfahrungsaustausch und auch erst nach Auflösung der jeweiligen Bands, denen sie zuvor angehörten.

 

Der Bandname ASP ist gleichzeitig auch der Ruf- und Spitzname des Sängers Alexander. Frontmann AspWeil die von ihm entwickelte literarische Figur ein wichtiger Bestandteil der nachfolgenden Veröffentlichungen werden sollte, war diese Entscheidung, was die Namensgebung der Band anging, sehr naheliegend. Wie ich finde, auch ein sehr einprägsamer Bandname. Für die Unterscheidung zwischen der Band und dem Sänger ist die Schreibung des Namens komplett in Großbuchstaben bei der Band wichtig. Zur Gründungszeit der Band wurde auch das bis heute in Gebrauch befindliche Bandlogo von Spreng entwickelt. Die erste Homepage der Band wurde von einem ehemaligen Gabi-Mohnbrot-Mitglied und dem späteren Bassisten von ASP, Andreas “Tossi” Gross gestaltet.

 

Ihre erste Gothic-Demo-CD erarbeitete ASP unter stark improvisierten Bedingungen in der Wohnung des späteren Schlagzeugers von ASP, nämlich Oliver “Himmi” Himmighoffen, der auch vorher der Band Gabi Mohnbrot angehörte. Trotz der einfach Bedingungen, unter der sie entstand, wurde die Musik der ersten CD von Szene-DJs und Hörern aus dem Frankfurter Raum sehr positiv angenommen. Zusagen von Plattenfirmen bekamen ASP allerdings noch nicht. Wie oben bereits erwähnt, wurden Live-Auftritte der beiden Gründungsmitglieder zunächst überhaupt nicht eingeplant.

 

Meine ASP-SammlungDen ersten Live-Auftritt hatten ASP dann auf Initiative von Mozart, dem Sänger von Umbra et Imago, beim Ostara-Festival, was ich zu dem damaligen Zeitpunkt leider verpasste. Gleichzeitig fand auch ein Besetzungswechsel bei ASP statt, denn Pit Hammann entschloss sich, ab sofort nur noch als Autor und Illustrator innerhalb der Band tätig zu sein. Seine heutigen Zeichnungen und Illustrationen zählen zu meinen Lieblingsbildern und freue mich immer wieder auf das nächste ArtWork der erscheinenden CDs von ASP. Anstelle dessen wurde der neue Backgroundsänger Marcus “Max” Testory eingeführt, der früher der Kopf von Chamber war. Pfingsten 2001 hatten ASP ihren ersten wichtigen Auftritt auf einem bedeutsamen Szene-Festival, nämlich dem Wave-Gothic-Treffen in Leipzig.

 

ASP Blackfield 2014 06Mittlerweile besteht die Band aus Alexander „Asp“ Frank Spreng (Gesang, Programming), Lutz Demmler (Gitarre, Keyboard, E-Bass, Mandoline), Sören Jordan (Lead-Gitarre), Andreas „Tossi“ Gross (E-Bass) und Stefan Günther, der bei Live-Autritten das Schlagzeug übernimmt.

 

Außerdem hat ASP noch einen Ableger, der sich liebevoll “ASPs von Zaubererbrüdern” nennt und als Akustik-Projekt gegründet wurde.

 

Zu meinen Highlight zählt ganz klar die ASP-Akustiktour aus dem Jahre 2008, dassASP Akustik Tour 2008komplett bestuhlt war und das Thema “Krabat” hatte. Dort habe ich zum ersten Mal ASP in Aktion gesehen und war sehr begeistert. Auch wie der Frontmann Asp sich in mitten der Fangemeinde wiederfand.

 

Zur “Es lebe Wir”-Tour sind wir extra nach Wiesbaden gefahren, um ASP komplett alleine, also ohne Vorband, zu erleben. Ich hatte das Glück, unter den ersten 10 Fans zu kommen, die direkt nach dem Konzert von der ganzen Band ein Autogramm erhielt. Jedoch durften im ersten Durchgang noch keine Bilder gemacht werden. Da hätte man sich nochmals anstellen müssen. Das wurde uns dann leider zu spät, denn die Schlage war sehr lang und wir hätten mind. 2 Stunden warten müssen.

 

Alles in allen zählt ASP zu meinen Lieblingsbands und ich hoffe, sie bald mal wieder zu auf der Bühne zu sehen. Dieses Jahr wird es aber wohl nichts mehr werden.

 

Bis bald und dunkle Grüße
eure BlackRose

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Ich geh dir unter deine Haut! Tattoos…

Ich habe diesen Abend verbracht und mir selber ein Hennatattoo verpasst. Das ist nicht schwer, gebrauchsfertige Hennapaste erhält man problemlos (ich habe meine aus einem India / Asia Shop um die Ecke) und dann schneidet man die Packung auf und zeichnet los. Leider habe ich zu weit aufgeschnitten und dann lief es ziemlich breit heraus. Mit handelsüblichen Spritzen braucht ihr nicht anfangen, die machen das Dosieren auch nicht einfacher. Leider.

Naja. Das Ergebnis von 15 Min herumpinseln… (okay, mit einem feinen Pinsel könnte ich es das nächste Mal versuchen) war dann das:

Naja, ich habe auch echte Tattoos. Dort habe ich aber sehr lange jeweils überlegt, was es sein soll und wohin ich es stechen lassen will. Schließlich kann man die nicht wie die aus Henna einfach abwischen oder „rauswachsen“ lassen. Die sind für die Ewigkeit.

Oder bis man genug Geld für eine Laserbehandlung hat – was locker ein vielfaches mehr als das eigentliche Tattoo kosten kann und dann ganz andere Narben hinterlassen könnte. Also, gut überlegen was es sein soll.

Ich habe letztes Jahr ein paar Namen auf die Haut stechen lassen, die Namen meiner Kinder, aber in elbischen Schriftzeichen, denn es soll nicht jeder gleich erkennen, was es ist. So habe ich mich dann auch entschlossen, ein Musikstück, welches ich sehr sehr mag, in Noten umgesetzt, auf meinem Bein zu verewigen. Netterweise hat mir dabei noch der Komponist des Liedes geholfen, ich habe ihn um seine Noten gebeten und er hat sie mir gegeben. Und das ohne, dass ich seinen Namen oder sein Bandlogo mit auf die Haut stechen lassen muss.

Dabei hat man übrigens schon auf dem alten Ötzi Tattoos gefunden. Ich nehme nicht an, dass es Musik ist, aber er wird sicher rituelle Zeichen oder Schutzsymbole auf der Haut tragen. In Ägypten sollten die Tattoos dem Verstorbenen im Jenseits Fortpflanzungsfähigkeit und Kraft geben. In Japan bekamen Frauen um den Mund Tätowierungen, die Aussagen über ihren Status machten und in Afrika drückte man den Zusammenhang von Geburt, Leben, Tod, Kraft und Mut aus.

Selbst religiöse Tattoos sind bekannt, man weiß von frühchristlichen Menschen und Kreuzrittern, dass sie ihre Symbole entsprechend wählten. Neben Gangs, Seeleuten oder Gefangenen… jede Gruppe sucht sich über bestimmte Zeichen etwas verbindendes. Man zeigt sich mit einem gemeinsamen Tattoo als Teil einer bestimmten Gruppierung. Man gehört zu „la familia“.

Und für andere ist ein Tattoo ein Protest gegen bestehende Konventionen. Möglichst schockierend soll es sein, das geht bis da hin, dass sich diese Menschen auch gerne in „Freakshows“ zeigen und präsentieren. Ich finde das aber immer noch mutiger und ehrlicher, als die vielen „Modetattooträger“ die sich in den neunziger Jahren jenes berühmte „Arschgeweih“ stechen ließen. Nur, damit sie auch eines haben… Genau die gibt es heute auch noch, zur Zeit sind wohl diese „Pusteblume-Tattoos“ sehr angesagt.

Nun, ich denke, das muss aber jeder für sich selber entscheiden. Das kann keinem abgenommen werden, und wenn jemand damit dann unglücklich ist, nun, dann hilft nur ein CoverUp, oder der Gang zu einem Laserspezialisten. Und was dann übrig bleibt sollte man vor dem ersten Stich bedenken.

SAMSUNG

Ich mag meine Tattoos und bin echt stolz, dass übrigens der Musiker seine Noten auch auf meiner Haut bewundert hat (und ich glaub, er war auch beeindruckt) und sich so der Kreis zwischen Idee, Umsetzung und Präsentation wieder geschlossen hat.

Wer also nur mal ausprobieren möchte, wie es mit einem Tattoo ist, sollte sich eines aufzeichnen und wer dann das passende Motiv gefunden hat, das nicht gerade der aktuellen Mode entspricht, sondern tief aus der Seele kommt, sollte den Tattoo-Artisten seines Vertrauens aufsuchen und sich dieses dann stechen lassen.

Nun wünsche ich euch einen schönen Restsonntag,
eure Luna

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