Afrikanische Götterwelt – Teil 12

„Maske 3877“ von Olbertz aus der deutschsprachigen Wikipedia. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
GNU-FDL, selbst fotografiert, Maske in eigenem Besitz.Bild:Maske von der Elfenbeinküste

So manchmal hat man das Pech gepachtet. Alles kommt zusammen und der Tag scheint gelaufen. Und dann haut man schnell einen Schuldigen raus, wenn es nicht der Mann oder die Frau ist, dann paßt es ganz gut, wenn es mal wieder einen Freitag den 13. gibt. Na? Hattet ihr Pech gehabt, oder ist das ein Tag wie jeder andere?

 

Bei mir war soweit alles okay, danke der Nachfrage 😉 . Dann wollen wir heute mal die afrikanischen Götterwelten ansehen. Dort ist der Hochgott (auch Schöpfergott) der Welt entrückt, teilweise funktionslos oder kultlos, andere wie die Regengötter greifen in das Geschehen ein. Sie haben alles alleine aus sich heraus erzeugt, wenn sie keine Frauen an ihrer Seite hatten und gerne wurden die Menschen aus dem Lehm geschaffen.

 

Olorun ist einer dieser entrückten Gottheiten, den die Yoruba anbeten. Seine Macht ist aber noch durch seine spezialisierten Götter (genannt Orishas) aus. Der Ostafrikanische Mulungu ist ebenfalls entrückt, ist ein Ahnengott oder Erdengott und spricht durch den Donner. Reisende verehren ihn mit Steinhaufen am Wegesrand. Kalunga ist ein Gott, der den ersten vom Menschen gebauten Turm zerstörte und nur ein Menschenpaar am Leben ließ. Auch schickte er einen kleinen Vogel, der in die Frau kroch und so für ein Baby sorgte. So füttern afrikanische Frauen mit Kinderwunsch Vögel und stellen Statuen auf. Mawu und Lisa sind Gottheiten der Ewe und Fon aus Benin. Dabei ist Lisa ein Gott, der für Himmel und Sonne steht und seine Frau Mawu ist die Mondgöttin. Beide stammen von der Göttin Nana Buluku ab, die die Welt erschaffen hatte und sich dann zurückzog.

 

Generell war es bei den Mythen so, daß der Himmel schon immer vorhanden war. Die Erschaffung der Erde kam jedoch selten aus dem Nichts und das älteste Volk Afrikas, die San, erzählen, daß dabei die Tiere eine große Rolle spielten. Nariba (so erzählen sich die Gwikwe) schuf die Erde und die Sterne. Er nahm Feuer und verbrannte die Spitzen der Flügel von Vögeln und band sie an einen Baum. An einen Flügel band er mit einem Stück Schnur ein Stück Holz und ein Stück Kohle und warf es, soweit er konnte. Bei seinem dritten Versuch flog es bis zum Himmel und es wurde zur Sonne und es wurde heiß. Als er auf seinen Knieen kroch, verbrannte er sie sich und ein Baum trat hervor und bot ihm seinen Schatten zum Ausruhen an. Ein anderer San-Gott warf eine Sandale (oder eine Straußenfeder) in den Nachthimmel und schuf so den Mond.

 

Bei den Volk der Ewe erschien die Erde plötzlich aus dem Dunkel, oder der Gott setzte Steine aufeinander und bedeckte sie mit Erde. Während seiner Schöpfungen ruhte er sich unter einem Euphorbienbaum aus, welcher der erste Baum war, der zugleich mit der Erde entstand. Sein weißer Giftsaft wurde einst zum Ordal (= Gottesurteil) gebraucht. Wo heute ein solcher Baum steht, hat der Gott sich bei der Schöpfung niedergelassen.

 

„Hemba male figure2“ von cliff1066 - Flickr [1]. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons
„Hemba male figure2“ von cliff1066
Die Yoruba erzählen Geschichten über betrunkene Götter, die mit Hilfe von Tieren (unter anderem ein fünfzehiges Huhn) die Erde schufen. Damit brachten sie nicht nur den trockenen Boden unter die Füße der Menschen, sondern auch den Palmwein. Ihre Gottheiten heißen Olorun und seine Söhne sind Obatala und Odudua.

Bei den Dogon ist Amma der Schöpfer, der ein Ei aus vier Schlüsselbeinknochen schuf. Diese waren den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft zugeordnet und den vier Kardinalrichtungen entsprachen. Und er schuf 266 Zeichen, die die Struktur und Prinzipien erklärten. Doch der Versuch mißlang und die Erde vertrocknete. So zerstörte er alles und begann von neuem. Er nahm Samen in das kosmische Ei und schuf 7 Segmente mit seinen 7 magischen Worten. Es entstand ein Mensch umgeben von Segmenten, wobei das 7. unsere Welt ist, und die anderen die Sphären des Himmels. So gibt es hier die Kombination von Chaos und Ordnung, welches das Prinzip der Welt der Dogon ist.

 

 

„Dogon12“ von Devriese - Originally uploaded to Flickr as Dogon #12. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons -
„Dogon12“ von Devriese

Als letztes (es gibt noch soooo viel mehr) will ich Kamerun und Gabun erwähnen. Die Völker dort erzählen sich erstaunlich fortschrittlich die Geschichte, daß Eyo erschien aus dem Nichts und ein Ei schuf, daß dann in viele Millionen Teile zerplatzte. Aus ihnen entstanden die Gestirne und der heiße Dampf zerstreute die Teile und bildete die Milchstraße. Schließlich entbrannte ein Kampf zwischen Gut und Böse, wobei die unsterblichen Wesen namens Ekang aus dem Land Engong kamen und aus Eisen bestanden und gegen die sterblichen Menschen aus dem Land Okü kämpften. Der menschliche Held Obame versuchte das Geheimnis des Metalls von den Eisenmenschen zu entlocken.

 

Nun wünsche ich euch einen schönen Sonntag,
eure Luna ^v^

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