ChristmasGothics sind die, die…

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So, das Jahr geht zu Ende. Seit Wochen werden wir mit Weihnachtskram, Deko und Co in den Geschäften…. Hmmmm, ja… terrorisiert. Anfang November kam dann die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten dazu, vorgestern hab ich gesehen, dass die Feuerwehren den großen Baum auf dem Marktplatz aufgestellt haben. Alles ist bereit und nächste Woche kann also der erste Advent kommen. Was freuen wir uns. Für die Kinder sicher eine spannende Zeit, aber für uns mehr oder weniger Stress und Hetze. Okay, ich feiere kein Weihnachten, hab da auch das Glück, dass unsere Großeltern lieber in wärmere Gefilde zu der Zeit ziehen und ich dann keinen Weihnachtsmarathon abklappern muss (alleinerziehend… ja, das hat da dann auch einen Vorteil) und ich in Ruhe mein Leben weiter leben kann. Wie ich das mit dem Feiern aber für mich und meine Lieben mache, das verrate ich euch das nächste Mal. Versprochen.

Heute nehmen wir uns die letzten beiden Gruppen der GothicTypen vor… die ChristmasGothics und die JahresendzeitGothics. Nein, das war ein Scherz. Im Ernst: Die Deathrockers und die ÜberGothics.

Deathrockers sind die Darkpunks unserer Szene. Sie stammen aus der Postpunkszene und sind nicht nur „Gothic“ oder nur „Punk“, sondern stehen in der Mitte beider Szenen. Ihre Musik und ihr Look, der frisch aus dem Sarg zu kommen scheint, sind intensiv, freudig und extravagant. Deathrockers charakterisieren sich durch schichtweise Kleidung, zerrissene Fischnetzstoffe, Metallnieten, Ketten, Haken…, Patches und sehr viel selbstgemachtem, unter der Rubrik DIY-Kleidung. Sie nähen gerne und kreieren ihre einzigartige Kleidung und Accessoires mit allem spookygem, was sie finden. In der Regel ist ihr MakeUp sehr blass, die Augen, Lippen und Wangen geschwärzt. Ein wenig als Hommage an die Leichen der alten B-Movies und Zombies. Sie verstehen die Gothic-Kultur und ihren dunklen Stil, auch wenn es für sie bedeutet, auszusehen wie ein Ghul, übertrieben und sogar humorvoll „böse“.SAMSUNG

Sehr oft sieht man bei ihnen den „Deathhawk“ Haarstil, das heißt, sie tragen einen Iroquesen- bzw. Mohawk als Frisur, dabei aber ein wenig wilder und ungeordneter, als man einen Iro tragen würde. Die ausrasierten Seiten sind dabei aber weniger wie bei dem „ModeUndercut“ nur eine Mode Erscheinung.

Musikalisch hört der Deathrocker gerne: Christian Death, Sex Gang Children, Alien Sex Fiend, Cinema Strange, All Gone Dead und andere…

Dem Gegenüber… nun ja, eigentlich der gesamten Szene, steht der ÜberGothic. Das sind die Gothics, die so Hardcore, so True sind. Die allgemeine Szene bezeichnet sie mit diesem Titel aber mehr auf eine humorvolle Art, es ist nicht beleidigend gemeint. Es ist der Fall, wenn jemand auf melodramatische Art und Weise „Gothic“ ist oder eben „gothischer als Du“ ist. (Was sind wir doch humorvoll und können über uns auch selbst lachen 😉 )

Natürlich gibt es auch in unserer Szene Gerüchte, Beleidigungen, Manipulationen oder das Niedermachen von anderen. Der „ÜberGothic“ redet hinter den Rücken von anderen schlecht über sie (gewöhnlich zieht man dann über die Kleidung desjenigen her), rezitiert obskure Bandnamen, um dem Aussagekraft zu geben, oder schenken dem wenig Aufmerksamkeit, was er als seiner Zeit unwürdig erachtet. Paradoxerweise ist die „ÜberGothic“ness, das, was er dann gerne als „wahrer Gothic“ bezeichnet. Ihm ist da das „Produkt“ wichtiger, als das Sein, das Image wichtiger als das Wesen.

Daher ist es traurig, dass diese „ÜberGothics“ in der Szene so viele Jahre drin sind und nicht als Positivbeispiel gelten, sondern ihren originalen Grund „Gothic-zu-sein“ verdrehen und verloren haben.

Musikalische Vorlieben dieser Wesen ist, was immer gerade in der Szene aktuell ist und mehr für die „Eingeweihten“ sein sollte.

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche,
dunkle Grüße
eure Luna ^v^

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