Das Kennenlernen und so…

Schuhe in Essen
Schuhe in Essen

Nachdem ich dieses Wochenende einen Besuch in Bochum gemacht habe und die Szene dort kennenlernen wollte… und nur in Essen glorreich im Bullet Shop sowie im EMP Store hängengeblieben bin… kommt heute der Blog ein wenig später.

 

Irgendwie hängt man im Frankfurter Raum ja immer ein bisschen neidisch guckend auf die Gothic-Szene im Pott und Umgebung. Hier hat es doch alle tollen Veranstaltungen nach dem WGT. Und viele meiner Freunde und Bekannten wohnen in dieser Ecke. Gut, hier in Frankfurt ist auch einiges los. Es gibt diverse Locations, in denen regelmäßig schwarze Veranstaltungen gemacht werden.

 

Und wenn es grade keine gibt, gibt es genug Leute, die dann einen schwarzen Stammtisch organisieren und dazu einladen. Bisher habe ich immer neue nette Gothics und Metaller kennengelernt und freue mich auch in Zukunft freundliche Schwarze kennenzulernen. Gebt gerne ein Feedback, und teilt mit, wann und wo auch „Neulinge“ gerne gesehen werden.

 

Nichts ist doch frustrierender, wenn man schon eine Party gefunden hat und dann den ganzen Abend alleine am Rande steht, weil man keinen Menschen dort kennt! Natürlich gibt es die Netzwerke, in denen man sich verabreden kann. Es ist aber ein Unterschied, ob man dort locker schreibt, dann vor Ort die Zähne nicht auseinander bekommt. Oder nicht weiß, ob man bei der Party auftaucht und dann später erst über das Netzwerk Kontakte knüpft.

 

Der Gothic per se soll ja eher ein schüchterner einsamer Zeitgenosse sein, der ja genau aus dem Grund in seinem Keller bei Rotwein und Kerzenschein sitzt. Mein Lieblingsklischee für die schwarze Szene und daher absoluter Bullshit.

 

Im Netz kann man natürlich in den verschiedenen Portalen leicht andere Gothics ansehen (das Anschreiben klappt da meistens noch, aber auf eine Antwort habe ich teilweise vergeblich gehofft. Und es waren nicht einmal Anfragen an Leute, mit denen ich mir eine Beziehung wünsche… Nein, ich wollte einfach jemanden kennenlernen und ggf. gemeinsam was unternehmen).

 

Es wäre natürlich wünschenswert, dass die Angeschriebenen wenigstens den Anstand besäßen und ein freundliches: „Nein, danke!“ oder „Kein Interesse“ zurückschreiben. Wer überhaupt nicht antworten möchte, kann das auch in seinem Profil darstellen und reinschreiben, dass man gucken aber net anfassen darf.

 

Pic (Ausschnitt) made by Aeon Of Shades
Pic (Ausschnitt) made by Aeon Of Shades

Ok, ich bin auch auf einigen Portalen vertreten und kann angeschrieben werden, da ich aber selber nie angeschrieben werde und auf meine Kontaktversuche zu anderen niemanden erreiche, bin in inzwischen eher selten dort online. Und jeden Tag abchecken, neben meinen sonstigen Tätigkeiten, da habe ich leider keine Zeit dazu. (Ich hab’s aber auch in den Profilen so reingeschrieben 😉 ).

 

So stolpert man also von Mittelaltermarkt über Konzerte, Festivals oder schwarze Veranstaltungen und bleibt dann eventuell doch alleine. Manchen macht das nichts aus, die wollen gerne alleine sein. Oder sie sind an dem Tag schlecht drauf und wollen mit keinem reden. Aber mal ehrlich, mit anderen ein wenig lachen und Spaß haben, von anderen folgenden Aktivitäten im Laufe der Zeit, da kann doch keiner hundertprozentig dagegen sein. Oder sehe ich das falsch?

 

In unserer Szene habe ich es auch noch nicht erlebt, dass die betont sexy gekleideten Frauen blöd angequatscht wurden. Wenn ich mich irre, dann achtet auf euch, Mädels. Niemand hat euch blöde anzumachen, denn freizügig angezogen heißt niemals „frei verfügbar“ und zum Angrapschen freigegeben! Ich habe nur den Eindruck, dass „unsere Leute“ den Anblick als gegeben sehen und nicht als Einladung und damit besser zurechtkommen. Aber ich schweife ab.

 

Wie lernt ihr denn andere Leute kennen? Stellt ihr euch einfach dazu? Oder wartet ihr, dass andere euch ansprechen? Bei welchen Gelegenheiten kann man denn überhaupt jemanden kennenlernen? Ich meine, bei einem Konzert (laut, sehr laut) kann man zwar den Kopf zum Nebenmann hindrehen und brüllen: „Geile Mucke!“ und bekommt vielleicht ein „Jo, is geil!“ zurück, aber wirklich unterhalten und austauschen geht doch nicht.

 

Oder die „andere Seite“: steht ihr in Gruppen zusammen und sprecht einsame Einzeltäter an? Bezieht sie in Gespräche mit ein? Und vorallem: Schreckt das falsche Styling ab? Würde ein Cyber einen Steampunker ansprechen? Oder ein Oldschooler einen Babybat? Schließt man von der Optik auf die Sympathie und gleiche Wellenlänge? Und wie ist das, wenn man sich mit einem relativ „normalen“ Profilbild in dem Social Media kennenlernt?

 

Hmmm… vermutlich antwortet mir deswegen keiner in den bekannten Onlineportalen für die schwarze Szene *zwinker * .

 

Dann werde ich mal meine Profile aufbügeln und sitze wartend vor meinen eMail Postkasten.

 

Gruftige Grüße,

eure Luna ^v^

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