Exotische Götterwelten – Teil 14

„Cthulhu and R'lyeh“ von BenduKiwi - authorupload. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cthulhu_and_R%27lyeh.jpg#/media/File:Cthulhu_and_R%27lyeh.jpg
Cthulhu – Figur von H.P. Lovecraft

Nun neigt sich diese Serie dem Ende. Eigentlich fehlt ja noch ein Kontinent mit seinen Göttern, aber meines Wissens gibt es in der Antarktis keine Menschen, die irgendwelchen Gottheiten folgten. Gibt man bei Google „Antarktis und Götter“ ein, stößt man auf Cthulhu und H.P. Lovecraft.

 

Ich gebe hier meine Bildungslücke zu und bestätige, dass ich Lovecraft noch nie gelesen habe und daher nur mit Halbwissen glänzen kann. Das Necronomicon, welches in dem Buch erwähnt wird, ist mir auch in soweit ein Begriff, dass sich die Fraktionen unter den Hexen streiten, ob es fiktiv oder echt ist, ob es eventuell auch echt ist und nur unter dem Deckmantel, es sei fiktiv, gehandelt wird.

 

Genaues weiß man nicht, aber ich denke, das ist hier auch nicht das Problem. Jeder darf und sollte glauben, was er möchte. Sei es eben wie in der Welt des Cthulhu ist, dass außerirdische Götter heimlich in unterirdischen Höhlen auf der Erde versteckt ruhen und alle nur auf das Erwachen warten, oder ob man sich aus allen bisher erwähnten Götterwelten seine eigenen persönlichen Schutzgötter ziehen möchte.

 

Es gibt sogar „Religionen“ die bewusst erdacht wurden, um so andere Religionen und Götter in Frage zu stellen. Das ist dort zum Beispiel der Fall, wenn Länder oder Staaten nur noch bestimmte Glaubensrichtungen und Pantheons akzeptieren woll(t)en und man „nichts anderes“ mehr glauben soll.

 

Wenn man dann ein Atheist ist, und selbst nicht glauben kann, dass es „imaginäre“ Freunde gibt und erzählt bekommt, dass die ganze Erde, das Weltall und alles drumherum nur aus einer Laune eines Gottes oder mehrerer Götter erschaffen wurde, der dann noch einen fiesen Widersacher hat, den die Menschen bekämpfen sollen, um jenen Gottheiten zu gefallen, dann hat jener Atheist dann das Problem, dass er das nicht so ganz ernst nehmen kann. (Ist das wirklich EIN Satz? Puuuuhh…)

 

Dann braucht es keinen Schriftsteller, der sich dann mit seinen Büchern in ferne Fantasiewelten träumt und träumen lässt. Nein, es gibt dann auch Menschen, dann ihre eigene Religion, ihre eigenen Götterwelten zusammenzimmern. Und bevor „ich an den Fingerschnipp eines Gottes glaube, der erst in seiner Güte eine Welt erschaffen hat und sie dann nach und nach von den Menschen demontieren lässt und dann die „Sünder“ zu strafen, dann glaube ich… an das fliegende Spaghettimonster oder an Intelligent Falling oder das Unintelligent Design“.

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Das Unsichtbare rosafarbene Einhorn in seiner häufigsten Darstellungsform

 

Was hier wie Spaßreligionen klingt, sind aber keine Humptatäterä Veranstaltungen, sondern Religionskritiker (oder Religionsparodien). Hier werden bewusst Götter „erfunden“, die dann eben parodieren, was andere als wirklich und wahrhaftig gegeben sehen. Heutzutage sind das eben die großen Weltreligionen, die dann satirisch bearbeitet werden. (Die untergegangenen Götterwelten sind meines Wissens davon nicht betroffen, zumindest habe ich noch nicht gehört, dass man Walhall oder die ägyptischen Götter auch auf diese Art kritisiert. Entweder sind die heutigen Anhänger dieser Glaubensrichtungen nicht fundamentalistisch genug oder es sind zu wenige, um interessant zu sein 😉 )

 

Im Herzen bin ich ja eine Pastafari (also eine Anhängerin des fliegenden Spaghettimonsters), und so kann ich sagen, dass es hier zum Beispiel keine Gebote gibt, sondern die „8 am liebsten wäre mir’s“. Aber, ich kann mir vorstellen, daß es anderen Religionskritikern ebenso geht und sie, wie z.B. Det Missionerande Kopimistsamfundet (=eine Gemeinschaft, die daran glaubt, dass das Kopieren von Informationen heilig sein sollte), ihre eigenen Regeln aufstellen. Die Gemeinschaft „RELIGION“ (= Religion für Ewiges Leben, Innerfamiliären Geschlechtsverkehr, Irgendwas mit göttlicher Offenbarung und Nächstenliebe ) stellt die Regel auf, das eben jeder glauben darf, was er oder sie will, welche Gebräuche er oder sie pflegen will und welche Gebote ihm / ihr heilig sind.

 

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Darwin-Fisch und Fliegendes Spaghettimonster als Anstecker auf einer Jacke

Ich muss nur noch anfügen, dass es hier einen Gegenpapst gibt, der alle vier Jahre durch das Spiel „Reise nach Jerusalem“ ausgelost wird.

 

Es gibt sogar den Jediismus, der in dem Vereinigtem Königreich als Glaubensrichtung angegeben wird, eigentlich ironisch auf die Frage der Religionszugehörigkeit, aber seit 2001 sogar offiziell in den Listen. Hmmm… mein Held Darth Vader hat also keine Religionsanhänger *zwinker* …

 

Googelt doch mal, was ihr noch für interessante Religionen und Glaubensmodelle finden könnt, mein Sohn favorisiert übrigens die „Church Of Bacon“ (was gut zu mir Pastafari passt, so gibt es Freitags zur Nudelmesse den Speck schön kross…), für andere ist Fußball ihre Religion, Gott und Existenz schlechthin… aber woran ihr glaubt, tut es mit ganzem Herzen. Und es ist egal, wie ihr euren Gott nennt, solange ihr akzeptiert, daß es für jemanden anderen eine andere (oder keine) Gottheit gibt.

 

Ich wünsche euch eine schöne Woche, noch 31 Tage und dieses Jahr ist wieder herum…

 

Eure Luna ^v^

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