Neuestes Album von Extize: „Redneck Industrial“

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Ich hab ja bisher fast alle Alben von Extize rezensieren dürfen, da wurde mir auch schon die neueste Scheibe der Band zugesandt. Sie lautet auf den Namen: „Redneck Industrial“! Es geht zurück zum Beginn ihrer Karriere, denn der neue Silberling ist mit mehr Industrial gespickt. Sie kombinieren dies, wie der Name schon sagt, mit Country- und Western-Einflüssen und geben ihm auch noch einen neuzeitlichen Touch. Aber wie ich die Band von ihren vorherigen Alben schon kenne, erfinden sie sich einfach neu und genau aus den o. g. Zutaten ist dann „Redneck Industrial“ entstanden.

Der Anfang macht der gleichnamige Track „Redneck Industrial“, der wieder einmal eine weibliche Stimme beinhaltet. Diese erklärt dann auch gleich mal, wie es zu den neuen Einflüssen kam: Lärm, Rhythmus, minimalistischer Gesang, eine Menge Spaß, Country, Western und einfach böse Jungs. Und genau das sind die Jungs von Extize! Mit „Lawless Gringo“ gibt es nun härtere Beats und es ist überaus tanzbar. Und wieder einmal lehnen sich die Jungs von Extize gegen die herrschenden Regeln auf und machen einfach, was sie wollen.

Extize Redneck IndustrialWas nun kommt, ist doch neu für mich und vielleicht auch für viele andere: ein kurzer Ausschnitt von einen Telefonat von Bill, der versucht, eine Pizza zu bestellen. Hier ist der erste Spaß, die sich die Band auf ihrem neuen Album erlaubt. Ich musste unweigerlich schmunzeln. Und wie läuft ein Western ab? Die Frage beantwortet „Hillbilly Rage“, denn ich stelle mir da ein typisches Western-Duell vor und wie die Wut der beiden Kontrahenten einem entgehen weht.

Nun kommt ein meiner Meinung nach ein typischer Saloon-Song mit Klavier: „Saloon Story“. Denn der Protagonist verkaufte seine Waffe und drückt nun seinen Kummer darüber in diesem Lied aus. Für mich hat dieses Lied fast schon Mitgröl-Potenzial, denn der Text ist sehr einfach und mit den vielen Wiederholungen prägt er sich gut ins Gedächtnis. „Guns, Gasoline & Cowbell“ hingegen ist nun wieder bezeichnend für die Tanzfläche. Gehirn aus, Motorik an und TANZEN! Dieses Lied ist auch eines meiner Highlights.

Nun kommt wieder ein spaßiges Telefonat von Bill, der sich ein Tuning für seinen Honda Rasenmäher wünscht. Wie sieht ein exzessiver Motorradnarr aus? Das erklärt euch nun „Ride to the Dark“. Das Video auf Youtube ist auch sehr sehenswert:

Die Wahrung im nächsten Track „D.E.V.I.L.“ sollte man ernst nehmen. Die Untermalung dieser Warnung mit einer Mundharmonika, auch wenn sie elektronisch hergestellt wurde, untermauert die Dringlichkeit. Danach versucht Bill im betrunkenen Zustand in einem artenfremden Geschäft ein Taxi zu bestellen. Hat er Erfolg? Das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Nachdenklich macht mich „Tanz Bullet“, weil du nur tanzend dein Leben retten kannst. Aber das ist die Stärke von Extize, auch gesellschaftskritische Themen aufzugreifen. „Rodeo Stars“ ist ebenso melancholisch angehaucht und beschreibt das gefährliche Leben eines Rodeo-Reiters. Zu guter Letzt ist da dann noch „Back Home“, dass durch u. a. den Einsatz einer Gitarre die einzig richtige Ballade des Albums darstellt. Ich finde auch, dass es zuhause doch am Schönsten. Ich vermute auch mal, dass sich die Band im Industrial auch am wohlsten fühlt.

Extize Redneck IndustrialAber halt, das war es doch noch nicht. Vor den insgesamt 5 Remixes meldet sich Bill nochmal und kündigt diese extra an. Es haben sich Pete Crane from Shiv-R, SynthAttack, Binary Division, Nitro/Noise und Omnimar Tracks ausgesucht, die sie auf ihre eigene Art auf dem Album präsentieren. Wobei mir die Versionen von SynthAttack, Binary Division und Nitro/Noise am besten gefallen.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich mich diesmal nicht richtig entscheiden kann, welcher Song der beste ist und welchen in am meisten mag. Sie sind alle richtig super und ich habe Gefallen am Industrial gefunden. Da freue ich mich schon sehr drauf, sie auch mal live zu sehen und ggf. ein Bild mit den Jungs zu ergattern. Drückt mir die Daumen.

Auf bald
Eure BlackRose

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