Geschichte und Entwicklung der Gothic – Szene

Eine Szene – Ein Name 

Die Gothic – Szene wird im Allgemeinen als eine ästhetisch orientierte Subkultur bezeichnet, deren Mitglieder als friedliebend, aber auch als unnahbar und andersartig in der Gesellschaft stehen. Sie ist eine retrospektive Kultur mit einer enorm großen und weit gefächerten Bandbreite an modischen Formen.
Im Zentrum der schwarzen Szene stehen neben der Farbe Schwarz das Ästhetik-Bewusstsein und die vermeintliche Individualität.
„Stilistische Einheit aus Musik, Körperinszenierung (Kleiderstil) und Lebensart“,
wodurch zentrale Überzeugungen, Einstellungen und Werte der Szene in ästhetischer Weise zum Ausdruck gebracht werden.
Es gibt 7 wiederkehrende Themen die den Stiel der Szene prägen und die unterschiedlichen Strömungen miteinander verbinden:

• Mystik
• Tod
• Religion
• Romantik
• Philosophie
• Kunst
• Körpergefühl.

Die so genannte Gothic – Szene entstand Mitte / Ende der 1980’er Jahre aus der Post Punk / New Wave Bewegung. Der Drang dazu anders zu sein, aufzufallen, sich von der Gesellschaft abzuheben, beflügelte viele jungen Menschen schon immer. Angefangen in den 1970’er Jahren mit der Punk Bewegung bis hin zur heutigen Gothic –Szene und ein Ende der Entwicklung ist noch lange nicht abzusehen.

Einen großen Einfluss auf die Entstehung nahmen hierbei die Literatur und Film (Gothic Fiction), deren Thematik das Erscheinungsbild deutlich prägte. Aber auch die Musik, Faszination am Tod und der Vergänglichkeit hatten und haben immer noch einen großen Einfluss an der Entwicklung der Szene.
Die Bezeichnung Gothic (in diesem Sinne düster und schaurig) hat nichts, wie man eigentlich vermuten kann, mit den Goten und erst recht nichts mit der Gotik-Epoche zu tun, sondern stammt grundsätzlich von einem in England Anfang der 1980’er Jahre entstandenen Musikstiel, der aufgrund seines dunklen und dumpfen Klanges und seiner verwendeten Themen als „schaurig“ empfunden wurde.
Im deutschen Sprachraum wurden Bezeichnungen wie Gruftie, Schwarze und Waver benutzt, da sich Gothic in den 1980’er Jahren als Genrebegriff nicht durch setzte. Erst mit dem Beginn des neuen Jahrtausends bekam der Begriff Gothic großen Zuspruch und gewann immer mehr an Beliebtheit und übernahm schließlich die führende Bezeichnung der Bewegung.
Mitte der 1980’er Jahre findet sich eine Erwähnung in deutschen Musikzeitschriften in Form eines Stammbaumes, der die Entwicklung aus dem Punk und Post – Punk Umfeld auf ironische Weise in dieser Form darstellt: hager, bleich geschminkt, schwarz gekleidet, mit einer Vorliebe für okkulte Dinge“.

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