Gothische Blasmusik – Die Kammer

Die Pyramide - Wasserskishow Pic made by Stefan. Danke :)
Die Pyramide – Wasserskishow Pic made by Stefan. Danke 🙂

So, nachdem ich das Wochenende total ungothisch (naja… ein bißchen gothisch ist es ja bei mir doch immer) bei einem lieben Freund auf dem Campingplatz verbracht habe und gerade erst wieder heim gekommen bin, will ich doch noch mein „Wort am Sonntag“ loswerden. 😉

 

Das ist also der „kulturelle Blick über den schwarzen Tellerrand“ – Bierzelt und Oktoberfeststimmung direkt hinter der hessischen Landesgrenze in Bayern. Mit ein bißchen Regen, Wärme und Sonnenschein war alles dabei 😉 . Sozusagen ein privates, Stino-Festivalfeeling ohne tausende Gothics (was ich aber sehr schade fand, hätten ruhig mehr da sein können).

 

Neben einer tollen Wasserskishow mit artistischen Einlagen, Feuer und HIP HOP Musik, gab es bayerische „Dicke-Backen-Blasmusik“ mit Schuhplattl-Feeling. War jetzt nicht „unser“ Geschmack und wir konterten mit Blutengel, VNV Nation, LOTL, Schwarzer Engel und Konsorten auf der eigenen Musikanlage. Weißwurst Frühschoppen im Zelt wurde mit selbst gegrillten Steaks getoppt.

 

Und bitte, sagt doch mal einer dem Stino Volk, daß Glockengeläut Sonntag morgens um SIEBEN!!! absolut ungeil für uns Nachtschattengewächse sind.

 

Aber diese Dicke-Backen-Blasmusik im Festzelt erinnerte mich wegen der Instrumentierung (auf keinen Fall wegen der Melodien) an „Die Kammer“, in deren Video „Sinister Sister“ ich mich in diesem Mai verliebt habe (Ich habe die CD der Season II übrigens auf der Hinfahrt zufälligerweise im Auto angehört).

 

An dem Video, das mit einer Legetechnik gemacht wurde, haben Fans von dem Film Corpse Bride ihren Spaß. Genauso schräg, wie die Sequenz, in der Emilys Geschichte „erzählt“ wird, ist der Clip zur bösen Schwester gemacht.

 

 

Daher will ich euch die Band mal ganz kurz vorstellen.

 

„Die Kammer“ ist eine achtköpfige Band in rein akustischer Besetzung und wurde am 22. Dezember 2011 von Matthias Ambré und Marcus Testory gegründet.

 

Die Standardbesetzung ist ein mehrstimmiger Gesang, dieser wird begleitet von zwei Gitarren, Cello, zwei Violinen, Tuba, Bass und Drums. Es kommen aber auch weitere, ungewöhnliche Instrumente wie Glockenspiel, Akkordeon, Melodika, Drehorgel und seltenere Perkussionsinstrumente zum Einsatz. Die Texte sind englischsprachig.

 

„Die Kammer“ teilt ihre Schaffensperioden in sogenannte „Seasons“ ein, die immer unter einem bestimmten Motto stehen. Am 5. Februar erschien das Album „Season III – Solace in Insanity“.

 

Verglichen wird die Band mit Unheilig oder ASP, ich finde sie aber (vielleicht liegt das an den Blasinstrumenten und der leicht „schrägen“ Melodien) sehr steampunkig. Ich kann es echt nicht erklären, warum ich so denke, aber es ist so. Dabei sieht man auch Anleihen an Rock’n’Roll, Folk, und an Liedermacher-Songs und Dark-Wave und es ist doch „klassische Kammermusik“.

 

Dabei gibt es durchaus auch schaurig schöne Texte zu den Liedern, die man auch mal gelesen haben sollte. (Schaut mal auf der Website von „Die Kammer“ nach 😉 – in ein paar Songs kann man auch hineinhören!)

 

Ich muß ehrlich zugeben, wenn diese Art Musik im Radio laufen würde, dann könnte es mich überzeugen mal wieder das Radio anzuschalten. Bei den ganzen öffentlich gecasteten und gehypten „Superstars“ ist das eine runde und schöne Sache, die nicht nach der RT*räusper* – Publikumsmeinung geht. Eben einfach ehrliche Musik ohne elektronische Verstärkung und eben mal was ganz anderes. Zum Träumen, zuhören und schräge Gedanken denken.

aktuelle Album von "DIe Kammer"
aktuelles Album von „Die Kammer“

 

Wer „Die Kammer“ mal live erleben möchte, kann am 26.8.2016 um 19 h in der Festung Ehrenbreitenstein in Koblenz die volle Besetzung als ein Festival-Konzert erleben.

 

Soweit so gruftelig,

es grüßt

Luna ^v^

 

 

 

 

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