Gothische Bücher – Heute mal was fürs Herz <3

Sherrilyn Kenyon Collage Dark HunterSo, wieder eine Woche um… ey, Mensch, inzwischen ist das erste halbe Jahr herum. Die Zeit rast. Naja, einerseits tut sie das, aber andererseits dauert sie manchmal ewig.

 

Besonders, wenn ich wie in der letzten Woche zig Termine abklappern darf, die dann mit langen Wartezeiten verbunden sind. Da lobe ich mir meinen eBook-Reader, mit dem ich unkompliziert viele – und ich meine WIRKLICH viele – Bücher mitschleppen kann.

 

Man mag ja nun streiten, was die richtige Art zu lesen ist, entweder mit Papier zwischen den Fingern in ein Buch eintauchen. Das hat einerseits den Vorteil, die frische Druckerschwärze zu riechen, während man die Geschichte liest. Oder man hat ein Secondhandbuch, und riecht dann während dem Lesen den Geruch seines Vorbesitzers.

 

Ich habe ein Hexenlehrwerk (das ist kein Secondhandbuch gewesen, wurde aber in Frankfurt in einem schrulligen Laden angeboten, in dem man eben neben Hexenbüchern auch Katzenfutter, Nähgarn und andere Lebensmittel bekam. Unter anderem auch Räucherwerk und das haftet bis heute an dem Buch), das wirklich gut riecht.

 

Andererseits kann das als Nichtraucher unangenehm sein, wenn man Zigarettenrauch oder Muffkeller beim Lesen erschnüffelt. Aber, das ist zweitrangig. Worauf wollte ich hinaus… ach ja, die ebooks. Da ist das superpraktisch, es riecht nix und auf den Reader passen tausende Bücher und mit einem Tipp auf das Display kann man lesen, markieren, notieren und hat immer was zu lesen dabei. Kosten, wenn man sich online Bücher ausleiht, halten sich auch in Grenzen und es gibt irre viele Klassiker „gemeinfrei“, das heißt, man darf sie kostenlos lesen, behalten usw.

 

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So, ich wollte aber eigentlich noch „gothische“ Bücher vorstellen, die ich in der letzten Zeit verschlungen habe. Es sind mittlerweile 16 Bände der „Dark Hunter“ Serie von Sherrilyn Kenyon.

 

Die Dark Hunter (es gibt dann auch noch Were-Hunter und Dream-Hunter) sind keine Vampire im üblichen Sinne. Sie sehen zwar so aus, und ab und an wird mal gebissen und Blut getrunken und auch sonst tummeln sich in den Geschichten die üblichen Archetypen. Natürlich sind die Kerle in den Geschichten alles Sahneschnittchen und die „Erotik“ kommt auch nicht zu kurz (allerdings immer ein bisserl nach Schema F).

 

Und alles sammelt sich um den mysteriösen Acheron, genannt Ash. Dieser geheimnisvolle Typ, der bevorzugt im Gothic-Outfit herumläuft und einen Dämon besitzt, kümmert sich im Auftrag von der griechischen Göttin Artemis um das Weltgeschehen und damit um die Dark Hunter. Jeder Dark Hunter (und auch die anderen Hunter) haben natürlich eine beschissene Kindheit hinter sich, trauen keiner Frau über den Weg und halten sich – nachdem sie 24 Stunden nach dem Verkauf ihrer Seele und Ernennung zum DH – ehrenhaft an den Kodex.

ganz unerwartete Weisheiten, die einen treffen können :)
ganz unerwartete Weisheiten, die einen treffen können 🙂 Ausschnitt aus Band 16

Immer schön die Sterblichen vor den bösen Daimons beschützen und sich nicht zu verraten… und schon gar nix mit Frauen anfangen. Und schon tauchen wir ein in die Welt der DH. Denn die Daimons sind ursprünglich Apolliten gewesen, die vor ihrem 27. Geburtstag, an dem sie übelst sterben müssen, anfangen Seelen und Blut der Sterblichen zu trinken, um so ihr Leben zu verlängern.

 

Apolliten sind die Wesen, die der Gott Apollo geschaffen hat und die auf Atlantis gelebt haben. Von Band zu Band bekommt man mehr Einblick in die griechische Mythologie. Daneben sind dann auch die Atlanischen Götter, die Römischen, Keltischen und die Sumerischen erwähnt. Nicht wirklich viel, was man erfährt, aber die Autorin ist promovierte Historikerin und anscheinend eben auf die Griechen spezialisiert.

 

Naja, und anscheinend auch auf Gothics eingeschossen, denn diese tauchen immer wieder auf. Mal ist es eine Freundin der Heldin, die den Look bevorzugt, mal eben Ash. Und die Geschichten spielen größtenteils in New Orleans, Anne Rice wird erwähnt. Und die Lieder in den Büchern… nun, es gibt sie und man kann sie passend dazu anhören 😉 .

 

Was mir an den Geschichten nicht so gefällt, ist, dass es immer ein bisschen Schema F ist. Dabei driftet sie aber nicht wie andere Autoren so sehr ab, dass der Obermotz an Bösewicht immer mächtiger wird. Weiter werden halt Klischees bedient. Die Helden reagieren immer irgendwie gleich. Und ein bisschen stört mich das „Name-Dropping“. Gut, sie erwähnt ihre eigenen Bücher, die sie unter einem Pseudonym veröffentlicht hat – geschicktes Productplacement 😉 . Und in den ersten Bänden ist die Serie „Buffy“ recht präsent.

 

Alles in Allem sind die Bücher aber wirklich spannend, und könnten den weiblichen gothischen Leseratten gefallen, da sie halt mit Herzschmerz und Liebe, nicht so übertriebenen Kampfszenen und Helden, die nicht alla Sex And The City einander laufend übers Maul fahren müssen. Die Helden sind auch nicht DIE Machotypen, die „Ich Mann – Du Nix“ als Devise haben, aber auch nicht die gequälten Weicheier sind, die unterwürfig alles hinnehmen und von der „modernen“ Welt keine Ahnung haben.

 

So, nun tauche ich wieder in meine Lesewelt ein – gibt nix besseres im Schaukelsack am Balkon ein gutes Buch zu verschlingen.

 

Gruftige Grüße

eure Luna ^v^

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