Griechische Götterwelt – Teil 3

Ideal framställning av eleusinska jämte atenska gudomligheter och eleusinska präster, Nordisk familjebokLetzte Woche hatte ich sehr kurz die ägyptische Götterwelt angerissen. Natürlich hatten die Griechen auch ihre eigenen Götter. Die wollen wir heute ein wenig betrachten. Sie sind faszinierend und viele Hexen nutzen die griechische Götterwelt als ihren Pantheon. So kommen zum Beispiel Demeter und Habondias demnächst „zum Einsatz“, denn am 23. September, der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche feiern wir das 2. Erntefest Mabon. Demeter als Mutter der Natur ist dann eine der Schutzgöttinnen.

 

Doch der Ursprung der griechischen Götter ist nicht ganz eindeutig. Es hat sich auch kein allgemein gültiger Schöpfungsmythos durchsetzen können. So geht man davon aus, dass die Götter und die Welt gleichzeitig entstanden sind, da die Natur personifiziert worden war. Am weitesten verbreitet ist Hesiods Theogonie. Weitere Entstehungsgeschichten unterscheiden sich sehr in den Details.

 

Am Anfang war dort das Chaos, die Welt wird allerdings nicht aus dem Nichts erschaffen, denn es gibt Materie ohne Ordnung und Form. Es bilden sich Gaia (die Erde), der Tartaros (die Unterwelt), Eros (die Liebe), Erebos (die Finsternis) und Nyx (die Nacht).

 

Erebos und Nyx verbinden sich und zeugen Hemera (den Tag) und Aither (die Luft). Und Nyx schafft aus sich selbst weitere Gottheiten, die die Menschen mit der Nacht assoziierten oder von menschlichen Übeln sind. (Nur als kleine Anmerkung… Nyx ist ein Name, der im Zusammenhang mit Gothics recht häufig vorkommt…).

 

Bei Hexen ist dagegen der Name „Gaia“ sehr bekannt. Gaia, die „Mutter Erde“ brachte auch selbst das Meer Pontos, die Berge Ouera und den Himmel Uranos hervor. Diese übernahmen alle der Reihe nach mal die Herrschaft über die Welt, bis dann als letzter Uranos von einem seiner zahlreichen Nachkommen, seinem Sohn Kronos, entmannt und entmachtet wird. Das Zeitalter der Titanen beginnt und diese herrschten so lange, bis Kronos‘ Sohn Zeus die Macht ergriff.

 

Damit begann dann die Herrschaft der Olympischen Götter. Dazu dann später mehr, denn es gibt noch eine andere Schöpfungsgeschichte. Nämlich die der Orphiker.

Dort stand am Anfang Chronos (die Zeit) und von ihm stammen Aither, Erebos und Chaos ab. Chronos schafft ein Ei in Aither und aus diesem schlüpft Phanes, der der Schöpfer aller Dinge ist. Nyx ist seine Tochter und Gemahlin und erhält von ihm die Herrschaft, die sie an ihren Sohn Uranos übergibt. Als schließlich am Ende der Kette Zeus die Macht übernimmt, verschlingt er Phanes und schafft die Welt von neuem.

 

Vermutlich kennt ihr jetzt auch alle die Olympischen Götter, es gibt ja auch viele Serien im TV, die sicher noch in euren Ohren klingeln. Xena und Hercules (bei youtube) haben da ja ganz nach griechischer Manier in jeder Folge die Kleinkriege der olympischen Götter abgehandelt. Ja, man könnte sagen, dass alle Mythen damals das Dallas oder Denver der Griechen war. Die Götter liebten, stritten und vertrugen sich. Die Menschen zwischen drin und auch als Hauptpersonen in dem göttlichen Schachspielen.

 

Altar twelve gods Louvre Ma666Die olympischen Götter waren diejenigen, die auf dem Berg Olymp residierten. Das waren Zeus und seine vier Geschwister und seine sieben Kinder. Zeus, Poseidon, Hera, Demeter, Apollon, Artemis, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos und Hestia. Hera ist zugleich Schwester und Gattin des Zeus. Hades und seine Frau Persephone, die Herrscher der Unterwelt, Hebe, die Mundschenkin, und Eileithyia, die Göttin der Geburt, gehören nicht zu den Olympischen Gottheiten, und Herakles (Herkules) und Dionysos wurden erst später aufgenommen.

 

Die Heldentaten des Herkules sind sicher auch euch bekannt, er musste mehrere Aufgaben lösen, damit er schließlich in den Olymp einziehen durfte. Hades dagegen schürte die Furcht. Schon bei Homer wurde seine finstere Seite eher umschrieben, als genannt. Kein Sterblicher entkam je aus seinem Reich, der Unterwelt, allein Orpheus konnte ihm Eurydike entlocken, indem er sang. Da Hades es nicht schaffte, eine Göttin zu überzeugen, mit ihm über die Unterwelt zu herrschen, entführte er Persephone. Demeter zog aus Rache und Trauer mit ewigem Winter über das Menschenreich und schließlich handelten sie aus, dass Persephone, die in der Unterwelt in einen Apfel gebissen hatte – man darf in der Unterwelt nichts essen, um nicht für immer dort bleiben zu müssen – nur ein halbes Jahr jeweils bleiben muss. Schließlich hatte sie nicht den ganzen Apfel verspeist.

Dürer - Die Entführung auf dem Einhorn - Herzog Anton Ulrich-Museum

Damit schließt sich dann der Kreis zu Demeter, der Erntegöttin. Sie zog den Winter vom Land und ließ alles blühen und grünen und die Menschen bekamen wieder etwas zu essen. Zieht Persephone von ihrer Mutter im Herbst zurück in die Unterwelt, so kommt der Winter…

Ich wünsche euch noch einen schönen Restsommertag,
eure Luna ^v^

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