Gruftige Weihnachtsgeschenke selbstgemacht

Handtasche selbstgenäht
Hier eine schlichte Tasche, selbstgenäht mit geraden Teilen

Noch etwas über zwei Wochen und dann ist Weihnachten und in drei Wochen sind wir schon im Jahr 2016. Inzwischen rast die Zeit. Habt ihr denn schon alle Geschenke für eure Lieben zusammen? Auch wenn man keiner Religion angehört / angehören möchte, entzieht sich doch auch keiner wirklich diesem Brauch.

 

Warum auch nicht? Immerhin ist das eine liebe Geste, wenn man seinen liebsten Menschen – Familie, Partner und Freunden – eine Aufmerksamkeit zukommen lässt. Und so werde auch ich meinen Kindern und Freunden etwas schenken.

 

Wenn ihr noch nicht in den diversen Shops (online oder offline) etwas passendes gefunden habt, wie wäre es dann mit etwas selbst gemachten? Das ist gar nicht so schwer und kann zudem etwas Ruhe in den hektischen Alltag bringen.

 

Auch wenn es beim ersten Versuch nicht gleich gelingen mag, so werdet ihr immer geschickter. Und, nein, ich meine nicht die fertigen Bastelsets aus zum Beispiel dem Homeshopping-Sender-Bereich, bei denen man nur noch fertig vorgestanzte Teile zusammenpappen muß und das dann als „Selbstgemacht“ verschenkt. Okay, wenn jemand absolut ungeschickt ist, dann ist das eine Lösung, wenn es auch etwas selbstgemachtes sein soll. Ich glaube aber nicht, daß es wirklich jemanden gibt, der NICHTS schaffen kann…

 

So kann man mit leeren Kalendern (zum Beispiel) und gruftig aufgemotzten Fotos wunderbar seinen Geschmack verwirklichen. Diverse Sticker dazu und schon hat man etwas persönliches für die Freunde oder Familie. Und von Halloween habt ihr sicher noch das eine oder andere gruftige Deko-Element übrig? Vielleicht ein wenig Girlande, die nicht mehr an die Wand reicht, aber auseinander geschnitten per Serviettentechnik klasse auf einem Blumenpott ausschaut? Ein wenig Fledermaus- Konfetti, das in einem Fotoalbum die Bilder schön gruftig in Szene setzt?

 

Da kommen wir zum nächsten Schritt der Bastelkunst: Dem Upcycling. Was ist das? Man nehme ein Teil, das man so nicht mehr haben oder verwenden möchte und gestalte es. Das kann von einfachem Aufmotzen (einen Stuhl zum Beispiel mit Goldlack anstreichen und dann mit rotem Samtkissen zu seinem persönlichen Thron verwandeln) bis hin zum kompletten Umgestalten des Teils (wenn ich aus einer Europalette und ein paar Ziegelsteinen, Farbe und Lack einen Tisch baue) gehen.

Beispiel für Upcycling einer schlichten Hose
Beispiel für Upcycling einer schlichten Hose

 

Nun, ich bin keine Handwerkerin, außer ein paar Regalen für meine ca. 2000 Bücher an die Wand dübeln, bin ich ungeschickt. Aber ich hab auch schon mit einfachen Duschvorhängen gearbeitet, die ich nach dem Besprühen und Besticken dann als Deko / Sichtschutz vor meinen Schrank gehängt habe. Und gruftig ist das immer, wenn man seinen schwarzen Geschmack umsetzt.

 

Ihr könnt auch Klamotten aufpeppen. Wenn etwas gefällt, aber es nicht gruftig genug ist, dann fangt doch an und bastelt. Als Basis dienen mir einfache schwarze Klamotten, die ich dann verwende. Oder mir gefällt ein Teil im Schnitt, das aber leider so unschwarz ist. 😉

 

Für das erstere gibt es die Lösung, daß ihr die Kleidung aufpeppt mit Nieten, Schnallen, Knöpfen… ja, sogar mit dem Sortiment aus dem Baumarkt. Jupp, ich kaufe meinen Gruft-Aufmotz-Bedarf gerne in einem Baumarkt und nicht unbedingt in einem Nähstübchen. Die Blicke der Mitarbeiter dort sind unbezahlbar, wenn man fragt, ob man diese Unterlegscheiben auch in der Maschine waschen kann… *kicher*

 

Aber Spaß beiseite… dort könnt ihr kostengünstig Ketten, D-Ringe, Nieten, Spanngurte und Ösen bekommen, und euren Basisteilen das nötige Industrial – Gruft – Gothic – Aussehen geben. Reißverschlüsse an Hosenbeine genäht (das geht auch von Hand, wenn man keine Maschine besitzt – es ist nur Deko!!).

Halloweendeko: Vampir aus Pappe, den man auf ein Fotoalbum kleben kann
Halloweendeko: Vampir aus Pappe, den man auf ein Fotoalbum kleben kann

 

Ihr könnt dann auch fertige Klamotten aus den Shops (guckt einfach mal bei Onkel Ebay – auch gebrauchtes, leicht reparaturbedürftiges läßt sich noch super umarbeiten!) entsprechend aufmotzen. Damit kommen wir dann zum zweiten Fall: Was tun, wenn zum Beispiel die Farbe nicht paßt, aber Schnitt und Deko gefallen? Nun, einfach gucken, wie die Zusammensetzung des Stoffes ist und dann einfärben mit der passenden Farbe. Traut euch ruhig, das ist nicht schwer. Und dann individualisieren mit den Teilen aus dem Baumarkt…

 

Seid einfach kreativ, nehmt ungewöhnliche Ausgangsmaterialien, bevor ihr euch an die Disziplin wagt, etwas absolut eigenes zu schaffen. Aber auch dieses wird gelingen, wenn ihr euch traut. Schaut euch Videos an, es gibt viele online und die sind auch von geschickten Laien erstellt, die es ohne großes Fachchinesisch erklären.

 

Damit ihr noch ein wenig basteln könnt, habe ich ein einfaches „Schnittmuster“ für meine Tasche erstellt, wobei es nur eine grobe Zeichnung ist. Maße und Dekoration könnt ihr absolut variieren.

einfaches Schnittmuster, 1,2,3 – Vorder und Rückseite, 4 + 7 Seitenteile, 5 Boden, 6 Verschluß, 9 + 10 Taschen außen, 11 + 12 Innentaschen, 8 Gurtband

 

Tja, und so könnt ihr jetzt noch bis Weihnachten etwas wunderbar persönliches für eure Lieben gestalten (und wie gesagt, wenn ihr in einem Shop – Ebay ist wirklich eine Fundgrube! – etwas ersteht und das personalisiert, ist das natürlich der Hammer!) und verschenken…

 

So, nun werde ich weiterbasteln, Weihnachten naht und ich hab da noch ein Geschenk für jemanden anzufertigen 🙂

 

eure Luna ^v^

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