Ich will endlich Sommer haben!

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Mit Blumen und Kerze – Wasserschale zu Litha

Mir ist es zu kalt. Wirklich. Alle reden von Sommer und ich friere mir hier einen Ast. Ehrlich, ich bin fast verpackter als im Winter. Also, klamottentechnisch. Dabei habe ich, erst nachdem ich Druckstellen an meinen Oberschenkeln hatte, weil ich mich zum Lesen mit den Ellenbogen immer auf ihnen abstütze, entdeckt, daß sich die Hosenbeine meiner neuesten Hose abtrennen lassen. Ich habe eine Zip-off-Cargo-Hose gekauft und es gar nicht bemerkt.

 

Gut, ich hab mich dann gefragt, was ich damit anfangen soll, denn „kurz“ konnte ich bisher nicht einmal dieses Jahr herumlaufen. Wobei… ich trag inzwischen auch T-Shirts. Mit einem Fleece-Rolli darunter und meiner Stoneman-Jacke darüber. Aber, ein T-Shirt und keinen weiteren Pulli. Und Handschuhe… ich habe noch ein paar graue Handschuhe gefunden 😉 .

 

Aber wo ist denn der Sommer, wo man im Schwimmbad einen Platz im kühlen Naß erkämpfen muß? Wo ist der Sommer, bei dem man verflucht, daß man im Discounter NICHT das Angebot der „praktischen knalligbunten Strandmuschel“ mitgenommen hat und jetzt keinen Schattenplatz findet? Wo ist der Sommer, bei dem man als Goth gepflegt mit Schirm rausgeht oder den kühlen Keller vorzieht, um seine Blässe zu kultivieren?

 

Blaß sind jetzt alle, da es ja keinen Sommer bisher gab! Außer dem „ich trag bunt bis zum Abwinken“ und dem „ich trag schwarz, weil ich Goth bin“ gibt es derzeit keinen Unterschied in der Optik der Stinos und Gothics! In Berufsbekleidung wird das verdammt schwer, Gleichgesinnte zu erkennen!

 

Und Ferien fangen jetzt auch an, in Hessen sind es noch grade mal 4 Wochen, bei anderen weniger, bis sich die Kids langweilen und die Massen in den Urlaub fahren / fliegen / wandern. Und es stehen Festivals an. Wäre schade, wenn die verregnen oder gar absaufen. Auch wenn sie wegen Unwetter abgesagt werden müssen. Klar, Sicherheit geht absolut vor, keine Frage. Aber für die Besucher ist es einfach bescheiden, wenn etwas nicht stattfindet.

 

Und wer möchte schon massivst geblitzdingst (was ein Wortspiel!) von einem Festival heimfahren? Auch die teilnehmenden Künstler werden enttäuscht sein, denn sie wollen ja nicht Geld verdienen (glaubt mir, soviel kommt da nicht bei rum und viele gibt es nicht, die die Millionen dabei scheffeln), sondern den Leuten Freude machen und Spaß bereiten.

 

Und damit wir endlich den Sommer bekommen, den wir ersehnen und wollen, machen wir doch gemeinsam ein Ritual. Das ist nicht schwer und vielleicht klappt es ja. Geregnet hat es genug, jetzt wollen wir Wärme und Licht tanken. Das Ritual könnt ihr am 21.6., in der Mittsommernacht, durchführen.

Altar zur Sommersonnwende (Litha)
Altar zur Sommersonnwende (Litha)

 

Dazu schmückt euch einen schönen Platz – zu Hause oder in der Natur – einen kleinen Altar. Ein paar Blumen (Rosenköpfe z.B.), eine Kerze (vorzugsweise gelb, orange oder rot), eine Schale mit Wasser, etwas Räucherwerk (Vogelsand, Katzenstreu als Unterlage, Räucherkohle und dann Kräuter, Weihrauch etc.), eure Ritualwerkzeuge (Kelch, Pentakel, Athame, Kessel, Zauberstab) wenn vorhanden, ein wenig Wein und Kuchen / Früchte / Brot.

 

Stellt Windlichter in jede Himmelsrichtung, im Uhrzeiger entzünden. Beginnt im Osten (wer möchte, Wächter dabei anrufen). Stellt euch einen Kreis vor, der euch umgibt, räuchert euren magischen Ort. Nun eine Meditationsübung: dankt für das Gute in eurem Leben, verbannt das Schlechte und wünscht euch was! Dabei gebt immer wieder von den Blüten welche in die mit Wasser gefüllte Schale. Dann sprecht:

 

„Mutter Erde, Vater Sonne

wir ehren eure Arbeit, erledigt mit Wonne

die Erde ergrünte, so auch wir

die Harmonie zurück, das bringt ihr

Mutter Erde, Vater Sonne

gießt euren Segen reichlich mit Wonne

über die Erde und uns Menschen aus.“

 

Genießt nun den Wein und den Kuchen (…). Gebt eine kleine Portion jeweils an das kleine Volk als Opfergabe. Dann stellt euch wieder vor, daß euer Schutzkreis sich zusammenzieht, und löscht die Windlichter entgegen des Uhrzeigers wieder aus. Wenn ihr die Wächter angerufen hattet, vergeßt nicht, sie zu verabschieden! Jetzt könnt ihr euch selbst erden, ich mache das immer mit einem lauten Urschrei. Und genießt jetzt das Festmahl, das ihr vorbereitet habt und feiert den Sommer!

 

Gruftige Grüße

eure Luna ^v^

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