Drum jubelt und gebt Händegeklapper, holde Maiden, edle Recken!

SAMSUNGEin Streifzug über den Hexenmarkt in Idstein.

Heute waren wir (meine kleinen Lernhexen und ich) auf dem Hexenmarkt in Idstein. Dieser wird nur alle zwei Jahre veranstaltet und ich konnte das letzte Mal nicht hin, weil mir just am Abend zuvor der Auspuff während der Fahrt zur Werkstatt abgefallen war und dann das Auto in Reparatur war.

Nun gut, dieses Jahr ist am „neuen“ Auto auch der Auspuff abgefallen, aber zum Glück vor Ostern. Hahaha… sonst hätte ich geglaubt, das Schicksal oder die Hexengötter wollen nicht, dass ich auf den Markt komme.

Aber so konnten wir gewandet in die mittelalterliche Szenerie eintauchen. Zahlreiche Stände lockten mit leckerem Essen, boten ihre Waren feil und das Marktvolk wie immer freundlich und wohlgesonnen.SAMSUNG

Auch für den unbedarften Besucher, der ja nur vom Hörensagen was vom Mittelalter gehört hat, wurde genug „authentisches“ Zeugs geboten. Inzwischen ist das ganze Gelände rund um das Schloss und den Hexenturm mit Ständen und Attraktionen vollgepflastert.

Für Hex gibt es einen speziellen Parkplatz (natürlich nur für das Zweitmobil „Besen“, für den anderen muss man schon recht zeitig hinfahren und selbst da ist es eng) und so strömen die Massen bei warmen sonnigen Wetter über den Markt.

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Gleich zu Beginn fand ich einen Glasbläser der mir meine zerbrochene Glasfeder superschnell und günstig wieder zusammenklebte. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle. Auch meine Tochter war glücklich mit ihren Miniphiolen, in denen sie ihre magischen Tränke hineinfüllen kann.

Etwas weiter konnte ich einen Silberschmied finden, der mir vor Ort meine zu großen Silberringe kleiner machen hätte können. Ich hatte nur nicht damit gerechnet und deshalb die Ringe nicht dabei. Allerdings hab ich seine Adresse und kann Kontakt aufnehmen.

Nachdem wir uns dann mit Tomaten-Käse-Fladenbrot gestärkt haben (jaja, nicht authentisch, denn Tomaten hatte es ja im Mittelalter nicht, ich weiß), eine Schmalzstulle verputzt und jede Menge Käsehäppchen verspeist wurden, schlenderten wir an einem Kaffeestand vorbei und beobachteten Kinder beim Töpfern.



 

Mein Sohn stiefelte den Hexenturm hinauf und suchte von oben seinen Freund. (Hat ihn gefunden).Inzwischen wurde es sehr voll auf dem Markt und ich suchte dann nur noch meinen Freund, der mir zu Beginn gleich über den Weg lief, um mit ihm ein Horn Met zu leeren. Honigbier haben wir leider nirgendwo gefunden, aber da kenne ich auch eine gute Quelle, wenn ich nicht selber Auto fahren muss. 😉

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Wir fanden uns dann und er bekam sein Met für die schöne Fibel, die nun meinen Umhang ziert. Nun liefen wir noch einmal unten über den Marktteil und ich bekam eine Anleitung, wie man Maultrommel spielt. Ich bin ja leider unmusikalisch wie ein Stock (okeeeee… ich kann auf einem Didgeridoo einen Ton erzeugen, das kann ich auch auf einer Küchenpapierrolle und selbst auf einem Plastikrohr kann ich Nebelhorntuten… aber „Musik“ würde ich das nicht nennen) und so habe ich mich bisher nicht an Instrumente gewagt.

Gesammelt habe ich schon so einiges daheim, von Snares über dem besagten Didgeridoo, Blockflöte und selbst eine Bontempiorgel ist hier vorhanden, aber ich kann es nicht. Selbst ein gestandener Musiker musste mich lange überreden, bis ich ihm meine Stimme für seine Songs hergab. Aber ich mag Musik und will es können.

So fand ich einen Musiker, der mir eine Maultrommelstunde gab und nun habe ich doch ein Erfolgserlebnis in Sachen Musik. Ich kann ein Boing Boing machen!!!

Während wir dann noch einen Auftritt der Musikgruppe genossen und ein letztes Mal alle Waren anschauten, drängelte uns die Menge der Menschen langsam gen Ausgang. Draußen die eher „normalen“ Stände mit Socken und Drehrad für Gratiszeitungsabos… nun, die sind weniger interessant. Einen Crêpes noch auf die Hand und dann zu unserem Auto… „Mittagessen“ dann in Gewandung bei einem Burgerbrater… damit hatte uns dann die „normale“ Welt wieder.SAMSUNG

Erstaunte Blicke (wissen die Leute nicht, was in ihrem eigenen Ort so passiert???) inklusive.

Nun werden wir unsere Schätze (selbstgemachte Seifen, Schmuckstücke und Leckereien) noch ein wenig genießen, wer noch spontan hinfahren will… der Markt hat heute noch bis ca. 18.00 h geöffnet. Es lohnt sich übrigens, das eine oder andere Teil, das kaputt ist, mitzunehmen, da diese Menschen noch Handwerk können und es repariert bekommen. Viel Spaß, holde Maiden und edle Recken, und nun jubelt und gebt Händegeklapper!

Eure Luna ^v^
PS: Nun wisst ihr auch was das Foto da oben ist, oder? Meine Maultrommel 🙂

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