Klischee? Klischee! Teil 1

Chez Goth
Chez Goth… eine kleine Schachtel mit einer Menge Spaß

Letzte Woche hab ich über die Klischees in EMNEF geschrieben. Da ist mir doch so ein Gedanke gekommen… Ich hab hier so einige Spiele in meinem Regal liegen, die von Nerds entwickelt wurden und auch mit den Gothic Klischees spielen.

 

Also, ihr wisst schon, immer deprimiert sein, zum Lachen im Keller verschwinden, Schäferstündchen per se nur mit traurigen Vampiren in einem gemütlichen Sarg abhalten und das ewige Rotweinglas sinnierend in der Hand, während bei Kerzenschein Edgar Allen Poe rezitiert wird.

 

Fühlt sich der Obergoth hier jetzt auf den Schlips getreten? Hebt er mahnend seinen Finger und will mich schimpfen? Warum sollten wir etwas spielen, was UNS und UNSEREN Lebensstil dermaßen auf die Schippe nimmt? Klare Ansage: Weil es lustig ist!

 

Erstens gehen wir eben NICHT zum Lachen in den Keller und können auch herzhaft über uns selber lachen und zweitens, diese Spiele sind von Nerds entwickelt worden, die selber einen Hau weg haben. Mit anderen Worten: Sie lachen auch über sich selber und wollen das mit den Stinos und eben auch mit uns Gothics teilen.

 

Das Spiel, das ich gleich als erstes in meinen Fingern hielt, war „Chez Goth“ von Pegasus. Entwickelt von Steve Jackson, basierend auf dem „Chez Geek“-Spieldesign von Jon Darbo und mit Bildern von John Kovalic. Es ist für 2 bis 5 Mitspieler, wenn ihr noch andere Spiele aus der Reihe besitzt, können noch mehr daran teilnehmen und dann gibt es sogar lustige Misch-WGs.

 

Innerhalb von einer Stunde spielen, „wohnt“ man in einer WG mit seinen Mitspielern und hat einen Beruf – der gibt das Ziel vor – mit entsprechender Entlohnung und Freizeit. Um das Ziel zu erreichen (schnöde gesagt: um zu gewinnen) muss man Punkte sammeln durch Aktivitäten aller Art.

Mal eine kleine Auswahl der Spielkarten von Chez Goth...
Mal eine kleine Auswahl der Spielkarten von Chez Goth…

 

Der Spieler trifft sich mit Freunden, kauft Klamotten, hängt auf Konzerten und Gothic-Parties herum, sieht TV, liest oder schläft und wenn ihm seine „Freunde“ das Leben versauen, dann kann er noch jede Menge Herzblut sammeln. Also, das klingt doch genau nach dem, was wir den ganzen Tag so treiben, oder? 😉

 

Die Regeln sind einfach, man benötigt nur einen Würfel (und würfelt ab und an mal – was aber nicht so ausartet wie die Erstellung eines Charakterbogens bei einem Pen&Paper Rollenspiel, also vergesst mal Dungeons&Dragons oder „Das Schwarze Auge“ oder Vampire:Maskerade) und man braucht auch keinen Rollenspielleiter. Dafür aber ein paar Erdnüßchen oder Spielchips, um dann seine „Slacks“ zu markieren.

 

Zieht eine Jobkarte (in der nächsten Runde darf dann der Gewinner eine Karte auswählen, bevor die anderen dann eine Karte ziehen müssen) und legt los. Natürlich dürft ihr auch diese Karte theatralisch ausleben, indem ihr so sprecht und euch bewegt, wie der aufgedruckte Charakter. Aber Vorsicht! Bei Flachwitzen sollte man besser nicht gerade den Mund voll haben…

 

So, wem das noch nicht reicht, der kann ja auch in die anderen Varianten reinschnuppern. Es gibt auch Chez Cthulhu, Chez Guevara (oh Mann!!), Chez Geek und Chez Genius. Natürlich mischbar für Kunterbunte WGs.

 

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Spielesituation – vergeigtes Schäferstündchen…. 😉

 

Okay, wenn es nicht Nerds entwickelt hätten, sondern Stinos, dann wären hier sicher einige mächtig sauer, so durch den Klischee-Kakao gezogen zu werden, oder? Aber so finde ich das spaßig. Fragt doch mal, ob ihr nicht im Freundeskreis mal eine Runde spielen wollt, es muss ja nicht immer Konsole oder Handy sein.

 

Jetzt werde ich mal telefonieren und ein paar Freunde einladen. Und dann wollen wir mal ein Spielchen spielen…

 

Einen ruhigen Sonntag wünsche ich euch,
eure Luna ^v^

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