Das Krähenheer ist da….

SAMSUNGDiese Woche hatte ich zum ersten Mal seit dem Herbst meine Balkontür wieder den ganzen Tag offen. Es war wirklich sehr warm, obwohl ich ja immer noch regelmäßig friere. Jaja, ich weiß, es ist nicht so kalt, wie ich mich immer fühle. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich viel Gewicht verloren habe und seitdem die Speckschicht fort ist… ja, da friere ich.

 

Aber ich schweife wieder einmal ab. Ich sitze also auf meinem Sofa und höre ein Krächzen. Und sehe durch das offene Fenster eine schwarze Krähe auf der Baumspitze im Nachbargarten sitzen. Bis ich aber meinen Fotoapparat startklar gemacht habe, flog sie fort.

 

Ich mag Vögel normalerweise nicht. Vermutlich habe ich zu jung „Hitchcocks Vögel“ gesehen und seitdem finde ich sie gruselig. Vielleicht liegt es auch daran, das ich als Kind des öfteren von diversen Wellensittichen gebissen wurde oder auch mit den Papageien Probleme habe (das gruseligste waren 5 Aras, die man mir in Miami im Parrotjungle mal auf die Arme, Schultern und Kopf setzte… nein, angekleckert wurde ich nicht, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, die fressen mich gleich auf… hmmmm… ich verstehe SAMSUNGmeine Tochter, sie erwähnte neulich etwas ähnliches bezüglich unseres Hamsters, der sich des Nachts aus seinem Käfig schleichen würde und ihr dann das Gesicht abbeißen täte…).

 

Naja, aber die Krähen mag ich doch. Sie gucken nicht so fies wie zum Beispiel Hühner und schwarz mag ich. Ich habe ja auch eine Krähe auf meinem Bein, als Hommage an „Schwarzer Engel“, dessen Bandleader Dave Jason mir ja netterweise die Noten seiner Musik für mein Tattoo überlassen hat. Schwarzer Engel’s Bandlogo ist eine stilisierte Krähe und er nennt seine Fans auch „Krähenheer“, zahlreiche Songs enthalten auch das Motiv.

 

Während Odin seine Raben Hugin und Munin ausschickt, die Welt zu erkunden und ihm zu berichten, sind Krähen mythologisch ähnlich einzusortieren. Schon bei den Germanen saßen sie am Wegesrand und prüften die Helden, und woben mit den Nornen die Schicksalsfäden und sagten Ereignisse voraus.

 

Bei den Kelten verwandelten sich die Feen oftmals in Krähen, um Nachrichten aus der Anderswelt zu überbringen. Morrigan griff auch gerne in Kriegsgeschehen in Gestalt der Krähe ein, sammelte die Verstorbenen Seelen ein oder hauchte den leblosen Körpern wieder Leben ein, um so mit ihren Untoten Schlachten nach ihren Wünschen zu beeinflussen.

 

SAMSUNGIm Gegensatz zu dem Raben, der Geheimnisse hütet und ungerne preis gibt, enthüllt die Krähe sie. Sie ist dein Krafttier, unterstützt sie dich, die Wahrheit aufzudecken und Lügen zu enttarnen. Sie hilft dabei, die eigenen Schattenseiten zu erforschen, ohne sich in die Welt der Toten begeben zu müssen. Und sie hütet die heiligen Gesetze der indigenen Völker und schützt.
Willst du einen Einblick in die Gesetze und Texte haben, so bitte die Krähe mit ehrlichem Herzen und triftigen Grund um Hilfe. Wenn du eine ehrliche Absicht hast, dann wirst du auch große Geheimnisse einsehen können.

 

In den Träumen erscheinen mehrere Krähen als Boten von Gewinn und Erfolg und eine einzelne zeigt einen kommenden Verlust. Hört man ihren Ruf, so sollte man sich auf schlechte Nachrichten vorbereiten. Ist sie als Führer für dich da, erforsche deine persönliche Unterwelt. Trau dich, ihr zu folgen.

 

Im Medizinrad ordnen die Indianer die Krähe in die „Zeit der fallenden Blätter“ vom 23.9. bis zum 22.10. ein. Die Menschen gelten als erfinderisch, ausdauernd, spontan und kraftvoll. Unentschlossen und ein eingestehen von Niederlagen und Fehlern ist typisch für Krähenmenschen.

 

Verbunden sind die Krähen auch mit der Rune „Algiz“. Sie symbolisiert nicht nur das Geweih, sondern auch den Krähenfuß. Sie zieht das Glück an und schützt schädlichen Einflüssen und bewahrt Geheimnisse.
Algiz
Nun gibt es ganze 42 Arten von Krähen in der Gattung; in Europa kommen Kolkrabe, die Aaskrähe (Rabenkrähe und Nebelkrähe), die Saatkrähe und die Dohle, sowie die Glanzkrähe vor. Es ist also möglich, daß selbst in der Stadt Krähen zu sehen sind. Hier ist noch ein Link der Stadt Frankfurt zu den intelligenten Krähen und Elstern.

 

Ich wünsche euch einen sonnigen Sonntag, guckt mal in einem Waldrand oder Feld, ob ihr diese klugen Vögel entdecken könnt. Bis nächste Woche,

Eure Luna

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