Lesetipps für schlaflose Nächte… oder was tun, wenn man nicht pennen kann?

Bücher gelesen...
Bücher gelesen…

Ja, Ferien und Hitze, das ist schon eine tolle Kombination. Hitze – weil ich endlich nicht friere und auch mal mit kurzen Ärmeln herumlaufen kann… und Ferien, weil ich ohne schlechtes Gewissen mal gammeln darf.

Genauer gesagt: ich habe keine Termine, die ich sonst abklappern MUSS und kann meine Schlaflosigkeit in der Nacht ohne Übermüdungsgefahr zum Lesen benutzen. Was ich in Kombination mit oben genannter Hitze auch getan habe. Ich hatte zwar nicht solche Probleme nachts zu schlafen, aber da ich zwei kleine Kobolde beherberge – seit Dienstag – und denen macht die Wärme und neue Umgebung ein wenig zu schaffen. Sie werden erst nachts mutig und klabautern herum.

Also hab ich mir mal wieder mein Tablet vorgenommen und meine Nase in ebooks (und Prints) gesteckt. Und es hat sich (für mich zumindest) gelohnt. Ich lese ja bevorzugt Vampirromane, habe gut 470 Printausgaben in meinem Schlafzimmerregal gestapelt. Ich weiß, was ich mag und was nicht. Und sorry, ich finde Glitzerkugeln uncool.

Fang ich mal an mit den drei Büchern von Kerrelyn Sparks. „Ein Vampir für jede Gelegenheit“, „Vampire tragen keine Karos“ und „Der Vampir der sich nicht traut“. Kerrelyn schreibt recht unterhaltsam, wobei ich die frühen Romane von ihr bevorzuge. Ganz zu Anfang waren es nur Vampire, dann kamen Gestaltwandler hinzu und im letzten (Der Vampir der sich nicht traut) sind dann auch Engel dabei.

Das nervt mich ein wenig an, denn allzuviel übersinnliches Gedöns, nur damit es „noch dramatischer“ wird (immerhin reichen bei spektakulären Kampfszenen – warum sowas generell heutzutage drin sein muss, ist mir ebenfalls schleierhaft – nicht mehr ein böser Obervampir als Enemy No 1, inzwischen müssen es Engel und Dämonen sein, die die Vampire wie Schachfiguren hin und herschieben). Ich weiß nicht, woher der Trend kommt, ich mag ihn auch nicht. Wer sich aber auf die obligatorische Liebesgeschichte in den Romanen konzentriert, hat mit diesen Büchern sehr viel Spaß.

Dann habe ich mal wieder in die Reihe von Tina Folsom hineingelesen, ihre Scanguards Vampire haben auch die eine oder andere Macke (das mit dem Blutbund und den Trend, den Frau Sparks auch angeht „Vampire müssen Kinder bekommen“ fängt bei ihr auch an…), die ich nicht mag, aber prinzipiell hab ich ihre Bücher gemocht. Das jetzt „Cains Geheimnis“ ist jedoch grenzwertig. Ich hab da selten eine so primitive Sprache gefunden. Ich mach da kein Geheimnis draus, in den Büchern sind erotische Szenen beschrieben. Aber in diesem – ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt oder am Original – ist das dermaßen Dirty Talk, daß man schon nimmer von „Erotik“ sprechen kann, eher von einem Porno im Sinne: Warum liegt hier Stroh rum…

Bücher gelesen 2...
Bücher gelesen 2…

Das letzte Buch in der Reihe: Mann ist das peinlich, war von Lynsay Sands „Ein Vampir zu rechten Zeit“. Ihre Vampire sind in Atlantis durch Nanotechnologie entstanden und die ganzen Mythen hat sie plausibel aufgelöst. Nun reicht es Frau Sands leider auch nicht mehr, böse Abtrünnige zu jagen (die gab es bei ihr schon immer…), da die ursprünglichen Abtrünnigen meist dann Lebensgefährten der „braven“ blutbeutelsaufenden Vampire sind und dann plötzlich nicht mehr so böse und so weiter sind. Gut, ist okay, das kann sich ja dann weiter entwickeln und solange keine Atlantischen Engel auftauchen, ist das für mich okay. Aaaaaber… die Sprache in dem Buch ist hier auch megapeinlich. Sorry, aber Hoden kann man doch schreiben? Und da braucht es nicht seitenlanges Gefasel über „Oh, sie ist an die Babymacher gegangen…“…

Ich möchte aber auch von Büchern schreiben, die mich beeindruckt haben OBWOHL Engel darin neben den Vampiren vorkommen. Das sind die beiden Bücher von Uta Maier „Spiegelblut“ und „Nachtschattenherz“. Hier ist ein Mädchen auf der Flucht vor Vampiren, da sie ein Spiegelblut ist, also Emotionen und Kräfte von anderen spiegeln kann. Nimmt ein Vampir dann das Blut dieses Spiegelblutes, dann kann er ihre Fähigkeiten nutzen. Das ist besonders wichtig für zwei Vampire, die eine Seele teilen. Denn dieses Spiegelblut kann beide erlösen, wobei aber nur einer die Seele behalten darf… und Engel sind an allem Schuld! Verworren? Ja, aber genial gemacht, da man nach dem ersten Band eigentlich das Happy End schon vor sich sieht, was aber im zweiten noch kräftig herumgewirbelt wird. Und das Ende… das wird überraschen.

Das zweite beeindruckende Buch, ist in bisher 2 Bänden von Juliane Maibach – „Midnight Eyes – Schattenträume und Finsterherz“ erschienen. Hier stolpert ein Dämonenwächter mit sehr großer Macht in die Welt der Sterblichen und wird an eine Frau, naja Highschoolschülerin, gebunden. Stirbt einer von beiden während dem Pakt, geht auch der andere drauf, weswegen der Dämon natürlich das Mädel beschützen muss. Es gibt da natürlich die üblichen „Beverly Hills 90210 Verwicklungen…“ aber es macht Spaß das zu lesen… auch wenn kein Vampir da betroffen ist.

Gelesen ... :)
Gelesen … 🙂

So, und die letzten beiden Bücher in der letzten Woche (ja, ich hab viel gelesen!!!) sind von Beth Fantaskey „Der Vampir, den ich liebte“ 1 + 2. Hier stellt sich heraus, dass ein adoptiertes Mädel (als Running Gag auch noch von Veganern) eine rumänische Vampirprinzessin ist. Ihr seit der Geburt versprochener Verlobter platzt in ihr Leben und wirbt um sie. Soweit so gut, was sich aber stellenweise ein wenig hinzieht, da die Heldin ein wenig lahm im Arsch ist… (ja, sorry). In Band zwei braucht sie auch eine Weile, bis sie hinter die Rätsel kommt. Aber es ist schön zu lesen (wenn es auch ursprünglich für Teenager geschrieben wurde… keine Erotik dabei, nur ein paar „Eheweisheiten“, wie sie sich eben eine minderjährige Autorin so ausmalt…

So, da habt ihr ein paar Vorschläge für die nächsten heißen Nächte – net böse sein, wenn ich hier keine Klappentexte poste, aber die kann ja jeder bei Interesse googeln – ich lese jetzt wieder weiter und vergesse ganz ganz schnell, dass ich am Freitag versehentlich „Seelen“ im TV angesehen habe brrrrr...

Eure Luna

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