Love’s Labour’s Lost – In the night… In the dark…

KODAK Digital Still Camera

Im Mai erschien von Love’s Labour’s Lost die Mini CD „In the night… In the dark…“, die ich jetzt aus meinem Briefkasten fischte. Vielen Dank dafür. Die Artworks sind sehr ansprechend in schwarzweiß gehalten und auch die CD ist eine Überraschung: Rabenschwarz in Vinyloptik. Von einem „Silberling“ ist hier absolut nicht zu sprechen. Das stellte mich vor die nächste Herausforderung, denn ich konnte die CD nicht in meinem Laptop abspielen. Sie wurde nicht erkannt.

 

Mit dem Blue-Ray-Player ging es aber und auch meine alte Stereoanlage schafft die CD problemlos. Ich weiß nicht, ob es am Kopierschutz liegt, aber auf einen Stick für unterwegs ziehen, funktioniert so leider nicht. Wer auch das Problem hat und die CD auslesen möchte, darf sich aber gerne vertrauensvoll an die Band wenden (z.B. über Bandcamp).

 

Gespannt hörte ich mir die CD an und war begeistert. Die Musik ist düster, geheimnisvoll, mystisch. Was wie ein entspanntes Klangexperiment bei tickender Uhr beginnt, wird nach den Glockenschlägen der Uhr zu einer fetzigen Düsterrocknummer. Und doch klingt bei dem traurigen Text an die ungerechte Mitternacht die Hoffnung auf den Sonnenaufgang durch und macht es zu einem ungewöhnlichen Mix. Thomas‘ eindrückliche Stimme (ja, ich bin ein Stimmenfetischist, und er könnte mir gerne jeden Abend das Telefonbuch vorlesen oder vorsingen) zaubert ein Kribbeln auf den Rücken und ein Lächeln ins Gesicht.

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Nahtlos nur durch einen akustischen Wolkenbruch geht der Song dann in den nächsten Musik-Track über. Auf dass die Flamme nie erlöschen möge und jeder Seele ihren Weg durch die Finsternis erleuchte. Rhythmisch, schnell und doch sehr tanzbar zeigt sich dieser Song.

 

Nun bläst der Wind mit zarten Pianoklängen und der Stimme von Thomas‘, die ein Gedicht rezitiert. Bei den derzeit herrschenden 30 Grad funktioniert es trotzdem, die kalte windige Nacht vor meine geistigen Augen zu rufen. Auch die weiblichen Parts in allen Stücken werden von einer Sprecherin wunderbar düsterromantisch präsentiert.

 

Wie soll man etwas Einzigartiges beschreiben? Wem könnte die CD gefallen? Jedem, der ein wenig der „guten alten Gothic“- Ära der Achtziger im Stile von „The Cure“ nachtrauert und denkt, daß die „Szene“ sich heute gehörig verändert hat. Düsterpunk meets Rock alla „The 69 Eyes“ und Dark-Wave. Schwarzromantisch versus Gothicpunk – getrennt und doch verschmolzen. Das ist eine Mischung, die trotz ihrer Melancholie nicht nur die Wurzeln der Gothic-Bewegung mit dem Heute, Hier und Jetzt verknüpft, sondern einfach „passt“.

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Am Besten gefiel mir „The Candle“ und das ist hiermit mein Anspieltip der Mini CD.

 

 

Konzerttermine stehen für 2017 schon ein paar fest (weitere können folgen):

20.01.2017 in der „Goldenen Krone“ in Darmstadt

12.03.2017 im „Caveau“ in Mainz

 

Love’s Labour’s Lost sind:

THOMAS THENDRI – Gesang, Keyboards

O.M.A. – Bass, Gesang

TORCH – Gitarre

ROBERT KUHN – Schlagzeug

Rezension by Luna^v^

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