Muttertag Zwei Punkt Null

Müde
Müde

Juhu… endlich Muttertag. Da freu ich mich doch mal drauf. Egal ob Frau eine Gothic ist, oder eine Stino, ich denke, da hat es keine Unterschiede. Oder denkt hier eine von euch mitlesenden Frauen anders? Es ist doch so: Gerade als alleinerziehende Mutter, die ja sonst nie von einem Mann verwöhnt wird und 24/7 und 364 immer nur alleine für ihre Kinder da sein muß, möchte einmal im Jahr (deswegen nur „364“ – gelle?) verwöhnt werden.

 

Ja, und dann ist er da, der Tag, der einmal im Jahr Wochen vorher in Schulen und Kindergärten vorbereitet wird. Es wird wie wild Niedliches (yo, Herzchen, Plakate und Tüdelkram – sehr schräges Zeug – nicht nützlich, aber schön) gebastelt und die Kinder gebrieft (macht mal Frühstück… besorgt Blümchen… und seid besonders lieb zu eurer Mutter). So geht es dann am Freitag nach Hause. Also, alles generalstabsmäßig vorbereitet. Den Samstag überspringen wir nun mal, (warum erfahrt ihr auch gleich) und dann kommt der große Tag. Der „B-Day“ unter allen Feiertagen im Jahr. DER Feiertag schlechthin.

 

Was läuft nun an dem Tag X?

Muttertagskuchen
Muttertagskuchen

 

Die große Hoffnung ist ja, wir Gothicmums bekommen ja irgendwas Gruftiges geschenkt. Ich meine, Weihnachten, Ostern und so, das sind ja die konventionellen Geschenke, die von der Familie kommen. Aber Geburtstag und Muttertag, da gibt es vielleicht außergewöhnliches. Na, eben gruftiges. Ich wüßte da schon einiges 😉 .

Das ist der Traum. Purzel… wir fallen in die Realität…

 

Ich wache auf, bin noch müde. Naja, wer ist das nicht vormittags um elf, oder? Ich gucke auf meinen Wecker… okay, die Kinder lärmen. 8 Uhr. Verdammt. Also ist es gar nicht elf Uhr und mir ist schlagartig klar, warum ich noch müde bin und die Augen nicht wirklich aufbekomme. Ignoriermodus an, Decke über die Ohren ziehen und nochmal einschlafen … oder wenigstens so tun, damit die Kinder ein bißchen Zeit haben für…

 

Aber die Kinder lärmen leider nicht, weil sie ungeschickt „heimlich“ das Frühstück für Muttern vorbereiten. Nein. Mist. Es wird sich gerade gekloppt, weil irgendwer der beiden bei dem Spiel gemogelt hat. Natürlich dröhnt dabei der Fernseher und die Wii. Klar. Die wissen noch nicht, daß ich wach bin. Vielleicht kommt dann das Frühstück? Dann wollen wir mal:

 

Also Stufe 2. Ich tapper zur Toilette und ziehe absichtlich die Aufmerksamkeit auf mich. „Mammmmmaaaaaaa!“ (oh, jetzt geht es los!!! Es funktioniert. Yippie!!!) – Aber: „Mama… der mogelt, ich hab doch gerade…“ Und dann darf ich mir die Beschwerden aus zwei Mündern anhören. Lautstark. Jeder beschuldigt den anderen. (Hallo??? Ich würde doch nun ganz gerne wieder in mein Bett… Zwecklos. Die geben nicht auf.)

 

Mein Herz auf der Hand...
Mein Herz auf der Hand…

Okay… dann gehe ich mal in die Küche… Nichts. Kein heimlich vorbereitetes Frühstück… *seufz* dann bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst was zu machen. Immerhin blöken jetzt beide in Stereo und Dolby-Surround, daß sie Hunger hätten und wann es ENDLICH!!! Frühstück gäbe. Also, ich gebe mich geschlagen. Ich packe Speck in die Pfanne, brate Spiegeleier, mache Pancakes und Kaffee und puhle eine nörgelnde, morgenmuffelige 16-jährige aus ihrem Bett. (Natürlich lautstark maulend… wie kommt Muttern bloß auf den Gedanken, daß sie am Sonntag vor 12 Uhr aufstehen wollen würde???) Dann frühstücken wir. (Abräumen und so… das bekommen sie zum Glück hin…)

 

Bei der Auswahl des TV Programmes (natürlich müssen erst zig Let’s Plays und andere Filme von diversen Youtubern angesehen werden), entscheiden sie sich dann für die „Maus“. Dann die Frage vom Jüngsten: „Ist denn heute Muttertag?“ (aber original der Tonfall wie in dem „Ist denn heute schon Weihnachten“– Werbespot aus den frühen Jahren des zweiten Jahrtausends) und er stapft los, packt eine Kette mit einem unförmigen Specksteinanhänger an einem Wollfaden in meine Hand und ist stolz wie Bolle.

 

„Da, hab ich selber für dich gemacht! Eine Fledermaus. Du magst doch Fledermäuse, Mama.“ Und er freut sich. (Tochter liegt inzwischen wieder im Bett, fehlenden Schönheitsschlaf nachholen, Sohn Nummer eins sitzt an seinem Läppi und schaut ungerührt von den anderen Ereignissen die YT Videos, die nicht mehr über die Wii laufen…) Wenigstens gibt es die gruftigen Muttertags-Grüße (wunderschöne Tortenfotos mit „Nightmare Before Christmas“ – Thema, oder schöne Schädel…) übers Internet und Fratzebuch von FreundInnen, die anscheinend liebevoller verwöhnt wurden, wie meiner einer. Wenn die wüßten, oder sollte es sein, daß auch sie??? Hmmmm… sollte man mal darüber nachsinnen…

 

Yo, das ist mein Muttertag. Was ein Glück, daß mir dieser Tag doch nicht sooooo wichtig ist. 😀

 

Gehabt euch wohl, ich wünsche euch einen schönen Muttertag mit vielen schönen Erlebnissen,
Eure Luna ^v^

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.