Nochmal Vampirfilme…

IMG_20160522_182656So, mir ist immer noch kalt. Ende Mai und ich friere. Die Nächte werden kürzer und um dem gegen zu arbeiten, gucke ich Vampirfilme. Sic!

Auf einem Flohmarkt habe ich neulich einen Stapel DVDs ergattern können, so langsam bekomme ich meine VHS-Schätzchen auf den praktischen Silberlingen. Wobei… ich sollte die mal langsam auf einen Stick ziehen, nach Blue-Ray ist das inzwischen auch ein veraltetes Format. Aber, ihr wißt ja, ich hab noch einen alten Röhren-TV, da braucht es nicht modernen Schnickschnack 😉 .

Ich scheine auch wie ein Vampir in alten Zeiten hängen zu bleiben. Queen of the damned stand gestern auf dem Programm und ich dachte nur: Hach ja, die alten Zeiten!

Aber ich will euch heute einen Film vorstellen, in dem Christopher „Highlander“ Lambert mitspielt. Hier spielt er nicht den schwertschwingenden Unsterblichen, sondern einen reißzahnbewehrten Adeligen. Für die Ladies: der Mann ist in der Rolle ebenfalls Muy Caliente.

Worum geht es? Eine Minigruppe Jugendlicher ist in Europa unterwegs auf den Spuren der Elizabeth Bathory. Der Schriftsteller Keith und seine beiden Freunde treffen auf Elisabeth, die sie bis in ein düsteres Schloß führt.IMG_20160522_182742

Dort wollen sie dem blutigen Mythos der Blutgräfin auf den Grund gehen, lösen dabei aber eine Kette von Ereignissen aus, die zwei verfeindete Herrschaftshäuser zu einem Show-Down zwingt.

Der Film ist von 2007 und heißt „Metamorphosis“.

Ein wenig verwirrend ist der Streifen schon, wobei es die klassische Geschichte ist: Junge trifft Mädchen, die ist Vampir und irgendwer hat was dagegen, daß sie NICHT ihre Zähne in den Kerl schlägt. Denn das kann sie nicht, da sie dem Schmachtgen verfallen ist. Will beißen, ist aber moralisch nicht dazu in der Lage. Natürlich kommt es zum Show-Down, denn diese andere Macht hat auch ihre Finger im Spiel.

Abgedreht wird das ganze, weil ich am Ende mehr die Filmungereimtheiten gezählt habe. Ehrlich ein SchleFaZ mit einem Trinkspiel wäre da toll. Nur so als Beispiel: die Jugendlichen kommen schätzungsweise Nachmittags irgendwo an. Dann treffen sie andere und es ist finster. Sie fahren weiter und es ist wieder hell. Innerhalb von gefühlten 10 Minuten im Film. Anderes Beispiel: Die Kids (sag ich mal) haben einen Unfall, rutschen meterweit den Abhang hinunter und sind wie aus dem Ei gepellt sauber. Das Auto explodiert nicht (ist wohl kein amerikanisches Modell 😉 ). Ach ja, Keith ist am Ende auf einen Pflock aufgespießt, rollt sich aber beim Aufstehen ab. Anatomisch nicht möglich…

Auf einer 5 Sterne-Skala gebe ich dem Film 2 Sterne, einen für die Vampire, die recht ansehnliche Reißzähne haben und einen für einen niedlichen Christopher Lambert, der 90 Minuten versucht, die Langeweile zu verteiben. Aber hey, das ist mehr als für „Highlander II“.

IMG_20160522_182714Danach dachte ich, ziehe ich mir einen brutalen Splattermovie rein. „30 Days of Night“.

Worum geht es? In Barrow, der nördlichsten Ortschaft in den USA, gibt es im Winter eine Zeit, in der 30 Tage Nacht herrscht. Nicht einmal geht die Sonne in der Zeit auf, was die Leute veranlasst, den Ort für die Zeit zu verlassen. Es sind auch mehrere Meilen bis zur nächsten Ortschaft, also macht das Sinn.

Ein paar Einwohner bleiben aus den unterschiedlichsten Gründen zurück und erleben plötzlich das pure Grauen, denn eine hungrige Horde (oder sind mehrere Vampire ein Rudel? Eine Meute? Zirkel klingt nämlich doof, da denke ich immer nur an Vampire, die philosophisch tätig sind und laufend irgendwas rezitieren…) Vampire in den Ort einfallen.

Nun müssen die Einwohner sich was einfallen lassen, um ihre Haut zu retten und eine Weiterverbreitung der Blutsauger zu verhindern. Das sind nämlich nicht die netten Glitzervampire aus anderen Filmen, die lieber schmachten als beißen…IMG_20160522_182728

Diesem Film gebe ich 4 von 5 Sternen, da zwar alles dabei ist, was einen Vampirfilm gruselig macht, aber ich mich irgendwie nicht mit der bissigen Optik der Vampire anfreunden kann. Müssen die unbedingt aussehen, wie Monster? Ich meine, das Böse hätte doch viel mehr Chancen, erfolgreich zu sein, wenn statt Maden und Spinnen aus den Leichen niedliche Kätzchen und Hundewelpen krabbeln würden… 🙂

Da würden doch Ghostbuster und Vampirjäger einstecken müssen, denn wer killt diese niedlichen Kerlchen denn? Und wären dann die Van Helsings nicht die Bösen in dem System? Also, wenn ihr besonders diabolisch sein wollt, immer was niedliches dabei haben. Der freundliche Nachbar von nebenan könnte ja auch ein Killer sein, den man nie vermutet hätte.

Weiter über das Yin und Yang des Bösen sinnierend,

gruftige Grüße,

eure Luna ^v^

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.