Ja oder Nein… was soll es denn sein?

SAMSUNG
Das Jahr geht weiter voran und jemand hat sich die Mühe gemacht und einen Bruch installiert. Jepp, das alte Jahr hört auf und ein neues beginnt. Man denkt sich eine Grenze, die eigentlich nicht vorhanden ist, denn das Leben ist ein Kreis. Das Jahr ist ein Kreis. Alle Abläufe wiederholen sich in einem bestimmten Rhythmus. Obwohl… ein Kreis ist es eigentlich nicht, aber „Spirale“ klingt selten dämlich in dem Zusammenhang. Es ist eine Spirale, denn obwohl sich Abläufe wiederholen, ähneln sie sich nur und werden nicht exakt wiederholt. Ich denke, so könnte man es sagen.

Ich habe einen Bekannten, der würde mir vielleicht etwas mehr dazu erklären können, etwas mehr zu parallelen Welten, Zeitsprüngen und Abläufen, aber das ist alles sehr kompliziert. Zum einen, es zu erfassen und verstehen und zum anderen, die Worte zu finden und dann anderen mitzuteilen.

Beschränke ich mich also mehr auf den Jahreswechsel. Irgendwann erfand ein Mensch Sylvester. Also, nicht den Namen, sondern die Tatsache, daß man an dem Punkt das alte hinter sich läßt und das Jahr eine Ziffer weiterrutscht. Yay… das Y2K, der nie statt fand. Als man dachte, die Maschinen und Computer übernehmen Terminator-Gleich die Weltherrschaft und das böse Mastercontrollprogramm aus Tron schwappt in unsere Welt. Und wir hauen mit Keulen aufeinander ein, damit die letzten Brote verteilt werden.

Ist nicht passiert. Da haben wir noch mal Glück gehabt.

Aber um uns abzusichern, damit wir wissen, was uns im kommenden Jahr erwartet, machen wir Orakelspiele. Wir benutzen Bleiklümpchen, die wir nach dem Aufschmelzen in Wasser gießen und dann ins Licht halten und deuten deren Schattenwurf. Die entstandenen Schatten zeigen dann Tendenzen, was passieren wird.

Zurzeit kursieren wieder viele Suchbilder mit Wörtern… die ersten drei, die man findet, geben einen Hinweis, was im Jahr 2015 passiert. Okay, ich hatte „Rechencon, Hoffnung und Partner“. Ich gehe mal davon aus, daß ich auf einer Rechencon die Hoffnung habe, einen Partner zu finden. Tjoa… was ist eine Rechencon? Ich werde da wohl noch googeln müssen oder ich lege mir mal die Karten…

Und damit bin ich neben dem Pendeln und Kristallkugel schauen bei einem der beliebtesten Orakel. Dem Tarotkarten legen (oder wahlweise Kipper oder Zigeunerkarten). Alle basieren auf dem Prinzip, daß man Symbole bestimmten Ereignissen zuordnet und die dann in eine bestimmte Reihenfolge bringt. Welches System da das erste war, weiß ich nicht. Aber ich vermute mal, die Runen oder Knochen oder Steine waren die ersten Systeme in der Menschheitsgeschichte. Tarot ist ja schon ein sehr detailreiches und genaues Orakel.

Also, ich lege im neuen Jahr gerne das „Keltische Kreuz“, denn man braucht keine bestimmte Frage im Kopf haben. Man sollte sowieso nicht ein Orakel als alleinige Entscheidung nehmen oder sich davon abhängig machen. Viele sind von diesen Wahrsagerhotlines abhängig und hinterfragen dort jede Entscheidung. Gefährlich. Tut es nicht.

Aber ihr könnt es als Tendenz nehmen. Und das geht notfalls auch mit einer Münze. Bei einer Ja oder Nein Frage, die Münze werfen. Aber dann schaut, was das Ergebnis mit euch macht. Ja. Das meine ich ernst. Denn wenn ihr enttäuscht seid, daß das Orakel euch zu etwas anderem rät, dann habt ihr innerlich doch schon lange eine Entscheidung getroffen gehabt… ebenso, wenn ihr euch begeistert auf die Schulter klopft und sagt: „Ja, ich wußte es, daß es die richtige Wahl ist.

Und auch die Tarotkarten… um wieder darauf zurückzukommen, sind nur ein Mittel. Die Wahrsagerin sieht nicht in den Karten die Zukunft, sondern beobachtet die Reaktion des Fragestellenden. Was ist die Thematik? Der Fragestellende sucht sich selbst welcher Bereich da für ihn wichtig ist. Man kann es auch falsch interpretieren und so kommen dann scheinbar „falsche“ Ergebnisse heraus.

Ich habe auch einmal ein fürchterliches Kartenbild gehabt und alles auf meinen Arbeitgeber bezogen. Daß es mein Privatleben betraf, merkte ich erst hinterher. Deswegen schreibt euch alles in der Legung auf und lest sie ab und an mal durch. Vielleicht klärt sich hinterher einiges auf und man blickt erstaunt darauf: Es stand ja schon da!

Und da die Tarotkarten eigentlich die Geschichte des Lebens erzählen und dann auch wieder einen Kreis bilden, der immer wieder von neuem beginnt, ist dieses Orakelspiel eines derjenigen, das am liebsten gewählt wird. Und damit schließt sich auch wieder der Kreis für mich… das Jahr ist ein Kreis, das Orakel ist ein Kreis und alles, was war, kehrt wieder. Nicht ganz rund, nicht exakt gleich, aber so, daß wir es wieder erkennen können.

Beschäftigt euch mit dem Jahreskreis ein wenig, genau jetzt, wo es sich dem Ende für dieses Jahr neigt, eine schöne Woche,

 

eure Luna ^v^

 

Das Foto zeigt die „Favole“ Tarotkarten von Victoria Frances, von Naipes Heraclio Fournier, S.A.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.