Ostern – Ostara – Eostre

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Ich wünsche euch erstmal schöne Ostern.
Ich habe den Frühling gesehen. Es war saukalt, aber die Forsythien blühen und auch die anderen Bäume tragen dicke Knospen. Heute scheint die Sonne. Wie ungotisch, aber trotzdem schön.

Wir Heiden haben ja „schon“ am 21.3. Ostara gefeiert, die Allgemeinheit der Deutschen feiern am ersten Sonntag Ostern, der nach dem Vollmond im Frühling folgt. Gestern war also der Vollmond (noch dazu „Blutmond“ und in Afrika war eine Mondfinsternis zu sehen) und heute ist offiziell Ostern.

Es gibt viele heidnische Namen für Ostern: „Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche“, Eostre, Fest der Bäume, Vogelfest, Ginsternacht, Varblot, Summerfinding oder Alban Eiller. Meistens werden sie eben am 21.3. gefeiert, möglich ist auch der erste Vollmond im Frühling.

Die Gottheiten, die mit Ostara in Verbindung stehen, sind Freyr und Freyja, die Vanen und Thor, Iduna und Teutates. Es gibt sogar mythologische Gestalten wie Arthur und Guinever, Bran und Branwen, die man mit dem Fest in Verbindung bringt. Selbst die griechische Götterwelt hat damit zu tun, denn Hades entführte Persephone. Aus Rache und Verzweiflung schickte Demeter, die Mutter Persephones, den Winter über die Erde, bis Hades sie freigab…

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Aber es gibt auch Symbole, die mit Ostern zu tun haben: So sind die Hasen sehr früh und zahlreich aktiv im Frühjahr und vermehren sich. Eier wirken wie tote Steine und doch schlüpfen die Küken aus ihnen und auch Lämmer werden im Frühling geboren. Alles sprüht vor Leben. Die harte Zeit des Winters ist vorbei. Die Bäume knospen und blühen. Überall entsteht neues Leben aus totgeglaubter Natur.

Im Hexentum ist Ostara eines der vier Sonnenfeste und Hex‘ feiert Wiedergeburt und Wiederauferstehung (kommt bekannt vor 😉 ? ). Die Tage werden nun länger als die Nächte, minutenweise, aber immer deutlicher (und durch die „geklaute“ Stunde zusätzlich auffällig). Das Licht hat über die Dunkelheit gesiegt. Der Winter hat verloren. Haben wir das nicht schon gefeiert an Imbolc? Nun, an Imbolc war es eine Idee, ein Versprechen, aber daß es „geklappt hat“, sehen wir erst jetzt. Es manifestierte sich stetig in der Natur.
Es gibt Rituale, die für mehrere Religionen gelten (oder eine kupferte von einer anderen ab). Sie sind mit dem Thema der Fruchtbarkeit verbunden und so werden Eier gefärbt und verschenkt oder versteckt. Es werden Brote gebacken (Zöpfe stehen für die drei Aspekte der Göttin) oder in „Bagelform“ (das Loch steht hier für die Gebärende Vulva), das teilweise sogar so verknüpft, dass ein geflochtener Kranz mit einem Ei in der Mitte beim Bäcker zu haben ist.

OstarabrotMan beginnt nun wieder mit der Gartenarbeit, die „ersten Spatenstiche“ in den Feldern finden statt.

Wenn ein Mädchen am Ostermorgen früh schweigend Quellwasser schöpft und es nach Hause trägt, so offenbart sich ihr der zukünftige Gatte. Das Ostara Wasser soll eine heilende, weihende und reinigende Wirkung haben.

Das Ostara-Feuer wirkt ebenso reinigend, man verbrennt unbrauchbar gewordene Dinge. Wer dem Feuer symbolisch seine Fehler übergibt, kann so alles transformieren und neues schaffen. Ein Neubeginn ist hier möglich.

Alle Farben sind eher pastellig und hell, genau, was die Natur hergibt: hellgrün, gelb, weiß und golden.

Die Speisen sind auch Lämmer (vermutlich die, die „zuviel“ geboren wurden und nicht ernährt werden könnten) mit viel frischem jungem Gemüse und Sprossen. Die Spargelzeit bricht an.

Feiert also das Erwachen der Natur, den Sieg der hellen Götter über die Dunklen (Persephone kam wieder auf die Erde zurück, nachdem sie bei Hades gewesen war, dem Herrscher des Totenreiches. Und Demeter, die Mutter Erde, warf ihre Trauer ab, als ihre Tochter Persephone zurückkehrte und löste den Winter auf), andere Götter und Halbgötter standen von den Toten auf.

Ich wünsche euch einen prickelnden Frühlingsanfang und eben: Schönes Ostara… äääähhhh, Ostern.
Eure Luna ^v^

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