Rituale und Sylvester

SAMSUNGDie Rauhnächte haben am 25.12. begonnen. Ich hatte euch doch von Frau Holle / Percht geschrieben, die mit der wilden Horde nach den Seelen der Verstorbenen dieses Jahres jagt. Hmmmm, das klingt nun, als seien die Seelen Verbrecher und müssten Dingfest gemacht werden. Aber so ist es nicht. Im Gegenteil, die Seelen werden in das Totenreich geleitet.

Aber die Menschen haben ja vor allerlei Angst, was sie nicht kennen, und worüber sie nichts wissen. Und über das, was sie nicht wissen, da erfinden sie Geschichten. Schöne, schreckliche, grausame, geheimnisvolle und die mit Happy End.

Und sie befragen Orakel und führen auch Rituale durch, um das kommende Jahr wohlgesonnen zu stimmen, welche Götter auch dafür zuständig sein mögen. So beginnt man in der ersten Rauhnacht damit, Altes abzuschließen. Ihr könnt alles, was euch belastet vom alten Jahr auf einen Zettel schreiben und ihn dann verbrennen. Es geht dabei um die Symbolik, das bewusste „Loslassen“.

Die zweite Rauhnacht kann man nutzen, um Still zu werden. Schaut nach Innen und zieht euch dazu zu einem ruhigen Platz zurück. Meditiert eine Weile, dann könnt ihr diese Erfahrung in der dritten Rauhnacht nutzen. In dieser öffnet ihr euch, damit ihr wahrnehmen könnt, dass in dieser Nacht die Tore zu der geistigen Welt weit offen sind. Was haben sie euch zu erzählen? Baut dafür ein Ahnentischchen auf: eine schöne Tischdecke auflegen, schmückt es mit Tannenzweigen, Moos, Rindenstückchen, Kristallen, Tannenzapfen, Äpfeln, Nüssen, Plätzchen. Für jeden Verstorbenen, mit dem man sich verbunden fühlt, stellt ihr eine Kerze auf. Setzt euch dazu und lauscht in euer Inneres.

Heute ist die vierte Rauhnacht, in der ihr eurer inneren Weisheit vertrauen könnt. Räuchert eure Wohnungen und lüftet dabei ausgiebig. Nun könnt ihr in der nächsten Rauhnacht eure Körper heiligen. Natürlich ist es verführerischer, ihn im Warmen mit Süßem zu verwöhnen, aber ihr könnt in dieser Nacht Gutes für euch tun. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann macht eine Phantasiereise und / oder befragt jetzt ein Orakel. Ich habe ein Zwiebelorakel gefunden. Dabei nehmt ihr eine große Zwiebel, schneidet sie in der Mitte der Länge nach auf. Aus jeder Hälfte nehmt ihr 6 „Näpfe“ heraus, also insgesamt 12, legt sie der Reihe nach auf ein Brett und bestreut sie mit etwas Salz. Jeder Monat wird der Reihe nach von einem der Näpfchen repräsentiert und ihr guckt am nächsten Tag, wie das Salz beschaffen ist. In dem entsprechenden Monat ist dann mit feuchter, nasser oder trockener Witterung zu rechnen.

In der 6. Rauhnacht umarmt eure Gefühle. Gebt ihnen den notwendigen Raum, auch wenn sie unangenehm sein sollten. Sie sind die Sprache unseres Herzens und gehören zu uns – auch die schlechten. Gerade, wenn Ängste und Sorgen unseren Geist verdunkeln wollen, lasst sie zu, gebt ihnen die Möglichkeit, an die Oberfläche zu kommen… und lasst sie dann, wenn es soweit ist, wieder los.

Sylvester ist die 7. Rauhnacht. Hier könnt ihr eure Herzensziele entdecken. Feiert in dieser Nacht mit euren Freunden und / oder eurer Familie, erfreut euch am Sylvesterfeuerwerk, das das Neue Jahr einleitet. Nutzt diesen Tag, um mit euch selbst ins Reine zu kommen. Woher kommt ihr und wo wollt ihr hin? Welche Ziele sollte man erreichen? Was möchtest du erreichen, was verändern? Vergesst dabei die Bremsklötze „Das schaffe ich nie“ und „Ja, aber“ und „das können andere erreichen, aber nicht ich“. Versucht diesen Sätzen keine Nahrung zu geben – träumt und fasst den Mut, neues anzupacken. Die Orakel wie Bleigießen oder Kartenlegen können dabei helfen :-).

Nun wünsche ich euch einen guten Rutsch in das neue Jahr hinein, feiert und freut euch mit eurer Familie und Freunden und Wahlfamilien. Mögen sich eure Träume der Rauhnächte im kommenden Jahr verwirklichen! Viel Glück,

eure Luna ^v^

(und es hat doch noch geschneit… Wahnsinn, wie schön die Bäume von meinem Balkon aus in der Sonne aussehen, oder?)

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