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5 Zimmer Küche Sarg - eine sehr witzige Dokusoap mit hintergründigem Humor und zahlreichen Anspielungen
5 Zimmer Küche Sarg – eine sehr witzige Dokusoap mit hintergründigem Humor und zahlreichen Anspielungen

Mich hat es erwischt. Ich rotzel seit einer Woche herum, die Stimme ist mal da und mal weg und macht den Tagesablauf kompliziert. Wenn dann regelmäßig ein schwammiges Gefühl im Kopp entsteht, macht selbst lesen nicht mehr viel Spaß. Wie gut, dass man dann auch visuell berieselt werden kann und notfalls ein Stück zurückspulen kann, wenn man dank einer Schneuzattacke grade einen Dialog nicht mitbekommen hat.

 

So konnte ich endlich ein paar DVDs ansehen, die schon ein paar Tage länger bei mir herumliegen. Hat also auch was Gutes 😉 .

 

Letztes Jahr kam der Film „5 Zimmer Küche Sarg“ in unser Dorfkino. An dem Tag konnte ich leider nicht hin, da es einen Elternabend gab. Um so erfreuter war ich, dass ich diesen Film dann beim DVD Laden meines Vertrauens für kleines Geld erwerben konnte. Nun konnte ich ihn auch endlich anschauen.

 

5 Zimmer Küche Sarg“ ist eine amüsante neuseeländische Produktion von Jemaine Clement und Taika Waititi und enthält neben der „Dokumentation einer Vampir WG“ auch noch 2 Stunden Bonusmaterial mit Deleted Scenes, Interviews, Promoclips und Easter Eggs.

 

Worum geht es? Nun, die vier Vampire Viago (ein Klischee Vampir und „Mutter“ der Truppe, erinnert ein bisserl an Louis und Lestat), Deacon (ein Vampir, der aus „The Lost Boys“ entwischt zu sein scheint), Vadislav (DER Dracula-Vampir, männlich-sexy und arrogant bis zum Abwinken) und Petyr (der Nosferatu, 8000 Jahre alt mit Sonderprivilegien) teilen sich eine Wohnung in Wellington.

 

Das Kamerateam begleitet nun die mehr oder minder talentierten Vampire bei ihrem Alltag… ähhhh… nächtlichen Aktionen. Dazu gehört dann nicht nur die Jagd nach Blut, nein, man diskutiert auch in den WG-Treffen aus, wer nach 5 Jahren endlich das blutverschmierte Geschirr abzuspülen hat. Es wäre ja peinlich, wenn man Gäste habe und sich alles stapele.

 

Dazwischen berichtet Deacons Dienerin Jacky von ihren Problemen mit ihrem Meister, der sie unsterblich machen will, es aber immer wieder geschickt vermeidet, es zu tun. Zahlreiche Anspielungen auf sämtliche Vampirgenres finden hier ihre Mischung. Rollenspieler, die mal „Vampire : The Mascasrade“ gezockt haben, haben sicher ihren Spaß.

 

Als Petyr dann Nick zu einem Vampir macht, bringt es nicht nur Nick sondern alle in der WG durcheinander. Dazu kommt dann das Event des Jahres, der „Unheiligen Maskenball“ und Begegnungen mit rivalisierenden „am Hintern schnüffelnden“ Werwölfen, mit denen man sich bepöbeln muss.

 

Der Film ist wirklich wie eine Dokusoap aufgemacht, inklusive wackeliger Kamera und dazwischen geschnittener Interviews, Einblendungen von Untertiteln. Dabei ist es düster und nicht so laienhaft, wie bei „echten“ Dokusoaps *hustrtl*. Eher wie „Borat“, nur eben mit Vampiren 🙂 .

Terra X Dracula - eine wissenschaftliche Dokumentation des ZDF
Terra X Dracula – eine wissenschaftliche Dokumentation des ZDF

 

Der zweite Film ist „Terra X – Dracula Die wahre Geschichte der Vampire“, eine Doku über den Mythos der Vampire. Ein Film vom ZDF, mit Christian Baumann und unter der Regie von Jens Monath und Heike Schmidt.

 

Hier werden Spuren verfolgt, wie der Mythos um die Geschöpfe der Nacht entstand, woher Bram Stoker seine Ideen zu Dracula nahm und wie man der ersten Vampirepidemie begegnete. Tief in den kleinen Dörfern Transsylvaniens und in den Steppen der Walachei leben diese Mythen heute noch… oder?

 

Graf Dracula persönlich nimmt den Zuschauer bei einer Laufzeit von 45 Minuten mit auf diese „Reise durch Raum und Zeit“.

 

Dabei wird Großreinegemacht, denn der wahre Vampir aus dem Horrorszenario ist nicht der blutleere glitzernde Jüngling mit Beißhemmungen. Und auf den Bezug mit Bram Stoker, dessen Merkmale des Vampirs noch heute die Anzeichen für Vampirismus darstellen.

 

Ja, selbst Dr. Mark Benecke kommt hier zu Wort, er ist übrigens der Vorsitzende der Transsylvanian Society of Dracula, in einem Buch hat er selber mit einigen Falschinformationen zum Thema „Dracula“ aufgeräumt.

 

Eine gut gemachte Doku, die ein bisschen filmisch aufgehübscht ist und mit Musik aus zahlreichen Vampirfilmen unterlegt ist. Es ist also keine trockene Geschichte, in der Fakten genannt werden, sondern scheinbar reale Untersuchungen dargestellt werden. Natürlich wandelt Dracula auch düster blickend durch Krypten, Bibliotheken und nächtliche Straßen (aber auch im strahlenden Sonnenschein… nun ja…).

Vampir beißt sein Opfer - Zeichnung von 2000
Vampir beißt sein Opfer – Zeichnung von 2000

Danke an den netten Thorin, der mir diese DVD geschenkt hat. So hatte ich das Vergnügen, gleich 2 Dokus (grins) anzusehen und heute vorzustellen.

 

Ich werde nun weiter in meine Decken gekuschelt meine rote Nase pflegen und meine schwächliche Konstitution auf einen nächtlichen Besuch eines Vampirs schieben… Hmmm… und er GLITZERT nicht!!! Eine DVD hab ich ja noch… Love at first Bite (in Englisch *zwinker*)…

 

Eure Luna ^v^

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