Violent Revolution Bandporträt

Es ist mal wieder an der Zeit für eine Bandvorstellung. Diesmal geht’s um eine Truppe aus dem sonnigen Phoenix, Arizona. Violent Revolution machen Thrash Metal der alten Schule, den sie mit etwas Punk und Crossover kombinieren. Der Stil erinnert an klassische Thrash-Größen aus den USA – Slayer, S.O.D. und Exodus. Die Bandmitglieder waren zuvor bereits in einigen anderen Bands aktiv, Bassist George Robb unter anderem bei den recht bekannten Agent Steel.

 

img_5677 (CROPPED)

 

Violent Revolution gründeten sich Ende 2014. Die fünf Musiker hatten die Schnauze voll von dem allgegenwärtigen New-Metal-Kram. Ihr Sound steht dementsprechend im Kontrast zu jeglichem modernen Metal. Er ist roh, hart, ungeschliffen und erfrischend ehrlich und authentisch. Übrigens heißen sie so wie ein Album und ein darauf enthaltener Song der sehr erfolgreichen deutschen Thrash-Metal-Band Kreator. Zufall oder Hommage? Keine Ahnung, ich werde da mal nachfragen.

 

Als noch neue Band können sie natürlich keine lange Diskografie vorweisen. Aber es gibt ein Demo, das den Titel “Damaged Society” trägt. Außerdem planen die Jungs, Anfang nächsten Jahres ein volles Album aufzunehmen. Hier könnt Ihr Euch die vier Demo-Songs reinziehen und gratis runterladen:

https://www.reverbnation.com/violentrevolution1

 

Der erste Song “Damaged” beginnt instrumental in mittlerem Tempo, das direkt mal zum Kopfnicken verleitet und sich im weiteren Verlauf steigert. Gitarre und Schlagzeug stehen im Vordergrund. Die Vocals von Sänger Lane Wakeman kommen absolut genretypisch daher: Er ruft die Textzeilen und das titelgebende “Damaged” energisch heraus. Melodischer Gesang wäre bei dieser Mucke auch fehl am Platz. Stattdessen kommt jede Menge Kraft, Wut und Aggression herüber. So soll es sein im Old-School-Thrash – kein Schnickschnack, einfach gerade heraus. Song Nummer Zwo trägt den Titel “Final Vow” und besteht gesanglich größtenteils aus einem mitreißenden Wechsel zwischen Sänger und Shouts der anderen Jungs. Auch hier geht’s langsam und rhythmisch los, bevor es im Mittelteil kurz sehr schnell wird, um dann wieder in den gemäßigten Headbang-Rhythmus zurückzukehren. Weiter geht’s mit “All Hail!”. Für mich ist es der schwächste der vier Songs, ich finde ihn leider etwas eintönig. Nicht schlecht, aber irgendwie fehlt mir da was. Wesentlich besser gefällt mir das abschließende “Sudden Death”, das gut abgeht mit jaulenden Gitarren, coolen Vocals und einem wirklich netten Gitarrensolo.

 

Wie im klassischen Thrash-Metal üblich, behandeln die Songtexte politische und gesellschaftliche Themen. In “All Hail!” geht es zum Beispiel um einen Politiker, der vor der Wahl große Versprechen gibt, die er natürlich nicht einhält, als er schließlich an der Macht ist. Verlogene Politiker, soziale Missstände und Probleme werden wütend und anklagend angeprangert. Das musikalisch rüberzubringen, gelingt Violent Revolution gut. Dabei klingen sie eindeutig US-amerikanisch, wie ihre genannten Vorbilder, was ja nicht weiter verwunderlich ist, denn schließlich sind sie auch Amis. Das Demo finde ich durchaus gelungen, wobei ich mir hier und da noch etwas mehr Abwechslung im Songwriting wünschen würde. Auf jeden Fall hinterlässt es es aber insgesamt einen positiven ersten Eindruck und macht neugierig auf das Album.

 

img_5731 (CROPPED)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.