Neues Album von Alphamay: „The Simulation Hypothesis“

Das deutsche Duo Alphamay wurde im Jahre 2012 von zwei Mitgliedern der Gothic-Rock Band Rosencrantz gegründet. Die beiden Musiker, die nach einem gemeinsamen Unfall näher zueinander rückten, beschlossen nach diesem Erlebnis das gemeinsame Projekt Alphamay ins Leben zu rufen. Der Bandname Alphamay steht hier auch für das Datum, an dem sich das Unglück ereignete, dem 1. Mai.

Die Musiker setzen in ihrem Nebenprojekt nicht nur auf experimentelle Musik, sondern wollen Ihre Musik auch durch Licht, Videoprojektionen und Tanz visualisieren. Zum Abschluss der Dazzle Trilogie, die das kürzlich erschienene Album „The Simulation Hypothesis“ bildet, veröffentlichte die Band auch erstmals einen Videoclip zu einem ihrer Songs.

Da wo der gefeierte Vorgänger „Twisted Lines“, der sich sogar in den Top Ten der Alternative Charts platzieren konnte, aufhört, da fängt das neue Album der Osnabrücker an. Es ist bereits seit dem 19.05.2017 u. a. bei Amazon erhältlich.

„Missing Me“ ist Synthpop at it`s best. Heinz Christian Frickenschmidt und sein Kollege Henning Hammoor wissen wie man klassische Synthiemusik zu einem Erlebnis macht. Die flotte Nummer lässt kein Bein still stehen, wir alle werden wieder lächeln, so heißt es nicht nur im Text, denn dieser Song macht einfach gute Laune. „Decay of the dream“: So muss dunkler SynthPop klingen. Schwebende Melodien, ein eingängiger Beat, der sich schnell in den Gehörgang bohrt und dazu die perfekt positionierten Stimmen der Osnabrücker SynthiePopper.

Was ist Realität, was nicht? Dumpfe Bässe und ein Duett, dass sich besser nicht ergänzen können machen „Fractures of Reality“ zu einem musikalischen Hit. Die Realität verschwimmt wenn sich tiefe Growls mit einer glockenklaren Stimme abwechselt. Der psychedilisch angehauchte Kracher sorgt ebenfalls für Lust auf Bewegung. Und wieder regnet es: Dieser SynthPop Beat in „The Pilgrim Weep“ erinnert an gute alte Blutengel Zeiten. So trägt man die Ewigkeit musikalisch fort. Trotz des düsteren Gesangs wirkt The Pilgrim weeps melodisch und eingänglich.

Wer auf verzerrte Growls und stampfende Beats steht, kommt bei Flat Earth Flat Head voll auf seine Kosten. Mit einem Sample aus dem Film Blade Runner kommt der Song mit seiner futuristischen Weltanschauung nicht nur bei Filmfans gut an. Und in „Suspended Animation“ fragt man sich wieder, was echt ist und was nicht? Hier preschen schnelle Beats voran, während man gedanklich versucht, wahres vom falschen zu unterscheiden. Die Uptempo Nummer macht gute Laune und wird auf den Tanzflächen begeistern.

Fast schon eine Ballade kommt „Simulation Street“ daher. Sanfter Gesang lässt sich von einer leichten Melodie tragen. Am Ende erkennen wir doch die Realität haucht die einfühlsame Stimme. Dieser Track unterscheidet sich deutlich von den schnellen Nummern des Albums und lädt regelrecht zum träumen ein. Bei „Bound to Dance“ erlebe ich wieder SynthPop mit dunklem Gesang der Spitzenklasse. Tut wie euch geheißen und tanzt auf den Flammen durch die Nacht.

Fast schon könnte man sich Martin Gore, Mastermind von Depeche Mode vorstellen, wie er diesen Song „Counting Stars“ vor begeisterten Massen vorträgt. Doch ist dies keine romantische Depeche Mode Hymne, sondern einer der wenigen ruhigen Tracks auf „The Simulation Hypothesis“. In „Serenity“ hingegen darf wieder das Tanzbein geschwungen werden. Ein Endzeit Track, der mit eingängiger Melodie schnell zum Ohrwurm wird.

In „No Good Bye“ legen sich sanfte Stimmen über die dahin plätschernde Melodie. Nicht nur in der Virtualität können wir ewig bestehen. Mit einem stimmigen Song verabschieden sich die Musiker auf ihrem vielversprechenden Album. Doch es ist eigentlich kein Good Bye. 

Fazit:
Mit dem Album „Simulation Hypothesis“ haben die Osnabrücker Alphamay bewiesen, dass SynthPop nicht tot zu kriegen ist. Auch mit diesem Album haben Sie gezeigt, dass sie ihr Handwerk verstehen. Die Melodien sind direkt im Ohr und machen Lust auf mehr. Dabei klingt kein Song wie der andere, die Musiker setzen auf Vielseitigkeit und zeigen ihr Können. Nicht nur für Fans von Depeche Mode und VNV Nation ein absolutes Muss!

Auf bald
Eure Blackrose

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