Konzert Buried By Resistance, Wantarea, Corbian im Elfer Club, 10.06.2017

Da leider kaum Werbung zu finden war von der Veranstaltung und sich auch im Nachhinein nicht mehr für mich nachvollziehbar ist, wie genau die Konzertplanung vorgesehen war, muss ich als erstes gleich ein wenig meckern. Überall wird man mit Werbung für Events vollgeknallt, aber gerade regionale Geschichten (die auch für Newcomer unglaublich wichtig sind), werden ausgespart. Und dann – wenn sie irgendwo veröffentlicht werden – zu früh wieder gelöscht.

Klar, man könnte sagen, was bringt  es, wenn man liest, dass gerade gestern ein Auftritt gewesen war… aber man hätte zumindest davon gelesen. Und, Bands: veröffentlicht auch euren Anteil, wenigstens auf FB sollte man mehr finden, als die Clubs oder Presse sonst berichten. Die meisten Konzertbanner erwähnen eure „Mitkollegen“ ja leider auch nicht mehr und die Zeiten (z.B. Einlass und der Beginn der Veranstaltung – nicht bloß EUREN Auftritts) fehlen leider auch öfters.

Naja, jedenfalls kann ich von dem Konzert erst ab Wantarea berichten, da die erste Band vor 20 h aufgetreten sein muß – und ich erst ab halb acht vor Ort war. Also, sorry, wenn ihr von Buried By Resistance hiermit nicht weiter erwähnt werdet.

Wantarea legten jedoch gleich zu Beginn richtig los. Laut, lauter, am lautesten rockten die 5 Darmstädter pünktlich die Bühne. Technisch gesehen, beherrschten sie ihre Instrumente, nur leider war es bei der dargebotenen Lautstärke etwas unglücklich, daß der Sänger vollkommen unterging. Er versank zwischen den Gitarren und Bass und das fand ich sehr schade, denn wenn man etwas von ihm hörte, hatte es durchaus seinen Reiz.

Zwischendurch lockerte Sänger Michael die Stimmung auf, in dem er die veganen Kekse auf dem Thresen der Bar anbot (joa… vegan, aber lecker 😉 und mit den Zuschauern scherzte. Dynamischer Metal, das trifft es aufs Wort.

Doch ich bereue es nicht, daß ich diese Band kennenlernen durfte und hoffe, unter besseren Voraussetzungen noch einmal einen Gig erleben zu dürfen.

Nach einer kurzen Umbaupause kam dann Corbian auf die Bühne, die gleich Partystimmung verbreiteten. Hier wurde das Publikum zum Spielpartner und es machte begeistert mit. Jedes Mal, wenn Julian ins Publikum sprang, machten alle seine Faxen mit. Da wurde getanzt, gepogt und gefeiert.

Und letzteres tat Julian häufiger. Ich bin ein wenig mit der Kamera geflüchtet, doch alles blieb friedlich und harmlos. Auch der Sänger Nils ging auf Tuchfühlung mit dem Publikum und schaffte so eine Basis, die vor Energie nur so sprühte. Es bot sich in der Location des Elfer auch geradezu an, da ist kein breiter Graben vor der Bühne, der die Fans und Band voneinander trennt.

Nils shoutete, growlte und screamte sich durch die Songs. So wurde zu der geplanten Setlist am Ende noch lautstark eine weitere Zugabe gefordert – die auch gewährt wurde. Doch irgendwann ist alles vorbei und die Band verabschiedete sich.

Alles in Allem war es ein gelungenes Event, gut besucht (ein wenig mehr Merch der Bands im Elfer hätte sicher auch gut getan) und nach dem Abbau kam es mit allen Bands noch zu interessanten Gesprächen, bevor die nächste Veranstaltung an dem Abend im Elfer stattfand.

 

Eure Luna ^v^

 

Line-up Corbian
Gitarre: Pascal Lorenz
Gitarre & Vocals: Julian Sajak
Drums: Alexander Papadopoulos
Bass: Aron Pusic
Vocals: Nils Fehrmann

Line-up Wantarea
Michael – Vocals,
Marc – Gitarre,
Kai – Gitarre,
Yannick – Bass,
Flo – Drums

Line-up Buried By Resistance
Pavla – Vocals
Dave – Guitar
Max – Guitar & Backing Vocals
Julius – Drums
Julian – Bass

 

WGT 2017 in Leipzig

Wave Gotik Treffen in Leipzig: Schwarz, schwärzer, am schwärzesten

IMG 3776 -1 - Flickr - Peter.SamowZum Wave Gotik Treffen (WGT) an Pfingsten wird Leipzig für einige Tage zur Gothic-Hauptstadt – und ich bin irgendwo mittendrin. Die Stadt füllt sich mit schwarzen Gestalten aller Stilrichtungen. Aufwändige viktorianische Kleider, fantasievolle Steampunk-Outfits, Lack und Leder, Metal-Shirts, Kutten aus dem Mittelalter, klassische Waver und viele andere Schattierungen von Schwarz treffen beim WGT aufeinander.

Der Mittelpunkt des WGT befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums: Es ist der agra-Treffenpark an der Haltestelle Leinenstraße. In der gefüllten Straßenbahn fühle ich mich nicht sehr wohl, doch zum Glück zeichnet sich die schwarze Szene immerhin durch große Friedfertigkeit aus: Gedrängel und Geschubse musste ich noch von keinem Gothic erleben. Am Eingang des agra-Treffenparks findet eine Taschenkontrolle statt – erst dann kann ich das große Gelände betreten. Auf den Weg zur Konzerthalle präsentiert so mancher Gothic gern sein aufwändiges Wave-, Mittelalter- oder Steampunk- Gewand. In der schwarzen Szene ist dieser Gang deshalb (mit mehr oder weniger wohlwollendem Spott) auch als Schaulaufen bekannt. Auch ich komme an vielen Fotografen vorbei, die sich unter das schwarze Volk mischen und den einen oder anderen Grufti um ein Bild bitten.

In der agra-Halle treten meist die großen Headliner des WGT auf. Den harten Klängen der Band Eisbrecher konnte ich in der Vergangenheit ebenso lauschen wie der atmosphärischen Elektronikmusik von Deine Lakaien. Gothic, Metal, Steampunk, Grufti oder Cyber-Gothic – auch hier kommen für die Musik alle gemeinsam zusammen.

2013 WGT 190 FjoergynIm Heidnischen Dorf schwankt die Laune zwischen Heiterkeit und Besinnlichkeit – je nachdem, wer gerade auf der Bühne steht. In den letzten Jahren konnte ich mit Rabenschrei feiern und mit Annwn träumen. Mittelalterliche Bands stehen hier im Vordergrund, umgeben von Buden und Ständen, die nicht nur Speisen und Getränke anbieten, sondern auch Kleidung, Schmuck und Krimskrams. Das heidnische Dorf ist oft auch ohne WGT-Bändchen für Besucher geöffnet, die dann lediglich für dieses Gelände Eintritt bezahlen. Zwischen den authentischen Gewändern, an denen selbst das Knopfloch in die korrekte Epoche passt, und Gothic herrscht keine offene Konkurrenz. Auch ohne Mittelalter-Outfit kam ich im heidnischen Dorf bis jetzt noch jedes Mal auf meine Kosten. In der Moritzbastei gab es zum WGT 2017 auch wieder einen Mittelaltermarkt.

Tiefgründigkeit und Toleranz sind zwei Wörter, die mit Gothic eng verknüpft sind. Aus diesem Grund dürfen natürlich auch kulturelle Veranstaltungen nicht fehlen. Nicht jede davon hat eine offensichtliche Verbindung zu Gothic: Zum Beispiel öffnen sich auch die Oper, die Passage-Kinos, die Peterskirche, das Ägyptische Museum, die Leipziger Kunst-Galerie und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum für Besucher des WGT.

In der Innenstadt von Leipzig und in der Umgebung des zentralen Straßenrings tummeln sich auch in den späten Abendstunden noch schwarze Gestalten. Das Dark Flower spielt häufig Gothic, Electro und Metal, während in der Moritzbastei der Schwerpunkt oft eher auf Metal liegt.

Im Verlauf des Gothic-Treffens vollzieht sich in mir jedes Mal eine Wandlung: Am Donnerstag kann ich es kaum erwarten, mich ins schwarze Abenteuer zu stürzen. Am Freitag sehe ich allmählich ein, dass ich auch dieses Jahr nur ein Drittel der Veranstaltungen besuchen kann, die ich mir ausgesucht habe. Zum Schluss bin ich jedoch vollauf zufrieden und freue mich schon auf das nächste Jahr.

Auf bald
Eure BlackRose

Mittelalterliches Allerley, das Spectaculum in Worms 2017

Und so zogen wir am Samstag und Sonntag nach Worms, um die Ritter und Maiden zu erleben. Und Feuerschwanz. Feuerschwanz nicht zu vergessen, denn sie traten am Sonntag um 16.00 Uhr pünktlich auf der großen Bühne auf. Eine Veranstaltung, die am Freitag begann und bis Sonntag dauern sollte.

Aber der Reihe nach. Die Anreise war gut, auf der Autobahn war verhältnismäßig wenig Verkehr und man kam gut durch. Etwas ungeschickt war, daß man die zahlreichen Parkplätze in der Nähe des Marktes nicht nutzen durfte, es waren extra Ordner angestellt, die nur den Besuchern der Einkaufsstätten Einlaß gewährten und einen Park-Voucher überreichten. Alle anderen mußten wieder abfahren.

Also gut, sind wir noch in den ansässigen Feinkostladen gegangen (Chez Aldier) und haben ein wenig Speis und Trank erworben, bevor wir umparkten (vielleicht sollte mal gescheit ausgeschildert werden, wo der Festplatz ist, da dort ein Shuttle-Bus eingerichtet worden war. Wir haben es erst an der Kasse gesehen, daß es sowas gab… und da standen wir schon mit dem Auto in einer Seitengasse).

Gut, Gewandete ließ man für günstige 5 Euronen ein, die „Stinos“ mußten 8 löhnen. Für die Größe des Marktes und dem Angebot an Shows und Musik ein wirklich günstiger Preis. Sehr erfreulich auch, daß es zwar 5 Euronen Pfand auf die Becher gab, aber (alkoholfreie) Getränke für ~ 3 Euro / 0,4 l zu haben waren. Auch das Futter war wirklich günstig. Einen riesigen Fladenbrotlappen mit Fleischfetzen und Salat gerade mal für 4 Euronen machte tatsächlich drei Personen satt.

Okay, wir zwei Weibsen futtern wie die Spatzen, aber trotzdem, das Preis-Leistungs-Verhältnis war wirklich unschlagbar.

Auch das Betreten des Marktes begann im Lager, in dem man wirklich Selbstgefertigtes kaufen und betrachten konnte (auch ein Sitzplätzchen im Schatten wurde gerne gewährt), bevor man in den offiziellen Merch-Bereich kam. Breite Wege zwischen den Zelten und Ständen sorgten auch dafür, daß das Volk nicht gepreßt in der Hitze verharren mußte, sondern entspannt stöbern und gucken und kaufen konnte.

Und es waren unglaublich viele Stände dort, ich habe selten einen so riesigen Markt gesehen. Als einzigen Kritikpunkt in der Richtung könnte ich anmerken, daß die Vielfalt ein bißchen zu wünschen übrig ließ. Vieles wiederholte sich und wirklich Kuriositäten waren selten. Einen Räucherwagen habe ich gesehen, den Seifensieder vermißte ich komplett und auch Wurst-, Käse- oder Süßkramverkäufer sind mir nicht aufgefallen.

So konzentrierte es sich hauptsächlich auf Waffen, Bogen, Lederwaren, Kleider, Schmuck und eben Grillbuden. Ein Stand mit gar mittelalterlichen Zeitschriften und CDs, sowie dem typisch mittelalterlichem Format einer Vinyl-Scheibe, war auch da – alte Schriften leider nicht.

Das Volk (erstaunlich viele Steampunker und Vampire strömten durch die Stände) konnte sich auf einer Galeere verdingen, einen Lukas hauen oder die Ritter beim Kampfe beobachten (wenn sie nicht die Feuershow und die Musik genießen wollten). Auch phantasievolle Kostüme – die Stelzenläufer – und sonnenbrandgeschädigte Krieger, deren Felle schon troffen vor Schweiß, flanierten neben eleganten Gothic-Fräulein mit Sonnenschirmen um die Wette.

Der zweite Tag war ebenso schön, ein wenig heißer vielleicht, aber das könnte auch an Feuerschwanz gelegen haben, die pünktlich mit ihrer Show begannen und alle über die Bienchen und Blümchen aufklärten, mehr Met forderten und ein Ringelpietz mit Anfassen veranstalteten.

Der Lindwurm (elegant ausgelost durch das Werfen der bunten Narrenkappe ins Publikum – der Fänger durfte die lange Polonäse anführen) wurde Schlafen gelegt und verträumt schauten die schwitzenden holden Maiden den edlen Recken auf die Instrumente.

Ja, Feuerschwanz bieten etwas für ihr Geld und feierten eine gigantische Party. Sie ließen sich weder von der Sonne noch der Wärme von der Bühne vertreiben und gaben sogar noch bereitwillig Zugaben, bevor sie dann mit den Fans locker ihr Met schlürften, Autogramme verteilten und plauderten.

Doch auch der schönste Markt ging zu Ende, die letzten Getränke mußten weggetrunken werden, da die Pfandbecher nur bis 18 Uhr abgegeben werden konnten. Das hieß dann, die Schotten wurden dicht gemacht und das Spectaculum für dieses Jahr beendet.

Ich werde nächstes Jahr gerne wieder den doch etwas weiteren Weg von Frankfurt aus nach Worms auf mich nehmen, mir hat dieser Markt sehr gefallen. Gehabet euch nun wohl, edle Herrschaften und besucht auch die Märkte. Und die Konzerte der Herren und Damen von Feuerschwanz. Ihr werdet es sicher nicht bereuen.

Eure Luna ^v^

 

Setlist Feuerschwanz:

Sex Is Muss, Moralisch, Blöde Frage, Ringelpietz, Wir lieben Dudelsack, Der Henker, Wunsch ist Wunsch, Schelm, Nachtlied, Hexenjagd, Ketzerei, Metnotstand, Seemannsliebe, Taugenix, Krieger des Met, Metvernichter, NEG, Ruderboot

 

Konzert-Bericht: Ghost am 23.04.2017 in München

Endlich war es soweit, der 23.04.2017 war gekommen. Und mit ihm die Zeit von Ghost!

Ok, zuvor hieß es noch warten. Und die Schlange am Einlass war lang! Doch das Zenith war gut organisiert und die mit mir anstehenden Fans gut gelaunt. Sogar einen Papa Emeritus hatten wir in der Warteschlange stehen. Ich hoffe bis heute, dass es nicht der echte war… denn wirklich gehuldigt wurde ihm in der Schlange nicht. 😉

 

Endlich drin, entfaltete das Zenith sofort seine ihm ganz eigene Atmosphäre. Industriecharme eben. Und der war mehr als passend für dieses von vielen heiß herbeigesehnte Event.

Die Bars waren gut besucht, doch leider enttäuschte der Merch-Stand einige der Fans. Sie hielten das Angebot für etwas zu überschaubar. Ich für meinen Teil fand die Auswahl an Shirts gut. Des weiteren konnte ich noch Schlüsselanhänger und sogar Verhüterli entdecken. Doch ich muss zugeben, da ich lediglich auf der Jagd nach einem neuen Ghost-Shirt war, habe ich auf den weiteren Merch auch nicht sonderlich geachtet. Die Mitarbeiter am Merch-Stand jedoch waren mehr als freundlich und sehr kommunikativ.

Der Support: Zombi

Zombi, das sind Steve Moore und A. E. Paterra. Eine Instrumental-Duo mit Synthesizern, Bass und Drums. Ihre Musik war ansprechend und wirkte fast schon sphärisch auf mich.

Zombi
Zombi – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Ob es nun an den teils doch immer wieder gleichen Klängen lag oder daran, dass sich auf der Bühne einfach nicht viel tat, Zombi schafften es leider nicht wirklich, Stimmung ins Zenith zu bringen. Zwar schien doch einigen im Publikum zu gefallen, was sie da sahen und hörten, doch die Mehrheit wartete schlichtweg einfach weiter auf den Hauptact Ghost.

Zombi
Zombi – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

 

 

 

Ich persönlich gebe Zombi dennoch ein Daumen hoch, denn das was sie präsentierten, war alles andere als schlecht. Doch als Vorband zu Ghost haben sie einfach irgendwie nicht ganz gepasst. Hier hätte ich mir etwas mit mehr Metal und Power drin gewünscht.

Die Zeit der Ghouls und ihres Papa Emeritus III

Endlich! Es war soweit! Chorale Klänge ertönten und Bühnenarbeiter betraten in regelrechter Kirchenmanier die Bühne und enthüllten erfürchtig das Set.

Ghost
Ghost – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Dann kamen sie: die Nameless Ghouls. Einer nach dem anderen betrat die Bühne. Und das Publikum geriet sogleich in Rage. Schon bei den ersten Klängen von „Square Hammer“ war die Begeisterung in der Halle nicht nur zu sehen, sondern auch zu spüren. Ein wahrer Gänsehaut-Moment. Als dann auch noch Papa Emeritus III in vollem Ornat auf der Bühne erschien, war es um das Publikum geschehen. 

Hatten die Nameless Ghouls schon eine äußerst fesselnde Ausstrahlung, Papa Emeritus III setzte dem ganzen noch die Krone auf. Ghost – eine Bühnenpräsenz, wie ich sie noch nie erlebte. 

Ghost
Ghost – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Der Papa sang und spielte mit dem Publikum, redete und scherzte. Und das alles auf eine ganz spezielle, fast schon magische Art und Weise.

Doch seine Nameless Ghouls standen ihm in nichts nach. Nicht nur, dass sie ihre Instrumente gar meisterhaft beherrschten, sie warfen sich dabei in Pose, agierten mit dem Publikum und waren definitive Eyecatcher.

Und auch die Sin Sisters fehlten an diesem Abend nicht. Die beiden „Ghost-Nonnen“ schritten den Fotograben ab und zelebrierten mit den Fans der ersten Reihe ein Abendmahl mit Hostien und Wein. Natürlich geschah das alles nicht ohne eine vorherige Ermahnung des Papa Emeritus III an die Fans: begrapschen der Sin Sisters verboten! Doch dieses Grapsch-Verbot galt nur für die Fans der ersten Reihe. Alle anderen könnten sich natürlich gegenseitig nach Herzenslust berühren, wenn es nach Papa Emeritus III ging.

Ghost
Ghost – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Das Konzert von Ghost war ein wahres Fest des Okkult-Metal. Papa Emeritus III überzeugte mit astreinem Clear-Gesang und die gesamte Musik von Ghost war fesselnd, mitreißend und melodiös wie hart zugleich. Krasse Riffs, treibende Drums und vieles mehr heizten die Stimmung immer weiter an. Es war ein wahres Okkult-Metal Fest, was Ghost da zelebrierte. Und spätestens bei „He is“ sang das komplette Publikum lauthals mit.

Das Konzert von Ghost im Zenith München war ein Erlebnis der Spitzenklasse. Ein großes Dankeschön an Ghost für diesen genialen Abend. Und natürlich auch an das Zenith und den Veranstalter Global Concerts GmbH.

Ghost
Ghost – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Eure BlackRose

 

 

Die komplette Bildergalerie folgt in Kürze.

Tattoo Convention Frankfurt vom 21. – 23.04.2017

Am vergangenen Wochenende ging ein doch recht schmerzhaftes Event über die Bühne, denn die Tattoo Convention Frankfurt lud wieder zu einem vollgepackten Rahmenprogramm und zu über 300 Tattookünstlern in die Frankfurter Messe ein.

Ich war am Samstag mal vor Ort, um mir einen Eindruck über die unterschiedlichen Stile und Artists der Tattoo Szene zu verschaffen. Auch wenn nur die Halle 5 dafür belegt war, war es doch sehr gut besucht und auch die einzelnen Schöpfer der Hautkunst hatten einiges zu tun. Ich persönlich bevorzuge jedoch die Stille eines Studios, um den ganzen Trubel um mich herum zu entkommen und nicht von jedem angestarrt zu werden. Auch hatte ich das Gefühl, dass so mancher es mit der Hygiene nicht so ganz genau nahm.

Nichtsdestotrotz konnte ich aber auch die traditionelle Art des Tattoostechens bewundern, was mir doch so einige Schauer über den Rücken jagte. Da favorisiere ist die neuzeitlichen Tattoomaschinen, die mal leiser mal sehr laut in der ganzen Halle zu hören waren. Aber nicht nur was für die Hautverschönerung wurde geboten, sondern auch für den Piercing-Liebhaber und den Klamotten-Fetischist wurde allerlei dargeboten sowie auch diverse Tattoofarben und Equipment.

Da möchte ich eine Künstlerin besonders hervorheben, die ihren Ohrschmuck selbst designt und für die unterschiedlichen Dehnungen den passenden Schmuck zum Kauf anbot. Es handelt sich um den Shop Faktor7 aus Österreich. Außerdem konnte ich nicht an den doch sehr niedlichen Babybodys vorbeigehen, ohne für mein 2. noch ungeborenen Schatz einen dieser außergewöhnlichen Teile mitzubringen. Auch wenn 17 € ein stolzer Preis ist, konnte ich einfach nicht widerstehen. Noch mehr szenetaugliche Babykleidung gibt es unter www.lemb.com.

Aber auch 2 Tattookünstler möchte ich erwähnen, die mich beeindruckt haben. Zum einen das Studio Fiumix & Quila Tattoo, welches sich mit Runen und Wikingersymbolen beschäftigt. Die Werke sind sehr außergewöhnlich. So war dann auch der Stand dekoriert. Ironischerweise ist dieses Studio in Italien beheimatet.

Zum anderen die Künstlerin Agnieszka Kulińska aus Polen, die sich mit den Stilen Polynesian, Ornamental und Dotwork beschäftigt. Diese doch sehr aufwendig und zeitintensiven Werke in fast ausschließlich schwarz sind sehr beeindruckend.

Was mich jedoch etwas verwundert hat, war die doch recht ungewöhnliche Aufteilung der einzelnen Künstler. Denn nur mit dem Übersichtsplan konnte man sich wirklich orientieren. Es wurden alle Stile so durchgemischt, dass in allen Gängen jeder Stil zu finden war. Ich hätte es mir gewünscht, dass sich jeder Gang mit einem Thema beschäftigt und so die unterschiedlichen Herangehensweisen der Künstler sichtbar wird. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Oder seht ihr das anders?

Auch einen kleinen Teil des Bühnenprogrammes konnte ich mit der Feuer- und Poledance-Show ab 14:30 Uhr bewundern sowie die ausgestellten Motorbikes von der Harley Factory Frankfurt. 

Nach nur 4 Stunden war dann mein Ausflug in die Welt der Tattooszene auch schon wieder vorbei, denn in meinem derzeitigen schwangerem Zustand war leider nicht mehr drin. Aber er war sehr schön und ich komme sehr gerne wieder. Nun ist auch endlich mein eigenes Tattoo fällig und ich weiß auch schon, was es wird.

Auf bald
Eure BlackRose

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