Neue CD von An Assfull Of Love: „Monkey Madness“

Am 25.8.17 erscheint von den ehemaligen Saarbrückern An Assfull Of Love die CD „Monkey Madness“ über das Label Boersma-Records (Soulfood).

Die inzwischen in Wiesbaden, Mainz und Konz lebenden Glam-Punk-Rocker haben mit ihrem lauten, pinken und verrückten Songs schon manche Party gefeiert und machen das auch mit dem neu erscheinenden Album in gleicher Weise. Das Leben ist scheiße genug, warum also nicht das Beste davon nehmen und feiern?

Seit den Anfängen der Bandgeschichte haben „An Assfull Of Love“ an ihrem Sound gearbeitet und die Mischung aus Glamrock der 80er (Mötley Crüe, Van Halen, Guns’n’Roses) und aktuellem Punkrock (Green Day, Blink 182, Turbonegro) verfeinert.“ (Zitat von der Bandcamp-Biografie der Band)

Bang Bang Boom“ beginnt mit einer Ansage durch ein Megafon und rockt dann los. Dabei hauen sie so richtig gegen ihre Hater. Sollen sie doch machen, was sie wollen, sie sind An Assfull Of Love und feiern ihre verrückten Parties. Ohne sich dabei nicht auch selbst durch den Kakao zu ziehen. (Man merkt, daß sie J.B.O. verehren)

Neverending Springbreak“ geht musikalisch in die Richtung der frühen Songs der amerikanischen Band Bloodhoundgang. Es macht einfach gute Laune, das ganze Leben sollte eine niemals endende Klassensause sein und die Probleme können bitteschön zum Teufel gehen.

Lumberjack Lesbians“ erzählt von … ja, holzfällenden Lesben tief im Wald. Sie führen ein sehr interessantes Leben, bei dem viele Kerle sicher gerne Mäuschen wären. Was sich wohl „Orgasm Joe“ dabei denkt?

Allergy To Stupedity“ spricht einem so richtig aus der Seele. Dummheit ist manchmal wirklich eine Plaque. Wenn man manche Zeitgenossen sieht, möchte man nur noch den Kopf auf den Tisch hauen. Und wenn die Dummen auch noch beratungsresistent sind…

(c) Bild von der facebook-Seite der Band

Sucker“ geht gegen ach so coole Typen, die mit ihren Tanzbewegungen und ihrem Rockstargetue beeindrucken wollen und sich für ach so toll halten. Und doch nur blöde Versager sind. (Ich hab die kleine Anspielung mit Homer Simpson gehört, yeah).

Mexikanische / Spanische Gefilde werden mit „Luchador El Culo“ betreten. Interessanter Mix. Ayayayayayyyyy! Arriba, vamos! Und ja, diesen Derulo mag ich auch net. Wer ist das überhaupt?

Und gefeiert wird die Party bis „Sunrise“ – der letzte Track auf dem Album. Erinnert mich mega an die Zeiten, als man noch wild und ungebremst die Nacht durchgemacht hat. Sollte ich vielleicht mal wieder machen? Party on…

Anspieltips sind hier echt schwer… holt euch doch einfach das komplette Album!

 

eure Luna ^v^

 

Line-Up AAOL:
Vocals – Daniel Isengard (Baden-Baden)
Lead Guitar – Sascha Schell (Konz)
Rhythm Guitar – Nico Griesang (Mainz)
Bass – Bernd Horn (Wiesbaden)
Drums – Florian Heib (Saarbrücken)

Neue CD von Eisbrecher: „Sturmfahrt“

Am 18.8.17 erscheint das neue Eisbrecher Album „Sturmfahrt“ als CD, Do-LP und limitierte „Sturmfahrt“-Box inkl. Bonus-Live-DVD „Eisbrecher auf der Loreley 2016“ sowie Expeditionsbrille und Metallpin-Doppeldorn, Poster und Sturmfahrt-Sticker über das Label Sony Music.

Die Vorabsingle „Was ist hier los?“ kennt man ja schon ein paar Tage, ich finde, es ist ein typischer „Eisbrecher-Song“ geworden, der ausnahmsweise sogar mal ein politisches Thema angreift. Vorzugsweise waren ja bisher partnerschaftliche Themen die große Stärke der Bayern. Also, die zwischen Mann und Frau meine ich. Aber von der Machart des Videos denkt man hier also weniger an Mann und Frau, sondern eher Trump und Putin. Oder Deutschland und die EU… oder oder oder. Aber selbst wenn man Weltpolitik wegwischt, die Nummer macht Spaß und auch live am Amphi rockten die Fans dazu ab.

Besser“ verliert etwas an dem NDH-typischen, es ist eher eine rockige Nummer, dieses Mal mit einer kuscheligen Version des Klassikers „Miststück“. War er IHR noch in dem Song ausgeliefert und kam bis zur letzten Note nicht von dem Weib los, fleht er hier gleichsam, daß SIE die Fesseln kappt, bevor es ihn zerstört. Ein Weichei, denkt ihr? Nein, eine zerbrechliche Seele trotz harter, rauher Schale. Mir gefällt der Song sehr gut, hängen doch viele harte Kerle in einer Beziehung, die sie zerstört, ohne komplett auszurasten und (verbal) um sich zu schlagen.

Der Albumtitelgebende Track „Sturmfahrt“ begleitet eine Reise in ungewisses Gewässer. Beginnt man sein Leben, so weiß man nur, daß es los geht, aber nicht, wohin der Weg führt, welche Gefahren lauern und ob einem Schönes widerfahren wird. Macht euch auf, legt Volldampf ein und reist los. Eine tolle Botschaft, die Eisbrecher hier knackig gewohnt umsetzen.

Auf „Das Boot“ war ich gespannt. Ich liebe diese Melodie, wenngleich mir der Film verhaßt ist. Sorry. Krieg und Verwüstung und dann mit Klaustrophobie in einem Uboot gefangen (und ich war in Laboe im Uboot U 995 drin!), das ist nichts für mich. Hier ist die Melodie sehr gut umgesetzt und auch die Lyrics klingen hoffnungsvoller, als der Film ausstrahlte. Global gesehen ist es eine Bitte, daß wir ALLE etwas tun müssen, denn wir haben nur diese eine Erde, können ihr (noch) nicht entfliehen und müssen mit unserem Leben und der Umwelt auskommen, damit wir uns nicht selbst vernichten. Ich wußte immer, daß gerade die NDH‘ler tiefgründiger sind, als man allgemeinhin glaubt und hier ist der Beweis.

Automat“ erinnert mich an einen Terminator oder Data aus Star Trek. Eine scheinbar seelenlose Maschine soll der perfekte Partner sein? … Passend programmiert funktioniert es vielleicht, wenn man Berechenbarkeit wünscht, aber macht es auch glücklich? Soll ein Mensch denn nur funktionieren? Verschwörungstheoretiker denken das: nicht meckern, nicht maulen, nur den Wunsch des anderen (wer auch immer das ist) folgen und dienen. Ein trauriger Spiegel der Menschheit, der hier von Eisbrecher vor gehalten wird.

Foto: © Holger Fichtner

Dazu paßt dann thematisch die Cover-Version „Eisbär“, der sich auch Eisbrecher auf diesem Album angenommen haben. Handelt das Lied doch von einem Wunsch, keine Gefühle zu empfinden, damit das Leid ein Ende hat. Die Umsetzung der Melodie ist interessant, aber ich muß gestehen, daß ich letztens bessere Varianten bei anderen Bands gehört habe. Das Cover ist zu nah an dem Original, um zu dem „Team Eisbrecher“ zu passen, außer Alex‘ prägnanter Stimme ist sonst wenig „Eisbrecher“ vorhanden. Das ist aber auch das einzige kleine Manko an dem tollen Album.

Sirenengeheul und Gitarren – so startet „Krieger“. Alex ruft seine Kampfgenossen zusammen, um gegen das System zu kämpfen. Und er motiviert auch diejenigen, die sich bisher immer „kleingemacht haben“, wenn man aus dem Nest geschubst wird, muß man kämpfen, damit Träume wahr werden können. Ein Aufschrei ist dringend notwendig, damit der Wahnsinn ein Ende hat. Die Nummer ist sehr ohrwurmig und tanzbar.

Wo Geht Der Teufel Hin“ beleuchtet eine andere Seite des „Bösen“. Eine zerrissene Persönlichkeit, der ein Herz hat und nicht mehr dem System dienen möchte, ihm aber auch nicht zu entfliehen vermag. Ganz ehrlich: diesen Luzifer möchte man nur noch drücken und knuddeln. Und liebe Männer, diese Nummer erklärt euch, warum der gute Kumpel einer Frau kaum ihr Lover wird, sondern meist das Arschloch gewinnt. Eine sehr poppige Nummer, vielleicht schon am Mainstream kratzend und daher mutig für „Eisbrecher“.

Alles in allem Eisbrecher, wie man sie gewohnt ist und liebt. Teilweise brechen sie aber auch mit alten Konventionen und stürzen sich mutig in andere Instrumentierungen und Melodien. Ein bißchen wehmütig gucke ich darauf, wie ich Eisbrecher als knallharte NDH‘ler kennengelernt habe, verstehe aber auch, daß man sich weiter entwickelt. Sonst wäre es ja auch langweilig. Und Langeweile – das kann man Eisbrecher getrost absprechen. Langweilig sind sie nicht.

Anspieltip: „Das Boot“ und „Wo Geht Der Teufel Hin

 

Eure Luna ^v^

 

Tourtermine: EISBRECHER @ STURMFAHRT 2017 
Special Guest: UNZUCHT
29. 09. 2017 Oberhausen (D) / Turbinenhalle 1
30. 09. 2017 Hamburg (D) / Mehr! Theater
01. 10. 2017 Wiesbaden (D) / Schlachthof
02. 10. 2017 Stuttgart (D) / Liederhalle – Hegelsaal
03. 10. 2017 München (D) / Zenith
05. 10. 2017 Wien (A) / Gasometer
06. 10. 2017 Dresden (D) / Alter Schlachthof
07. 10. 2017 Leipzig (D) / Haus Auensee
08. 10. 2017 Berlin (D) / Columbiahalle
10. 10. 2017 Saarbrücken (D) / Garage
11. 10. 2017 Zürich (CH) / X-tra Limmathaus
13. 10. 2017 Eindhoven (NL) / De Effenaar
14. 10. 2017 Paris (F) / Le Trabendo

Eisbrecher Line-Up:

Alex Wesselsky (Vocals)
Noel Pix (Guitar, Producer)
Jürgen Plangger (Guitar)
Rupert Keplinger (Bass)
Achim Färber (Drums)

Debüt EP von Scherbentanz: „Reflektion“

Am 17.5.17 erschien von der Regensburger Band Scherbentanz das Debüt „Reflektion“ über das Label Spinnup.

Auf 5 Tracks präsentieren sie NDH Sound verknüpft mit gothischen Themen. Wobei Scherbentanz hier verzichten einen weiterer Rammstein-Klon zu sein und etwas eigenes schaffen. Durchaus hart im Klang, aber ohne Einsatz übermäßig elektronischer Untermalung. Das einzig „typisch“ verbindende ist die getragen – pathetische Stimme des Sängers Dominik mit dem rollenden „R“. (Was aber, da die Band aus Regensburg stammt eher „normal“ ist und auch dem Dialekt bedingt gezollt werden kann.)

Der erste Track „Scherbentanz“ beschäftigt sich mit der Vergangenheit und ihren Auswirkungen. Wir (Gothics) halten an dem Alten fest, tanzen lieber auf den Scherben, als alles abzureißen und neu aufzubauen. Risse werden gestopft und geflickt – ein Song, der gegen die Wegwerfmentalität der Gesellschaft angeht. Das ist ein Thema, das mir sehr behagt, denn gerade die moderne Welt kittet nichts mehr und frönt nur noch dem Konsum, der uns früher oder später zerreißen wird. Oder haut es uns irgendwann die geflickten Brocken um die Ohren?

Die List“ zeigt die falsche Fassade. Hinter einem wohlgefälligen Äußeren verbirgt sich das Hässliche und Böse der Göttin. Man sollte nie davon ausgehen, dass der Mensch, der sich wunderbar gibt und optisch toll aussieht auch wirklich bei näherem Kennenlernen auch ein wertvoller Mensch ist. Besonders nicht, wenn es diese Person sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, selbst ihre Illusion zu glauben.

Wie sich das moderne Leben auf den Menschen auswirken kann, wird in „Ausgebrannt“ besungen. Immer am Kämpfen, immer das Ziel und das Soll erfüllen, erschöpfen und fressen die Seele auf. Wenn man selbst seine leeren Flecken im Termin-Kalender mit Aktivitäten vollstopft, zerbricht man. Die Erkenntnis, dass man nur ein Leben hat und zurückschalten sollte, kommt zu spät.

Eine kleine, feine EP mit interessanten Einsichten. Dabei mit ansprechenden Texten, die absolut nicht kryptisch verschlüsselt abgefasst sind, aber durchaus einen pathetischen Vortrag darstellen. Die Melodien haben ein großes Mittanzpotential, eignen sich aber zugleich als Background Musik an einem netten Clubabend. Auch ist der Einsatz von elektronisch verzerrten Klängen vorhanden, aber nicht übermäßig oder übertrieben. Als Anspieltipp hätte ich hier „Kinder der Erde“ – das Zusammenspiel von hartem Metal mit dem zarten, ruhigen Piano ist sehr gelungen.

Eure Luna ^v^

 

Line-Up:
Dominik Franciosi – Vocals
Florian Stangl – Guitar
Virgil Fenzl – Keyboards, Synthesizer
Jürgen Schäfer – Drums
Dirk Wendler – Bass

 

Scherbentanz live:
2.12.17 Osterhofen, zum Haber

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Neue EP von Blackwater Horizon: „Bad John“

Am 5.5.17 erschien die EP der drei Mainzer von Blackwater HorizonBad John“, produziert von Chris Kling im Klangkantine Studio.

Sie enthält 6 Tracks, die laut den BWH‘s schon auf ihren Konzerten gespielt wurden und somit den Fans bekannt seien. Dazu kann ich nichts sagen, da ich bisher noch nicht das Glück hatte, die Band live zu erleben (aber den Termin in der Reduit in Mainz am 19.8.17 habe ich mir schon vorgemerkt!).

Was für eine Mucke machen sie? Nun, es ist für mich ein dezent blueslastiger Südstaaten – Rock, der aber sehr straight und direkt ist. Mundharmonika & Hammondorgel sind auch gut herauszuhören, was die Musik gut unterstützt und auffrischt. Und diese Jungs sind nicht aus dem Szenario von True Blood oder einem Roadmovie entsprungen, sondern kommen aus Deutschland, vielmehr: Mainz? Erstaunlicherweise: ja. Aber sie bringen den Rock dermaßen authentisch herüber, daß ich gleich meine Laune anhebe.

Gut, ein wenig tut das Wetter heute seines dazu, jenseits der 30 Grad Marke kann jeder Song der EP die schwüle Hitze New Orleans heraufbeschwören, aber in dieser Kombination ist es perfekt. Man wippt mit dem Fuß, man nickt mit dem Kopf und beginnt seine Haare im Takt zu schütteln. Und im Kopf beginnt das Roadmovie, der ab in den Wilden Westen führt…

Die Songs haben einen Faktor, der sofort zum Mitsingen einlädt, wenngleich die Texte auch neu für mich sind und der EP nicht beiliegen. (Gibt es die irgendwo im Netz? Würde mich freuen, wenn ich auch mal nachlesen kann). Bei „Fly“ möchte man nur noch seine Fesseln lösen und abheben und mitfliegen.

Fazit: das ist eine EP die gute Laune macht und sehr gut die Stimmung von einem Live-Gig rüberbringt, Musik, die man bei einem kühlen Bier ebenso genießen kann, wie auf einem Konzert, wenn man sein Tanzbein schwingt.

 

Anspieltip: „Fly“ und „Pieces

 

Eure Luna ^v^

 

PS: Ich bin meistens jemand, der Artwork nicht so als Kriterium für die Qualität in Betracht zieht und meint, es müsse in eine Review. Aber als Fan der Serie „Hellsing“ fiel mir eine gewisse Ähnlichkeit des Herrn auf dem Cover zu Alucard auf… Absicht oder Zufall?

 

BWH Live:
31.12.2017 – (tba), Berlin
30.12.2017 – (tba), Berlin
25.11.2017 – Summa Summarum, Frankfurt am Main
21.10.2017 – mit Cryptex im ATG Rockclub, Mainz
14.10.2017 – (tba), Berlin
13.10.2017 – Charlottchen, Berlin
26.08.2017 – (tba), Papenburg
25.08.2017 – Burgfestival, Surwold
19.08.2017 – Rockfield Open Air, Reduit Mainz-Kastel
05.08.2017 – 38. Umsonst & Draußen Festival, Stuttgart
04.08.2017 – mit Different Inside im Unperfekthaus, Essen
29.07.2017 – Zosch, Berlin
28.07.2017 – Blackland, Berlin

Line-up Blackwater Horizon:
Eric Haupt – Vocals / Guitar
Matthias Gebauer – Bass / Backing Vocals
Rainer Schütte – Drums / Backing Vocals

BlueRay-Bundle mit 2 CDs von Piledriver: „The Boogie Brothers live in Concert“

Am 9.6.2017 erschien die Blue Ray (plus zwei CDs) im Bundle der Status-Quo-Tribute-Band Piledriver The Boogie Brothers live in Concert“ über das Label Rockwall Records / Soulfood.

Warum ich erst jetzt schreibe? Ich habe sie zusammen mit meiner Freundin angesehen, die ein Fan der Band Status Quo ist und wollte gemeinsam mit ihr einen Eindruck von der Band, den Songs und der Machart der Blue Ray bekommen.

Und was soll ich sagen: Wir beide sind schlichtweg begeistert. Die Blue-Ray live aufgenommen in Wattenscheid beschwor zunächst eine bierselige Fußballtruppe vor meinem inneren Auge herauf, doch schon mit den ersten Takten zerschlug sich dieses Bild in Millionen Stücke.

Die Herren, seit über 20 Jahren als Tribute Band unterwegs (Tribute Bands covern nicht die Songs, sondern machen ihre eigenen Songs im Stil von der Originalband), zaubern eine Stimmung ins heimische Wohnzimmer, die das Konzerterleben gut nachvollziehen läßt. Man fühlt sich nicht nur dabei, sondern mittendrin.

Und die Band hat bei ihrem Gig enormen Spaß! Sie grinsen in die Kamera, scherzen mit den Fans und durch die geschickte Kameraführung hat man den Eindruck, nichts zu verpassen. Und das ist eine Leistung, wenn man nach 20 Jahren immer noch den Drive, den Elan und die Freude an der Musik drauf hat. Und umgekehrt zeigt es dem Fan, warum diese Band schon so lange im Musikgeschäft dabei ist.

Das Potpourri der Songs ist sehr gut gemischt – zwischen den gecoverten Titeln befinden sich wirklich viele eigene Songs, die auch mit einer netten Anekdote angekündigt werden. Ich gebe zu, mit Status Quo habe ich mich in meinem Leben bisher nicht ausführlich befaßt (ich hoffe, die Piledriver und SQ Fans sehen es mir nach), aber ich habe sofort die Status Quo Songs erkannt.

Die erkennt JEDER, würde ich jetzt hier behaupten, und kann sie mitsingen. Was jetzt nicht heißen soll, daß die eigenen Songs schlechter wären. Auf keinen Fall! Was meine Freundin und mich verblüfft hat, war, daß die Piledrivers auch in ihrer Bühnenpräsenz um keinen Yota der „Originalband“ nachstehen – im Dreierpack mit Gitarre und Bass abrocken. Auch der Schlagzeuger bietet zwischendurch immer wieder was für die Augen und ist gut eingefangen.

Zum weiteren Content der Blue-Ray kann ich sagen, daß es noch einige Extras bietet: Unter anderem ein wahnsinnig emotionales Video „Last Words“, das wir uns gleich dreimal nacheinander angesehen haben, bevor wir weiter geklickt haben.

Für nur-die-Öhrchen sind dann zwei live CDs dabei, die man in der Stereoanlage anhören kann, wenn man den Blue-Ray nicht anschmeißen will.

Wer also Piledriver live erleben kann, der sollte unbedingt auf ein Konzert gehen – wer sie wie wir hier im Frankfurter Raum leider nicht erwischt, der kann sich mit der Blue-Ray daheim auch ein wenig trösten. Wow.

 

Eure Luna ^v^

 

Line-up:
Peter Wagner, Sologitarre und Gesang („Francis Rossi“)
Michael Sommerhoff, Rhythmusgitarre und Gesang („Rick Parfitt“)
Hans in’t Zandt, Schlagzeug („John Coghlan“)
Andreas Müller, Bassgitarre („Alan Lancaster“)
Rudi Peeters, Keyboards („Andrew Bown“)