Neue CD von Dust In Mind: „Oblivion“

Am 7.4.2017 erschien das Album der französischen Band Dust In MindOblivion“ über das Label DarkTunes.

In einer surrealen Welt verknüpfen sich aktuelle Themen der Wirklichkeit mit Phantasie. Aufgebaut wird das als Zirkus alla American Horrorstory und einer verdrehten Märchenkulisse. Dazu Female-Fronted-Metalmusik, die durchaus mit Größen wie Nightwish, After Forever und Within Temptation mithalten kann.

Der erste Track der zehn Schätzchen „Get Out“ greift das Thema Lügen und den Glauben daran auf. Hinter den schönen Geschichten und wohlklingenden Worten sitzt ein Dämon. Wenn es gelingt, ihn zu belügen, dann ist er in seinem „eigenen Spiel“ besiegt.

Der Song „Lullaby“ geht gegen Pädophilie. Jen berichtet in sehr eindrücklichen Worten, wie die Seele eines Kindes zerstört wird, wenn niemand das Kind sieht und hört in seiner Not. Diese Kerle haben kein Gewissen und Jen findet klare Worte: Es geschieht nicht mit Fremden, sondern mit den eigenen Verwandten. Wie kann so jemand bei der eigenen Frau liegen und schlafen, wenn er vor den eigenen anvertrauten Kindern so ein krankes Zeug abzieht.

Mobbing ist das Thema von „I‘m Different“. Nur weil man anders ist, ist es kein Grund gemobbt zu werden. Jeder möchte einzigartig sein und als Individuum wahrgenommen werden, aber wenn man es macht, passt es dem Mainstream nicht. Jeder dumme Spruch kratzt an der Seele und macht einen kaputt, bis man aufgibt und sich dem Normalen anpasst, nur um dem Hass nicht mehr begegnen zu müssen.

Das Thema „Oblivion“ (Vergessenheit) ist dagegen wieder auf vieles anzuwenden. Sie kommt ohne Vorwarnung, ohne Ankündigung. Sind wir vergessen, wenn wir tot sind? Sind unsere Taten mit dem Lebensende vergessen? Oder vergisst man den Hass, der einem entgegensprüht, eines Tages? Man weiß irgendwann nur noch, dass man vergessen hat, aber nicht mehr was…

Psychische Krankheiten und die medikamentöse Therapie wird in dem Song „Anesthesia“ aufgegriffen. Eindrücklich beschreibt Jen hier die tröstende Wirkung des sicheren Nests in einer Klinik und die willkommene Ruhigstellung durch Medizin. Doch auch das Gift, das lähmt und einen fürchten lehrt. Es wird zum Erzfeind, ohne die Abhängigkeit ist das Leben nicht mehr zu schaffen, denn es hält einen gefangen.

Ein Album, das nachdenklich macht und tiefer in die Seele der Menschen blickt, als man vermuten möchte. So zeigt sich immer die Fratze hinter den bunten lustigen Bildern und wird von Dust In Mind enthüllt. Im wahrsten Sinne des Wortes wird der Staub in manchem Denken nicht nur aufgewirbelt sondern fortgeblasen.

Anspieltipps: „Mrs. Epilepsy“ und „Coward

eure Luna ^v^

 

Line-Up:

Jen – Vocals
Dam – Vocals, Guitar
Xav – Bass
Jack – Guitar
Jackou – Drums

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