Debüt CD von Firesphere: „Requiem“

Am 2.6.2017 erschien das Album der amerikanischen Konzeptband Firesphere: „Requiem“ über das Label darkSIGN-RECORDS.

Diese Band ist ungewöhnlich, denn es ist eine Konzeptband – hier wurden die Mitglieder mit einer bestimmten Vergangenheit „rekrutiert“, die sich auch in den Musiktracks und der Live-Show widerspiegelt. Damit folgt man dem Konzept der japanischen Visual-Key-Bands, in denen Musik mit einer Background-Geschichte (bzw. dem CosPlay) verschmilzt und verknüpft. Musikalisch bewegt sich Firesphere im Industrial-Rock-Metal Bereich mit Einflüssen von Techno und soundtrackartigen Elementen. Allerdings sehr im balladesken Bereich und nicht knüppelhart.

Mit „Requiem“ wird das Album eingeleitet – es beginnt sphärisch, als verschmelzen christliche Mönchsgesänge mit japanischer Folkloremusik, und ein „Ooooooommmmmm“ zieht sich durch den Track. Quasi eine Vorstellung der Figuren „Priest“ und „Rosemary Butterfly“, die beiden Sänger der Band.

Silent Darkness“ klingt dagegen schon fast wie ein Schubs in Richtung indianische Musik, getragen von einer klaren Gesangsstimme Mme Butterfly‘s. Sehnsüchtig, verträumt und doch spürt man die Hitze der Wüste. Sie singt von einer tiefen Liebe, die sie empfindet, aber laut ihrer Biographie noch keinem Wesen schenken durfte – bevor sie Priest begegnete und sie sich als gegenseitigem Part ihrer Seelen erkannten…

Mit dem Song „In The Silence“ antwortet ihr Priest. In der Stille wird sie ihn hören, in der Dunkelheit ihn sehen. Und sie werden Seite an Seite für immer zusammen bleiben. Kitschig? Nein, das wünscht sich doch jeder, daß jemand da ist, der ein „Für Immer“ noch als das ansieht, was es bedeutet. Es ist somit auch eine Botschaft, an die Wegwerfgesellschaft, die bei kleinen Fehlern gleich nach einem besseren Ersatz sucht.

Track 7 „Release Me“ kommt mir erstaunlich bekannt vor… Musicmaniacs: helft mir mal, woher kennen wir diesen Song? Nichtsdestotrotz, eine schöne Umsetzung eines bekannten Themas!

Der Instrumentale Song „Fate“ wirkt nur über die Musik, während sich über alle anderen Songs eine Geschichte über Liebe und Ewigkeit aufbaut. Es mag sein, daß die Texte auf die Dauer für einen eingeschworenen Metalfreak irritierend wirken können. Aber es ist auch ein wunderbares Album, wenn man gerade frisch verliebt ist, oder davor steht, die Liebe seines Lebens zu finden. Mir geht es jedenfalls so. Einfach träumen, daß der oder die Richtige da draußen irgendwo wartet und gefunden wird und man dann in einer eigenen kleinen Insel der Romantik und Liebe abtauchen kann.

Das ist auch mein Fazit für dieses Album: Vielleicht nicht ideal, wenn man gerade vor einer zerbrochenen Liebe steht und die Welt und den/die Ex verdammt, aber im anderen Fall: passende Musik für vertraute Stunden zu zweit. Und mit den Figuren und deren Geschichten zusammen betrachtet: ein Hoffnungsschimmer für alle, die glauben, daß ihre eigene Liebe vor unüberwindlichen Hindernissen steht.

 

Anspieltips: „Calling Me“ und „Come With Me

 

eure Luna ^v^

 

Anmerkung: Da diese Konzeptbands in Deutschland noch sehr ungewöhnlich sind, habe ich hier die Geschichte der Figuren und hier die Lyrics verknüpft. (Website Content in englischer Sprache)

 

Band Members:
Priest – Vocals
Rosemary Butterfly – Vocals + Keyboards

THE MESSENGERS
Blacksmith – Guitar
Roadblock – Guitar
Tsukime – Keyboards
Asmodeus Stone – Bass
Mason – Drums

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