Neue CD von Pantaleon: „Virus“

Am 16.6.2017 kommt die Debüt – Scheibe der Progressive-Metaller Pantaleon Virus“ über das Label SAOL / H‘Art.

Die Band will den Metal bewegen und Komplexität, Weite und die Eleganz großer Epen mit der Eingängigkeit und der Härte geradlinig vereinen. Dabei werden die Songs auf der CD durch Patrick Sühl (von Gun Barrel) im Studio abgerundet, Live und alle weiteren Bandaktivitäten werden dann von Till Sauer als fester Sänger der Band übernommen. Nun können die düsteren apokalyptischen Songs auch atmosphärisch Live in Szene gesetzt werden.

Thematisch befassen sich die englischsprachigen Songs mit einer dystopischen Welt, in der niemand niemanden traut und jeder mit sich selber beschäftigt ist und um das Überleben kämpft.

virus“ leitet das Thema ein, melodisch ruhig und fast hypnotisch wird die Musik als Kontrast zu den Schlagwörtern des Songs eingesetzt. Panik! Panik! Und dann die Auswirkung auf die Menschen. Dazwischen dann Ansagen, daß der Virus sich ausbreitet und nicht aufgehalten werden kann… Von der Zusammenstellung erinnert mich der Song sehr an „Keeper of the 7 Keys“ von Helloween – epische Parts gewechselt mit ruhigeren und aggressiveren. Auch mit über 10 Minuten Spieldauer kommt es annähernd hin. Ein Song, der eine ganze Geschichte erzählt und den Geist entführt.

wake up“ soll die Schlafschafe wecken. Gleich Neo sollen sie die Augen öffnen und die Wahrheit erkennen. Die Geschichte, die sie glauben zu kennen, ist erlogen und manipuliert. Wenn du nicht aufwachen willst, dann bleibst du in einem von ihnen bestimmten Leben. Blicke also durch ihre Verkleidung!

the condemned“ ist die Klage, eines Mannes, der unschuldig ist. Er ist ein Bauernopfer einer tat, die er gesehen, aber nicht begangen hat. Man hat ihn genommen, anstatt den wahren Schuldigen zu suchen und nun muß er damit zurechtkommen.

march of the titans“ fängt schon episch an. Nightwish meets Pantaleon. Und die Botschaft ist einfach: Entkommt man dem Gefängnis, in das man gezwungen wurde, so werden sie einen fürchten. Wie Titanen wandern die ehemals Gefangenen über das Land und starten die Revolution. Durch nichts aufzuhalten…

Thematisch der traurigste Song ist für mich „the only one“, in dem es um einen Verlassenen geht. Das ganze Leben scheint ruiniert, von Alkohol und Kippen bestimmt, während man über die Vergangenheit grübelt. Und die Zeit heilt nicht die Wunden, schreitet nur erbarmungslos weiter, während immer nur der einzige Satz „you were the only one“ im Kopf kreist. Aber auch Lächeln nutzt nichts. Am nächsten Morgen findet er die Worte, die er niederschrieb, in seinem Herzen und schreibt den Song, der nie gehört werden wird von der / dem einen…

Diese CD überrascht immer wieder mit scheinbar altbekanntem, das dann doch anders als erwartet umgesetzt wird. So kann man nicht eine einheitliche, langweilige Schiene erkennen, bzw. einen Stil, tausendfach kopiert, auf den man die Band festnageln könnte – und das ist phantastisch! So ist die Vielseitigkeit kein Mittel, möglichst viele Geschmäcker anzusprechen, sondern eine eigene Ausdrucksweise. Auch wechselt die Spielzeit der Songs, sture dreieinhalb Minuten sind nie der Fall. Wenn jetzt mit dem neuen Sänger diese Mucke auch live so umgesetzt wird, wird es ein tolles Event. Und Pantaleon breiten sich wie ein Virus über Deutschland aus…

 

Eure Luna ^v^

 

Line-up:
Patrick Sühl – Vocals
(Till Sauer – Vocals)
Sebastian Heuckmann – Bass
Xaver Schiffels – Guitar
Kevin Kott – Drums

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