Konzert: Dark Easter Metal Meeting 2017 in München

Am 15. und 16.04.2017 fand im Backstage München das Dark Easter Metal Meeting statt. Was soll ich sagen… Easter how it is supposed to be!

Die Konzerte spielten sich Samstag auf zwei, Sonntag sogar auf drei verschiedenen Bühnen ab: Halle, Club und Werk. 25 Bands, 3 Bühnen und Metal all day long. Was will man an Ostern mehr?!

Und das Backstage hielt sein Versprechen: keine Überschneidungen der Bands auf den Hauptbühnen. Wer wollte und ein bisschen plante, konnte wirklich gut jeden seiner Favoriten sehen. 

Die Crew des Backstage war wie immer absolut freundlich und hilfsbereit. Und auch die Versorgung mit Getränken und Essen war top. Kleiner Tipp von mir: das Pulled Pork Sandwich. Das müsst ihr unbedingt probieren!

Nun aber zum eigentlichen Thema: der Musik.

Folgende Bands gaben sich beim Dark Easter Metal Meeting 2017 die Ehre:

15.04.2017

  • Memoriam
  • Deserted Fear
  • Imperium Dekadenz
  • Ravencult
  • Sarkom
  • Outre
  • Giglamesh
  • Avslut

16.04.2017

  • Mayhem
  • Marduk
  • Asphyx
  • Ahab
  • Batushka
  • Helrunar
  • Pillorian
  • Harakiri for the Sky
  • Mourning Beloveth
  • Fäulnis
  • Décembre Noir
  • Revel in Flesh
  • Caronte
  • Ellende
  • Asphagor
  • Hailstone
  • Valborg

Ihr seht, es war so einiges geboten. Zuviel, um alles ausführlich in diesen Bericht zu packen. Darum erzähle ich euch hier von meinen ganz persönlichen Highlights des Dark Easter Metal Meeting 2017. Aber eines kann ich euch jetzt schon sagen: nehmt euch die Zeit und hört in alle 25 Bands des Dark Easter Metal Meetings mal rein. Gut waren sie alle und wirklich durchweg zu empfehlen!

15.04.2017 – Tag 1 des Dark Easter Metal Meeting 2017

Die erste Band, die ich erleben durfte, war AVSLUT. Die Band, gegründet erst 2016, war für mich die gelungene Eröffnung dieses dunklen Osterwochenendes. Wer dachte, eine erst so kurz bestehende Band würde bei einem Event wie dem Dark Easter Metal Meeting untergehen, wurde von Avslut definitiv eines besseren belehrt!

Dark Easter Metal Meeting 2017 Avslut
Avslut – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Avslut rockten die Club-Stage! Rasende Riffs, harte Drums und Vocs, die mehr als nur überzeugten. Hier ging nicht nur das Publikum ab. Auch einige Crew-Mitglieder des Backstage konnte man abrocken sehen. Avslut, das ist – wie der Vocalist  so schön sagte – swedish fu….. darkness! Und yeah, er hatte damit sowas von Recht!

Weiter ging es in der Halle mit IMPERIUM DEKADENZ. Die deutsche Black Metal-Band hatte vom ersten Akkord an eine wahnsinnige Verbindung zum Publikum. Die Leute gingen ab, als gäbe es kein Morgen. Überall sah man Headbanger und auch der Vocalist machte dabei kräftig mit. 

Dark Easter Metal Meeting 2017 Imperium Dekadenz
Imperium Dekadenz – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Das Growling, perfekt. Die Instrumental-Parts, meisterhaft. Gitarren, hart und melodisch zugleich, hämmernde Drums und eine Bühnenpräsenz, der man sich einfach nicht entziehen konnte. 

Für die nächste Band, ging es zurück in den Club. Hier gab sich die Münchner Band GILGAMESH die Ehre. Die Jungs präsentierten blackened Death Metal vom feinsten. Ein langer Schrei zu Beginn und schon ging es los. Dunkel, hart und voller Power. 

Gilgamesh Dark Easter Metal Meeting 2017
Gilgamesh – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

 

 

Die gruselig geschminkte Band befeuerte das Publikum mit rasendem Sound, der teils fast schon hektisch wirkte. Aber seine Wirkung dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb nicht verfehlte. Die Haare flogen zu jaulenden Gitarrensound, der von Growls und Screams begleitet wurde. 

Wer jetzt an eine Pause dachte… weit gefehlt. Nun war wieder Halle angesagt. Dort auf der Stage: DESERTED FEAR

 

Die Band begeisterte nicht nur mit gutem Death Metal, sondern auch mit einer tollen Connection zum Publikum, bei der auch eine kurze Anekdote über die feste Handbremse am Bus nicht fehlte.

Deserted Fear Dark Easter Metal Meeting 2017
Deserted Fear – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Zurück in den Club. Hier erwartete mich die Überraschung des Abends: OUTRE. Die polnische Band erschien mit gruseligem Make-Up und einem dämonisch anmutendem Intro. Creepyness pur.

Eingehüllt in massig Bühnennebel legten Outre los. Vocals, die teils wie zwei verschiedene Stimmen wirkten. Dunkles growling, hohes Screaming. Dazu brillante Gitarrensoli und Drums, die wie donnernde Säulen durch die Stücke trugen.

Outre Dark Easter Metal Meeting 2017
Outre – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Zwischen den einzelnen Songs gab es immer wieder dämonische wirkende Laute zu hören. Die Atmosphäre aus Nebel, rotem Licht und der Musik von Outre: creepy, düster und fast schon beängstigend. Kurz gesagt: eine Show der Spitzenklasse, bei der sogar der Lichttechniker nicht stillhalten konnte.

Outre, Musik kraftvoll, mitreißend und fast schon hypnotisch. Eine Band mit einem Charisma, das man nicht in Worte fassen kann.

Weiter geht es in der Halle mit RAVENCULT, ihres Zeichens Vertreter des Black Metal und Trash Metal. Hämmernder Sound mit gekonnten Screams und satten Gitarrenriffs. 

Der schnelle Metal von Ravencult kam an und nahm das Publikum für sich ein. Schnell, packend und einfach gut.

Im Club bereiteten sich mittlerweile SARKOM auf ihren Auftritt vor. Noch bevor der erste Ton erklang, war das Publikum schon voll dabei. Kein Wunder, Sarkom waren schon beeindruckende Erscheinungen, mit ihren gruselig geschminkten Gesichtern und den langen Spikes an den Armen.

Dark Easter Metal Meeting Sarkom
Sarkom – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Die Bühnenpräsenz von Sarkom war überwältigend. Ebenso wie Bass und Drums, die den Boden regelrecht zum vibrieren brachten. Das Publikum war fasziniert und ging vom ersten Sound an voll ab zu genialen Gitarren-Parts, perfekten Vocals und einer durchgehenden Connection mit dem Publikum. Sarkom sind definitiv ein Must see for everyone.

So ging ein grossartiger Samstag zu Ende. Vollgepackt mit Metal, klasse Bands und einer Atmosphäre, wie sie ihresgleichen sucht. Doch das Dark Easter Metal Meeting war noch nicht vorbei. Schon am nächsten Tag ging es weiter.

16.04.2017 – Tag 2 des Dark Easter Metal Meeting 2017

Der zweite Tag des Dark Easter Metal Meetings 2017 begann, wie der erste Tag aufgehört hatte: voller Power!

Im Club rockten ASPHAGOR die Bühne. Die Black Metaler aus Österreich begingen auf dem Dark Easter Metal Meeting 2017 auch gleich ihre 10-jährige Jubiläumsshow. Und wie sie das taten!

Asphagor Dark Easter Metal Meeting 2017
Ashpagor – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Der Beginn mit Donnerschlag und endsgenialem Scream des Vocalist lies ahnen, was noch alles folgen mochte. Der Mix aus melodischen Gitarrenparts mit harten Riffs konnte sich definitiv sehen lassen. Ebenso die Vocals mit der Kombination aus dunklen Growls und kreischenden Screams. Ein Können, welches dem Vocalist sogar ein Bier aus Fan-Hand bescherte. 

Asphagor, das ist Black Metal, wie er sein soll. Die Band ist mit einer Leidenschaft zu Gange, wie man sie nur selten sieht. Und dieser besondere Funke sprang auch auf das Publikum über. 

Als besonderes Highlight fand sich auch der frühere Sänger von Asphagor auf der Stage ein und unterstützte die Band bei einigen Songs. Der Gig der Österreicher war kraftvoll, berauschend und einfach genial.

ASPHYX machten sich nun im Werk bereit. Die vier Jungs aus den Niederlanden begeisterten mit feinstem Death Metal das Publikum. Dort gab es kein halten mehr. Die Haare flogen, die Mano Cornutas wurden gereckt und die Songs mit Applaus quittiert.

Asphyx Dark Easter Metal Meeting 2017
Asphyx – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Asphyx präsentierten instrumentales Können, abgerundet durch einen Vocalist, der seinen Job mehr als nur beherrscht.

Es folgte in der Halle: Black Metal von PILLORIAN. Die Band lieferte eine gute Show mit super Bühnenpräsenz. Auch Instrumental und Gesang konnten sich sehen lassen. Schade war nur, dass die Vocs anfangs teils gar nicht zu hören waren. Gitarren und Bass waren einfach zu laut. 

Marduk Dark Easter Metal Meeting 2017
Marduk – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Weiter ging es im Werk. Mit Spannung wurden hier MARDUK erwartet. Schon während des Intros sah man überall wo man hinblickte Mano Cornutas. Die Musiker wurden beim Betreten der Stage von Marduk-Rufen und jubelnden Pfiffen begrüßt.

Marduk, das ist Black Metal aus Schweden. Muss man dazu noch mehr sagen? Bereits beim zweiten Song bildete sich der erste Moshpit, begleitet von rasenden Gitarren und treibenden Drums. Schneller, aber dennoch teils wunderbar melodischer Sound. Marduk, eines der vielen Highlights des Dark Easter Sunday.

Zurück im Club erwarteten mich CARONTE. Die italienische Band präsentierte Shamanic Doom. Darunter konnte ich mir, bevor ich Caronte hörte, so gar nichts vorstellen. Ihr Sound: Satt und sehr basslastig. Das Besondere: der Cleargesang des Vocalist. Wie auch die Instrumental-Parts sehr gekonnt. Alles in allem überzeugten Caronte auf ganzer Linie mit ihrem ungewohnten, aber doch fesselnden Sound.

Caronte Dark Easter Metal Meeting 2017
Caronte – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: Andreas „Elwood“ Brauner

Nun war es soweit: Die Zeit von MAYHEM. Wie viele auf diese Band gewartet hatten, war sofort an der Menge der Leute im Werk zu erkennen. Bereits einige Zeit vor Beginn des Mayhem-Gigs war das Werk rappelvoll. Nach einer kurzen Durchsage, beim Fotografieren bitte kein Blitzlicht zu verwenden, ging es dann auch los.

Mayhem Dark Easter Metal Meeting 2017
Mayhem – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Das Werk wurde dunkel, Kirchenglocken schlugen und Nebel waberte über die Stage. Mayhem betrat die Bühne. Gehüllt in schwarze, zerrissene Kutten wirkten Attila, Necrobutcher, Hellhammer, Teloch und Ghul wie unheilvolle Mönche auf düsterer Mission. 

Die Black Metal Kombo aus Oslo bot jedoch nicht nur ein atmosphärisch starkes Bild, sondern auch ebenso starken Sound. Professionell, fesselnd und faszinierend. Und das Publikum? War voll dabei! Headbanging, Moshpit, Mano Cornutas, das volle Programm! Kein Wunder, bei Mayhems Hammer-Show! 

Da gab es nicht nur die 5 Band-Member, besten Black-Metal und Gänsehaut-Feeling, sondern auch Kerzen und einen Totenschädel, den Attila über die Bühne trug. Mayhem, das ist  Metal in Perfektion. Vom vollkommenen growling bis hin zu den jaulenden Gitarren, deren Sound einen an das Heulen verlorener Seelen denken lässt.

Nach dem großartigen Auftritt von Mayhem, folgte auch schon das nächste Highlight in der Halle: BATUSHKA mit ihrem ersten Auftritt ever in München.

Batushka Dark Easter Metal Meeting 2017
Batushka – Dark Easter Metal Meeting 2017 – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Die Neugier auf diese Band war groß, so dass bereits einige Zeit vor Beginn die Halle aus allen Nähten platze und die Leute nur noch schwungweise und schließlich gar nicht mehr eingelassen wurden.

Als die Show begann, war schon das Bühnenbild ein Wow für sich. Kerzenhalter, eine Art kleiner Altar mit Heiligenbildnis und mittendrin: Batushka in ihren brokatgeschmückten Kutten und verhüllten Gesichtern. 

Die Show begann mit der Segnung des Publikums, gefolgt von Weihrauchschwaden. Die Musik: melodisch. Der Gesang: sakral, wie ein Priester in der Kirche. Es war wirklich beeindruckend. Man konnte gar nicht anders, als hinzusehen.

Chorale Gesänge, melodische Passagen, Screamo, harte Riffs und donnernde Drums. Dazwischen teils Klänge, wie ein geisterhaftes Wispern. Dazu eine Show, die deutlich zeigte, dass es sich um eine russisch-orthodoxe Messe handeln sollte. Eine Kombination, die so fesselnd war, dass man alles um sich herum vergaß. Und zwischendurch klingelten immer wieder die 4er-Handglocken, wie bei der Segnung in der Kirche.

Batushka, für mich definitiv eines der Highlights des Wochenendes!

Das Dark Easter Metal Meeting 2017 war ein voller Erfolg und ein Wochenende, an das jeder Besucher noch lange zurückdenken wird. 

Vielen Dank an das Backstage und MRW Concert Promotion & Booking für dieses hammergeile Osterwochenende. Und natürlich auch ein großes Dankeschön an die Bands, die uns Besuchern eine so helltastic Zeit geschenkt haben.

Dark Easter Metal Meeting, nächstes Jahr definitiv wieder!!!

Eure BlackRose

Photograf: Andreas „Elwood“ Brauner

(Galerie folgt in Kürze)

Konzert Gorgoroth mit Supports Melechesh Incite und Earth Rot im Backstage München

Endlich war es soweit, der Tag von Gorgoroth war gekommen. Genauer gesagt, der 16.03.2017. An diesem Tag verwandelten Gorgoroth das Backstage München in einen höllischen Sumpf aus düsterstem Black Metal.

Gorgoroth
© Backstage München

Nach Stau und einem kleinen S-Bahn-Chaos hatte ich es endlich geschafft, im Backstage anzukommen. Im Gegensatz zu meinem Fotografen, der noch irgendwo im Nirgendwo im Stau stand. Daher kann ich euch zu diesem Beitrag leider keine Fotos präsentieren. Ein riesengroßes Sorry von mir deshalb!

„Blood Stains Europe“, die Gorgoroth 25th Anniversary Tour 2017

Im Backstage angekommen staunte ich nicht schlecht. Die Halle war voll! Kein Wunder bei Gorgoroth als Hauptakt. „Blood Stains Europe“, Gorgoroth 25th Anniversary Tour. Die 25 Jahre Gorgoroth bemerkte man auch im Publikum. Dieses war vom Alter her gesehen bunt gemischt von Jung bis Jung geblieben. 

Gorgoroth war mir schon vor dem Konzert definitiv ein Begriff, doch hatte ich es bisher nicht geschafft, die Truppe live zu sehen. Und auch auf die drei Support-Bands war ich sehr gespannt. Diese waren Earth Rot, Incite und Melechesh.

Earth Rot

Die australische Band lieferte astreinen Black- und Death-Metal. Und überzeugte mit ihrer Ausstrahlung ebenso wie mit ihrer Musik, auch wenn der Sound nicht immer zu 100 % perfekt erschien. Dennoch meines Erachtens eine Band, von der man definitiv noch hören wird.

Incite

Die Trash-Metaller aus Phoenix, USA enterten mit voller Power die Stage. Kompromisslos, rastlos und einfach Incite. Genau so kann man ihren Auftritt beschreiben. Incite machten Lust auf mehr und das, obwohl sie anfangs als Trash Metal-Band irgendwie so gar nicht zu den anderen Bands mit ihrem Black- und Death-Metal zu passen schienen. Doch diese Bedenken verpufften bereits mit dem ersten Song. Die Stimmung stieg gewaltig und sogar einen Moshpit konnte ich erkennen.

Melechesh

Ihr Stil: Mesopotamian Black-Metal. Oder anders ausgedrückt, ein Gemisch aus Black- und Death-Metal mit orientalischen Einflüssen. Charismatisch, mitreißend und schon lange kein Geheimtip mehr, brachten Melechesh volle Power bis zum Saitenriss. Hiervon hört man gerne mehr.

Alle drei Support-Bands waren mit Feuer und Hingabe dabei und man merkte ihnen den Spaß am Auftritt an. Am Merch-Stand waren die Jungs publikumsnah, unterhielten sich gerne mit den Besuchern und bestätigten so den positiven Eindruck, den sie bereits auf der Bühne machten.

Und dann, endlich…

Gorgoroth

Das Licht ging aus, die Stage wurde in blutrotes Licht getaucht und dort standen sie. Gorgoroth. Düster und creepy wie eh und je mit ihren unheilvoll bemalten Gesichtern, den Killernieten und einer Aura, so kalt wie der Tod. So gruselig der Anblick von Gorgoroth auch war, man konnte sich ihnen nicht entziehen. Denn spätestens als ihre Musik erklang, war man gefesselt vom düsteren Charisma der Band und ihrem unheilvoll-dunklem Black Metal.

Der gutturale Gesang von Hoest, der oftmals zu einem Screaming anwuchs, nahm einen gefangen und mit auf eine Reise in die düstere Welt von Gorgoroth. Es war schwer, den Blick vom Geschehen auf der Bühne abzuwenden. Und wie mir ging es auch allen anderen. Fasziniert schaute das Publikum hoch auf die Bühne und ging dabei mit, als gäbe es kein Morgen. Bis in die hintersten Reihen sah man Haare beim headbanging fliegen. Und jedem Song folgten am Ende unzählige Mano Cornutas, die man im Anbetracht, welche Band hier  auf der Bühne stand, auch gut als Teufelsgruß betiteln kann. Man merkte gut, der Kult-Status von Gorgoroth kommt nicht von ungefähr. Hell yeah, they are great!

Lediglich das Ende kam – zumindest für mich – überraschend schnell. Eben noch fast hypnotisiert von Gorgoroth, war es auf einmal auch schon vorbei. Viel zu schnell und unerwartet. Aber das ist vielleicht auch einfach nur meine ganz persönliche Meinung. Das Publikum rief noch nach Zugabe, wurde jedoch leider nicht erhört.

Und so endete ein Abend voll von helltastic Black-Metal, großartigen Support-Bands und headbangin’ Stimmung.

Eure BlackRose

Konzert-Info: Children of Bodom am 21.03.2017 in München

Children of Bodom
Children of Bodom – Photo: © PGM

 

Children of Bodom – sie sind seit 20 Jahren die Metal-Superstars Finnlands. Ihre Musik ist einzigartig und ihre Konzerte legendär. Im März kommt die Hate Crew nach München. Mit einer ganz besonderen Setlist an Klassikern ihrer letzten 20 Jahre im Gepäck. Ein Termin, den ihr definitiv nicht verpassen solltet!

Children of Bodom – 20 Years Down ’n Dirty Tour 2017 – am 21.03.2017 in München

Children of Bodom bewegen sich zwischen vielen Genres des Metal und sind so in keine Stil-Schublade zu stecken. Zu einzigartig ist die für sie typische Mischung aus Melodic Death Metal, Black Metal und Trash Metal.

Keyboard und Leadgitarre duellieren sich und preschen in schnellen Läufen, die Drums donnern treibend dazu und der Gesang ist guttural und fesselnd zugleich.

Heavy, kompromisslos und hart, das ist ihre Musik. Ihre Live-Shows gleichen einer phantastischen Trash-Party, die so voller Energie steckt, dass sie einfach jeden mitreißt. Eine Band, die man einfach live erleben muss!

Mit dabei on Tour: Forever Still (Alternative Metal) sowie ONI (Prog Metal).

Wer Children of Bodom, Forever Still & ONI live erleben möchte, findet hier noch Tickets für ihr Konzert in der Münchner Theaterfabrik. Ein Must See der Extraklasse! Wer dorthin nicht kommt, ist selber schuld!

  • Hauptact: Children of Bodom
  • Support: Forever Still und ONI
  • Wann: 21.03.2017
  • Beginn: 20:00 Uhr
  • Wo: Theaterfabrik München, Friedenstr. 10

Die Theaterfabrik auf dem Münchner Optimolgelände ist mit eine der beliebtesten Locations für Nachtschwärmer. Im Münchner Osten gelegen ist die Theaterfabrik vor allem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch mit dem Auto gut erreichbar.

Kommt in die Theaterfabrik und erlebt mit mir Children of Bodom und ihre Support-Bands live! Ich freue mich auf euch!

Eure BlackRose

Konzert-Info: Gorgoroth am 16.03.2017 in München

Gorgoroth
© Backstage München

 

Gorgoroth – eine Band, ein Ruf, ein Sound: True Norwegian Black-Metal.

Es gibt wohl fast niemanden, dem Gorgoroth kein Begriff ist. Sie sind hart, sie sind dunkel, sie sind böse. Und das seit stolzen 25 Jahren.

Ihr Sound ist nichts für schwache Nerven. Stählern, höllisch, brachial. So schmettern Gorgoroth ihre Klänge und Texte von der Bühne und entführen damit in ihre ganz spezielle dunkle Welt. Die Welt von Gorgoroth.

25 Jahre – für Infernus und seine Jungs von Gorgoroth Grund genug, auf Tour zu gehen.

„Blood Stains Europe“, die Gorgoroth 25th Anniversary Tour 2017

Es wird laut! Es wird böse! Es wird Black-Metal vom Feinsten! Wer Gorgoroth live erleben möchte, hat nun die Möglichkeit dazu: am 16.03.2017 im Backstage, München. Dieses Datum solltet ihr euch merken. 

Mit dabei: Melechesh und weitere Guests.

Gorgoroth, Melechesh & Guests live in Concert. Hier findet ihr noch Tickets für dieses Must-See in Sachen Metal. 

  • Hauptact: Gorgoroth
  • Nebenacts: Melechesh und weitere Guests
  • Wann: 16.03.2017
  • Beginn: 19:00 Uhr
  • Wo: Backstage München, Reitknechtstr. 6

Das Backstage ist eine von Münchens beliebtesten und angesagtesten Locations. Neben seinem besonderen Flair punktet das Backstage auch durch seine gute Erreichbarkeit – öffentlich wie auch mit dem Auto.

Gönnt euch einen Abend voll mit höllisch guter Musik! Kommt ins Backstage und feiert mit mir und Gorgoroth deren 25th Anniversary!

Ich freue mich auf euch!

Eure BlackRose

FestivalInfo: Mammothfest 2017 in Brighton UK

Mammothfest (06. – 08.10.2017) ist derzeit ein Indoor Hard Rock und Metal Festival, in der Küstenstadt Brighton, UK. Es traten bereits einige bekannte Bands auf: Onslaught, Texturen, Venom Inc, Conan, Ingested, Martyr Defiled, Entombed, Sylosis, Orange Goblin und viele mehr. Das Mammothfest bietet an verschieden Veranstaltungsorten ganztägige Shows und ist seit Gründung stetig gewachsen. Nun wollen die Veranstalter es nochmals erweitern.

Das Mammothfest 2017 offenbart nun die erste Welle des Line-Up für das diesjährige Festival einschließlich dem exklusiven Headliner Rotting Christ!

Das Mammothfest ist extrem stolz und aufgeregt, den ersten Headliner für 2017 zu verkünden: Rotting Christ! Gegründet von den Tolis Brüdern, Sakis (Gesang und Gitarre) und Themis (Schlagzeug), ist diese griechische Extrem Metal Band seit 1987 dabei und gilt als eine der ersten Black Metal Bands in ihrer Region und verdient einen ehrenhaften Status in der Europäischen Underground-Metal-Szene. Sie beeindruckte bereits eindrucksvoll den einzigartigen griechischen Black Metal-Sound, der in den 1990er Jahren besonders präsent war.

In ihrer langen Karriere haben sie zwölf Studioalben herausgebracht, mit der neuesten Veröffentlichung „Rituals“ (2016). Trotz der Tatsache, dass sie seit fast drei Jahrzehnten unterwegs sind, sind sie immer noch stark und behaupten ihre Dominanz. Ihr Name hat ihnen sogar Kontroversen in der ganzen Welt beschert, mit Demonstrationen außerhalb ihrer Shows und Mega Deths Musiker Dave Mustaine, der sich weigerte, eine Bühne mit der Band zu teilen.

Rotting Christ ist im Jahr 2016 auf Tournee gewesen, aber im Jahr 2017 machen sie nur einen britischen Auftritt und sie haben beschlossen, dass es das Mammothfest sein wird. Sie haben ihren Auftakt am Freitag, den 6. Oktober 2017 auf der Black Metal Bühne und bieten eine exklusive Performance!

Wir sind extrem aufgeregt, euch Tsjuder für einen seltenen Auftritt als Hauptunterstützung für Rotting Christ bekannt zu geben. Tsjuder entstand 1993 und veröffentlichte ein paar EPs, bevor sie sich für Drakkar Productions entschieden und ihr erstes komplettes Album „Kill For Satan“ im Jahr 2000 veröffentlicht haben. Seither haben sie vier weitere Alben veröffentlicht. 

Im Jahr 2015 veröffentlichten sie ihr fünftes und aktuelles Album ‚Antiliv‘. Tsjuder ist derzeit auf Tournee und sind später glücklicherweise auf dem Mammothfest, um die Freude der Metall-Fans in Brighton zu rocken. Mit einem alten, satanischen Black Metal-Sound, der aus dem Stil der 80er und frühen 90er-Black Metal-Bands kommt, ist Tsjuder eine fantastische Live-Band. Komm und erlebe ihre kompromisslose düstere Atmosphäre auf dem Mammothfest!

Um die mächtige Black Metal Bühne zu eröffnen, wird euch der extreme lokale Metal-Akt Vehement einheizen. An der Südküste Englands stammende Band Vehement hisst bereits seit vielen Jahren die Black Metal-Fahne in Sussex. Mit einem eifrig erwarteten Album, sind wir sicher, dass es viel Hype um die Band geben wird.

Am Samstag, den 7. Oktober 2017 auf der Death / Extreme Metal-Bühne wird der Headliner noch nicht enthüllt. Allerdings haben wir keine Angst, denn darunter sind einige reguläre Mammothfest-Publikumsfreunde wie Meta-Stasis, die sich aus zwei Bands, Sikth und Ted Maul gebildet haben und die Massen seit dieser Mutation im Jahr 2012 terrorisieren. Ein neues 3. Studioalbum ist fast fertig. Kann der Wahnsinn noch göttlicher werden?

Als nächstes ist Londons Metal Act Death Remains bestätigt, dessen Debüt 2013-Album ‚Stand.Fight.Believe‘ kritischen Beifall erhielt und sie mittlerweile sehr berühmt gemacht hat.

Schließlich geben sich die Band Bleed Again die Ehre, die Brighton Helden und Fan-Favoriten auf dem Mammothfest sind. Im Jahr 2016 lieferte Bleed Again eine der unvergesslichsten Sets des Wochenendes, in dem sie ihr letztes Lied und Video für die melodischen „Through The Eyes“ gefilmt und sie zu einer der besten Publikumsreaktionen des ganzen Festivals gemacht haben. 

Die nächste Band für das Mammothfest für Sonntag, den 8. Oktober 2017 auf der Stoner Doom-Bühne ist ebenfalls noch nicht endgültig bestätigt. Schließlich werden Grave Lines (einschließlich Iron Giant von Sea Bastard), die derzeit die belgische Band Oathbreaker unterstützen, ihren Weg auf die Bühne finden.

Lagerstein ist die erste VIP After Party Band, die am Samstag, den 7. Oktober 2017 auftreten werden. Lagerstein sind die ultimative Partyband, da es sich um eine siebenteilige Trink-, Rocking-, Piraten-Rock / Metal / Folk-Act aus Brisbane, Australien handelt. Sie tourten mit den bekannten Piratenmetallern, Alestorm, sowie Bands wie Kataklysm und weitere. Außerdem sind sie mit zusätzlichen Sessionmusikern bewaffnet, die effektiv ihre Trinkmannschaft sind! Komm und werde ein Teil dieser Piratenmetallparty!

Mammothfest wird in den kommenden Monaten noch weitere Partypartys bekannt geben. Wenn du also bis spät in die Nacht Party machen willst, dann musst du dir eines der sehr limitierten VIP-Tickets auf der Website sichern!

Limitiert auf nur 50 VIP-Tickets am Wochenende (20 Wochenende und 30 pro Tag) sind schon bald ausverkauft. Du erhältst nicht nur Zugang zu den After-Show-Parties, sondern das Mammothfest lädt dich Backstage ein, um die Headline-Bands zu treffen.

Neben der Hauptbühne wird es unsere geliebte RIKSTOCK-Bühne geben, die eine Plattform für unsere unglaublichen aufstrebenden Künstler bietet, aber mehr dazu wird in Zukunft angekündigt.

Traditionell findet Mammothfest in einer Vielzahl von Brighton Musik-Locations statt. Aber die Veranstalter haben zugehört, was die Fans wollen und haben beschlossen, dass das diesjährige Festival in nur an einem Ort stattfinden wird. Es wird das leicht zugängliche und große Gelände direkt am Strand an der Meersteite The Arch sein.

Der Veranstaltungsort verfügt über zwei Live-Räume, was bedeutet, dass es für Fans einfach sein wird, zwischen den beiden Locations zu wechseln. Außerdem liegt es in einer erstklassigen Lage für Einheimische und nicht-lokale Fans gleichermaßen, da es sich in der Nähe des Bahnhofs befindet .

Details des Veranstaltungsortes: http://thearch.club/
Anschrift: King’s, 189 King’s Rd, Brighton BN1 1NB

Der kleinere Raum wird auch der sein, wo die VIP-Partys jede Nacht stattfinden werden und mit einem Schritt aus dem Veranstaltungsort bist du buchstäblich am Strand! Wie cool ist das denn?

Auf der neuen Website www.mammothfest.uk könnt ihr euch über die neuesten Nachrichten, Bands sowie Rabatte und Eintrittsgelder erkundigen. Check it out now!

Eintrittskarten für Mammothfest sind ab sofort erhältlich und beinhalten Tageskarten und VIP-Wochenendtickets: https://mammothfest.uk/product-category/tickets/

Stilrichtungen des Metal, Teil 6: Black Metal

Black Metal ist in meinen Augen die extremste Form des Metal. Neben Death und Thrash Metal gehört dieser Musikstil in den Bereich des Extrem-Metal. Und zwar aus gutem Grund, ist er doch in vielen Belangen extrem. Wenn ich an Black Metal denke, fallen mir zum einen die in dieser Szene vorherrschenden Ideologien ein, zumeist bestehend aus Satanismus, allgemeiner Misanthropie oder anderen krassen Weltanschauungen. Zum anderen denke ich an das charakteristische Auftreten der Bands, ihre Outfits und Ästhetik: umgedrehte Kreuze, Leder, Nieten und Patronengurte sowie Corpsepaint (schwarz-weiße Gesichtsbemalung). Pseudonyme sind allgegenwärtig; fast jeder Musiker gibt sich einen Künstlernamen. In Bezug auf die Musik ist dieser Metal-Stil roh, kalt, eher unmelodisch und sehr schnell. Typisch ist der Gesang, der als Krächzen oder Kreischen bezeichnet werden kann. Soweit der grobe Umriss.

King Diamond live 2006 Moscow 01 Über die Jahre vollzog dieses Genre eine interessante Entwicklung. In den Achtzigerjahren fing alles recht harmlos an. Damals waren es Bands wie Venom, Mercyful Fate (Foto) und Bathory, die den Weg ebneten. Venoms Album Black Metal gilt als Namensgeber. Die britische Band spielte mit satanischen Symbolen und provozierte damit bewusst. Einen ernsten Hintergrund hatte dies jedoch nicht. In den späten Achtzigern und frühen Neunzigern kristallisierte sich Skandinavien, insbesondere Norwegen und Schweden, als Black-Metal-Zentrum heraus. Zu den wichtigsten Bands aus diesem Raum gehören Mayhem, Dissection, Marduk, Darkthrone, Satyricon und Immortal. Bis heute verbinden viele Metaller mit Black Metal vor allem skandinavische Bands, obwohl der Stil natürlich auch anderswo vertreten wird.

Musikalisch, wie auch in jeder anderen Hinsicht, grenzt sich BM stark von anderen Subgenres ab. Die in der Regel nicht tiefer gestimmten Gitarren spielen disharmonische, schnelle Riffs. Auch das Drumming ist sehr schnell, mit vielen Blastbeats. Dazu gesellt sich der bereits erwähnte Kreisch-Gesang, an dem man BM-Bands sofort erkennt. Die auf diese Weise erzeugte Musik klingt für Außenstehende mitunter wie ein undefinierbarer Brei oder Krach. Das ist durchaus gewollt, denn Black Metal will der Masse nicht gefallen. Kommerzieller Erfolg wird von “echten” (true) Black Metallern verachtet. Aus diesem Grund sind die Alben absichtlich schlecht produziert. Es soll rau, unpoliert und nach Underground klingen. Das tut es dann auch. Viele Liebhaber des ursprünglichen Black Metal schätzen genau das und lehnen Bands ab, deren Alben einen klareren Sound aufweisen oder die gar kommerziell erfolgreich und damit massenkompatibel sind.

Neben der Musik nehmen die Lebenseinstellungen und das daraus resultierende äußere Erscheinungsbild der Bands eine zentrale Rolle ein. Hier wird es ein wenig kompliziert. Bleiben wir in Skandinavien, genauer gesagt in Norwegen. Hier spielten sich in den Neunzigerjahren nämlich verschiedene Vorkommnisse ab, die die Szene in den Fokus der Öffentlichkeit rückten. Dafür verantwortlich waren einige junge Black Metaller, die diverse Straftaten – bis hin zum Mord – begangen. Das erste schockierende Ereignis war der Selbstmord des damaligen Mayhem-Sängers, der bezeichnenderweise das Pseudonym Dead trug. Der Suizid an sich war gar nicht das Verstörendste daran. Sein Bandkollege und wichtige BM-Persönlichkeit Euronymous (richtiger Name Øystein Aarseth) fand den Toten, der sich in den Kopf geschossen hatte (das Bild oben zeigt beide zusammen, Dead links). Er machte Fotos, um sie später auf Album-Covern zu verwenden. Zudem sammelte er einige Schädelsplitter ein, aus denen er Kettenanhänger anfertigen ließ, die er an Freunde verschickte. Erklären lässt sich solch zynischer Wahnsinn mit einer Ideologie, die den Tod verehrt und menschliches Leben als minderwertig ansieht. Ab diesem Ereignis sorgten Norwegens Black-Metal-Protagonisten für eine Schlagzeile nach der anderen.

Zur damaligen Zeit entstanden zahlreiche Bands und gleichzeitig eine Bewegung, die ihren Überzeugungen Taten folgen ließ. Skandinavischer Black Metal in der Regel satanisch oder zumindest antichristlich. Einige Mitglieder der norwegischen Szene verliehen ihrer Denkweise Ausdruck, indem sie Kirchen in Brand steckten. Auch Grabschändungen und Angriffe auf Andersdenkende kamen vor. 1992 verübte Bård G. Eithun, Mitglied der Band Emperor, einen Mord. Zu derartigen “Aktionen” gesellte sich zu allem Überfluss auch noch eine politische Komponente. Mehrere Musiker machten allerlei nationalistische und rechtsradikale Aussagen in Interviews. Später distanzierten sich einige davon oder wiesen den Vorwurf, rassistisch zu denken, von sich. Dennoch hatten diese Äußerungen maßgeblichen Einfluss darauf, dass Black Metal, auch in Deutschland, in Teilen von Nazis unterwandert ist. Diese politisch geprägte Strömung wird als NSBM (nationalsozialistischer Black Metal) bezeichnet. Den allermeisten Metalheads, mir übrigens auch, ist das alles ein Dorn im Auge.

Die drastischen Geschehnisse in Norwegen fanden 1993 ihren Höhepunkt. Neben Euronymous war Varg Vikernes, einziges Mitglied von Burzum, eine wichtige Figur der Szene. Im August ’93 ermordete Vikernes (Pseudonym Count Grishnackh) seinen ehemaligen Freund Euronymous mit 23 Messerstichen. Die Haftstrafe für diese Tat hat er mittlerweile abgesessen. Vikernes ist bekennender Rassist, der über die Jahre mit teils widersprüchlichen und wirren Theorien sowie mit einem missglückten Ausbruchsversuch aus dem Knast Aufmerksamkeit erregte. Die atmosphärische Musik Burzums wird innerhalb der Szene hoch geschätzt. Während einige Metaller Vargs politische Ansichten ausklammern oder tolerieren, lehnen andere Burzum aus diesem Grund konsequent ab.

Nach dem Mord ging der ursprüngliche norwegische Black Metal ziemlich den Bach runter. Zwar gab es noch einige Veröffentlichungen, aber Black Metal war nicht mehr das, was er war. Es entstanden neue Bands und neuartige Richtungen. Für viele Fans ist das Genre damals gestorben. Dafür gab es einen neuen Stil, den Symphonic Black Metal. Mit rohem, unzugänglichen Black Metal hat dieser nichts mehr gemein. Die Produktionen weisen einen satten, bombastischen Sound auf und die Songs sind weitaus eingängiger. Wichtigste Vertreter sind Cradle of Filth (aus England) und Dimmu Borgir (Norwegen). Eine zeitlang habe ich diese beiden Bands sehr gerne gehört. Dabei hatte ich aber nie das Gefühl, Black Metal zu hören. Es fehlt die Ernsthaftigkeit, das Böse, die kalte Atmosphäre, die Black Metal ausmacht. Ernsthaft wirken diese Bands nun wirklich nicht. Bei Cradle of Filth dreht sich alles um Horror- und Grusel-Themen. Von überzeugtem Satanismus keine Spur. Die Bezeichnung Black Metal verdienen beide Bands nicht.

Watain 27 03 2014 08 Ein weiteres Beispiel für eine norwegische Band, die sich ein gutes Stück vom Black Metal weg entwickelt hat, sind Satyricon, die ich sehr mag. Gerade weil sie sich in eine andere Richtung gewendet haben. Ehrlich gesagt kann ich mit ursprünglichem Black Metal meist nicht viel anfangen. Was Satyricon machen, finde ich hingegen großartig. Die Band ist eigentlich nur zweiköpfig und tritt live mit Gastmusikern auf. Letztes Jahr übrigens auch auf dem WGT. Auch wenn BM nicht wirklich mein Genre ist, gibt es hin und wieder Bands, die mich positiv überraschen. Auf den Festivals letztes Jahr waren das die Schweden Watain. Die Musik ist sehr atmosphärisch und die Bühnenshow mit Ritualen und Kerzen (siehe Foto), aber auch Blut und Gestank, sorgt für ein intensives Erlebnis.

Natürlich gibt es noch viele bedeutende, berüchtigte und interessante Black-Metal-Bands, die ich hier nicht erwähnt habe. Black Metal ist ein weites Feld. Eine reine Beschreibung der Musik reicht da einfach nicht aus. Die Weltanschauung, die politische Kontroverse sowie die Ereignisse in Norwegen gehören dazu. Ich hoffe, ich konnte Euch einen Überblick über diese vielschichtige Szene geben. Im nächsten Teil wird es weitaus weniger böse zugehen.

Bandporträt: The Styx Shipping Society

TSSS_LiveHeute möchte ich Euch eine Band aus dem bayerischen Fichtelgebirge vorstellen: die fünfköpfige Styx Shipping Society. Seit 2007 gibt es die Gruppe, die sich seitdem ordentlich weiterentwickelt hat. Im letzten Jahr erschien die aktuelle EP “Auf Aschegrauen Straßen”. Der deutsche Titel kommt nicht von ungefähr – das Album besteht ausschließlich aus Songs mit deutschsprachigem Gesang. Das ist neu, denn auf den Vorgängerwerken – ein Demo, eine Mini-CD und ein Full-Length-Album – sind die Lyrics des Sängers P. Gottfried noch in englischer Sprache gehalten. Zukünftig soll der deutsche Gesang aber fester Bestandteil der Band bleiben.

 

P. GottfriedNun zur wichtigsten Frage: Welche Art Musik darf der geneigte Zuhörer von The Styx Shipping Society erwarten? In den Songs geht es düster und atmosphärisch zu. Am ehesten ist die Band in den Genres Black- und Dark Metal anzusiedeln. Der ausdrucksstarke Gesang wechselt mitunter von charakteristischen Black-Metal-Vocals zu tief gegrölten und auch gesprochenen Passagen, was für Abwechslung sorgt – nie verkehrt, wie ich finde. Jetzt bin ich schon wieder beim Gesang gelandet, was daran liegen mag, dass dieser durch die deutschen Texte stark in den Vordergrund gerückt wird.

 

MartinDie Musik spielt aber natürlich eine ebenso gewichtige Rolle. Und hier finden sich neben vielen kraftvollen Metalparts auch durchaus rockige Anteile. Teilweise gehen die Instrumentalisten sogar richtig progressiv zu Werke, was mir besonders gefällt. Das Gesamtergebnis ist abwechslungs- und facettenreicher Metal. Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere ein paar Hördurchgänge benötigt, um Zugang zu den Songs zu finden. Für mich ist das ein gutes Zeichen, denn das, was sofort ins Ohr geht, wird meist ebenso schnell langweilig. In der Musik von Styx Shipping Society gibt es hingegen viel zu entdecken.

 

SvenFür “Auf Aschegrauen Straßen” hat übrigens jedes Bandmitglied einen eigenen Song beigesteuert. Das nenne ich mal faire Arbeitsteilung! Dass obige Fotos nur vier Leute zeigen, liegt daran, dass die Truppe kürzlich Zuwachs in Form einer Gitarristin erhielt, sodass sie inzwischen aus fünf Nasen besteht. Auf der Band-Website http://www.thestyxshippingsociety.de findet Ihr alle Infos sowie Links, wie Ihr die Alben erstehen könnt. Bei Youtube könnt Ihr außerdem in älteres wie neues Material reinhören und Euch auch von den Live-Qualitäten der Band überzeugen.

 

FabianApropos live: Nach einer krankheitsbedingten zweijährigen Konzertpause steht am 5. Juni der nächste Auftritt an, und zwar auf dem Genital Festival (wer hat sich diesen Namen bloß ausgedacht?) in Sichersreuth. Bleibt zu hoffen, dass zahlreiche weitere Auftritte folgen werden. Also, liebe Metalheads, unterstützt den Underground und zieht Euch die Band mal rein! Ich würde sagen, es lohnt sich und bin gespannt, was man in Zukunft noch von der Styx Shipping Society hören wird.

Festivals – wer die Wahl hat, hat die Qual

Bald ist es wieder so weit: Sommerzeit ist Festivalzeit. Jedenfalls für Tausende Musikfans, die alljährlich die großen und kleineren Open-Airs bevölkern, um zahlreiche Konzerte zu erleben, gemeinsam zu feiern, sich auszutauschen und einfach eine gute Zeit zu haben. Es soll ja Menschen geben, die nicht gerne auf Festivals gehen. Hm, damit kann ich mich nicht wirklich identifizieren – ich fand das schon immer super. Zumindest, sofern es einigermaßen gut organisiert ist. Mein erstes Festival war 1996 das Dynamo in Holland. Später bin ich einige Jahre nach Wacken gefahren, zuletzt 2005. Danach wurde es mir dort zu ungemütlich, groß und teilweise seltsam, was das Publikum angeht.

Road to Wacken

Mit Wacken ist das wohl so eine Sache. Es ist nunmal das größte Metal-Festival und auch irgendwie Kult. Wahrscheinlich kann ich es auch gar nicht mehr richtig beurteilen, da mein letzter Besuch so lange zurückliegt. Dass es mittlerweile riesig und zum Mainstream geworden ist und eine Art Volksfestcharakter entwickelt hat, ist aber kaum von der Hand zu weisen. Da das Angebot in Deutschland so unglaublich groß ist, fährt kaum noch jemand, den ich kenne, nach Wacken. Als Metalhead hat man reichlich Auswahl und könnte theoretisch den ganzen Sommer auf irgendwelchen Ackern und Flugplätzen feiern.

 

Da ist es manchmal nicht einfach, sich zu entscheiden. Zugegebenermaßen ein Luxusproblem. Wenn ich nicht irre, gibt es in anderen Szenen, zum Beispiel im Gothic-Bereich, nicht ganz so viele Events. Oder doch? Bei der Entscheidung, welches Festival es sein soll, spielt das Line-up bzw. die musikalische Ausrichtung die Hauptrolle; schließlich geht es primär um die Musik. Die Größe und Atmosphäre ist mir persönlich auch immer sehr wichtig. Kleine, intimere Festivals sind mir lieber als die Riesenveranstaltungen. Ein Festival in der Größenordnung von Rock am Ring schreckt mich von vorne herein ab, ganz egal, wie gut sich das Billing liest.

 

Eines meiner Lieblingsfestivals ist das Rock Hard, das immer zu Pfingsten im Gelsenkirchener Amphitheater stattfindet. Perfekt hinsichtlich Größe und Location! Die Musik ist relativ gemischt, wobei ein Schwerpunkt auf Hardrock und Heavy Metal liegt. Allen Freunden des Extrem-Metal, sprich Death, Thrash, Black und Grindcore, lege ich das Party.San in Thüringen ans Herz. Auf diesem kleineren Festival fand ich das Publikum sehr angenehm und die Stimmung war durchweg gut.

 

Bei Mega-Events wie dem Summer Breeze sollte bezüglich der auftretenden Bands fast jeder glücklich werden, egal auf welche Art Metal er steht. Auf vier Bühnen wird so ziemlich alles geboten, von Mittelalterrock bis Black Metal. Dort hat es mir letztes Jahr zwar auch gut gefallen, aber mir ist es dann doch etwas zu groß und anstrengend. Aber das ist eben Geschmacksache.

 

Ob stark durchmischt oder in die eine oder andere Richtung ausgeprägt – auch 2015 gibt es wieder unzählige Festivals in Deutschland und den Nachbarländern. Los geht’s meistens an Pfingsten. Während die Schwarze Szene sich auf dem WGT in Leipzig tummelt, rocken die Liebhaber härterer Klänge im Ruhrpott beim bereits erwähnten Rock Hard Open Air. Natürlich gibt es an dem verlängerten Wochenende noch einige andere, mir jedoch nicht näher bekannte, Optionen.

 

Am darauffolgenden Wochenende findet in Gelsenkirchen das Rock im Revier statt, das für mich zwar wirklich gut klingt, aber riesig zu sein scheint. Für alle, die sich noch nicht entschieden haben oder sich einen ersten Überblick verschaffen wollen, gibt es verschiedene Websites, auf denen sämtliche stattfindenden Festivals aufgeführt sind. Aber seid gewarnt: Die Liste ist lang. Von Mittelalterfesten auf Burgen über diverse Umsonst-und-draußen-Veranstaltungen bis zu Ein- bis Viertagesfestivals jeglicher Musikrichtungen ist wirklich alles dabei.

 

Warum also nicht einmal etwas Anderes ausprobieren? Vielleicht entdeckt man dabei sein neues Lieblingsfestival. Wer übrigens keine Lust hat, im Zelt zu nächtigen, kann sich ein Zimmer in der Nähe des Geländes gönnen. Da wacht man dann ganz entspannt morgens auf, duscht und frühstückt in aller Ruhe und startet frisch in den Tag. Auch wer das Privileg hat, im VIP- bzw. Pressebereich unterzukommen, genießt einen angenehmen, stressfreien Aufenthalt. Wie und wo auch immer, Festivals sind doch eigentlich immer ein besonderes Erlebnis, oder? In diesem Sinne: Jetzt schon einmal viel Vergnügen, wohin es Euch auch verschlägt!

 

Festivalbericht vom Rock im Betonwerk in Mittelbach bei Chemnitz

Rock im Betonwerk 2013

Am 25.07.2013 bis zum 27.07.2013 fand mal wieder das Rock im Betonwerk Festival statt. Und wir von Metal Roses waren wieder mit einem Stand vor Ort.

Das Festival fand in einem richtigen Betonwerk statt, wo noch am Donnerstag und Freitag gearbeitet wurde. Auch noch andere Firmen wie einer KfZ-Werkstatt befindet sich auf diesem Gelände. Da gab es dann aber leider keine Möglichkeit, das Zelt richtig zu sichern, denn wir standen auf purem Asphalt. Auch Konkurrenten gab es kaum welche, denn insgesamt mit Festival-Merch-Stand waren es nur 4 Stände.

Der 1. Tag verlief sehr entspannt. Musik kam jedoch nur aus dem Indoor-Bereich, wo Wintersun, Belphegor, Negura Bunget, Eminenz, Nervecell, 4 Arm, Emergency Gate und Helldorados bis um 02:30 unterschiedlichen Death Metal zum Besten gaben.

Am Tag 2 war nun auch das Metal Stage im Outdoor-Bereich geöffnet und Nevertrust gaben den Auftakt zu einem sehr durchwachsenen Tag mit wunderbarem Rock und Metal. Danach kamen die Pagan Metaler XIV Dark Centuries in ihren mittelalterlichen Outfits. Mit Stahlmann kam danach feiner Neue Deutsche Härte auf die Bühne. In ihren in Stahlfarben bemalten Körper habe einen wunderbaren Auftritt hingelegt.

Mit Kissin´ Dynamite ist dann etwas Glamour auf die Bühne eingezogen. Mir ihrem Heavy Metal waren sie bereits Vorgruppe einer Glam Rock Band. Die nächste Band Turisas hatte in Sachen Bühnen-Outfit schon etwas ausgefallenes zu bieten. Sie gaben Viking Metal zum Besten, der von vielen Fans mit Jubeln und der eigenen Bemalung Tribut zollten. Sie hörten sich ungewohnt gut an, was ich, die mit nicht so viel Metal zu tun hat, doch gewundert hat.

Das Mulittalent Peter Tägtgren von Pain war nun als nächstes dran und die Fans kamen in Scharen. Wo ich dann an unserem Stand ein wenig Zeit hatte, die ersten Zeilen für euch Leser zu schreiben.

Der Headliner an diesem Abend auf der Metal Stage war nun dran. Es gab Hardcore von Suicidal Tendencies zu hören. Was jedoch nicht meine Musik war. Die sind auch eher in der Skater Szene bekannt, was dem Festival insgesamt eine durchwachsene Musik Mischung bescherte.

Auf dem Black Stage gaben sich diverse Black Metal Bands die Klinke in die Hand. Angefangen mit Ebony Wall. Was für mich doch recht ungewohnt war, dass an dem Micro eine Frau sang. Sie hat auch sehr verständlich gesungen. Danach kamen dann noch Gorilla Monsoon, Hate, Fleshgod Apocalypse, Anaal Natraakh und Obscura.

Da es doch für uns am Stand nach 12 Std. Arbeit und den doch recht hohen Temperaturen recht anstrengend war, habe ich die Auftritte von Lock Up, Brutal Truth und Excrementory Grindfuckers nicht mitbekommen. Sie hatten ihre Auftritte wieder bis kurz vor 3:00 Uhr nachts. Aber der Schlaf hat uns sehr übermannt.

Der 3. Tag war vom ganzen Festival wohl der heißeste Tag. Alle Bands auf dem Metal Stage im Outdoor-Bereich hatten den ganzen Tag eine direkte Sonneneinstrahlung, was so machen Band veranlasste, sich während der Session mehrmals mit Wasser zu übergießen. Auch wir am Stand hat die Sonne zu schaffen gemacht. Zu zweit haben wir innerhalb von 3 Tagen 18 einzelne 1,5 Liter Flaschen Wasser und Ginger Ale getrunken.

Angefangen hat es wieder mit einer Death Metal Band aus Deutschland. Artless haben komplett schmucklos gespielt, was den Fans aber nicht störte. Mit Nitrogods gabe es nun eine Heavy Metal Band, die sich doch sehr gut anhörte. Sie hatte bei ihrem ersten Studioalbum sogar prominente Hilfe von Dan McCafferty und Eddie Clark.

Mit Lord of the Lost war dann auch was für das weibliche Geschlecht auf der Bühne. Allein Sänger Chris Harms ist schon eine Augenweide. Aber auch die Musik war sehr gut. Sie spielten Dark Rock. Diese Band war es auch, die sich sehr häufig mit Wasser erfrischte. Nun wurde es doch langsam etwas bekannter auf der Bühne und Megaherz zogen vielen Fans an. Diese Musiker hatten sich auch nicht nehmen lassen, dich ihre Bemalung aufs Gesicht zu zaubern, war bei den Temperaturen doch recht warm sein musste.  Diese Band wir auch der Neuen Deutschen Härte zugeordnet.

Es folgten nun Equilibrium mit Pagan Metal und die seit 1982 Musik machenden Herren von Sodom. Als Headliner am Samstag waren dann die Musiker von Powerwolf auf der Bühne. Ihre aufwendige Bühnenkulisse und deren Show war sehr gut. Aber die Motivationsschreie vom Sänger waren dann nach mehr als 5 Minuten doch etwas zu viel.

Auf der Black Stage traten dann Path of Destiny, Inhume, Agrypnie, Grailknights mit Ihren bunten Capes sowie Graveworm und D.N.S nacheinander auf. Aber aufgrund der Hitze war es dort kaum auszuhalten. Ab Mitternacht bis wieder um kurz vor 3:00 Uhr nachts waren dann noch Ewigheim mit dem Schlagzeuger von Eisregen, MYRA und Last Chapter auf.

Was ich dieses Jahr sehr gut fand, war die Autogrammstunden, die einige Musiker am Merchandise-Stand gaben. Ich habe mir da gleich eines von Lord of the Lost geholt. Auch die Festivalorga war wieder super. Es hat wieder alles geklappt und mit Lijana eine super Anprechpartnerin gehabt.

Alles in allem ein sehr gelungenes Festival, was wir von Metal Roses sicherlich wieder besuchen werden.

Bericht über das Metal Franconia Festival und unseren Aufbau

Metal Franconia Festival 2013

Die Festivalsaison hat endlich begonnen und wir von Metal Roses sind wieder mit von der Partie. Als erster Termin stand dieses Jahr das Metal Franconia Festival vom 12.04. – 13.04.2013 in Dettelbach an.

Dieses Mal haben wir uns erst am Freitagvormittag auf den Weg gemacht. Normalerweise fahren wir bereits am Donnerstag los. Das Auto wurde aber bereits am Donnerstag beladen und da sind bei unserem Auto gute Erfahrungen in Tetris gefragt, damit alles ordentlich und sicher verstaut werden kann.

Nachdem wir uns in einem Supermarkt vor Ort mit Verpflegung eingedeckt hatten und gemeinsam mit dem Veranstalter ein Standplatz gefunden war, ging es ans Auspacken und Aufbauen. Kaum stand das Zelt, wurden auch schon die Waren auf den Tischen platziert. Die Kundschaft konnte kommen und das tat sie bis 1:00 Uhr nachts.

Solange war unser Stand an beiden Tagen geöffnet. Ich gehe meistens nach der Running Order des Festivals, wobei ich abends auch mal spontan entscheide, wann wir zumachen. Sobald die ersten Besucher das Gelände stürmen, beginnt unsere eigentliche Arbeit.

Bei uns werden Freundlichkeit und Service sehr groß geschrieben. Da bekommt der Kunde zum Beispiel einen Stuhl, um die Schuhe anzuprobieren, die wir verkaufen. Zudem bieten wir dem Kunden Kartenzahlungen an.

Wir nächtigten selbst auch auf dem Festival. So haben wir unsere Waren auch nachts immer im Blick.

Wie üblich erfolgte der Abbau auch beim diesjährigen Metal Franconia Festival am Sonntagmorgen, so dass es für uns stressfrei war. Natürlich hatten wir weniger Waren einzupacken, aber ein bisschen Tetris-Spiel ist bei unserem Auto immer notwendig.

Als schließlich alles wieder im Auto verstaut war, traten wir die Heimreise an und freuten uns auf ein warmes Bad und eine heiße Mahlzeit.

Obwohl sich das alles recht einfach anhört, sind auch wir als Händler nach so einem langen Festival-Wochenende ausgelaugt. Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick geben und freue mich, euch auf einem der nächsten Festivals an unserem Stand begrüßen zu können.

Auf bald
Eure BlackRose