Vorstellung der CD von Suns Of Sorath: „Flowers Of The Lily“

Am 30.4.17 erschien von Suns Of Sorath die Scheibe „Flowers Of The Lily“ über das bandeigene Label. Sie ist via Download zum Beispiel bei Amazon erhältlich.

Auf 5 Tracks bieten die beiden aus Denver, Colorado, krachigen progressiven Black/Deathmetal. Dieser dürfte Fans von Burzum, Meshuggah, Metallica bis hin zu Dimmu Borgir gefallen, die als Vorbilder und Einflüsse der Band von Suns Of Sorath genannt werden.

Der erste Track “Tides Of Macrocosm“ überrascht gleich mit einer Spieldauer von über 14 Minuten, in denen ALLES geboten wird: aggressiver Metal, der nach der Hälfte zu einer ruhigen Pianonummer zerfällt, bevor auch diese Klänge in Einzelteile zersplittern und nur noch Töne sind. Hier greift dann wieder der Rest der Instrumentierung ein und treibt den Song voran. Er schafft sich quasi aus dem Untergang selbst neu…

Sorath Sonnenrad“ zu hektisch und chaotisch anmutender Musik knurrt Cody eindrücklich seine Worte ins Micro. Dabei hat er etwas beschwörendes, als würde er Zaubersprüche aufsagen. Beschwört einen Dämon – Sorath, der in der Bibel nur das „Tier mit den Zwei Hörnern“ genannt wird und durch die 666 verschlüsselt wird, der auch erscheint…

Bull Of Dharma“ bezieht sich auf die indische / hinduistische Religion. Dharma, der Gott der Gerechtigkeit wird von Krsna genannt, man solle sich von ihm von seinen Sünden befreien lassen. Der Bulle ist dabei das Symbol der Gerechtigkeit. Er ist in viele Zeremonien verhaftet und aus dem Grund, daß die Kuh bzw. der Stier in dem Leben der Hirten alles im Leben (als Sinnbild der Viehzucht, zudem werden Urin und Mist ) notwendige lieferte, diese Tiere in der Religion als heilig gelten.

Flowers Of The Lily“ greift dann wieder in die westliche, christliche Mythologie ein. Hier weiht sich Cody der alten „Hexentradition“ gemäß seiner „Göttin“ und wird die Erkenntnis erlangen.

Fazit zu dem Album: Den Fans wird es gefallen, Neulinge sollten mal reinhören. Haare schütteln und Kopf kreisen lassen geht auf jeden Fall! Auch ist der „rote“ Faden der Lyrics in sich stimmig, als Sonnen des Sonnendämons (Suns Of Sorath) beginnen sie und enden dann bei Lillith, die man mit dem weiblich mystischen des Mondes verbindet. Die Apokalypse kann beginnen…

 

Eure Luna ^v^

 

Line-Up:
Cody J. Tyler – Lead Vocals, Bass, Keys; Lyrics and Composition
Evan Knight – Guitars, Backing Vocals; Lyrics and Composition

Neue CD von An Assfull Of Love: „Monkey Madness“

Am 25.8.17 erscheint von den ehemaligen Saarbrückern An Assfull Of Love die CD „Monkey Madness“ über das Label Boersma-Records (Soulfood).

Die inzwischen in Wiesbaden, Mainz und Konz lebenden Glam-Punk-Rocker haben mit ihrem lauten, pinken und verrückten Songs schon manche Party gefeiert und machen das auch mit dem neu erscheinenden Album in gleicher Weise. Das Leben ist scheiße genug, warum also nicht das Beste davon nehmen und feiern?

Seit den Anfängen der Bandgeschichte haben „An Assfull Of Love“ an ihrem Sound gearbeitet und die Mischung aus Glamrock der 80er (Mötley Crüe, Van Halen, Guns’n’Roses) und aktuellem Punkrock (Green Day, Blink 182, Turbonegro) verfeinert.“ (Zitat von der Bandcamp-Biografie der Band)

Bang Bang Boom“ beginnt mit einer Ansage durch ein Megafon und rockt dann los. Dabei hauen sie so richtig gegen ihre Hater. Sollen sie doch machen, was sie wollen, sie sind An Assfull Of Love und feiern ihre verrückten Parties. Ohne sich dabei nicht auch selbst durch den Kakao zu ziehen. (Man merkt, daß sie J.B.O. verehren)

Neverending Springbreak“ geht musikalisch in die Richtung der frühen Songs der amerikanischen Band Bloodhoundgang. Es macht einfach gute Laune, das ganze Leben sollte eine niemals endende Klassensause sein und die Probleme können bitteschön zum Teufel gehen.

Lumberjack Lesbians“ erzählt von … ja, holzfällenden Lesben tief im Wald. Sie führen ein sehr interessantes Leben, bei dem viele Kerle sicher gerne Mäuschen wären. Was sich wohl „Orgasm Joe“ dabei denkt?

Allergy To Stupedity“ spricht einem so richtig aus der Seele. Dummheit ist manchmal wirklich eine Plaque. Wenn man manche Zeitgenossen sieht, möchte man nur noch den Kopf auf den Tisch hauen. Und wenn die Dummen auch noch beratungsresistent sind…

(c) Bild von der facebook-Seite der Band

Sucker“ geht gegen ach so coole Typen, die mit ihren Tanzbewegungen und ihrem Rockstargetue beeindrucken wollen und sich für ach so toll halten. Und doch nur blöde Versager sind. (Ich hab die kleine Anspielung mit Homer Simpson gehört, yeah).

Mexikanische / Spanische Gefilde werden mit „Luchador El Culo“ betreten. Interessanter Mix. Ayayayayayyyyy! Arriba, vamos! Und ja, diesen Derulo mag ich auch net. Wer ist das überhaupt?

Und gefeiert wird die Party bis „Sunrise“ – der letzte Track auf dem Album. Erinnert mich mega an die Zeiten, als man noch wild und ungebremst die Nacht durchgemacht hat. Sollte ich vielleicht mal wieder machen? Party on…

Anspieltips sind hier echt schwer… holt euch doch einfach das komplette Album!

 

eure Luna ^v^

 

Line-Up AAOL:
Vocals – Daniel Isengard (Baden-Baden)
Lead Guitar – Sascha Schell (Konz)
Rhythm Guitar – Nico Griesang (Mainz)
Bass – Bernd Horn (Wiesbaden)
Drums – Florian Heib (Saarbrücken)

Debüt – CD von Heterochrome: „Melancholia“

Am 4.7.17 erschien von der iranischen Band Heterochrome Melancholia“ im Eigenvetrieb. Der Download ist unter anderem über Amazon, iTunes und Bandcamp erhältlich.

Für etwa 30 Minuten entführt Heterochrome mit ihrem Female Fronted – Progressive Metal in eine Welt der Sühne und Buße in englischer Sprache und bedient sich dabei den westlichen / christlichen Motiven der Bibel. Für mich ist das etwas sehr Neues, denn aus dem Iran bzw. aus Teheran hatte ich noch keine Metal – Band auf dem Sender. Grund genug, diese CD euch einmal vorzustellen.

Cage“ ist der erste Track. Gefangen in seinem alternden Körper, verloren in den Träumen und den Verstand entgleitend, beginnt die Geschichte der Songs. Phantasievoll und melodisch schmeicheln sich die Töne in die Ohren.

Hang“ ist ein Duett. Prima umgesetzt ist die klare Stimme der Sängerin mit dem Growl des Sängers. Man spürt die Zerrissenheit, aber auch Gewißheit, daß sich in dieser bestimmten Nacht alles ändern wird. Sobald sie durch die Türe geht, wird alles anders sein. Der Teufel klingt einerseits bedrohlich, andererseits sehr verführerisch und verlockend.

Regret“ bedient sich ein wenig dem Motiv aus „One“ von Metallica, allerdings in einer Variante und längst nicht so hart. Das Instrumentalstück bringt aber dennoch genug Power mit, wenn es sich mit den ruhigeren, träumerischen Parts abwechselt.

Purgatory“ beschreibt die Reinigung der Seele im Fegefeuer. Klein und unwichtig im Weltengefüge und doch so einmalig und wichtig für das Weiterkommen in der jenseitigen Welt.

Doch das „Paradise“ ist sehr trügerisch. Die Vergangenheit verfolgt einen, überall herrscht Finsternis. Soll man glauben, was man zu sehen bekommt? Ist das die Wahrheit? Und die CD hat noch kein Ende…

Alles in Allem ein schönes Erstlingswerk, das fortgesetzt werden sollte. Wohin reist die Seele weiter, was begegnet ihr auf ihrem Weg? Wer reinhören möchte, der sei auf Bandcamp eingeladen, dort könnt ihr die Künstler auch mit eurem Kauf unterstützen. Die Stimme der Sängerin ist wirklich sehr angenehm und auch der Growl & Klargesang ihres Duettpartners kann sich durchaus hören lassen.

 

Eure Luna ^v^

 

Line-Up Heterochrome:
Mohammadreza & Mida

Neue CD von Bloody Dead And Sexy: „Crucifixion Please!“

Am 26.5.2017 erschien von den deutschen Bloody Dead And SexyCrucifixion Please!“ über das Label Alice In…

Musikalisch bewegt sich die Band im Gothic/Punk/Death-Rock. Also richtig ordentlich oldschool. Mit jaulender Gitarre und klagendem Gesang schwingt man sich richtig depressiv ein und sinniert über die guten alten Gothzeiten, in denen man noch über weltbewegende Themen mit einem Glas Wein im dunklen Raum sinnierte und nicht den neuesten Katalog von XY wälzte, um sich das stylishste Outfit für das nächste Festival auszusuchen.

Sick 6 Minutes“ ist so ein klagender Gesang, der sich mental über die Ohren ins Kleinhirn schraubt und sich festhängt. Fast psychodelisch kratzt er sich ins Gehirn und man hat nur noch den Wunsch, es der Bitch so richtig zu zeigen. Wer dann noch behauptet, die Sonne mache albern, der hat das Thema „Gothic“ irgendwie falsch verstanden.

The Rose Red Bloody Stage“ hat schon fast etwas Bluesartiges. Gleichzeitig tanzt vor dem Inneren Auge Salma Hayek mit ihrer Python auf dem Tisch von George Clooney, während draußen der Türsteher sämtliche Pussy-Varianten im Titty Twister anpreist… Yeah, ein so richtiger böser Song, sinnlich und gemein. Und ich schau mich gerade um, ob sich schon ein Reißzahnträger geoutet hat.

Hey Ho Armageddon“ kurzer knapper Text, überraschend mit einer kleinen deutschsprachigen Einlage neben dem lasziven Gestöhne einer Frau. Dieser Song ist eher ein Kunstwerk und sehr interessant, wie aussagekräftig so ein paar Zeilen Text sein können.

Als letzten Song hab ich mir „Candy Box“ herausgepickt, hier gefällt mir besonders die Musik. Das Leben ist eine Schachtel voller Süßigkeiten, wenn man richtig auswählt. Es gibt auch Mißgriffe, aber dann erwischt man wieder eine Leckerei. Absolut treffend.

Fazit: Diese Band legt mehr wert auf musikalische Klangbilder, baut über 17 Tracks Kunstwerke, bei denen das Kopfkino getrost angeworfen werden kann. So kann der Geist auch einfach mal entspannen und vor sich hindämmern, ohne daß er über weltpolitische Themen, die Liebe oder das Leben im Allgemeinen grübeln muß. Sehr tanzbarer Sound für die Clubs die eine wirkliche Gothic-Retro-Nacht anbieten wollen. Psychodelischer Death-Rock Guide, das trifft es im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Anspieltips: „Candy Box“ und „One By One

 

eure Luna ^v^

 

Line-Up:

Gesang – Rosa Iahn
Gitarre – Matias 13
Bass – Tim Schande
Schlagzeug – Björn Henningson

Debüt EP von Scherbentanz: „Reflektion“

Am 17.5.17 erschien von der Regensburger Band Scherbentanz das Debüt „Reflektion“ über das Label Spinnup.

Auf 5 Tracks präsentieren sie NDH Sound verknüpft mit gothischen Themen. Wobei Scherbentanz hier verzichten einen weiterer Rammstein-Klon zu sein und etwas eigenes schaffen. Durchaus hart im Klang, aber ohne Einsatz übermäßig elektronischer Untermalung. Das einzig „typisch“ verbindende ist die getragen – pathetische Stimme des Sängers Dominik mit dem rollenden „R“. (Was aber, da die Band aus Regensburg stammt eher „normal“ ist und auch dem Dialekt bedingt gezollt werden kann.)

Der erste Track „Scherbentanz“ beschäftigt sich mit der Vergangenheit und ihren Auswirkungen. Wir (Gothics) halten an dem Alten fest, tanzen lieber auf den Scherben, als alles abzureißen und neu aufzubauen. Risse werden gestopft und geflickt – ein Song, der gegen die Wegwerfmentalität der Gesellschaft angeht. Das ist ein Thema, das mir sehr behagt, denn gerade die moderne Welt kittet nichts mehr und frönt nur noch dem Konsum, der uns früher oder später zerreißen wird. Oder haut es uns irgendwann die geflickten Brocken um die Ohren?

Die List“ zeigt die falsche Fassade. Hinter einem wohlgefälligen Äußeren verbirgt sich das Hässliche und Böse der Göttin. Man sollte nie davon ausgehen, dass der Mensch, der sich wunderbar gibt und optisch toll aussieht auch wirklich bei näherem Kennenlernen auch ein wertvoller Mensch ist. Besonders nicht, wenn es diese Person sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, selbst ihre Illusion zu glauben.

Wie sich das moderne Leben auf den Menschen auswirken kann, wird in „Ausgebrannt“ besungen. Immer am Kämpfen, immer das Ziel und das Soll erfüllen, erschöpfen und fressen die Seele auf. Wenn man selbst seine leeren Flecken im Termin-Kalender mit Aktivitäten vollstopft, zerbricht man. Die Erkenntnis, dass man nur ein Leben hat und zurückschalten sollte, kommt zu spät.

Eine kleine, feine EP mit interessanten Einsichten. Dabei mit ansprechenden Texten, die absolut nicht kryptisch verschlüsselt abgefasst sind, aber durchaus einen pathetischen Vortrag darstellen. Die Melodien haben ein großes Mittanzpotential, eignen sich aber zugleich als Background Musik an einem netten Clubabend. Auch ist der Einsatz von elektronisch verzerrten Klängen vorhanden, aber nicht übermäßig oder übertrieben. Als Anspieltipp hätte ich hier „Kinder der Erde“ – das Zusammenspiel von hartem Metal mit dem zarten, ruhigen Piano ist sehr gelungen.

Eure Luna ^v^

 

Line-Up:
Dominik Franciosi – Vocals
Florian Stangl – Guitar
Virgil Fenzl – Keyboards, Synthesizer
Jürgen Schäfer – Drums
Dirk Wendler – Bass

 

Scherbentanz live:
2.12.17 Osterhofen, zum Haber

Bestellbar bei Amazon!

Debüt CD von Firesphere: „Requiem“

Am 2.6.2017 erschien das Album der amerikanischen Konzeptband Firesphere: „Requiem“ über das Label darkSIGN-RECORDS.

Diese Band ist ungewöhnlich, denn es ist eine Konzeptband – hier wurden die Mitglieder mit einer bestimmten Vergangenheit „rekrutiert“, die sich auch in den Musiktracks und der Live-Show widerspiegelt. Damit folgt man dem Konzept der japanischen Visual-Key-Bands, in denen Musik mit einer Background-Geschichte (bzw. dem CosPlay) verschmilzt und verknüpft. Musikalisch bewegt sich Firesphere im Industrial-Rock-Metal Bereich mit Einflüssen von Techno und soundtrackartigen Elementen. Allerdings sehr im balladesken Bereich und nicht knüppelhart.

Mit „Requiem“ wird das Album eingeleitet – es beginnt sphärisch, als verschmelzen christliche Mönchsgesänge mit japanischer Folkloremusik, und ein „Ooooooommmmmm“ zieht sich durch den Track. Quasi eine Vorstellung der Figuren „Priest“ und „Rosemary Butterfly“, die beiden Sänger der Band.

Silent Darkness“ klingt dagegen schon fast wie ein Schubs in Richtung indianische Musik, getragen von einer klaren Gesangsstimme Mme Butterfly‘s. Sehnsüchtig, verträumt und doch spürt man die Hitze der Wüste. Sie singt von einer tiefen Liebe, die sie empfindet, aber laut ihrer Biographie noch keinem Wesen schenken durfte – bevor sie Priest begegnete und sie sich als gegenseitigem Part ihrer Seelen erkannten…

Mit dem Song „In The Silence“ antwortet ihr Priest. In der Stille wird sie ihn hören, in der Dunkelheit ihn sehen. Und sie werden Seite an Seite für immer zusammen bleiben. Kitschig? Nein, das wünscht sich doch jeder, daß jemand da ist, der ein „Für Immer“ noch als das ansieht, was es bedeutet. Es ist somit auch eine Botschaft, an die Wegwerfgesellschaft, die bei kleinen Fehlern gleich nach einem besseren Ersatz sucht.

Track 7 „Release Me“ kommt mir erstaunlich bekannt vor… Musicmaniacs: helft mir mal, woher kennen wir diesen Song? Nichtsdestotrotz, eine schöne Umsetzung eines bekannten Themas!

Der Instrumentale Song „Fate“ wirkt nur über die Musik, während sich über alle anderen Songs eine Geschichte über Liebe und Ewigkeit aufbaut. Es mag sein, daß die Texte auf die Dauer für einen eingeschworenen Metalfreak irritierend wirken können. Aber es ist auch ein wunderbares Album, wenn man gerade frisch verliebt ist, oder davor steht, die Liebe seines Lebens zu finden. Mir geht es jedenfalls so. Einfach träumen, daß der oder die Richtige da draußen irgendwo wartet und gefunden wird und man dann in einer eigenen kleinen Insel der Romantik und Liebe abtauchen kann.

Das ist auch mein Fazit für dieses Album: Vielleicht nicht ideal, wenn man gerade vor einer zerbrochenen Liebe steht und die Welt und den/die Ex verdammt, aber im anderen Fall: passende Musik für vertraute Stunden zu zweit. Und mit den Figuren und deren Geschichten zusammen betrachtet: ein Hoffnungsschimmer für alle, die glauben, daß ihre eigene Liebe vor unüberwindlichen Hindernissen steht.

 

Anspieltips: „Calling Me“ und „Come With Me

 

eure Luna ^v^

 

Anmerkung: Da diese Konzeptbands in Deutschland noch sehr ungewöhnlich sind, habe ich hier die Geschichte der Figuren und hier die Lyrics verknüpft. (Website Content in englischer Sprache)

 

Band Members:
Priest – Vocals
Rosemary Butterfly – Vocals + Keyboards

THE MESSENGERS
Blacksmith – Guitar
Roadblock – Guitar
Tsukime – Keyboards
Asmodeus Stone – Bass
Mason – Drums

Neue CD von TraumeR: „The Great Metal Storm“

Am 30.06.2017 erscheint in Deutschland die Power-Metal CD der brasilianischen Formation TraumeR The Great Metal Storm“ via Fastball Music.

Bisher war das Album nur in den USA und Japan erhältlich, nun wird es mit zwei Bonus Tracks (in Akustik Version) in Europa neu aufgelegt. Die Band legte Wert darauf, daß sich Balladen und Songs mit Wiedererkennungswert zu einem harmonischen Gesamtbild formen.

Nach dem kurzen, atmosphärischen Intro „Phantasia“ schließt sich der Albumtitelgebende Track „The Great Metal Storm“ an und zeigt die Marschrichtung der Band an. Dynamisch, kraftvoll und mit einer sehr eingängigen Melodie.

Pandora“, die sagenhafte Hüterin der Büchse, ist das Thema des Songs. In der griechischen Mythologie wird diese Büchse geöffnet und alles schlechte strömt in die Welt, bevor sie wieder verschlossen werden kann. Alleine die Hoffnung bleibt in der Dose zurück. In dem Song, als eine Frau dargestellt, die persönlichen Wahnsinn bringt, aber auch genug Licht und Wahrheit in sich trägt, um ihn zu beenden.

Close Your Eyes“ ist eine Ballade. Ein trauriger Text, der sicher den einen oder anderen Verlassenen ansprechen wird. Mit einer großen Portion Hoffnung, daß alles wieder gut werden wird und die Träume wahr werden. Wunderbarer Herzschmerz und genau richtig, live die Feuerzeuge zu zücken und hochzuhalten (oder geht das heutzutage mit der Taschenlampenfunktion der Smartphones?).

In „Nights Of Babylon“ wird es fast Metallpoppig, aber sehr sehr tanzbar.

Don‘t You Cry“ ist wieder eine Ballade. Sehr gefühlvoll tröstet sich Guilherme Hirose selbst und die Verlassene mit seinen Worten. Wenn aller Schmerz und die Wunden Vergangenheit sind, bleiben die schönen Erinnerungen. Wäre schön, wenn es im Leben wirklich so wäre und man nicht mehr weinen müßte.

Ich weiß nicht, warum ich besonders die Balladen und balladesken Songs der CD so mag. Die Texte passen einfach (auch wenn hier eine Symbolik verwendet wird, die sich nicht gleich erschließt). Viele biblische und mythologische Motive verschmelzen so zu einer tollen Einheit, die einen berührt. Irgendwie schaffen sie es, Hoffnung und gute Stimmung zu verbreiten, und das braucht die Welt, finde ich.

 

Anspieltips: „Eleazar“ und „Ride My Way

 

eure Luna ^v^

 

Line-Up:
Guilherme Hirose – Vocals
Fabio Polato – Guitar
Felipe Santos – Drums
Regis Lima – Bass
Nelson Hamada – Keys

Debüt CD von Sharzall: „Black Sun“

Am 16.06.2017 erschien das Debütalbum der slowakischen Gothic-Schocker Sharzall Black Sun“ über das Label NRT-Records.

Auf 11 Tracks werden sämtliche Register in Sachen Vielfalt gezogen: Gothic Metal, Dark Rock, Post Punk – einen Mix, den die Band selbst als „The Sisters Of Mercy“ meets „Deathstars“ bezeichnen. (Vorab erschien am 17.05.2017 die EP „Serenades from Perdition“ deren Tracks „Way To Die“, „Crisis“ und „Love Is On The Ground“ auch auf dem Album enthalten sind)

Das Intro „Prologue“ fängt ruhig, und Instrumental an. Dieses Klangmotiv der sphärischen Töne ist auch in „Crisis“ – der vierten Nummer – wieder zu finden, bevor Geigen und schließlich Gitarren einsetzen. Hier kommt ein christlicher Bezug zu dem Chaos in der Welt auf, alles scheint ein Spiel zu sein. Einfach nur, weil die Würfel blöd fielen, betrog man Christus wegen Gold um sein Leben.

Way To Die“ erzählt von Rony Rage‘s Weg, wie er das Sterben lernt. Bisher war sein Weg von Kämpfen gesäumt und doch sicher. Wenn sich das ändert und er über Krieg und den Geschmack seines Blutes den Tod kennenlernt, dann werden auch alle anderen lernen, wie das Sterben ist.

Auch sind die anderen Songs sehr auf Krieg, Militär, Kämpfe und ansatzweise dem christlichen Glauben ausgelegt. „Love Is On The Ground“ ist scheinbar ein fröhlicher heller Song über die Liebe, doch der Schein trügt. Rony singt hier, dass unter dem Hass die Erde aufsprang und in der Tiefe dieses Risses doch tatsächlich die Liebe versteckt sei.

Gespannt war ich auf den Song „Black Sun“ – bei einer militärisch anmutenden Truppe Gothic Rocker könnte man gegebenenfalls auch einen falschen Schluss ziehen. Neben dem nationalsozialistischem Motiv der schwarzen Sonne gibt es nämlich auch weitere Bedeutungen, unter anderem wenn Stare mit ihrem Schwarm zur Zeit des Sonnenuntergangs diesen Verdunkeln (was bei Vogelkundlern und Fotografen gleichermaßen ein beliebtes Motiv ist) und: Eine Sonnenfinsternis. Ein Mysterium, das Ende und Neuanfang bedeutet und doch so bedrohlich wirkt. Hier spielt der Song mit dem zweiten Motiv, doch man soll sich vor den „Ratten mit den Schwertern“ hüten, damit sie nicht die Macht ergreifen.

Die Texte handeln generell vom Tod, aber auch vom Leben und Lebenserfahrung, Parallelen zu vergangenen und derzeitigen Ereignissen sind zu erkennen. Melodien sind ohrwurmverdächtig und selbst der blechern-verzerrte Klang der Gesangsstimme Rony Rage‘s bietet einen interessanten Hörgenuss. Das einzige klitzekleine Manko ist die Kürze des Albums: nur 36 Minuten und man hat es angehört. Dafür gibt es aber die Replayfunktion und Amazon.

 

Anspieltip: „Crisis“ und „Black Sun“

 

Eure Luna ^v^

 

Line Up:
NYGA – Bass
SHINY – Keyboards
LIVITICUS – Gitarre
RONY RAGE – Gesang
D. – Schlagzeug

Gewinnspiel „NORD“ – Die Bekanntgabe des Gewinners

So, ihr Lieben. Bei unserem letzten Gewinnspiel verlosten wir mit Hilfe von cmm und der Band NORD die neue CD „Play Restart“. Der glückliche Gewinner durfte sich nach der Beantwortung meiner Frage darauf freuen.

Es war nicht ganz so einfach, denn Mihael und Vedran hatten eine lange Liste an Bands genannt, die sie derzeit selber auf ihrer Playlist hatten.

Und so gab es für die Beantwortung der Frage: Welche Band hören Mihael und Vedran von NORD beide? auch zwei Lösungen: Faith No More und Tool. Deshalb sind alle Einsendungen mit diesen Lösungen in den Topf gehüpft.

Und der Zufallsgenerator hat dann einen Gewinner herausgezogen, der sich über diese tolle CD freuen darf. Bei allen anderen bedanken wir uns für die Teilnahme, nicht traurig sein… das nächste Gewinnspiel mit zwei neuen CDs einer anderen Band steht schon in den Pötten. Wir freuen uns, wenn dann wieder zahlreiche Leser daran teilnehmen wollen.

So, nun lange Rede, hier kommt der Gewinner zu NORD „Play Restart“:

 

Ganz herzlich gratulieren wir Franky T. aus Berlin!

Wir wünschen dir sehr viel Spaß mit der CD!

 

cmm werden dir dann direkt die Scheibe zusenden, auch dir habe ich gerade eine Mail geschickt.

 

gruftige Grüße

eure Luna ^v^

Neue CD von Silver Dust: „The Age Of Decadence“

Am 23.06.2017 erscheint die neue CD der schweizer Band Silver DustThe Age Of Decadence“ über das Label fastball music.

Besonders interessant ist, dass diese CD Songs in französischer und englischer Sprache enthält. Und das mit einem reizvollen Akzent. Ich persönlich kenne ja nur das Französische, das in Frankreich und Belgien gesprochen wird (und bei Letzterem mit einem Mix zum Holländischen bzw. Flämischen) und fand jetzt die „schweizer“ Einfärbung in die Sprache sehr charmant.

Die Band ist optisch im Steampunk zu Hause, macht aber durchaus ansprechenden, rockigen Metal, teilweise mit klassischen Instrumenten (Piano) oder elektronischen Elementen kombiniert. Im Song „The Age Of Decadence“ kommt sogar ein wenig das Urlaubsfeeling arabischer Länder dazu, eine Sängerin unterstützt alla Ofra Haza den Song.

Doch zu Beginn kommt mit „Welcome“ gleich ein französischer Song. Gleich einem Zirkusdirektor lädt Lord Campbell den Hörer in die Vorstellung der falschen Träume und Illusionen. Er singt, er habe den Glauben verloren und trägt nur noch den Hass in sich. Hier ist alles anders: Die Würde ist zerstört, weil die ganze Welt glaubt, jeder habe eine herausragende Rolle bei dem großen Ganzen. Es gibt hier Wesen, die Tiere, mit großem Herzen, die fast kindisch und faul versagen. Die Grand Dame Natur, die sanft, schön und fast nackt existiert. Und wir machen die Luft kaputt… und alles geht weiter. Doch er will kein Teil davon sein, will dem entfliehen…

My Heart Is My Savior“ ist ein Song gegen Religion, denn die eigene Rettung ist das eigene Herz. Wenn sie das Gift verspritzt und Blut verspritzt, bleibt das Herz das eigene Heil. (Im dazugehörigen Videoclip spielt die Band wunderbar mit dem Szenario, das auch im Dracula Film von F. F. Coppola herrscht – obwohl im Clip nicht ein einziger Vampir vorkommt…)

Der französische Song „Mort D‘Aimer“ berichtet von einem Tod aus Liebe. Im Walzertakt mit Piano wird die Geschichte erzählt: Mélissa und Georges haben sich ihre Liebe gestanden, ihre Gelübde ausgetauscht. Doch Melissa ist eine süße, geliebte Verdammte, die Engel weinen wegen ihrem surrealen Schicksal. Melissa stirbt, die Knochen ihres Fleisches beraubt; der verdammte Ring hat gewonnen… und Lord Campbell zeigt hier seine unglaubliche Variationsbreite seiner Stimme.

Im letzten Song „Forgive Me“ bittet er um Vergebung, weil sein Ende naht. Er wünscht sich, er hätte noch ein wenig mehr Zeit und ist traurig, aber nicht alleine. Eine wunderbare Acoustic-Nummer mit einer sensationellen Gesangsstimme. Das Lied sollte eigentlich getragen oder traurig sein (was man sich halt so kurz vorm Tod vorstellt), ist aber erstaunlich Lebensbejahend. Selbst die operesken Teile einer Sängerin haben etwas Leichtes und Schönes.

Ein ungewöhnliches Album mit verschiedenen Facetten, vereint aber durch die traumhafte Stimme Lord Campbell‘s.

 

Anspieltipps: „My Heart Is My Savior“ und „The Age Of Decadence

 

Eure Luna ^v^

 

Line-Up:
Lord Campbell – Vocal, Guitar, Keyboards, Programming
Tiny Pistol – Guitar, Backing Vocal
Kurghan – Bass
Mr. Killjoy – Drums

Carlyn Monnin – Classical Soprano Voice (Forgive Me)
David Grillon – Guitar Solo (Now We Request)

Bestellbar bei Amazon!