Debütalbum von 5TimesZero: „ØK“

Diesmal habe ich eine recht ungewöhnliche Band vor mir, die seit Juli 2015 ihre Arbeit aufnahm. Die aus Attila Schuster, Carsten Rehmann, Hendrik Stefenhag, Jürgen Merkel und Mick Hanses bestehende Band 5TimesZero hat bereit eine EP Namens „Zero Gravity“ veröffentlicht, die ich leider nicht kenne. Wobei ich mir jedoch das am 10.03.2017 erschienene Debüt „ØK“ grad anhöre und da fällt mir genau das Ungewöhnliche auf.

Denn ich habe das Gefühl, das jedes Lied von einem anderen der 5 Musiker gesungen wird. Zeugt das von der Vielseitigkeit der Stimme des Sängers oder haben alle Bandmitglieder eine Singstimme von der Schöpfung erhalten? Ich kann es nicht sagen. Aber jeder Track hat die hervorragend passende Stimme für die jeweilige Stimmung. Mal in Elektro Pop mal in Elektro Rock gehüllt erzählt jedes dieser Stücke seine eigene Geschichte.

Wobei ich auch schon beim ersten Track „Unimportant“ angekommen bin. Hierzu kann ich nur sagen, wer die Wahl hat, hat die Qual, eine Entscheidung treffen zu müssen. Jedoch für mich viel zu poppig. Da reiht sich leider auch „Don’t Push Me“ ein, welches von der Qual der Berührung handelt. Bei „Art of Living“ bin ich wirklich mal sprachlos. Es fällt mir sehr schwer, dieses Lies wirklich richtig einzuordnen.

Aber die Band lässt auch nicht das weibliche Geschlecht außer Acht, die in „Naked“ und „Instrument“ ihren Auftritt haben. Ersteres empfinde ich als sehr ironisch und in letztes dienen wir Frauen lediglich als Instrumente. Im nächsten Track „Pyromanic“ kommt das oben erwähnte Elektro Rock zum Einsatz und als Gegensatz dazu kommt danach „Frozen“, welches auch die gleichen Einflüsse aufweist.

Auf die nächsten 7 Lieder kann ich leider nicht weiter eingehen, denn bei mir will sich einfach kein Zucken in den Gliedern einstellen und es fällt mir schwer, weiter zuzuhören. Alle Lieder sind sehr unterschiedlich und für mich nicht richtig einzuordnen. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Jedoch soll meine Meinung euch nicht davon anhalten, es selbst mal auszuprobieren (Amazon) und vielleicht überzeugt euch ja 5TimesZero. Bei mir hat es leider nicht geklappt. 

Auf bald
Eure BlackRose

Gesamte Tracklist:

Audio Tracklisting
1 Unimportant 04:07
2 Don’t Push Me 04:29
3 Art Of Living 04:03
4 Naked 03:47
5 Instrument 03:54
6 Pyromanic 03:47
7 Frozen 04:58
8 Augen der Großstadt 03:43
9 Empty Floor 02:51
10 State Of Being 04:31
11 Higher Smile 04:20
12 My Side 05:23
13 Can I Balize You? 04:07
14 Paths 05:19

Label: Echozone

Debütalbum von Massenhysterie: „1. Akt“

Am 03.03.2017 erschien bei music obscure die Debütscheibe der Band Massenhysterie betitelt mit dem Namen „1. Akt“.

Mit sehr sarkastischen und frechen Texten singt und spricht (auf deutsch) sich die Sängerin der 2014 gegründeten Band Massenhysterie durch die 12 Tracks. Dabei wird es teilweise schlüpfrig, teilweise dominant, aber immer sind die Frauen in einer Gesellschaft mit geschickten „Argumenten“ an der Macht.

Der Song „Weiber regieren die Welt“ spielt darauf an, dass jede Frau das Potenzial hat, um die Welt mittels Sex zu regieren. Wenn sie ihre optischen Reize ausspielt, dann hat Mann keine Chance und muss sich ergeben.

Sexmaschine“ reduziert den Mann / Geliebten darauf, nur einem Ziel zu dienen. Aber nicht, weil er es freiwillig wollen würde, sondern er durch Hormone gezwungen wird. Wer jetzt glaubt, auch das geschieht nur zum Zwecke der Vermehrung… nun, der wird enttäuscht. Es geht alleine um das Vergnügen beim Sex.

Bei „Knüppel aus dem Sack“, man erwartet schon die nächste tanzbare Anzüglichkeit, doch… diese wird geschickt hinter dem vordergründig harmlosen Text verborgen. Ganz gekonnt werden hier gezielt Doppeldeutigkeiten eingesetzt um einen Polizeieinsatz zu „dokumentieren“. Ich musste wirklich sehr grinsen, als ich dieses Lied gehört habe.

1000 Rote Rosen“ scheint vordergründig ein Liebeslied zu sein. Doch es führt in die Welt des BDSM ein. Rosen, schwarz angemalt und immer noch mit spitzen Dornen bereiten gleichermaßen Lust und Schmerz, dargeboten mit der zuckersüßen Stimme Jo‘s.

Hart ist der Stiefel“ bezieht sich auf feste Schuhe, die man beim Militär oder zum Wandern trägt. Musik im Marschtakt unterstreicht den Eindruck eines militärischen Liedes. Von der Idee an sich musste ich sofort an das Lied denken, das immer nur „Ich muss mir erst die Stiefel putzen“ als Lyrics hat. Hier ist das sexuelle absolut gut vertuscht und nur durch die eigene Interpretation aufzudecken. (Was nicht schwer fällt, wenn man die anderen Songs vorher gehört hat)

Ein mehr oder weniger kleiner (sexueller) Seitenhieb auf die christlichen Kirchen gibt es bei dem Song „Jesus Christus“. Hier wird wieder geschickt mit Halbsätzen gearbeitet und der Zuhörer kann sich das eine oder andere selbst zusammenreimen.

Fazit: Wem die Grausamen Töchter doch einen Tacken ZU direkt in der Wortwahl sind, der hat mit dieser Band Spaß. Harmlos scheinende Texte mit einem faustdicken „oho“ präsentiert von einer sympathischen Domina. Dazu gefällige Electro Musik mit eingängigem Sound, der sehr tanzbar ist. Man sollte aber sehr aufpassen, wenn man diese Songs vom Nachwuchs mithören lässt. Keine Sorge, wenn sie ein paar Textzeilen aufschnappen, sie werden die Symbolik hinter dem Text nicht verstehen (es werden nie eindeutig sexuelle Worte – wie z.B. bei GT oder Potentia Animi – genannt), aber andere Erwachsene könnten dann später beim „Nachsingen“ der Lyrics ein wenig befremdet reagieren. Denn es ist so geschickt verpackt, da man viele Anspielungen aus dem BDSM Bereich kennen muss, damit es verstanden wird.

Anspieltipps: „Weiber regieren die Welt“ und „Massenhysterie“.

Line Up:
Jo Hysteria
Stephan Sutor

eure Luna ^v^

Neue EP von M.I.N.E.: „M.I.N.E.“

M.I.N.E. – Camouflage-Musiker mit neuer EP – ab sofort digital erhältlich

Eines Tages blitze der Wunsch bei Jochen Schmalbach, Marcus Meyn und Volker Hinkel auf, neben ihrer Band Camouflage, mit der sie bereits seit 15 Jahren erfolgreich unterwegs sind, ein neues Projekt zu entstehen zu lassen. Aus dieser Idee entstand M.I.N.E., die via Believe Digital ihre Debüt-EP auf den Markt losließen.

Es galt der Grundsatz: Es ist alles möglich. Sie experimentierten somit mit Dark Elektronic, Gitarren, Electro-Wave, Gothik und Mainstream-Pop. Da trafen Vergangenheit auf Gegenwart und Zukunft, Deep House auf Oasis, Minimalismus auf Bombast, Kraftwerk auf Sex Pistols aufeinander.  Die Band begann nun aus den vielen Ideen neue Songs entstehen zu lassen. 

Ich durfte in die Radio-Single „Dangerous“ mal reinhören und ich kann sagen, dass es sich wirklich anders anhört als die Songs von Camouflage. Sie befasst sich inhaltlich mit der Gedankenwelt einer Liebesbeziehung und wie gefährlich dies es sein kann. Ich empfinde sie als sehr tiefgründig und melancholisch. Das Schlagzeug ist anfangs sehr dominant und ich erwartete fast, dass es rockig weitergeht. Ich wurde aber eines Besseres belehrt, denn die elektronischen Elemente sind nicht zu überhören. Die Tanzfläche wird sie auf alle Fälle erobern. 

Was bedeutet eigentlich M.I.N.E.? Der Bandname leitet sich zum Einen aus der phonetisch richtigen Aussprache des Nachnamens des Sängers Marcus Meyn, als auch vom individuellen Bekenntnis der gemeinsamen musikalischen Zusammenarbeit der Herren ab.

This is M.I.N.E.:
Schlagzeug: Jochen Schmalbach, Toningenieur, Autor und Produzent von Acts wie Klangkarussell, Tiefschwarz, Alphaville, Die Fantastischen Vier, A-ha, Thomas D. und vielen mehr.
Gesang: Marcus Meyn, Autor und Sänger der Band Camouflage.

Hier gibt’s weitere Infos zur Band: www.mine-music.com Auf Amazon könnt ihr den Song käuflich werben.

Auf bald
Eure BlackRose

Debütalbum von Antibody: „Opera Of Death“

Vor einiger Zeit hatte ich bereits von der Band Antibody in einem Portrait berichtet. Nun hat die Band rund um Jan Laustroer auch sein erstes Album „Opera Of Death“ veröffentlicht. Wieder beweist das Label darkTunes, dass sie ihr Handwerk verstehen und so großartige Bands der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Das Dabüt ist wieder fast nur instrumental, wobei er sich auch gesangstechnische Unterstützung von Synth Attack holte. Binary Division konnte er wieder überzeugen, auch ein Remix beizusteuern. Darunter sind u. a. auch Forgotten SunriseDetuned Destruction und The Gothsicles. Es besticht durch eine Mischung aus EBM, Dark Electro und DubStep und umfasst insgesamt 19 Tracks. Wobei er auch nicht vor einem elektronischen Schlagzeug und Gitarre Halt macht.

Alles beginnt mit „Devourer“ und ist ein typischer EBM-Song: hart und schnell! Wie der Titel schon sagt, verschlingt es dich in das Album und ein wunderbarer Auftagt. Bei „Basstard“ kommt nun das erste Mal ein Sprechgesang hinzu, der in jeder erdenklichen Tonlage erklärt, wie das Lied heißt. Und beattechnisch geht es auch noch schneller zur Sache als beim vorherigen Song. 

„Nothing to Fear“ hat leichte FuturePop-Elemente und zählt zu meinen Highlights des Albums. Die wenigen gesprochenen Texte signalisieren, dass ein Leben ohne Angst bedeutungslos ist. Bei „Into The Night“ holt sich Jan nun Hilfe von der Band Synth Attack, die ihren typischen verzerrten Gesang beisteuern. Es ist deutlich langsamer als die vorherigen, wenn ich die anderen Lieder dagegen setzt, könne es fast als Ballade durchgehen.

In „Great Suffering“ geht es wieder sehr hart zur Sache und wieder ein EBM-Song. Ein Leidensweg ist hier gut zu spüren. Da reiht sich „Inferno“ ebenfalls mit ein. Hier ist nur ein geringer Anteil am Sprechgesang gegeben. Die Lache prägt sich aber sehr gut ein. Ein Sound eines sehr bekannten Herstellers von Handspielkonsolen prägt ebenfalls den Track. „Polytoxisch“ ist für mich sehr einprägsam, denn Antibody verwendet einige Textpassagen des deutschen Synchronstimme von Dean Winchester. Finde ich sehr witzig. Jedoch mit dem Inhalt kann ich nicht viel anfangen, denn es wird die Wirkung verschiedenster Drogen, die alle gleichzeitig eingenommen wurden, beschrieben.

Beim nächsten Lied hat die Band Dym mitgewirkt und der Titel lautet „Nemesis“. Es ist diesmal ganz ohne Gesang, jedoch unterscheidet es sich von ein anderen, da hier DubStep zum Einsatz kommt. Wie schon oben erwähnt, greift Antibody auf elektronischen Schlagzeug und Gitarre zurück, was bei dem Track „Dead Inside“ zum Einsatz kommt. Mit „Opera of Death“ beschreitet der besagte Tänzer seinen letzten Tanz. EBM vom Feinsten und ebenfalls mein Highlight.

In „Vortex“ kommt wiederum kein Gesang zum Einsatz, aber die unterschiedlichen elektronischen Tonsequenzen machen dieses Stück sehr einzigartig. Da reiht sich „Desperation“ ebenfalls ein, jedoch kommt mir eine einzelne Sequenz aus der Zeichentrickserie Capitan Future sehr bekannt vor. Oder was meint ihr? Als letztes ist da dann noch „Murderer“, dass mit seinem Sprechgesang die Taten einen typischen Mörders beschreibt. Hier stoßen EBM und FuturePop aufeinander, was mir sehr gefällt. 

Die letzten 6 Tracks wurden, wie schon oben erwähnt, von Bands der Szene geremixt, welche sich sehr gut in das Album einfügen.

Als Fazit muss ich echt gestehen, dass ich bei diesem Album von Antibody nicht ruhig auf meinem Stuhl sitzen bleiben konnte. Es ist überaus tanzbar und gehört auf jede Tanzfläche. Jedes Lied lädt außerdem beim Tanzen zum Träumen ein. Hier ist das Vergessen des Trubeln um einen herum garantiert. Und genau das gehört für mich zum Tanzen dazu. Wer auf EBM und Dark Electro mit Industrial-Einflüssen steht und evtl. auch noch der Cyber Szene angehört, dann ist es wirklich ein Muss. Viel Spaß beim Reinhören!

Auf bald
Eure BlackRose

Komplette Tracklist:

01. Devourer
02. Basstard
03. Nothing to Fear
04. Into The Night (vs. Synthattack)^ Mastered by Jan Loamfield
05. Great Suffering
06. Inferno
07. Polytoxisch
08. Nemesis (feat. Dym)
09. Dead Inside
10. Opera of Death
11. Vortex
12. Desperation
13. Murderer v2
14. Inferno (Binary Division Remix)
15. Devourer (Forgotten Sunrise Remix)
16. Nothing to Fear (Studio-X Remix) Mastered by Studio-X
17. Basstard (Detuned Destruction Remix)
18. Vortex (The Gothsicles Remix) Produced by Josev F @ Dagger Eyes
19. Devourer (Cold Therapy Remix)

Komplettalbum von Blutzukker: „The Complete Collection“

Für mehr Infos -> Bild anklicken!

Blutzukker (Ausprache „bloodsucker“) kennt ihr ja eigentlich für die Musikrichtung Dark Electro und genau damit beschäftigte sich Ben auch wieder Anfang Dezember 2016. Die Band veröffentlichte nicht nur eine neue Scheibe, sondern „die“ große Sammlung mit insgesamt 66 Tracks und einer Laufzeit von fast 5 Stunden. „The Complete Collection“ beinhaltet die komplette bisherige Discografie sowie 14 bisher unveröffentlichte Remixe, Live- und Demo-Versionen. Sie wurde bereits am 10.12.2016 veröffentlicht.

Angefangen hat Ben bereits im Jahre 2004 und überlässt die gesamte Arbeit von der Idee bis zum fertigen Titel kaum einen anderen. Er holt sich lediglich Unterstützung von Pale Violett, die einige Liedtexte verfasst und bei manchen Stücken ihre Stimme beisteuert. Die Zeit vor Blutzukker war jedoch geprägt vom Metal. Daher kommt wohl auch die Idee von Analog Blood. Wir berichteten ja schon darüber. 

Aber zurück zum mir vorliegenden Album. Thematisch bewegen sich die Tracks um den Vamiremythos und für Ben ist dieses Thema noch lange nicht durch. Er taufte ja auch seine Kreationen mit dem Überbegriff des Vampiric Dark Electro. Eine Revolution der Vampirthematik und der elektronischen Musik sollte daraus nicht entstehen, sondern eine Symbiose aus seinem persönlichen Faible.

Bei jedoch 66 Tracks kann ich mich leider nicht jedem Song widmen, das würde den Rahmen sprengen. So betrachte ich hier meine persönlichen Highlights der Collection. 

Den Anfang macht „Fright Club“, dass sich inhaltlich mit der Angst vor Monstern, Dämonen und finsteren Kreaturen auseinandersetzt. Der Beat ist sehr eingängig und macht auf der Tanzfläche sicher eine gute Figur. Daran schließt sich „YES“ an, dass für mich Anlehnungen an einen FuturePop-Song hat sowie einen sehr schnelleren Beat, der mir sehr gut gefällt und überaus tanzbar ist. Die weibliche Computerstimme gibt fast nur die Textpassage „Yes, we can“ von sich preis.

Als nächstes Highlight fügt sich The Clock is Ticking“ für mich ein, welche für mich als Ballade mit sehr vordergründigem Schlagzeug überzeugt. Es befasst sich mit unserer Lebenszeit und was wir daraus machen. Wobei mir der r@zorbla.de Club Mix am besten gefällt und für mich auf die Tanzfläche gehört. Da gehört auch „Mörderherz“ eindeutig ebenfalls hin. Darin schildert der Sänger die schreckliche Seite eines Vampirs, der die Macht über Leben und Tod auf düstere Art ausübt. Bei dem Remix von Combat Company und dem Original kann ich mich nicht entscheiden, da beide für mich richtig gut sind.

Bei „Queen Of The Nite“ übernimmt Pale Violett fast komplett den Gesang übernimmt, die die weibliche Sicht des Vampirdaseins bzw. -werdens beschreibt. Ab Mitte des Original-Liedes übernimmt auch ihr Schöpfer einen Gesangspart. Dieses Zusammenspiel er beiden würde ich gern mal live erleben. Stellt wohl mein Gänsehauterlebinis dar. From Hell“ reiht sich als nächsten Track ein, der die verrückt bzw. irrsinnige Zerstörungswut eines Serientäters darstellt. Wobei mir der tanzbarere Remix von r@zorbla.de besser gefällt. Die verzerrte Stimme passt wunderbar zur Thematik des Tracks.

Mit „Aldhibah“ kommt wieder ein etwas ruhigeres Stück dazwischen, welches die Einladung für die Dunkelheit beinhaltet. Die Club Mix Version By DJ Marco @ Electro-Shock stellt dabei aber mein Highlight dar und ist wieder überaus tanzbar. Nun folgt für mich ein sehr EBMlasiger Titel mit „Ich Bin So Wie Ich Bin“ als 4seasons Mix By Die In Winter. Die Stimme ist computerverzerrt und zum ersten Mal kann ich bei beiden auf dem Album vertretenen Version den Inhalt nicht ganz verstehen. Aber trotzdem ist er für mich sehr eingängig.

Nun folgt „Lady Amalcia“ in dem Remix von r@zorbla.de, wo es wieder richtig schnell zu Sache geht. Der Protagonist fragt sich darin, ob er wohl falsch gelandet ist und dass er eines Tages an den für ihn richtigen Ort gebracht wird. Zu guter Letzt reiht sich da noch „Der rote Kater“ im Seducer Mix By Blutzukker ein, welches wieder zu den schnelleren Titel gehört und eine gewaltreiche Kindheit beschreibt.

Als Fazit am Ende kann ich nur sagen, dass Ben einen verdammt guten Job macht und ihr diese Collection unbedingt in eure Sammlung einreihen müsst. Außerdem würde mich sehr interessieren, welche Tracks zu euren Favoriten gehören. ich freue mich auf eure Kommentare.

Auf bald
Eure BlackRose

Neue Single von DJ Lassix: „Darkness Arrived“

Heute beschäftige ich mich mit einen neuen Track, der sich meiner Meinung nach am Rande unserer Schwarzen Szene bewegt. Es geht um die Single Darkness Arrived“, die DJLassix am 01.12.2016 auf Soundcloud veröffentlicht hat.

DJLassix oder auch nur Lassix, mit bürgerlichem Namen Lars König, ist zwar erst seit gut einem Jahr Musikproduzent, aber dies tut er mit einer Intensität, dass er auf eine sehr arbeitsreiche Zeit zurückblicken kann. Zudem stammen sämtliche Klänge, Sounds, Drums und Percussion der Tracks aus seiner eigenen Hand bzw. seiner eigenen Hard- und Software. Darauf legt er sehr viel Wert. So ist auch Darkness Arrived“ in kompletter Eigenregie und Arbeit entstanden.

Er beschreibt ihn u. a. als Dark Electro Track, wobei ich ihn eher im Trance bzw. House zuhause sehe. Aber da verschwimmen schon mal die Meinungen einer Stilrichtung. Auch die Länge des Songs kann sich sehen lassen. Denn mit 9 Minuten und 42 Sekunden ist er doch ungewöhnlich lange, für den ich sonst eine Rezension verfasse. Was jedoch für den Track spricht, ist die düstere Grundstimmung sowie die sakralen Synth Sounds und die verzerrte deutsche Sprache. Getragen wird er außerdem von knackigen Kicks und einer melancholischen Bassline. Das passt alles zur elektronischen Schwarzen Szene.

Der Inhalt des Tracks beschreibt die Suche des Protagonisten nach dem Licht, dass in der Dunkelheit verschollen ist. Ob er es schafft, könnt ihr unter Souncloud selbst herausfinden.

Fazit: Bei einem Abend mit Kerzenschein und dunkler Stimmung passt er perfekt, jedoch gehört er nicht auf die Tanzfläche. Aber macht euch doch selbst ein Bild und hört euch den Track an. Auf eure Sichtweisen in den Kommentaren bin ich sehr gespannt.

Auf bald
Eure BlackRose

Neues Album von Binary Division: „Defcon 1“ + „Defcon 2“

Binary DivisionDurch die Veröffentlichung des Portrait von Antibody wurde nun die nächste Band auf Dark Exit aufmerksam und stellte mir sogleich seine neueste Veröffentlichung Defcon 1 + 2 zur Verfügung.

Es handelt sich um die Band Binary Division, die ebenfalls aus einer einzigen Person besteht. NeonSynth, so sein Künstlername, zielt darauf ab, dystopische Lieder mit Cyberpunk-Einflüssen zu schaffen, die die Tanzfläche revolutionieren.

Binary Division begann im Jahr 2014 mit dem Debüt-Album „The Arrival“. Es folgten einige Demos bis zum nächsten Hit Riot Rebellionsowie Remixe von Bands wie Studio-X and Nitro/Noise. Seine Markenzeichen sind eingängige Melodien, harte Bassdrums und verzerrter Gesang.

Seine neueste Scheibe Defcon 2 umfasst 8 eigene Titel, die in Defcon 1 mit insgesamt 18 Remixen noch ergänzt wird. In „Briefing“ eröffnet eine Computerstimme das Album mit dem Aufruf, alle rebellischen Ziele zu vernichten und die Unternehmensstrukturen zu zerstören. Der Song „Defcon 2“ beginnt dann auch gleich mit dem eingängigen Alarm, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn ein Notfall eintritt. So warnt auch die männliche Stimme vor der Zerstörung.

Der nächste Track „Hacker“ ist sehr trancelastig und der weibliche Sprechgesang beschreibt die bevorstehende Cyberattacke, wobei auch eine verzerrte Stimme zum Einsatz kommt. „Alone“ hingegen überzeugt mit harten Electro Beats und beschreibt den aussichtslosen und einsamen Überlebenskampf. Das nächste Lied „My World“ hat einen leichten EBM-Unterton, der die Begeisterung beim Tanzen ausdrückt. Darum stellt es eines meiner Highlights der Schreibe dar.

Binary DivisionAls Ballade würde ich „Sunset Overdrive“ bezeichnen, denn es ist langsamer als alle anderen Songs auf Defcon 2. Es beschreibt den ermüdenden Kampf nach der Apokalypse.  Als nächstes Highlight würde ich „Resistance“ bezeichnen, da es beattechnisch gleich aufgebaut ist wie „My World“. Es geht darin um die Frage: Vertraue ich der Rebellion? Somit auch mein Hightlight. Als letztes kommt eine neue Version von „Riot Rebellion“. Da ich die alte Version nicht kenne, kann ich somit nicht beurteilen, welche Veränderung dieses Lied durchzogen hat, aber die Rebellion gegen das System ist gut zu spüren.

Wie bereits oben erwähnt, sind auf Defcon 1 einige Remixe enthalten. NeonSynth hat sich nicht nehmen lassen, 18 unterschiedliche namhafte Bands aus der Electro-Szene für die Remixe zu gewinnen. Darunter sind u. a. SynthAttack, Antibody, Ruinizer und sogar von Aesthetic Perfection, die mein Highlight „My World“ wunderbar neu interpretiert haben.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass Binary Division ebenfalls überaus tanzbar ist und EBM- , Dark Electro und auch Cyber-Fans in dieses Album unbedingt mal reinhören sollten.

In diesem Sinne auf bald
Eure BlackRose

Binary Division bei Bandcamp
Binary Division bei Soundcloud

6. Album von Dolls of Pain: „A Silence in my Life“

Dolls of PainWas haben Olivier, Cédric und Laurent gemeinsam? Genau! Sie sind Musiker und Mitglieder der Band Dolls of Pain. Und sie sind zurück mit ihrem 6. Studioalbum „A Silence in my Life“. Die in Straßburg gegründete Band kann schon auf eine 13jährige Geschichte zurückblicken. Sie erfinden zwar das Genre Dark Electro nicht neu, setzen aber neue Standards und ich darf genau da mal reinhören.

Den Anfang macht der Song „Nothing to Say“, bei dem im Hintergrund auch eine E-Gitarre zu hören ist. Thematisch hat es etwas mystisches an sich, da auch der Beat eher zum Relaxen einläd. „Stronger“ hingegen kombiniert klare und verzerrte Stimmen und ist ein Appell an die eigene Stärke.

Wie bereits Extize greifen auch sie zur französischen Sprache zurück, welche im nächsten Lied „Perverse Narcissique“ zum Einsatz kommt. Da ich dieser Sprache leider immer noch nicht mächtig bin, kann ich euch das Thema leider nicht beschreiben. Beattechnisch bewegt es sich ins epische. Es stell eines meiner Highlights des Albums dar. In nächsten Song „I raze to the Ground“ spüre ich richtig die Wut des Sängers, dass er am liebsten alles zerstören möchte.

Gitarren sind auch im nächsten Lied „Drunk but Happy“ zu hören und stellt wieder einmal unter Beweis, dass das Thema verlorene Liebe immer neu interpretiert werden kann. „Break it Down“ kommt ohne Gesang aus und geht für mich in die FuturePop-Richtung. Es ist eines der kürzesten Songs auf der CD.

Dolls of PainNun folgt „A Silence in my Life“ und kommt mir einer Ballade gleich und beschreibt die Leere. „Cicatrice“ ist wieder in französischer Sprache und kombiniert leicht und stark verzerrte Stimmen. In „No Turning back“ ist zu hören, dass sich ein Rückblick ins alte Leben meist nicht lohnt. Auf der Tanzfläche macht er auf alle Fälle eine gute Figur.

„Together“ hat ein wunderbaren Spannungsbogen und der Protagonist ist auf der Suche nach etwas. Es folgt nun wieder ein recht ruhiger Song („Dreams“), bei dem sich die französische Sprache wiederfindet und ein wenig an Diary of Dreams erinnert. Was bei der Band Dolls of Pain nicht sehr ungewöhnlich ist.

Lied Nummer 12 „Determination“ geht wieder leicht in die FuturePop-Richtung, so empfinde ich es jedenfalls. Es gehört damit zu meinen Favoriten des Albums. Harte Beats prägen „Forgive me“ mit dem Hintergrund eines schweren Fehlers. „Destroy your Bride“ ist in soweit ungewöhnlich, da ein Klavier zu hören ist. Hier hatte ich am schwersten, die verzerrte Stimme von Laurent zu verstehen. Aber die Stimmung des Liedes ist sehr düster.

Last but not least kommt dann noch „Phoenix“, welches sehr großes Potential auf der Tanzfläche entwickeln könnte. Eingängige Beats und der Synthesizer kreieren bildhaft den wieder auferstandenen Phoenix.

Als Fazit muss ich sagen, dass ich teilweise große Probleme hatte, Sänger Laurent durch die verzerrte Stimme zu entziffern, Jedoch eingefleischte Fans der Band Dolls of Pain werden da wohl besser zurecht kommen. Somit sollte das Album bei ihnen definitiv nicht fehlen.

Auf bald
Eure BlackRose

2. Album von SynthAttack: „Club Takeover“

SynthAttackDas im Jahre 2015 gegründete Dark Electro Projekt SynthAttack, bestehend aus Martin (Production, Lyrics, Live Vocals) und Britta (Orga, Live Keys), hat bereits das 2. Album veröffentlicht, welches mir nun vorliegt. Für so eine junge Band ist das eine reife Leistung innerhalb eines Jahres schon die nächste Scheibe auf den Markt zu bringen.

 

Dem Namen nach erwartete ich eher SynthPop, wurde jedoch eines besseren belehrt. Sie ist eher eine Mischung aus Dark Electro, Industrial und EBM. Die verzerrte Stimme von Martin ist auch sehr individuell und wunderbar passend zu den Songs von SynthAttack.

 

Durch Zufall fand ich im Netz ein Remix der Band vom Song „Insomnia“ von Faithless. Ich bin richtig geplättet, da sie mein Lied aus der Jugend grandios neu interpretieren. Wird wohl bald zu meinen Lieblingssongs gehören. Aber nun wieder zurück zu dem mir vorliegenden Album „Club Takeover“.

 

Gleich das erste Lied „Club Takeover“ nach dem Intro macht deutlich, was SynthAttack mit diesem neuen Album bezwecken. Denn was passiert, wenn sie die Clubs erobern? Das alles andere nur alter Einheitsbrei ist und die depressiven Menschen verschwinden. Das schaffen sie auf alle Fälle. Song Nr. 3 „One Love, One Pain“ konnte ich dank des abgedruckten Liedtextes im Booklet dann doch richtig für mich interpretieren. Denn der Alltag sollte öfters mal durchbrochen und dem eigenen Traum nachgegangen werden.

 

SynthAttackMit  „Into the Night“ hatte ich doch ein paar Verständnisprobleme. Was der Ballade jedoch nicht schadet. Mal schauen, ob ich es mit der Zeit hinbekomme, die einzigartige Stimme von Martin zu entziffern. Geholfen hat hierbei die Band Antibody. Geht es uns nicht auch manchmal so, dass uns das Leben ankotzt? Mir passiert es recht selten, aber das nächste Lied „Shut Up“ spricht mir an solchen Tagen total aus der Seele.

 

Nun haben sich SynthAttack beim nächsten Song „Unbreakable“ Unterstützung von Luca Riese geholt. Es schließt sich dem vorherigen wunderbar an mit der Unantastbarkeit des eigenen Selbst, welches nicht gebrochen werden kann. Egal was passiert. In „My Hell“ verarbeitet der Protagonist eine verlorene Liebe. Es folgt mit „Loss of Reality“ eine elektronische Ballade, wobei hier auch klare gesprochene Stimmen zu hören sind. Hier verschwimmen Wirklichkeit und Einbildung.

 

Das nächste Lied „Awake“ ist eines meiner Highlights auf dem Album von SynthAttack. Der Wechsel zwischen klarer und verzerrter Stimme gelingt hier richtig klasse und die Zusammenarbeit mit System Noire passt perfekt. Thematisch hab jedoch wieder meine Probleme.

 

Nun folgen wieder einige Remixe bekannter Größen wie C-Lekktor, Chainreactor, Parasite of God, Reaper, Binary Division, Suppressor sowie Stahlnebel und Black Selket. Als abschließendes Wort kann ich nur sagen: Überaus tanzbar. Ok, das sind jetzt 2 Wörter, aber anders kann ich SynthAttack nicht bezeichnen. Sie rocken jede Tanzfläche.

Auf bald
Eure BlackRose

Event-Info: E-tropolis Festival 2017

VII. E-TROPOLIS FESTIVAL 2017

Etropolis 2017HEADLINER FRONT 242 UND WEITERE NEUE BANDS BESTÄTIGT

Harter Beat trifft düster-elektronische Klangwelten beim 7. E-tropolis Festival.

Am 18. März 2017 gibt sich in der Oberhausener Turbinenhalle wieder das Who-is-who des Dark-Electro die Ehre. „BÄSSER-HÄRTER-LAUTER“ mit EBM, ELECTROPOP, SYNTHPOP und INDUSTRIAL vom Feinsten.
Als Headliner haben sich erstmals die belgischen Klanghexer FRONT 242 angekündigt! Zwei-Vier-Zwei – der Inbegriff des EBM – geprägt von legendärem Pioniergeist und unverkennbarer Kante. Der Ritterschlag von höchster Stelle. Wir freuen uns drauf!

Ebenfalls neu bestätigt sind das Hamburger Powerhouse FADERHEAD, IN STRICT CONFIDENCE mit einem die Old-School-Set und AMNISTIA aus Leipzig.

Bestätigt sind somit bislang:

FRONT 242
SOLAR FAKE + SOLITARY EXPERIMENTS + FADERHEAD
TYSKE LUDDER + IN STRICT CONFIDENCE (OLD-SCHOOL-SET)
THE INVINCIBLE SPIRIT + CENTHRON + CRYO + AMNISTIA + WULFBAND

TICKETS

Die beliebten Originaltickets und 5+1 Gruppentickets für das E-tropolis Festival 2017 sind exklusiv im Amphi Ticketshop www.amphi-shop.de oder unter www.etropolis-festival.de/tickets erhältlich.

Weiterhin gibt es E-tropolis Tickets an allen bundesweiten CTS/EVENTIM Vorverkaufsstellen und unter www.eventim.de, www.eventim.nl, www.oeticket.at, www.ticketcorner.ch sowie als PRINT@HOME.
Aktuelle Festivalinfos unter:
www.etropolis-festival.de | www.facebook.com/etropolisfestival

VII. E-TROPOLIS FESTIVAL 2017
18. März 2017 D – Oberhausen | Turbinenhalle
FRONT 242
SOLAR FAKE + SOLITARY EXPERIMENTS
FADERHEAD + TYSKE LUDDER + IN STRICT CONFIDENCE (OLD-SCHOOL-SET)
THE INVINCIBLE SPIRIT + CENTHRON + CRYO + AMNISTIA + WULFBAND
+ viele weitere Künstler + After-Show-Party
+ Händlermeile + Chill-Out-Bereiche
+ Pre-Party am 17.03. @ Turbinenhalle 2 (Eintritt frei mit Festivalticket)
Infos: www.etropolis-festival.de & www.facebook.com/etropolisfestival
Originaltickets: www.amphi-shop.de / www.etropolis-festival.de/tickets
Tickets auch an allen bundesweiten CTS/EVENTIM Vorverkaufsstellen sowie unter www.eventim.de, www.eventim.nl, www.oeticket.at, www.ticketcorner.ch und als PRINT@HOME.