2. Album von Omnimar: „Poison“

Die russische SynthoPop-Band Omnimar verstand es für gut 2 Jahren die Szene mit ihrem extravaganten Musikvideos und ihrem düsteren Melodien in Aufregung zu versetzen. Nach dem erfolgreichen Debüt „Start“ gibt es nun seit dem 04.06.2017 ein neues Album von Omnimar mit dem Titel „Poison“. Es verspricht wieder ein grandioses Werk zu werden und erinnert an die Legende von Schneewittchen, die einen vergifteten Apfel aß. Es erscheint wieder unter dem Label der Darktunes Music Group.

Der titelgebende erste Track „Poison“ hat fast schon tranceartige Züge an sich und der Sprechgesang von Maria Mar verspricht das Eintauchen in die toxische Musikwelt dieses Albums. Mit „I Go On On My Own“ kommt nun ein Track, der die Tanzfläche erobert und ist textlich darauf abgestimmt, in die Welt hinausgelassen zu werden.

Düstere Töne schlägt nun „Out Of My Life“ an, die eine einschneidende Tragödie beschreibt. Die Stimme von Maria variiert hier sehr wundervoll und der leichte Rockeinschlag passt sehr gut zu diesem Lied. Die Melancholie dieses Songs ist fast schon sphärisch. Gleiches gilt für den nächsten Track „I wanna know now“, der den exzessiven Wunsch nach der Wahrheit über Liebe ihres Gegenübers verlangt. Hier wird auch ein wenig mit dem Mischpult gespielt und die leichten Rappassagen von Maria lassen den Song wirklich erahnen, wie sehr sie unter der Unwissenheit leidet.

Der Song „Boom Boom“ wird nun viel härter und fordert zum Feiern des Lebens auf der Tanzfläche auf. Mit dem Lied „40 Steps“ erhält wieder die Melancholie Einzug und die Protagonistin sieht nun doch davon ab, das Gift zu nehmen. „Jimmy“ preist im leichten SynthPop die Liebe zum besungenen Jimmy an. Gute Laune ist hier vorprogrammiert.

Aufgrund der russischen Sprache ich leider im vorherigen Album leider nicht verstanden habe, kommt nun in einer englischen Version daher: „Sadizm“. Laszive Züge in einem FuturePop-Gewand. Großartig! „Happy Ending“ ist eine emotionale und ernste Ballade, die Ein Happy End auf dem Tiefpunkt des Lebens herbeisehnt. Aber die russische Sprache kommt aber wieder auf diesem Album vor. „Hungry“ hat zwar einen englischen Titel, jedoch wurde es komplett in Russisch eingesungen. 

Das letzte Lied auf dem Album „Poison“ besticht wieder mit düsterem SynthPop und der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Gesangsarten zeugt von der Vielseitigkeit von Maria. „Release Me“ greift wieder das Thema des Loslassens auf.

Bekanntlich ist das zweite Album eines Künstlers das Schwerste, aber Omnimar konnten mich auch diesmal wieder voll überzeugen, auch wenn für mich nur „Boom Boom“ und „Sadizm“ meine Highlights darstellen. Ich empfehle es euch auf alle Fälle weiter und holt es euch u. a. bei Amazon.

Auf bald
Eure BlackRose

Neues Album von Noisuf-X: „Banzai“

Nach nur 14 Monaten steht auch schon das neueste Werk von NOISUF-X in den Plattenläden. Man könnte meinen, dass Jan Loamfield keine Lust auf Freizeit hat und so unermüdlich an neuen Werken arbeitet. Nicht nur, dass der aus Essen stammende Künstler sich als Musiker, Produzent und DJ seine Zeit verbringt, nein er hat ja auch noch die Projekte X-Fusion und Stoppenberg. NOISUF-X begeistert seit 2005 die EBM-, Industrial- und Techno-Szene und gehört ganz klar zu den führenden Cybergoth-Acts weltweit. So stürmt er nicht nur die nationalen Tanzflächen, sondern auch die internationalen Szeneclubs.

Zum Auftritt beim diesjährigen Wave Gotik Treffen in Leipzig stellt er sein neues Album „BANZAI“ vor, die auch eine Neuauflage seines Clubhits „Jezebel“ beinhaltet. Diese limitierte Erstauflage im Digipack ist u. a. bei Amazon seit dem 26.05.2017 erhältlich. Erschienen ist es wieder unter dem Label von ProNoize / Dark Dimensions Label Group.

BANZAI – japanischer Ausruf für Freude und Glück, welches auch im Pazifikkrieg zum Einsatz kam, welche die fanatischen Sturmangriffe der Soldaten einleiteten. Für dieses einzigartige Album passt es für mich sehr gut, denn es ist Ausdruck von Freude und zugleich ein Aufruf zur musikalischen Schlacht. Es bietet hemmungslosen Electro Sound verbunden mit einprägsamen Industrial.

Der erste Track „Ich bin soweit“ bezeugt dies sehr stellt dies überwältigend. Minimalistisch verzerrter Gesang und ein ansteigender Beat macht klar, was Musik eigentlich ist. Beim titelgebenden Track „BANZAI“ war ich erst kurz verwundert, als ich fernöstlichen Klängen hörte, aber wurde schnell eines Besseren belehrt. Das bereits angesprochene Thema wird nun hier sehr gut in Szene gesetzt.

„Rageoholic“ versetzt mich wirklich in Rage, denn Klangqualität hält keine Verschnaufpause bereit. Das zieht sich auch durch das ganze Album, was wohl Jan auch genauso bezweckte. So meine Einschätzung. Daran schließt sich „Satisfaction“ an, welches Befriedigung auf der Tanzfläche verspricht. Überaus tanzbar und eines meiner Highlights! „Monster“ kommt noch härter daher und ich bin schon im 7. Tanzhimmel. Einfach genial!

„Primary Target“ sucht sich ein Hauptziel und das Lied „Robots, Destroy Him!“ fordert auf, es zu vernichten. Der geruhsamer Sound ist typisch für die Suche und die Vernichtung zeugt wieder von der Schnelligkeit. „Passion for War“ lebt nur für den Krieg und weist für mich leichte FuturePop-Einflüsse auf. „Robots, Destroy Him!“ und „Passion for War“ stellen ebenfalls meine Highlights dar.

„Nutcutter“ besitzt viele unterschiedliche Soundelemente und ich weiß nicht so reicht, wie ich in den Beat reinkommen soll. Trotzdem ist er ein eingängiger Track. „This is Genocide“ sorgt für abrupte Wechsel des Rhythmuses und interpretiert den Genozid auf seine eigene Weise.

„Psychological Attack“ und „PAN!C“ möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn sie gehören ebenfalls in jeden Szeneclub. Der abschließende Song „Jezebel“ wurde von Jah neu interpretiert und stellt den einzigen Remix des Albums dar. Das fast vollständige Fehlen von Songtexten empfinde ich häufig als sehr berauschend, denn so konzentriere ich mich viel mehr auf den Beat und NOISUF-X setzt dies grandios um.

Als Fazit kann ich nur sagen: BANZAI ist überaus tanzbar und stellt eine einschlagende Kriegserklärung in Sachen EBM, Industrial und Electro dar. Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich auch nur annähernd für die Electro Szene interessiert. Harte Sounds und beinahe ein perfektes Sampling überzeugen mich zu 100%. Aber das stellt ja nur meine Meinung dar und ich freue mich auf eure Auffassungen in den Kommentaren.

In diesem Sinne ein schönen Feiertag und auf bald
Eure BlackRose

Neues Album von Madlife: „Precision in the Face of Chaos“

Am 5.5.17 erschien das Album „Precision In The Face Of Chaos“ der drei Kalifornier von Madlife über das Label Bleeding Nose Records.

Die zwölf Tracks klingen nach einer guten Mischung von Rob Zombie, Combichrist, Rammstein und Korn, krachen dröhnend in die Ohren und sorgen für ein Zucken des headbangenden Kopfes in Kombination der aufstampfenden Füße. Insgesamt ist sie sehr ansprechend mit eingängigen Sounds und großem Wiedererkennungswert. Doch beileibe kein X-beliebiger Einheitsbrei aus einer Retorte.

Die ersten drei Songs des Albums krachen so richtig in die Hirnwindungen, bevor mit „Love Song“ eine romantischere Ader hervorgekramt wird. Wie durch einen Telefonhörer säuselt Angry Phill seine Liebeserklärungen der Herzensdame in ihre Ohren. Dabei wird der Song nicht einmal annähernd so kuschelrockig, daß man sein Feuerzeug entgegenstrecken müßte. Nein, hier sind Kerle am Werk, die männlich gegen das Weichei-Hipster-mit-Rauschebart-und-Männerdutt-Getue ankämpfen und doch ihre Gefühle ausdrücken wollen.

Live & Die“ greift auf, daß das Leben kein Zuckerschlecken ist. Jeder lebt und stirbt und das dazwischen ist gefährlich, spannend, mysteriös, glamourös und doch kann man sich verlieren und wiederfinden. Dazu ein krachiger, aggressiver Gitarrensound und fette Drums.

Elektronisch wird es bei dem nächsten Track „Redline“, driftet dann wieder sauber in die Schwermetallecke durch die Gitarren. In den Lyrics geht es thematisch um den berühmten „Roten Faden“, den Phill nicht aufgreifen kann, er ist gefangen in seiner verdrehten Welt. Der Song gefiel mir sehr gut, weil es beide Genres mit einander verknüpfte, hätte aber durchaus noch mehr Electro beinhalten und mutiger sein können.

Einen richtigen schmissigen Sound legen die Jungs bei „Rockstar“ aufs Parkett. Du willst ein Rockstar sein, ein schnelles Auto fahren und einen Pornostar vö***ln? Nur deswegen? Leb doch im wahren Leben das selbe, denn das bist du verdammt noch mal auch. (Hier auch wieder sehr dezent Electrosamples eingesetzt, die das ganze aufpushen).

Ganz zarte Töne schlagen Madlife bei „Still Alive“ – ich muß gestehen, es gefällt mir noch besser als „Love Song“. Hier kommt auch wunderbar die Stimme Phills zur Geltung, sie trägt das Lied, während die Instrumente fast zum Accessoire werden. Sie rutschen aber trotzdem nicht ins kitischige ab und bleiben Metaller.

Besonders hat mich „Hexxx“ interessiert. Der Song für Hexen und Magier. Gefangen in einem Zauberspruch, verhext und verzaubert entdeckt Phill die wahre Seele und das echte Selbst.

Insgesamt ist es ein schönes Album mit großen Mittanzfaktor. Die komplette Verschmelzung von Industrial/ Elektro mit Metal ist nicht ganz so ausgeprägt, dafür ist der elektronische Anteil einfach zu sparsam dosiert. Ich denke, es wird den Metalheads eher gefallen und auch die Rammsteinfraktion wird es ein wenig zu soft finden. Aber das sollte niemanden davon abhalten, die Musik anzuhören. Das Können haben die Kalifornier auf jeden Fall.

Anspieltip: „Hexxx“ und „Still Alive

eure Luna ^v^

Line-up Madlife:

Isaiah Stuart – Guitar
Kyle Cunningham – Drums
Angry Phill – Vocals

 

Neues Album von Versus: „Freakwaves“

Siebe Jahre zwischen zwei Produktionen sind für eine Band eine lange Zeit. Manche Gruppen gehen bei den Aufnahmen für das neue Album zugrunde und andere kommen besser denn je zurück. So gelingt es auch Versus mit ihrer aktuellen Produktion Freakwaves.

Die Band, bestehend aus den Musikern André, Roman und Daniel, wurde 2001 gegründet, kommt aus Dresden und spielt AhoiPop. Doch was ist AhoiPop? Im ersten Moment denkt man ja an Schiffe, das offene Meer und Matrosen. Und da das Album ja Freakwaves heißt, was auf Deutsch Monsterwellen bedeutet, stellen sich auch Assoziationen von sehnsüchtig wartenden Seemannsbräuten ein, die zum lieben Gott beten, dass der Liebste mit seinem Schiff nicht untergegangen ist. Die Gruppe Versus stellt sich hingegen unter AhoiPop folgendes vor: Eingängige Melodien für epische Hymnen und großartige Balladen, die im besten Sinne intelligente Szenehits sind.

Keine Frage, dass bei diesem Anspruch auch tiefgründige und wahrhaftige Texte unverzichtbare Grundlage für einen ordentlichen AhoiPop-Titel sind. Im Falle von Versus gibt es diese gleich zweisprachig. Auf dem aktuellen Album sind vier Lieder auf Deutsch und die anderen auf Englisch.

Hier hat auch kein geringerer als der Musiker Krischan Wesenberg der Band Rotersand als Produzent mitgewirkt. Auch das Label Trisol Music Group bzw. darkTunes Music Group ist ebenfalls wunderbar gewählt.

Wobei Freakwaves auf Deutsch beginnt und auch endet. Das könnte man für einen konzeptionellen Gedanken halten, zumal der Opener „Wir sind anders“ in einem hymnischen Ausruf – Wir sind frei – gipfelt. Sozusagen ein Grundgerüst als Bedingung für Freiheit. Soviel Dialektik sollte schon sein. Aber keine Angst. Versus überfordert in ihrem Werk an keiner Stelle den Zuhörer, denn die Band achtet die ganze Zeit darauf, immer tanzbar zu bleiben und schwelgt dabei in elegischen Melodien.

In ihren englischen Songs erinnern sie teilweise an a-ha, und zwar im guten Sinne. Wer genau hinhört, kann mitunter in den englischen Texten auch kurze auf Wortfetzen auf Deutsch erkennen. Versus ist halt so frei.

Der Titelsong „Freakwaves“ besitzt einen leicht stampfenden Beat und unterschwellig wird man an Giorgio Moroders „Chase“ erinnert. Keine schlechte Assoziation. Der Track „Schenk mir Zeit“ schließt sich an und ist ideal geeignet, um auf der Tanzfläche gekonnt mit den Hüften zu kreisen und sich in der Musik zu wiegen. Eine der angekündigten Balladen ist die Aufnahme „My Friend“ und stellt einen für die CD eher untypischen Song dar.

Mit „Gloaming“ geht es im typischen Underground-Club-Style weiter und „Love2Go“ läutet die zweite Hälfte des Albums ein. Die restlichen Titel des Albums sind sauber produzierte Songs, die aber alle eine gewisse Gleichförmigkeit im Sound aufweisen. Vielleicht ist das einzige Manko der Veröffentlichung, dass zum zweiten Teil hin die Spannung nachlässt und es an überraschenden Krachern fehlt. Eine gewisse Müdigkeit schimmert durch, egal wie wuchtig die Bässe wummern. Schade, denn das Album beginnt furios und vielleicht hätte man sich ruhig ein paar Klassikern mehr bedienen sollen.

Ein dickes Lob geht zum Schluss aber auch an den Gestalter des Covers. Auf die Idee, einen Tim-und-Struppi-Look mit traditioneller japanischer Malerei zu kombinieren muss man erst mal kommen. Der Grafiker ist halt – ganz nach Versus‘ Motto – so frei!

Mein Fazit zu dem Album ist durchwachsen. Es beginn großartig, lässt aber zum Ende hin nach. Somit kann ich keine eindeutige Empfehlung aussprechen. Wer jedoch als eingefleischter Fan so lange gewartet hat, sollte es sich nicht entgehen lassen. Bei Amazon werdet ihr fündig!

Auf bald
Eure BlackRose

Neues Album von [:SITD:]: „TRAUMA:RITUAL“

Die Frühjahr 1996 in Bochum gegründete Band [:SITD:] kommt nun auch mit ihrem 7. Studioalbum auf den hiesigen Musikmarkt und zeigt uns eine beängstigende und düstere Zukunft. Mit der aktuellen Besetzung aus Carsten Jacek (Gesang), Thomas Lesczenski (Synthesizer, Gesang) und Frank D’Angelo (Synthesizer, Gesang) zeigen uns die größten Probleme unserer Zeit auf Fanatismus, Irrationalität und Protektionismus.

Über das Label SCANNER / DARK DIMENSIONS wird aber auch noch am 07.04.2017 die auf 300 Stück limitierte Vinyl-Edition veröffentlicht. Wer dieses gute Stück sein Eigenen nennen möchte, sollte schnell zugreifen. Darüberhinaus wurde auch ein hochwertiges Video unter der Regie von Boris May (Klangstabil) zum Album-Track GENESIS produziert, welches sehr sehenswert ist.

Und wäre das schon alles, haben die 3 Jungs auch noch Unterstützung von keinem Geringerem als Dennis Schober (Solitary Experiments) für den Einstiegssong „PULS:SCHLAG“ erhalten. Aber auch die Remixe können sich sehen lassen, denn Aesthetic Perfection, INTENT:OUTTAKE und Short and Crunch steuerten ihre Versionen auf der limitierten Doppel-CD bei. Ich komme so auf insgesamt 16 Songs, die auf 2 Scheiben vertreten sind. Großartig!

Und was erwartet mich jetzt nun? Die ersten Töne zeugen von eingängigem FuturePop, der zum Träumen einlädt. Aber die einzelnen Songs haben auch eine textlich anklagende Funktion und davon kann ich mich schon im ersten Song „PULS:SCHLAG“ überzeugen. Der über 7 Minuten lange Track thematisiert den Verlust über eine geliebte Person, die im Traum immer noch sehr lebendig ist.

Weiter geht es mit „CICATRIX“, welches den Schöpfer als überflüssige Person beschreibt. Nun folgt „GENESIS“ mit einem sehr eingängigen Beat, in dem der Protagonist seine Seele zurückverlangt. Diese stellt eines meiner Highlights dar. „BROTHER DEATH“ hingegen bittet der Protagonist Gevatter Tod um Gnade, dass seine Qualen endlich ein Ende finden. In „COMPANION“ bekommt nun Thomas – leider nur einmal auf diesem Album – das Mikrofon vor dem Mund und besingt einen guten Freund, ohne diesen der beschwerliche Weg nicht zu meistern ist.

Und der kommt dann auch mit „POST-FACTUAL AGE“. Diesmal kommt nur eine kurzer Sprechgesang vor, der von einem wundervollen Krieg spricht. Aber was ist schon schön ein einem Krieg. Da schließt „MUNDLOS“ wunderbar an. Beide Songs sind ebenfalls meine Highlights. Keine Taten geraten in „WALLS HAVE EYES“ in Vergessenheit, denn alle Taten fallen auf einen zurück.

Sitd-blackfieldfestival-2013„ELEGIE“ ist in einem deutschen Gewand gehüllt und besingt die trügerischen Nachrichten über die Zukunft. Was sollen wir davon überhaupt glauben bzw. wie damit umgehen? Nun bin ich leider schon beim letzten Lied der 1 CD angekommen und muss sagen, es stellt ein wunderbaren Abschluss dieser Schreibe dar. „ZENIT“ zeugt von einem unendlichen Herzschlag, dass dich überallhin begleitet und mit dir kämpft. Fast schon ein Liebeslied an sich selbst.

Wie schon oben erwähnt enthält die 2. CD insgesamt 6 Titel. U. a. wurden hier die Songs „GENESIS“, „PULS:SCHLAG“, „MUNDLOS“ und „BROTHER DEATH“ in neue Versionen gepackt. Darunter ist auch „INCENDIUM“, welches von der EP „Brother Death“ stammt. Hier wurde eine Extended Version kreiert.

Mein Fazit zu diesem einzigartigem Album kann nur lauten: GROßARTIG und überaus tanzbar. Könnte ich zur Zeit so wie ich eigentlich möchte, hätte mich mein Mann für verrückt gehalten, denn ich wäre nur so durch die Wohnung getanzt. Alle Lieder haben für mich etwas besonderes und gehören definitiv auf die Tanzfläche. Wenn nicht schon geschehen, holt euch unbedingt die Limitierte Erstauflage auf Amazon.

In diesem Sinne auf bald
Eure BlackRose

Neues Album von Centhron: „Allvater“

Centhron – Sinnbild für eine der langlebigsten Bands der Electro-, EBM- und Aggrotech-Szene – kommt mit ihren neuen Album „Allvater“ aus dem Tonstudio. Seit dem 24.03.2017 ist die Scheibe u. a. bei Amazon erhältlich und zeugt von Aggressivität, Düsternis, Erotik, Provokation und Atmosphäre. Erstmals ist die neue Keyboarderin und weibliche Stimme Sandra Schmidt mit an Bord. Somit besteht die Band Centhron nun aus Elmar Schmidt (Gesang, Synthesizer und Programmierung), Markus Vogler (Bass) und Sandra Schmidt. 

Die Band kann schon auf eine Geschichte von mehr als 15 Jahre zurückblicken und waren schon mit Combichrist in Europa und Russland auf Tour. Auch wenn sich die Bandmitglieder regelmäßig wechselten, konnte Mastermind Elmar immer wieder auf neue beweisen, dass Centhron sich ein Platz in der düsteren Electro-Szene verdient hat. Dazu gehört auch das neue Album „Allvater“, welches zur einem der komplettesten Alben der Band zählt. In 13 einzigartigen Stücken gehen Sie aktuellen Themen wie Rassismus und Krieg an, aber auch Liebe und Erotik sind Bestandteil einiger Lieder.

Das unter dem Label Scanner / Dark Dimensions veröffentlichte Album konnte für das Mastering niemand Geringeren als den Essener Musikproduzenten Jan Loamfield (X-Fusion / Noisuf-X) für sich gewinnen. Das großartige Cover-Artwork stammt von Claudi Corsten. Auf Youtube sind auch schon 2 Videoclips veröffentlicht, welche aus dem Titelstück „Allvater“ und „Deutsches Land“ bestehen.

Den Anfang macht „Marschiert ihr Hunde“ und dabei sind wird schon mitten im Krieg und in einem blinden Gehorsam. Es folgt „Skullfucker“, dass sich Nekrophilie befasst. In „Raubtier“ ist nun auch Sandras Stimme in einem Sprechgesang zu hören. Genial! Thematisch wird die eigene unmenschliche Brutalität und deren Kreislauf beschrieben.

Und wäre das Thema Krieg und seine negativen Auswirkungen nicht schon zur Sprache gekommen, ist es in „Frontschwein“ wieder allgegenwärtig. Wie schon oben erwähnt, ist auch bei Centhron der Rassismus ein aktuelles Thema, denn in „Deutsches Land“ wird die Liebe zum eigenen Vaterland klar deutlich, aber mit dem Unterschied, dass die Rasse egal ist.

Mit „Sie will“ kommt nun auch Erotik ins Spiel und die BDSM-Vorliebe der Geliebten des Protagonisten. Aber auch Geborgenheit, Schutz und Vergötterung sind ihre Forderungen. Ich würde es wirklich als Liebeslied bezeichnen. Da reiht sich auch „De Sade“ wunderbar ein. „For Victory“ hingegen seines Titels wird in deutsch gesungen und es wird wieder sehr militätisch. In „Einherjer“ ist dann das Thema der nordischen Mythologie wieder mit an Bord, welches die Belohnung Odins an die erfolgreichen gefallenen Krieger beschreibt.

Im Anschluss kocht der „Blitzkrieg“ und entlädt die Panzer in die Welt. Der titelgebende Song „Allvater“ zeugt von dem Glauben an Odin und seinem Gefolgsleuten. „Hetzer“ ist nach dem Namen auch ein sehr schneller Song, der für die Tanzfläche überaus geeignet ist.

Dann bin ich leider auch schon beim letzten Lied des Albums „Allvater“ angelangt. „Valhall“ ist für die Band ein recht ungewöhnlicher Song. Episch und langsamer Beat machen es aus und behandelt das erfolgreiche Ende eines Wikingerkriegers. So auch für dieses Album und ich bin gespannt, was Centhron als nächstes flogen lassen wird.

Als Fazit muss ich sagen, dass alle Tracks einen Platz auf jede Tracklist der Szeneclubs überaus verdient haben. Für mich ist es ja beim Tanzen so, dass ich die Welt um mich herum dabei vergesse und auch dieses Album schafft dieses sehr gut. Ich finde es wirklich großartig. Die klare Stimme von Sandra, der harrsche Ton von Elmar und die perfekte Bassline von Markus machen dieses Album zu einem Juwel des Viking Harsh Electro. Oder was meint ihr?

in diesem Sinne auf bald
Eure BlackRose

Szene-Check Fürstentanz in Bad Homburg

Flyer des Fürstentanz
Flyer des Fürstentanz

Gestern konnte ich endlich auch mal den Fürstentanz in Bad Homburg besuchen. Von Freunden wurde mir schon viel positives berichtet und so war ich sehr neugierig, wie es werden würde. Fürstentanz klingt so edel, dass ich erwartet habe, eine ballähnliche Veranstaltung zu besuchen und plante meinen Reifrock nebst Ballkleid ein. Doch das habe ich dann doch nicht gemacht und ging in einer schlichteren Klamotte auf die Piste.

Wir kamen gegen halb zwölf dort an und ergatterten einen der wenigen Parkplätze am Historischen Fürstenbahnhof. Die Parkplatzsituation ist mit der Baustelle davor nicht wirklich schön. Das ist aber nicht das Problem, denn Parkplätze sind in der Stadt meistens (egal ob Abendlocation oder Einkaufszentrum) schlecht gelöst. Und vermutlich wird es sich bessern, wenn die Baustelle nicht mehr besteht.

Neben dem Fürstenbahnhof ist ein Schickimicki-Tanzschuppen, aus dem HipHop-Musik kam… doch der störte das Schwarzvolk nicht und ich habe auch keine „verirrten“ Gäste gesehen, die mal „gucken“ kamen.

Der Fürstenbahnhof selber ist ein beeindruckend schönes Gebäude, hohe Decken und recht altertümlich gestaltet. Auch die Aufteilung der Floors ist gut gelöst. Die große Treppe führt zur Garderobe, an der man seinen Mantel lassen konnte (für Raucher ein wenig unpraktisch, jedes Mal für eine Kippe draußen nach oben stiefeln und seine Jacke holen, aber es gibt auch im Innenbereich eine Möglichkeit zu Rauchen und ansonsten muss man ja auch nicht dieser Lust frönen).

Floor Fürstensalon
Floor Fürstensalon

An beiden Theken bekommt man eine große Auswahl an Getränken, zu äußerst moderaten Preisen und die Bedienungen arbeiten wirklich sehr zügig und freundlich. Auch die Lautstärke der Musik von den Floors ist trotz Integration der Theken nicht so laut, dass man seine Bestellung brüllen müsste oder das Personal mehrfach nachfragen müsste, was die Gäste wünschen. Einziges Manko für mich war an dem Abend: es gab keinen Kaffee.

Doch auch ohne Kaffee wurde mir nach und nach wärmer. Die Floors waren sehr gut besucht und niemals war die Tanzfläche leer. Die DJs machten wirklich sehr gute Arbeit und spielten sehr tanzbare Musik nach dem Geschmack der Gäste. Die Stimmung war großartig.

Im Kaiserzimmer war die Tanzfläche kleiner und DJ Dead Stefan (vom Nachtleben in Frankfurt dem einen oder anderen sicher ein bekanntes Gesicht) spielte eine gute Auswahl an den „gothischen“ Klassikern des Deathrock, Gothrock, Postpunk, Batcave und Minimal.

Im größeren Fürstensalon füllte DJ Marc Urban (macht auch das Nightcrawling im Schlachthof Wiesbaden) mit DJ Ziggy die Tanzfläche mit Dark Wave, Future Pop, Electro, EBM und der Musik aus den 80ern (zum Glück KEINE NDW).

Ich weiß nicht, ob es eine Möglichkeit gibt, die Playlists des Abends einzusehen, wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt und überlegt, ob die DJs euren Erwartungen entsprechen könnten. Lieber Marc, Ziggy und Stefan… wenn es das gibt, dann postet doch gerne den Link. Ich persönlich finde es sehr toll, wenn ich unbekanntes gut anzuhörendes noch einmal nachvollziehbar aufgelistet bekomme. Es gibt ja soviel Musik, die einem gefällt und man grade nicht weiß, zu was man getanzt hat.

Neben dem DJ Pult
Neben dem DJ Pult

Vom Licht her war die Lightshow sehr schön, ziemlich dunkel auf den Floors, aber nicht finster. Sitzgelegenheiten um die Tanzfläche waren auch vorhanden, auch im Außenbereich saß man auf Biergarnituren regengeschützt unter Schirmen. Und auch die Toiletten waren sehr spät am Abend sauber und man musste nur aufpassen, dass einen die Bässe nicht von der Schüssel hauen.

Fazit des Abends: Es war eine herrliche Party, ich habe wahnsinnig viele nette, bekannte Leute getroffen und auch tolle Gespräche geführt. Auch waren die Leute schön zurecht gemacht, man hielt sich an den schwarzen „Dresscode“ und so fügten sich alle zu einem recht bunten Gemisch zusammen. Aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet sind die Gäste aufgelaufen und ich muss sagen: Es hat sich wirklich gelohnt, erst gegen halb vier verließen wir so allmählich die Location. Dieses Event werde ich also bald wieder besuchen!

So, nun trink ich meinen Kaffee, werde wach und genieße den Rest des Sonntags.

Gruftige Grüße,

eure Luna ^v^

Album von Die Form % Musique Concrete: Cinema Obscura

IMG_20160811_181526

Ich mag schräge Sachen und da ist diese CD genau das Richtige. Ich wusste nicht, was mich erwartet, aber es gefällt. Die CD ist schon 2015 erschienen.

 

Ich grübele allerdings, welche Instrumente beim ersten Song verwendet werden. Ein Theremin? Oder fiedelt man hier auf einem Sägeblatt? Es klingt sphärisch, auch die späteren Songs erinnern mich an sehr sehr langsame Stücke von Jean Michel Jarre.

 

Das mag vielleicht auch an den Namen der Songs liegen, „Monoxyde Action“ oder „Mnemodrame“ oder „Molecules“ haben etwas abgehobenes, erhebendes. Dazwischen hört man ein Kratschen, ein Knistern und taucht in das Gefühl einer Vinylplatte oder einer uralten Schwarzweiß Filmaufnahme ein, obwohl es ein Silberling ist.

 

Ich kann mir gut vorstellen, das diese Musik nicht nur zum privaten Entspannen und Genießen verwendet wird, wenn ein Redakteur von arte die CD entdeckt, gibt es mit Sicherheit den einen oder anderen Trailer mit den Songs unterlegt.

 

IMG_20160811_181546
Artworks und CD

Die Form ist eine französische Band, die aus Philippe Fichot und Eliane P. besteht, die minimalistisch elektronische Musik macht. Hier haben wir ein Solo Projekt von Philippe vorliegen. Die avantgardistischen Soundcollagen sind auch auf dieser CD sehr eindrucksvoll. Was ist allerdings nicht erkenne, ist der Bezug zu dem sexuell-erotischen und psychologischem im BDSM, aber das muss ich als Normalsterbliche sicher auch nicht alleine durch die Musik verstehen. Live, denke ich, ist das sicher besser zu erkennen.

 

Teilweise haben die Songs auch das Potential, eine Helloween-Party atmosphärisch zu unterlegen. Klagende Stimmen, flüsternde Geister und heulender Wind zaubern einen Schauer auf die Haut. Zum Tanzen ist da eher nichts dabei (es sei denn der Gothic-Einheitsschritt und sanftes Wiegen zur Musik zählt als Tanzen), aber man darf Musik auch nur mal im Sitzen oder als Background genießen.

 

Für mehr Infos -> Bild anklicken!

Sperrig, nicht unbedingt beim ersten Anhören eingängig, aber interessant und ungewöhnlich.

 

Anspieltipp: Mental Room und Cinema Obscura.

Review by Luna ^v^

Amphi Festival 2016 – Tanzbrunnen -> Wir kommen!

Amphi Festival 2016Wie schon in der vergangenen Zeit von vielen Medien berichtet wurde, fand das diesjährige Amphi Festival wieder am Tanzbrunnen statt. Diesmal jedoch ohne das Staatenhaus, da dort nun eine Oper eingezogen ist. Aber als Ersatz gab es nun erstmals das Eventschiff MS Rheinenergie, welches jedoch weit außerhalb des Festivalgeländes angelegt war. Dieses war jedoch eine Reise wert, aber dazu komme ich später noch genauer.

 

Nun ging es am Samstag leider etwas später als 10 Uhr los, denn Sicherheit ist das oberste Gebot und die technische Abnahme verzögerte sich ein wenig. Nachdem ich nun die Einlasskontrolle hinter mir gelassen hatte, erkundete ich bis zur ersten Band das Gelände. Diesmal waren auf dem Gelände nur schwere Verkaufszelte erlaubt, denn aus der Erfahrung vom letzten Jahr sollte es sturmsicher sein.

 

Amphi Festival 2016Nachdem ich meinen Besuch bei 2 befreundeten Händlern beendet hatte, ging es auch schon auf der Hauptbühne mit der Band [X]-RX um 11 Uhr los. Die im letzten Jahr durch die Crüxshadows gebeutelte Band konnte nun ihre Show komplett, der doch recht großen Fanmenge präsentieren. Und viele davon tanzen schon zu dieser führen Stunde. Die nun nachfolgenden Solitary Experiments wussten die tobende Menge ebenfalls gut zu unterhalten, jedoch setzte jetzt der Regen ein und wollte bis ca. 15 Uhr nicht wieder weichen. Aber das störte kaum jemanden, denn bei Megaherz rockte die Menge gut ab.

 

Amphi Festival 2016 - 8Im Theater sollten eigentlich One I Cinema auftreten, jedoch waren sie mal wieder von der Krankheit eines Bandmitgliedes betroffen. Somit konnte ich diese Band wieder einmal nicht sehen. Angels & Agony waren somit die ersten, die im Theater die Bühne betreten durften. Die Bandmitglieder konnte ich schon am Presseschalter in Augenschein nehmen, denn dort war auch der Einlass der Bands.

 

Die nachfolgende Ein-Mann-Band Dive gab feinsten Electro Industrial zum Besten und heizte den Fans gehörig ein. Auf dem Main Stage sind dann die Jungs der Rammstein-Coverband Stahlzeit aufgetreten und warteten mit dem Klassikern „Bück dich“ und „Sonne“ auf. Mir gefällt aber das Original besser.

 

Amphi Festival 2016Mein persönliches Highlight des Tages war aber Ewigheim. Auch wenn ich meist eher elektronische Musik bevorzuge, war diese Band für mich ein Ohrenschmaus. Mit Liedern wie „Augen zu!“ und der „Der Schneemann“ konnten sie mich voll überzeugen. Jedoch war für mich die Richtung eher Dark Rock als Dark Metal, so wie es auf Wikipedia zu lesen ist.

 

Aesthetic Perfection übernahmen danach die Bühne im Theater und mit ihrem ersten Lied „Damnation“ begann auch ein in schwarzweiß gehaltener Filmausschmitt als Intro. Ihre neue Single „LAX“ haben die Jungs um Daniel Graves für die deutschen Fans erstmals performt.

 

Amphi Festival 2016 - 5Mit Neuroticfish kam dann eine Band auf die Theaterbühne, die im letzen Jahr leider komplett ausgefallen war. Deshalb haben sie dieses Jahr wieder einen Platz auf dem Amphi Festival bekommen. Sänger Sascha Mario Klein konnte mit den Liedern „Dead“, „Agony“ und „They’re coming to take me away“ sowie mit dem obligatorischen „Velocity“ bei mir und auch bei den anderen Fans im komplett gefüllten Theater punkten. Danach musste ich aber die Location verlassen, denn es war so feuchtwarm darin, dass ich erstmal frische Luft brauchte.

 

So kam es dann auch, dass ich auf der Hauptbühne dem Headliner Blutengel zuhören durfte. Mit „Lucifer“ jubelten die Fans Sänger Chris Pohl und Ulrike Goldmann lautstark zu. Zu diesem Lied performten mehrere weiß gekleidete Tänzerinnen im Hintergrund und auf der Leinwand war ein Konterfei von Chris zu sehen, dass in Flammen stand. Es folgten dann noch Lieder wie „Suicide“, „Bloody Pleasures“ und „Kinder der Sterne“.

Amphi Festival 2016 - 4Dann fand der 1. Festival-Tag mit dieser und der Band Front Line Assembly im Theater ein erfolgreiches Ende. Das Wetter wollte sich nicht so recht halten und wie schon oben erwähnt gab es Regen und Sonnenschein bei schwülwarmen 22 Gard. Trinken war also mehr als wichtig. Leider ist es mir am ersten Tag nicht gelungen, auch noch die MS Rheinenergie zu besuchen, obwohl mir viele von der Klimatisierung berichteten.

 

Der zweite Festival-Tag begann mit Beyond Obsession und diese holten u. a. mit den Songs „Reborn“, „Nothing Like That“ und „On my Way“ die ersten Fans aus ihren Betten. Durch glückliche Umstände erfuhr ich noch ein paar weitere Infos zur Band. Denn diese sind schon mit Camouflage, And One und Solar Fake als Supportband auf Tour gegangen. Außerdem veröffentlichen sie bald ihr 2. Album. Die beiden Jungs lassen sich durch ihren eigenen Musikgeschmack (u. a. DeVision und Depeche Mode) inspirieren und beschreiben ihre Musik als Synth Pop.

 

Amphi Festival 2016 - 3Unter der Band Xotox, die nun auf der Theater-Bühne auftraten, habe ich mir nach dem Namen etwas anderes vorgestellt und wurde positiv überrascht, dass da auf Bühne 2 ambitionierte Synthesiser-Spezialisten standen. Andreas Davids, der sich für seine Auftritte wohl Untersützung holt, beschreibt den Musikstil als „Industrial for Hyperactive People“ und das kann ich nur bestätigen. Mit  den Songs u. a.„Schwanengesang“ und „Schlag zurück“ brachten die beiden die Menge zum Kochen. Auch Dr. Mark Benecke hat es sich nicht nehmen lassen, die Show vom Fotograben aus zu verfolgen.

 

Amphi Festival 2016 - 2Auf der Hauptbühne trat nun Tüsn, die Schlagzeug, Bass und Synthesizer miteinander verbinden. Mit „Zwang“ und „Schwarzmarkt“ konnten sie meiner Meinung nach die Fans nicht ganz überzeugen. Mein Fall waren sie ebenfalls nicht. Deshalb machte ich mich auf in Richtung Eventschiff, denn da sollte nun auch endlich die erste Band des Tages auftreten. Ich wurde überrascht mit einem nicht vorhandenen Fotograben und einer Galerie im ersten Stock. Außerdem war es voll klimatisiert, was wohl viele nicht wussten. Denn es gab noch genügend Platz zum Tanzen, was mit der Band XMH mit den Liedern u.a. „Wasted“ und „Products“ auch wunderbar funktionierte. Dort nahm ich dann auch mein Mittagessen zu mir.

 

So verpasste ich leider Mantus auf der Theater- und „die“ Unzucht auf der Haupt-Bühne. Konnte aber noch die letzen Töne der Unzucht für Fotos nutzen. Danach ließ ich mich mit der Musik von Solar Fake, Suicide Commando und Covenant, die ihr obligatorisches „Ritual Noise“ zum Besten gaben, im VIP-Bereich nieder. Denn es war noch wärmer als am Vortag und ich sehnte mich nach Schatten und einem kalten Getränk. Außerdem konnte ich mich dort mit einem befreundeten Fotografen gut unterhalten.

 

Glücklicherweise kam ich fast pünktlich zum Auftritt von L’Âme Immortelle, denn die Schlange zur Einlasskontrolle war wieder einmal sehr lang. Jedoch mit dem Lied „Bitterkeit“ wurde ich für das lange Warten wieder entschädigt. Beim Song „Ich fang dich auf“ war nun nur Thomas Rainer am Mikro, welches er extra für seine Kinder geschrieben hat. In dieser Zeit ist Sonja schnell in ein neues Outfit gehüpft und performte danach zusammen mit Thomas das Lied „Es tut mir leid“.

Auf der Hauptbühne war nun Projekt Pitchfork an der Reihe und das Mikro wollte leider nicht so wie der Sänger, denn einige Textpassagen von „What have we done?“ waren  nicht zu hören. Nach dem dies auch schnell behoben wurde, folgte dann u. a. noch „Time Killer“.

Mit den Headlinern auf der Hauptbühne Editors konnte ich leider nicht so viel anfangen und zog mich in das Theater zu Joachim Witt zurück. Dieser spielte u. a. „Es regnet in mir“.

Alles in allem war es aber ein großartiges Festival und bedanke mich bei der Orga für die Akkreditierung für mein Webzine. Der Tanzbrunnen ist einfach die beste Location für das Amphi und im nächsten Jahr (22. & 23.07.2017) ist der Tanzbrunnen wieder für 2 Tage in schwarz gehüllt. Das sind doch gute Nachrichten, oder?

Auf bald
Eure BlackRose

Neue EP vom Project Caretaker: „Ich“

Project Caretaker - ICHHeute habe ich für euch eine neue Rezension vom Project Caretaker (ursprünglich nur „Caretaker“ genannt) im Gepäck, die sich dem deutschen Electro-Pop widmet. Die Berliner Formation rund um Sebastian Tessendorf veröffentlichte nun ihre 3. Scheibe mit dem Title „Ich“, die aus insgesamt 8 Tracks besteht und am 17.06.2016 veröffentlicht wird.

 

Techno- und Electro-Musik inspiriert den Sound von Project Caretaker, das 2001 von Sebastian gegründet wurde. In diesem Jahr wurden auch die ersten beiden Singles “Dunkle Liebe“ und “Idyll“ veröffentlicht. Auf dem Wave-Gotik-Treffen 2004  konnte er bereits erste Erfahrungen auf der Bühne sammeln. Aber nun zurück zur der mir vorliegenden EP.

 

Es erscheint wieder unter dem deutschen Label „Zone 30 Records“ und besticht diesmal mit klarer Stimme. Das erste Lied „Ich bin wer ich bin“ befasst sich mit der eigenen Persönlichkeit und dass sie sich nicht verändern lässt. „Hochkultur“ dagegen ist das mahnende Wort zu den Kriegen der Kirche. Beide Songs haben einen Rhythmus, der mich nicht ruhig sitzen lässt aber mich auch über die Texte nachdenken lässt. Diese beiden Songs sind auch als Remixe auf der EP vertreten.

 

Sebastian TessendorfDanach folgt das Lied „Weltenraum“, was ein Appell an die Menschheit ist, dass wir unseren Planeten besser behandeln sollten. „Veränderung“ lädt zum träumen ein, da es nur eine Melodie besitzt. Nun kommt die Wandelbarkeit der Stimme von Sebastian auch gut zur Geltung. Außerdem bedient er sich diesmal beim Refrain der englischen Sprache. Im Lied „Die Zeit“ besingt er das Leben, welches auch genossen werden sollte, denn es ist vergänglich. So wie im letzten Song „Freund“, in dem nur ein Klavier zu hören ist und er den Verlust eines sehr guten Freundes besingt.

 

Sänger Sebastian beschreibt seine Songs als sehr emotional und autobiografisch, was für mich im Lied „Freund“ auch wirklich ankommt. Ansonsten finde ich die EP sehr abwechslungsreich und gut gelungen sowie das ein oder andere Lied auch tanzbar ist. Meiner Meinung nach befindet sich seine Musik aber derzeit erst am Rande unserer Szene. Oder was meint Ihr? Hört selbst und schaut euch das neue Video zum Lied „Ich bin wer ich bin“ an:

 

Auf bald
Eure BlackRose