Neues Album von [:SITD:]: „TRAUMA:RITUAL“

Die Frühjahr 1996 in Bochum gegründete Band [:SITD:] kommt nun auch mit ihrem 7. Studioalbum auf den hiesigen Musikmarkt und zeigt uns eine beängstigende und düstere Zukunft. Mit der aktuellen Besetzung aus Carsten Jacek (Gesang), Thomas Lesczenski (Synthesizer, Gesang) und Frank D’Angelo (Synthesizer, Gesang) zeigen uns die größten Probleme unserer Zeit auf Fanatismus, Irrationalität und Protektionismus.

Über das Label SCANNER / DARK DIMENSIONS wird aber auch noch am 07.04.2017 die auf 300 Stück limitierte Vinyl-Edition veröffentlicht. Wer dieses gute Stück sein Eigenen nennen möchte, sollte schnell zugreifen. Darüberhinaus wurde auch ein hochwertiges Video unter der Regie von Boris May (Klangstabil) zum Album-Track GENESIS produziert, welches sehr sehenswert ist.

Und wäre das schon alles, haben die 3 Jungs auch noch Unterstützung von keinem Geringerem als Dennis Schober (Solitary Experiments) für den Einstiegssong „PULS:SCHLAG“ erhalten. Aber auch die Remixe können sich sehen lassen, denn Aesthetic Perfection, INTENT:OUTTAKE und Short and Crunch steuerten ihre Versionen auf der limitierten Doppel-CD bei. Ich komme so auf insgesamt 16 Songs, die auf 2 Scheiben vertreten sind. Großartig!

Und was erwartet mich jetzt nun? Die ersten Töne zeugen von eingängigem FuturePop, der zum Träumen einlädt. Aber die einzelnen Songs haben auch eine textlich anklagende Funktion und davon kann ich mich schon im ersten Song „PULS:SCHLAG“ überzeugen. Der über 7 Minuten lange Track thematisiert den Verlust über eine geliebte Person, die im Traum immer noch sehr lebendig ist.

Weiter geht es mit „CICATRIX“, welches den Schöpfer als überflüssige Person beschreibt. Nun folgt „GENESIS“ mit einem sehr eingängigen Beat, in dem der Protagonist seine Seele zurückverlangt. Diese stellt eines meiner Highlights dar. „BROTHER DEATH“ hingegen bittet der Protagonist Gevatter Tod um Gnade, dass seine Qualen endlich ein Ende finden. In „COMPANION“ bekommt nun Thomas – leider nur einmal auf diesem Album – das Mikrofon vor dem Mund und besingt einen guten Freund, ohne diesen der beschwerliche Weg nicht zu meistern ist.

Und der kommt dann auch mit „POST-FACTUAL AGE“. Diesmal kommt nur eine kurzer Sprechgesang vor, der von einem wundervollen Krieg spricht. Aber was ist schon schön ein einem Krieg. Da schließt „MUNDLOS“ wunderbar an. Beide Songs sind ebenfalls meine Highlights. Keine Taten geraten in „WALLS HAVE EYES“ in Vergessenheit, denn alle Taten fallen auf einen zurück.

Sitd-blackfieldfestival-2013„ELEGIE“ ist in einem deutschen Gewand gehüllt und besingt die trügerischen Nachrichten über die Zukunft. Was sollen wir davon überhaupt glauben bzw. wie damit umgehen? Nun bin ich leider schon beim letzten Lied der 1 CD angekommen und muss sagen, es stellt ein wunderbaren Abschluss dieser Schreibe dar. „ZENIT“ zeugt von einem unendlichen Herzschlag, dass dich überallhin begleitet und mit dir kämpft. Fast schon ein Liebeslied an sich selbst.

Wie schon oben erwähnt enthält die 2. CD insgesamt 6 Titel. U. a. wurden hier die Songs „GENESIS“, „PULS:SCHLAG“, „MUNDLOS“ und „BROTHER DEATH“ in neue Versionen gepackt. Darunter ist auch „INCENDIUM“, welches von der EP „Brother Death“ stammt. Hier wurde eine Extended Version kreiert.

Mein Fazit zu diesem einzigartigem Album kann nur lauten: GROßARTIG und überaus tanzbar. Könnte ich zur Zeit so wie ich eigentlich möchte, hätte mich mein Mann für verrückt gehalten, denn ich wäre nur so durch die Wohnung getanzt. Alle Lieder haben für mich etwas besonderes und gehören definitiv auf die Tanzfläche. Wenn nicht schon geschehen, holt euch unbedingt die Limitierte Erstauflage auf Amazon.

In diesem Sinne auf bald
Eure BlackRose

Neues Album von Blutengel: „Leitbild“

Auch die populärste deutsche Szene-Band Blutengel hat am 17.02.2017 nun ihr 17. Album „Leitbild“ beim Label Out of Line auf den Markt gebracht und ich bin sehr positiv überrascht. Ab dem Album „Schwarzes Eis“ fand ich die Band viel zu poppig und war damit leider nicht ganz einverstanden. Aber das neue Album empfinde ich als Back to the Roots. Denn die leicht verzerrte Stimme von Chris Pohl und melancholische Klangfarbe von Ulrike Goldmann sowie die düstere Grundstimmung der Lieder passen zu den Anfängen der Band. Die bereits auf eine Geschichte von 19 Jahren zurückblicken kann. 

Aber nun zum Album „Leitbild“, dass in 4 Versionen erhältlich ist. Zum einen eine reguläre Version mit 16 Tracks, die ohne Schnickschnack daherkommt. Zum anderen eine limitierte Doppel-LP auf schwarzem 180-Gramm-Vinyl, die in einem großen Klappcover ins Regal gestellt werden kann. Darin ist auch eine CD im Pappschuber enthalten. Zudem gibt es noch die Deluxe Doppel-CD-Version mit fünf weiteren neuen Hits von Blutengel. Aber damit nicht genug, denn es gibt auch noch ein limitiertes Fan-Set, das u. a. eine Biografie von Christ und Blutengel beinhaltet.

Mir wurden insgesamt 29 Songs zur Rezension von Rosenheim Rocks zur Verfügung gestellt, jedoch nur als Download-Version. So kann ich leider zu den einzelnen physischen Versionen nichts berichten. Aber die Lieder reichen für mich völlig aus. Jedoch würde es den Rahmen sprengen, wenn ich alle Lieder rezensiere. Somit beschränke ich mich auf meine Highlights bzw. einzelne Stücke.

© Annie Bertram

Den Anfang macht „Welcome to your new Life“, bei dem ich erst glaubte, dass es sich um ein rein akustisches Intro handelt, jedoch nach fast 4 Minuten setzen denn doch die Stimmen von Chris und Ulrike ein, die die Frage stellen, was passiert, nachdem du diese Welt verlässt. Das für mich nächste einprägsame Lied ist „Waste my Time“, welches sich mit dem Thema der vergebenen Lebensmühe, das eigene Leben noch zu ändern, beschäftigt. Hier finden sich auch endlich wieder härte Züge und die verzerrte Stimme von Christ wieder.

Da fällt auch das nächstes Lied „Leitbild“ darunter, welches die Auflehnung gegen das Establishment thematisiert, was auch in „Unser Weg“ beschrieben wird. Mit „Black“ könnte ich fast glauben, dass es eine gute Hymne für die Schwarze Szene darstellt. Denn die Vorzüge unserer Szene werden hier wunderbar hervorgehoben. „Scars“ erzählt die Geschichte des Kampfes um den Verlust des eigenen Selbst. Eine hervorragende Ballade!

Eine düstere Liebesgeschichte wird in „Immortal“ erzählt wird. Ulrike kommt hier ausschließlich zum Zuge. Aber hier passt ihre Stimme einfach besser. In „The Days of Justice“ werden die Konsequenzen von Lügen insbesondere von Politik und Gesellschaft beschrieben. Die Themen, die im neuen Album von Blutengel angesprochen werden, bin ich nicht so ganz gewöhnt, zumal früher überwiegend Vampire im Vordergrund standen. Aber genau das finde ich richtig klasse.

© Annie Bertram

Eine Hommage an die Liebste stellt das Lied „Complete“ dar und dies verpackt als wunderbare Ballade. Wobei in „Say Something“ der Protagonist sich nach liebevollen Worten seiner Liebsten sehnt. Hier ist die Stimme von Christ schon sehr düster und das Verlangen wird hier sehr deutlich. „The Way You Feel“ reiht sich gut in die Reihe der Liebeslieder ein, denn hier wird das Einfühlungsvermögen in den Gegenüber beschrieben. 

Da kommen wir auch schon zum Bonusmaterial. In der größten Version sind dann nochmals insgesamt 13 Titel sowie die Bio von Blutengel zu finden. In letztere konnte ich leider nicht reinhören, da sie leider nicht Bestandteil meiner Download-Version war. Sie enthält u. a. eine neu überarbeitete Version von „Seelenschmerz“, wobei mir das Original doch besser gefällt. Hervorheben muss ich aber „The Plague“, welches für mich eine großartige FuturePop-Nummer darstellt. Aber auch die Remixe von „Eternal Souls“ (Pseudokrupp Project),„Leitbild“ (Ost+Front) und „Say Something“ (Hocico) müssen sich nicht verstecken und sind grandiose Nummern.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass sich Blutengel mit diesem Album wieder in mein Herz geschlichen hat, auch wenn mir einige Lieder nicht so recht gefallen wollten. Aber eingefleischte Fans lassen sich dadurch sicherlich nicht beeinflussen. Aber das müsst ihr auch nicht. Holt euch einfach die neue Scheibe bei Amazon und überzeugt euch selbst.

Auf bald
Eure BlackRose

Die komplette Tracklist der limitierten Box:

Disk: 1
1. Welcome To Your New Life
2. Lebe Deinen Traum
3. Waste My Time
4. Leitbild
5. Black
6. Scars
7. Unser Weg
8. Immortal
9. The Days Of Justice
10. Complete
11. Gott : Glaube
12. Say Something
13. Wasting The Years
14. Alle Wunden
15. The Way You Feel
16. Der Himmel Brennt

Disk: 2
1. Eternal Souls
2. I Surround You
3. One Last Time
4. Killing Memories (Alternative)
5. The Plague
6. Seelenschmerz (Reworked)
7. Eternal Souls (Pseudokrupp Project)
8. Leitbild (Ost+Front Remix)
9. Say Something (Batfloor Hocico Club Mix)
10. Waste My Time (feat. Helalyn Flowers)

Disk: 3
1. Chris Pohl Lebe Deinen Traum (Das Hörbuch Teil 1)

Disk: 4
1. Chris Pohl Lebe Deinen Traum (Das Hörbuch Teil 2)

Disk: 5
1. Anders Sein (Rework 2017 – Still Different)
2. Der Himmel Brennt (Symphonic Version)
3. Wasting The Years (Acoustic Version)

Debütalbum von Antibody: „Opera Of Death“

Vor einiger Zeit hatte ich bereits von der Band Antibody in einem Portrait berichtet. Nun hat die Band rund um Jan Laustroer auch sein erstes Album „Opera Of Death“ veröffentlicht. Wieder beweist das Label darkTunes, dass sie ihr Handwerk verstehen und so großartige Bands der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Das Dabüt ist wieder fast nur instrumental, wobei er sich auch gesangstechnische Unterstützung von Synth Attack holte. Binary Division konnte er wieder überzeugen, auch ein Remix beizusteuern. Darunter sind u. a. auch Forgotten SunriseDetuned Destruction und The Gothsicles. Es besticht durch eine Mischung aus EBM, Dark Electro und DubStep und umfasst insgesamt 19 Tracks. Wobei er auch nicht vor einem elektronischen Schlagzeug und Gitarre Halt macht.

Alles beginnt mit „Devourer“ und ist ein typischer EBM-Song: hart und schnell! Wie der Titel schon sagt, verschlingt es dich in das Album und ein wunderbarer Auftagt. Bei „Basstard“ kommt nun das erste Mal ein Sprechgesang hinzu, der in jeder erdenklichen Tonlage erklärt, wie das Lied heißt. Und beattechnisch geht es auch noch schneller zur Sache als beim vorherigen Song. 

„Nothing to Fear“ hat leichte FuturePop-Elemente und zählt zu meinen Highlights des Albums. Die wenigen gesprochenen Texte signalisieren, dass ein Leben ohne Angst bedeutungslos ist. Bei „Into The Night“ holt sich Jan nun Hilfe von der Band Synth Attack, die ihren typischen verzerrten Gesang beisteuern. Es ist deutlich langsamer als die vorherigen, wenn ich die anderen Lieder dagegen setzt, könne es fast als Ballade durchgehen.

In „Great Suffering“ geht es wieder sehr hart zur Sache und wieder ein EBM-Song. Ein Leidensweg ist hier gut zu spüren. Da reiht sich „Inferno“ ebenfalls mit ein. Hier ist nur ein geringer Anteil am Sprechgesang gegeben. Die Lache prägt sich aber sehr gut ein. Ein Sound eines sehr bekannten Herstellers von Handspielkonsolen prägt ebenfalls den Track. „Polytoxisch“ ist für mich sehr einprägsam, denn Antibody verwendet einige Textpassagen des deutschen Synchronstimme von Dean Winchester. Finde ich sehr witzig. Jedoch mit dem Inhalt kann ich nicht viel anfangen, denn es wird die Wirkung verschiedenster Drogen, die alle gleichzeitig eingenommen wurden, beschrieben.

Beim nächsten Lied hat die Band Dym mitgewirkt und der Titel lautet „Nemesis“. Es ist diesmal ganz ohne Gesang, jedoch unterscheidet es sich von ein anderen, da hier DubStep zum Einsatz kommt. Wie schon oben erwähnt, greift Antibody auf elektronischen Schlagzeug und Gitarre zurück, was bei dem Track „Dead Inside“ zum Einsatz kommt. Mit „Opera of Death“ beschreitet der besagte Tänzer seinen letzten Tanz. EBM vom Feinsten und ebenfalls mein Highlight.

In „Vortex“ kommt wiederum kein Gesang zum Einsatz, aber die unterschiedlichen elektronischen Tonsequenzen machen dieses Stück sehr einzigartig. Da reiht sich „Desperation“ ebenfalls ein, jedoch kommt mir eine einzelne Sequenz aus der Zeichentrickserie Capitan Future sehr bekannt vor. Oder was meint ihr? Als letztes ist da dann noch „Murderer“, dass mit seinem Sprechgesang die Taten einen typischen Mörders beschreibt. Hier stoßen EBM und FuturePop aufeinander, was mir sehr gefällt. 

Die letzten 6 Tracks wurden, wie schon oben erwähnt, von Bands der Szene geremixt, welche sich sehr gut in das Album einfügen.

Als Fazit muss ich echt gestehen, dass ich bei diesem Album von Antibody nicht ruhig auf meinem Stuhl sitzen bleiben konnte. Es ist überaus tanzbar und gehört auf jede Tanzfläche. Jedes Lied lädt außerdem beim Tanzen zum Träumen ein. Hier ist das Vergessen des Trubeln um einen herum garantiert. Und genau das gehört für mich zum Tanzen dazu. Wer auf EBM und Dark Electro mit Industrial-Einflüssen steht und evtl. auch noch der Cyber Szene angehört, dann ist es wirklich ein Muss. Viel Spaß beim Reinhören!

Auf bald
Eure BlackRose

Komplette Tracklist:

01. Devourer
02. Basstard
03. Nothing to Fear
04. Into The Night (vs. Synthattack)^ Mastered by Jan Loamfield
05. Great Suffering
06. Inferno
07. Polytoxisch
08. Nemesis (feat. Dym)
09. Dead Inside
10. Opera of Death
11. Vortex
12. Desperation
13. Murderer v2
14. Inferno (Binary Division Remix)
15. Devourer (Forgotten Sunrise Remix)
16. Nothing to Fear (Studio-X Remix) Mastered by Studio-X
17. Basstard (Detuned Destruction Remix)
18. Vortex (The Gothsicles Remix) Produced by Josev F @ Dagger Eyes
19. Devourer (Cold Therapy Remix)

Szene-Check Fürstentanz in Bad Homburg

Flyer des Fürstentanz
Flyer des Fürstentanz

Gestern konnte ich endlich auch mal den Fürstentanz in Bad Homburg besuchen. Von Freunden wurde mir schon viel positives berichtet und so war ich sehr neugierig, wie es werden würde. Fürstentanz klingt so edel, dass ich erwartet habe, eine ballähnliche Veranstaltung zu besuchen und plante meinen Reifrock nebst Ballkleid ein. Doch das habe ich dann doch nicht gemacht und ging in einer schlichteren Klamotte auf die Piste.

Wir kamen gegen halb zwölf dort an und ergatterten einen der wenigen Parkplätze am Historischen Fürstenbahnhof. Die Parkplatzsituation ist mit der Baustelle davor nicht wirklich schön. Das ist aber nicht das Problem, denn Parkplätze sind in der Stadt meistens (egal ob Abendlocation oder Einkaufszentrum) schlecht gelöst. Und vermutlich wird es sich bessern, wenn die Baustelle nicht mehr besteht.

Neben dem Fürstenbahnhof ist ein Schickimicki-Tanzschuppen, aus dem HipHop-Musik kam… doch der störte das Schwarzvolk nicht und ich habe auch keine „verirrten“ Gäste gesehen, die mal „gucken“ kamen.

Der Fürstenbahnhof selber ist ein beeindruckend schönes Gebäude, hohe Decken und recht altertümlich gestaltet. Auch die Aufteilung der Floors ist gut gelöst. Die große Treppe führt zur Garderobe, an der man seinen Mantel lassen konnte (für Raucher ein wenig unpraktisch, jedes Mal für eine Kippe draußen nach oben stiefeln und seine Jacke holen, aber es gibt auch im Innenbereich eine Möglichkeit zu Rauchen und ansonsten muss man ja auch nicht dieser Lust frönen).

Floor Fürstensalon
Floor Fürstensalon

An beiden Theken bekommt man eine große Auswahl an Getränken, zu äußerst moderaten Preisen und die Bedienungen arbeiten wirklich sehr zügig und freundlich. Auch die Lautstärke der Musik von den Floors ist trotz Integration der Theken nicht so laut, dass man seine Bestellung brüllen müsste oder das Personal mehrfach nachfragen müsste, was die Gäste wünschen. Einziges Manko für mich war an dem Abend: es gab keinen Kaffee.

Doch auch ohne Kaffee wurde mir nach und nach wärmer. Die Floors waren sehr gut besucht und niemals war die Tanzfläche leer. Die DJs machten wirklich sehr gute Arbeit und spielten sehr tanzbare Musik nach dem Geschmack der Gäste. Die Stimmung war großartig.

Im Kaiserzimmer war die Tanzfläche kleiner und DJ Dead Stefan (vom Nachtleben in Frankfurt dem einen oder anderen sicher ein bekanntes Gesicht) spielte eine gute Auswahl an den „gothischen“ Klassikern des Deathrock, Gothrock, Postpunk, Batcave und Minimal.

Im größeren Fürstensalon füllte DJ Marc Urban (macht auch das Nightcrawling im Schlachthof Wiesbaden) mit DJ Ziggy die Tanzfläche mit Dark Wave, Future Pop, Electro, EBM und der Musik aus den 80ern (zum Glück KEINE NDW).

Ich weiß nicht, ob es eine Möglichkeit gibt, die Playlists des Abends einzusehen, wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt und überlegt, ob die DJs euren Erwartungen entsprechen könnten. Lieber Marc, Ziggy und Stefan… wenn es das gibt, dann postet doch gerne den Link. Ich persönlich finde es sehr toll, wenn ich unbekanntes gut anzuhörendes noch einmal nachvollziehbar aufgelistet bekomme. Es gibt ja soviel Musik, die einem gefällt und man grade nicht weiß, zu was man getanzt hat.

Neben dem DJ Pult
Neben dem DJ Pult

Vom Licht her war die Lightshow sehr schön, ziemlich dunkel auf den Floors, aber nicht finster. Sitzgelegenheiten um die Tanzfläche waren auch vorhanden, auch im Außenbereich saß man auf Biergarnituren regengeschützt unter Schirmen. Und auch die Toiletten waren sehr spät am Abend sauber und man musste nur aufpassen, dass einen die Bässe nicht von der Schüssel hauen.

Fazit des Abends: Es war eine herrliche Party, ich habe wahnsinnig viele nette, bekannte Leute getroffen und auch tolle Gespräche geführt. Auch waren die Leute schön zurecht gemacht, man hielt sich an den schwarzen „Dresscode“ und so fügten sich alle zu einem recht bunten Gemisch zusammen. Aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet sind die Gäste aufgelaufen und ich muss sagen: Es hat sich wirklich gelohnt, erst gegen halb vier verließen wir so allmählich die Location. Dieses Event werde ich also bald wieder besuchen!

So, nun trink ich meinen Kaffee, werde wach und genieße den Rest des Sonntags.

Gruftige Grüße,

eure Luna ^v^

Event-Info: 4. Dark Tower Party

DARK TOWER PARTY 4
01.10.2016 – WASSERTURM | HANNOVER

4. Dark Tower PartyAm 01. Oktober 2016 erwarten euch bei der 4. Dark Tower Party im historischen Wasserturm Hannover erneut namhafte Szenegrößen am DJ-Pult für eine unzüchtig durchtanzte Herbstnacht.

DJ ERK AICRAG (HOCICO / RABIA SORDA)
DJ SVEN FRIEDRICH (SOLAR FAKE / ZERAPHINE)
DJ DER SCHULZ (UNZUCHT)
und Local Hero DJ LO-RENZ werden für einen abwechslungsreichen Stilmix aus Electro, EBM, Gothic, Dark Rock, Industrial, Synthpop, Futurepop und 80er sorgen.

In der Turm-Lounge eröffnen wir zusätzlich einen zweiten Floor, der für noch mehr Abwechslung sorgt. Den Anfang macht im Oktober DJ HONEY (Welle: Erdball) mit einem speziellen „80er – New Wave & Classics Set“.

Tickets für DARK TOWER 4 sind im Vorverkauf unter www.protain-ticket.de und www.eventim.de erhältlich oder direkt in der Vorverkaufsstelle EVENT TICKET, Rote Reihe 2, 30827 Garbsen.
Der Preis im Vorverkauf beträgt 8,00 € + Gebühren bzw. 10,00 € an der Abendkasse vor Ort. Kasse, Einlass & Beginn: ab 22:00 Uhr

4. Album von Extize: „Don’t F**k With an Angel“

Für mehr Infos -> Bild anklicken!

Ich möchte auch noch ein weiteres Album der Band Extize vorstellen, dass bereits am 25. Januar 2014 das Licht der Welt erblickte. Es lautet diesmal auf den Namen „Don’t Fuck With an Angel“ und wurde unter dem Motto „Anyone who seeks to destroy the passions instead of controlling them is trying to play the Angel“ veröffentlicht. Über die Band selbst hatte ich ja bereits in meinem früheren Bericht geschrieben, dafür haben sich die Jungs bei dem mir jetzt vorliegenden Album Unterstützung durch einige weitere Musiker bzw. Bands Voilet Light Syndrome, Cynical Existense, Rave the Requiem oder Steven Johnsen geholt.

Auch diesmal lassen sie sich nicht auf eine musikalische Schiene schieben, denn die setzen wieder auf Dub Step und Drum´n´Bass, wobei auch FuturePop-Einflüsse dabei sind. Der Anfang mach das Lied „Oriange“, dass sehr orientalisch klingt und ist eines der langsameren Lieder auf dem Album. Mit „Someone Else“ wagen sich Extize in die leichte Rock-Richtung und beschreibt die innere Zerrissenheit, dass sich der Protagonist wünscht, in eine andere Haut zu schlüpfen.

Die Langsamkeit des Liedes „Thunder“ hingegen bedient sich wieder dem Dub Steps und die Stimme der Sängerin ist nur im Refrain zu hören. Es klingt wie ein hereinbrechendes Gewitter, was mal schwächer mal härter zuschlägt. „When Angel Fall“ ist ein typischer FuturePop-Song, wobei der Gesangspart von klar zu verzerrt wechselt. Mir stellt sich die Frage, was passiert, wenn keine Engel mehr da sind? Wir irren wohl umher auf der Suche nach Licht.

Extize Album„Something in the Air“ reiht sich nun als nächstes ein und bringt mehr Dub Step mit. Außerdem liegt etwas unheilvolles in der Luft. „Cyberpunkz“ ruft für mich zur zur Revolution auf. Die Hölle tut doch innerlich so gut in „What the Hell?“, dass das Licht zu sehen ist. In „Beautiful Day“ lassen sich Sounds aus alten Computerspielen wieder finden und das „liebe“ Geld spielt eine großen Rolle. Streckt die Fäuste in die Höhe und kämpft gegen das Syndikat ist das Motto von „Syndichate“. Dieses enthält wieder mehr FuturPop-Elemente was zu meinen Favoriten gehört.

Mit einem leichten asiatischen Touch kommt das nächste Lied „Last Samurai“ daher, was auch wunderbar zum Titel passt. Es beschreibt den Samurai-Codex, dass u. a. Furchtlosigkeit beinhaltet. Was die Band Exitze auszeichnet, ist die Multilingualität. Denn in „Monstre“ kommt wieder die französische Sprache zum Einsatz. Bei der teilweisen verzerrten Parts meinte ich fast, dass das Monster wirklich zu mir spricht. Auch „2 Fratzen“ besticht diesmal mit der deutschen Sprache und einer Computersprache. Die Wut auf die Außenwelt bricht langsam dein Gemüht und lässt dich fast ausrasten.

Extize AlbumWie klaut man Sterne? „Sternenjäger“ hat die Antwort und will auch noch den Mond. Ganz ohne Gesang kommt nun das folgende „ShutUp“ aus. Was dem Titel nach im ersten Moment mich nicht vermuten lässt, läd es doch zum Träumen ein, obwohl es auch tanzbare Passagen besitzt. Beim letzten Song des Albums „We are back“ geht es zurück zu den Wurzeln und Industrial gepaart mit ein paar FuturePop-Elementen kommt zum Einsatz. Der Gesang ist hier sehr minimalistisch.

Extize haben mit dem Album „Don’t F**k With an Angel“ wieder gezeigt, wie abwechslungsreich sie sein können und es reiht sich wunderbar in ihre Diskographie ein. Aber macht euch doch selbst ein Bild vom Album und hört unbedingt mal rein.

Auf bald
Eure BlackRose

3. Komplettalbum von Extize: Anarchy Engineers

Extize - Anarchy EngineersHeute wage ich mich in die Hard Electro/Dub Step/Drum´n´Bass/Trance-Richtung, denn Extize schlagen eine neue Richtung ein. Wobei sie nicht von ihrer rebellischen und gesellschaftskritischen Auffassung ablassen. Das mir vorliegende Album wurde bereits am 12. Oktober 2012 veröffentlicht und nun mir vom Label DarkTunes Musik Group zur Verfügung gestellt.

Cyb3rella (Gesang und Komposition) wollte die Band Extize erst als Ein-Mann-Projekt gründen, jedoch kamen Ende 2007 noch Cyb3rSlut (E-Drums), Ionic Matrix (Keyboards und Gitarre) und Cyb3rc0re (Sampling) hinzu. Die Band hat dadurch noch eine weitere Bandbreite zugekommen, denn die Lieder sind in englisch und französisch. Da macht das Album Anarchy Engineers keine Ausnahme, sondern beinhaltet sogar noch die deutsche Sprache. Wobei die Band nur noch aus Keyboarder Jan Dysfunction, Sänger Cyb3rella, Live-Mixer DJ Barus und Schlagzeuger Mondi bsteht.

Alles beginnt mit „I’m on Fire“, dass die Apokalypse an einem vermeintlichen normalen Freitag Abend beschreibt. Weiter geht es mit „Kiss & Kill“ und einer zerstörerischen Liebe. Mit „Free“ darfst du alles machen und die Regeln brechen und in „I’m Nasty“ ist es für mich nicht ganz eindeutig, da nur der Refrain auf englisch gesungen wird. Der Rest ist in französisch. Jedoch besingt der Protagonist sich als „Böse“. „A Place 2 Die“ beinhaltet wieder die englische und französische Sprache und im Refrain suchen alle den richtigen Platz zum Sterben. Oder haben sie in schon gefunden.

Für mehr Infos – Bild anklicken!

„Sex in Surround“ hingegen besingt die schönste Nebensache der Welt und mit „German Beast“ wird ein Werwolf entfesselt. Hier bedienen sich die Band auch noch der deutschen Sprache. Die Bandbreite der Band finde ich richtig gut. Dieses Lied zählt zu meinen Highlights des Albums. Nun wird es viel rockiger mit „Monster Bike“ und die elektronischen Klänge sind hier nicht zu finden. Aber zur Freiheit auf einem Motorrad auf der Straße gehört diese Musikrichtung einfach.

Ein Freak zu sein, ist doch chic oder wie würdet ihr „Freak Out“ interpretieren? Im nächsten Lied „I love B.Ä.S.S.“ haben sich die Jungs weibliche Unterstützung geholt und es wird elektronisch wesentlich härter. Die nächste Nummer „Lazer Shark“ ist überaus tanzbar und sie bedienen sich ausschließlich gesprochener Texte. Ich würde es in die Richtung FuturePop einordnen. Ebenfalls ein Highlight für mich. „Machine Hearts“ kategorisiere ich als eine Electro-Ballade und es fehlt teilweise der Gesangspart.

FuturePop kommt wieder beim Lied „Goodbye“ zum Einsatz und beschreibt den Abschied vom Leben. Dem Rhythmus nach gehört dieses auch zu meinen Highlights. À Dieu Âme Rouge bedient sich wieder der französischen Sprache und emotional sehr beladen. Das letzten Lied des Albums „Runaway“ gehört eher in den Trance-Bereich und läd zum Chillen ein.

Cyb3rellaextizeAbschließend zum Album Anarchy Engineers von Extize kann ich sagen, dass es sehr abwechslungsreich ist und wohl einen kompletten Stilbruch zu ihren früheren Werken darstellt. Denn nach meiner Recherche waren Extize im Industrial/Aggrotech zu Hause. Jedoch jeder verändert sich im Lauf des Lebens und da macht der Musikgeschmack keine Ausnahme. Außerdem soll man ja öfters mal was neues probieren. Für Fans von Extize, den Veränderungen nichts ausmachen, ein Muss in der CD-Sammlung.

Auf bald
Eure BlackRose

Bandportrait: Delivered Soul

delivered soulHeute bewege ich mich wieder im elektronischen Bereich und möchte euch die Band Delivered Soul vorstellen. Die von Stefan Uhlmann im Jahre 2007 gegründete Band lässt sich nicht wirklich in eine Musikrichtung zwängen. Denn er komponiert Stücke im Bereich langsamen Dark Electro mit verzerrter Stimme (z. B „Eternity“oder „Trust“), Industrial (z. B. „Wenn Träume wehtun“) oder FuturePop (z. B. „Ich will doch nur tanzen“). Wobei letzteres mir sehr ans Herz gewachsen ist.
Gelegentlich wird Stefan von einigen Gastmusikern unterstützt, die ihre Stimme zu den Liedern beitragen wie z. B. Markus (X-In June), Marco (Traumtaenzer), Caro (Prospective), Annie Bertram, Lisa S., Dori und Cecropia. Wenn es zu Live-Auftritten Stefan Uhlmann und Abby Colekommt, steht ihm die Keyboarderin Abby Cole zu Seite, die ihr Grundstein am Piano absolvierte.  Die beiden haben auch ein eigenes Projekt mit Namen „Tides of Life“.

 

Delivered Soul platzierte bereits 5 Alben und eine EP auf dem Markt, wobei seine erste Scheibe „Eternity“ eine Demo-CD darstellte und 2007 das Licht der Welt erblickte. Danach folgte 2008 das Album „Trust“ und 2010 die Scheibe „Wenn Träume wehtun“.
Mit der EP „Wait For The Fait“ sowie dem dazugehörigen Album „Alone“ konnte Delivered Soul im Jahre 2011 anschließen. Erst wieder 2014 kam ein neues Album auf den Markt mit Namen „Rainy Day“ und am 30.05.2015 wurde der Silberling „Heal Me“ veröffentlicht. Die jüngste Veröffentlichung nennt sich „No Return“ und erschien am 22.02.2016.

 

Die Musik zu Delivered Soul macht Stefan komplett selbst. Nur das Mastern überlässt er seit dem Album „Heal Me“ dem erfahrenen Thomas Lüdke (The Invinsible Spirit).

 

Stefan UhlmannErste künstlerische Erfahrungen im Bereich Musik sammelte Stefan bereist mit 10 Jahren und entdeckte die Tastatur für sich. Er brachte sich mit 14 Jahren selbst das Bassspielen bei und heuerte bei einer Coverband an. Stefan war jedoch auch in anderen Musikrichtungen unterwegs und spielte in diversen Bands im Bereich Punk, Rock, Funkrock, Metal sowie weiteren Coverbands. In dieser Zeit lernte er auch Gitarre und Schlagzeug. Somit beherrscht er alle auf der Bühne notwendigen Musikinstrumente.

 

Wegen beruflichen Verpflichtungen fehlte irgendwann leider die Zeit, Proben auf die Beine zu stellen und so fand Stefan wieder zurück zur Tastatur. Die mit zwischenzeitlich gekauften Synthesizern produzierten Lieder veröffentlichte Stefan lange Zeit nicht und durch einen Bekannten der Musikbranche, der ihn ermunterte, seine Werke im Internet zu veröffentlichen. Delivered Soul findet ihr auf YouTube, Twitter, Facebook, Soundcloud, ReverbNation, sowie auf seiner Homepage www.delivered-soul.de. Auf dieser Seite gibt es insgesamt 17 Stücke, die ihr kostenlos herunterladen könnt. Auf Soundcloud sind dann noch weitere Songs zu finden.

 

Meine persönlichen Highlights der Songs von Delivered Soul sind „Trust“, „Ich will doch nur tanzen“ und „Wenn Träume wehtun“. Aber hört selbst mal rein und findet eure Highlights.

 

Als Abschluss stand mir noch Stefan zu einigen Fragen Rede und Antwort, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

 

1. Gibt es in deinen Songs ein textlicher roter Faden oder sind eher unterschiedliche Themen darin zu finden?

Einen roten Faden gibt es bei mir nicht. Doch schreibe ich immer wieder gerne über Freundschaft, Alltag, Liebe, Tod, Verlustängste (in Form eines liebgewonnenen Menschen zu verlieren)….
Das bislang einzige Konzeptalbum war die CD „Alone“. Aber auch in dieser Geschichte wurden alle Bereiche textlich in gewohnter Art und Weise verarbeitet. Das Album „Heal Me“ war dann etwas aufgelockerter.
Die Jahre davor liefen bei mir aus privater Sicht nicht ganz so dolle, was man sicherlich auf der „Rainy Day“ ein wenig heraushören mag. Allgemein bekam ich für meine Texte bislang sehr gutes Feedback.
Beim nächsten Album, welches 2017 im Rahmen vom 10-jährigen Bandjubiläum veröffentlicht werden soll, habe ich mich auch in andere Richtungen ausgelassen.

2. Welche Musikeinflüsse haben dich persönlich geprägt?

Ich bin musikalisch vielseitig interessiert. Mein CD-Regal ist mit den unterschiedlichsten Interpreten/Bands gefüllt. Vermutlich richten sich daher meine Alben nicht immer nach einem Konzept,
sondern sind sehr abwechslungsreich. Selbst verschiedene Magazine konnten bislang DS in keiner Schublade unterbringen. Die elektronische Musik bzw. auch Bands mit elektronischen Einflüssen begleiten mich schon sehr lange.
Bands wie zum Beispiel Gary Numan und Front 242 höre ich schon eine gefühlte Ewigkeit. Auch Project Pitchfork, Rotersand, Painbastard, The Prodigy sind feste Bestandteile meines CD-Regals.
Eventuell kommt es daher, dass ein Magazin zum aktuellen Album „No Return“ schrieb, die Musik würde teilweise nach Project Pitchfork klingen.
Ich denke es passiert eher unterbewusst, dass Einflüsse anderer Bands in meine Musik hineinfliesen. Irgendetwas hat man schon immer gehört. Bei 12 Noten ist es schwer etwas Neues zu machen was noch niemand kennt.

3. Du hast ja schon einige Auftritt hinter dir. Was mich dazu interessiert, wie entspannst du dich nach solchen Auftritten?

Nach einem Auftritt entspanne ich mich erst einmal mit einem guten Essen. Ich bekomme vor einem Auftritt keinen Bissen herunter. Mit vollem Bauch auf der Bühne geht nicht.
Aber ich muss sagen, dasss mir der Kontakt zu den Gästen/Fans am Herzen liegt. Also doch Essen kalt werden lassen und sich lieber mit den Leuten unterhalten.
Das Feedback vom Publikum gibt mir viel. Und je besser das Feedback ausfällt um so mehr freue ich mich. Dann denke ich, ok, alles richtig gemacht….dann kommt erst einmal die Erleichterung….und das erste Bier.

4. Welche Pläne habt ihr noch für 2016 und die kommenden Jahre?

Für 2016 sind ein paar Konzerte geplant. Unter anderem in Karlsruhe, Düsseldorf und Gelsenkirchen. Für 2017 kann ich noch nicht viel sagen, da die Berwerbungen für diverse Veranstaltungen erst kürzlich raus gegangen sind.
Definitiv gibt es nächstes Jahr eine CD, zu welcher ich momentan noch nicht viel sagen möchte. Wir sind ja noch immer dabei, die „No Return“ unter den Leuten bekannt zu machen. Vielleicht klappt es ja und ein paar Veranstalter
nehmen unsere Bewerbung für 2017 an. Weiter schaue ich momentan nicht hinaus. Auf jeden Fall freuen wir uns auf die Konzerte. Es ist für uns gleichzeitig die Chance Leute zu treffen, welche wir sonst aufgrund der fehlenden Zeit nicht sehen können.

Auf bald
BlackRose

Nacht der Maschinen und Rivetheads

Hier finden in Frankfurt und Umgebung regelmäßig „Nacht der Maschinen“ Events statt, bei denen sich dann die Gemeinde der Schwarzen Szene zu Industrial Klängen tanzend bewegt. Ich gebe zu, auch diese Musik gefällt mir, nur nicht in Dauerendlosschleife und wenn sie mich an zwei blecherne Mülltonnendeckel, die aufeinander gehauen werden, erinnert. Da ich ja aus der Metal-Ecke musikalisch herkomme (ja, meine erste große Liebe war nun mal Alice Cooper und nicht die BSB… oder Take That – urks – ich kann es nicht ändern), liegen mir Sounds, die eine Gitarre erzeugen kann eher als elektronisch mit einem PC gemachte Klänge. Aber am Freitag habe ich erfahren, dass einige Industrial – Musiker tatsächlich ihre Mucke machen, in dem sie auf metallene Geräte und Teile schlagen. Röhren, Platten… Okay… nun ist das doch etwas in die Richtung „blecherne Mülltonnendeckel“ *grins*. Aber Die Krupps zum Beispiel, die finde ich gut. „Der Amboß“… schöne 8 Minuten Mucke. Also, ihr Lieben, versucht mal in diese Musik reinzuhorchen, vielleicht gefällt euch ja auch das eine oder andere.

Die Rivetheads  oder kurz „Rivets“ sind da schon Fans der Industrial- und der Gothic-Musik. Sie kleiden sich recht martialisch in Leder, Ketten, verschiedener Hardware aus dem Baumarkt, Nieten und andere solche Materialien. Industrial und Gothic-Mucke sind enge Cousins. Sie überlappen, denn Elemente ihrer Stile sind gegenseitig vorhanden. Dabei ist die Industrialmusik ein Gegenstück zu der „Hippiemusik“, ein Entwurf, der nicht der „Friede-Freude-Eierkuchen“ Mentalität entsprechen soll. Sie ist so hart, modern, SAMSUNGwie das Leben um uns herum. Gothic und Industrial sind zwei verschiedene Bewegungen, auch wenn sie miteinander verschmelzen durch die gothischen Subkulturen. Wo das gothische mehr melancholisch, spooky und emotional ist, zeigt sich das Industrial mehr wütend, experimentell und laut. Moderner Industrial beinhaltet sogar EBM, Futurepop, Powernoise, Aggrotech (TerrorEBM), Coldwave, Elektro, Dark-Elektro und Industrialmetal. Sehr verwirrend, was?

Das „Rivet“ in „Rivethead“ kommt von den Metallbolzen, die in den industriellen Konstruktionen und Bauwerke der Architektur verwendet werden. Der Anhang „Head“ ist gleichzusetzen mit „Fan“ oder „Anhänger“ (vgl. Metalheads 😉 ). Rivetheads bevorzugen kleidungsstilmäßig den Armylook mit dem Zusatz „Military-Kleidung“, wie Fliegerjacken, Orden, Pins, Patches und Kampfstiefel. Diese Rivets lieben den zornigen deutschen Elektronik Sound und sind dabei aber auf keinen Fall in die Richtung der Nazis zu zuordnen oder damit verbunden.

Musikalische Beispiele für die Rivets sind unter anderem: Skinny Puppy, Nitzer Ebb, Front 242, :wumpscut:, Frontline Assembly, E-Craft, Nine Inch Nails, Grendel, Leæther Strip, Hocico, Velvet Acid Christ, Reaper, Ministry und noch viele mehr.

Also, meine Lieben, drängelt mal durch die Clubs, hört rein und schaut euch die Rivets mal an. Wer sich hier in meiner Aufzählung noch nicht wiedergefunden hat… nächste Woche gibt es eine neue Folge der GothicTypen. Bis dahin sehr dunkle Grüße von eurer

Luna