Szenecheck – Halloween in der Festung Rüsselsheim

La Katherina - sehr empfehlenswertes Make-Up, 1,5 Stunden und eine ruhige Hand, aber kaum verwischt am Ende
La Katherina – sehr empfehlenswertes MakeUp, 1,5 Stunden und eine ruhige Hand, aber kaum verwischt am Ende

Zur Zeit und besonders an diesem Wochenende wurden sehr viele Grusel- und Halloween – Parties geboten. Da kann sich der Gothic, der von den Stinos gerne als „verkleidet“ angesehen wird, endlich auch mal in ein schauriges Outfit werfen.

 

Das ist wahrlich nicht einfach, besteht doch bei vielen ihr „normaler“ Ausgeh-Look schon aus herrlichen Kostümen. Sie gehen schon als Vampirfürst, Steampunker oder als Dunkelelfe auf die Piste. Wie gesagt, für das Stino-Auge zählt das schon als Verkleidung.

 

Nun, was tun? Soll sich der Goth dann in ein normales Outfit schmeißen und sich dann als Normaler verkleiden? Holzfäller-Hemd mit Blue Jeans in schrillen Farben ergäben sicher ein für uns gruseliges Outfit. Oder in Bermuda Shorts und mit Eimer bewaffnet, dazu eine „Mickie Krause“ Gedächtnis-Perücke? Gruselig wäre das auf jeden Fall.

 

Friedhof
Friedhof

Aber es gibt auch dunkle Kostüme für uns, und da ist ja Halloween wirklich gut, denn die bunten Faschingskostüme im Handel haben dann automatisch einen Zombie-Touch. Kein Wunder, dass zur Zeit Gruselclowns so leicht ihr Unwesen treiben, diese Kostüme sind überall zu erhalten.

 

Da ich aber weder jemanden so erschrecken möchte, noch fälschlicherweise dessen verdächtigt werden wollen würde (hmmmm… komplizierter Satz), rate ich davon ab, ausgerechnet dieses Jahr das Gruselclown – Kostüm zu wählen. Alternativ bleibt aber dann ja auch die Suicide Squad – Truppe mit Joker und HarleyQuinn, Zombie-Alice und Mad-Hatter oder die allseits beliebte blutverschmierte Zombie – Braut.

 

Dekoration
Dekoration

Wem so gar nichts einfällt, kann sich gerne sein übliches Outfit gruselig pimpen. Ein wenig Latex und Kunstblut, und schon ist die Zombie-Version seiner selbst fertig. Die Idee einer Freundin mit dem Morph-Anzug ist auch klasse, das spart MakeUp und Frisur und Trinken geht mit dem Material auch.

 

Ich bin gestern wieder nach Rüsselsheim auf die über 600 Jahre alte Festung gegangen, in der ich mit meinen Leuten letztes Jahr schon eine angenehme Party gefeiert habe. Es wurde wieder eine Halloweenparty mit 2 Floors ausgerufen, in dem Zombie & Monster – Floor waren DJ Ziggy, DJ Thorn und DJ Nachtstrom, in dem Vampir & Dämonen – Floor Frau Staubwedel, und DJ Dead Stefan und DJ Mike die Master der Musikbeschallung.

 

Die Dekoration war meiner Meinung nach noch aufwendiger und schöner als letztes Jahr gestaltet. Es gab zwei Floors, so gelegen, dass man im Zwischenbereich, wo das Catering war, angenehm sitzen und sich unterhalten konnte. Des weiteren hatte auch eine sehr nette Dame einen Stand aufgebaut und schminkte professionell kurzentschlossene unkostümierte Gäste. Sie konnte auch verlaufenes MakeUp retten und nachbessern.

 

Im Innenhof der Festung war ein dekorativer Friedhof aufgebaut, der auch sehr gerne für zahlreiche Fotos als Kulisse genutzt werden konnte und wurde. Trotz der sternenklaren Nacht stand ein Pavillon bereit für die Raucher, aber auch die Tische und Stühle des Cafés konnten benutzt werden. Ein bisschen fehlten mir die Nebelmaschine und die Feuerkörbe, die an Walpurgis aufgestellt waren, aber das waren nur Details.

 

Obey! Work! Pay!
Obey! Work! Pay!

Alle DJs leisteten sehr gute Arbeit und spielten Altbekanntes und Beliebtes und gingen auch auf Wünsche ein. Die Tanzflächen waren auch nachts um drei noch gerammelt voll und die Leute tanzten nicht, sie eskalierten nahezu. Und für die Nichttänzer gab es wahnsinnig viel zum Angucken. Ein paar „bunte“ Kostüme waren dabei (eine Hello-Kitty und eine Lillifee – beide in pink – flanierten durch die Säle).

 

Die Preise waren auch sehr zivil – Eintritt 10 Euro – und auch für Essen und Trinken konnte man Wertchips erwerben (nicht verbrauchte Chips wurden auch wieder in Bares zurückgetauscht). Das Essen war sehr lecker – die Schlangen zum Erwerb sehr lange.

 

Ich muß sagen, das Publikum, die Veranstalter und DJs haben in der Festung als Location eine tolle Halloweenparty veranstaltet und mir sehr viel Spaß bereitet. Der Abend hat sich gelohnt. Wer noch ausgehen möchte, sollte heute und morgen noch die schwarzen Halloweenparties ansteuern, in einigen Bundesländern hat es ja am 1. November noch den Feiertag und ihr könnt es ausnutzen.

 

Welche Parties in eurer Umgebung (ich kann ja immer nur aus dem Rhein-Main-Gebiet berichten) waren denn bei euch empfehlenswert? Lasst gerne einen Tipp in den Kommentaren da, damit nächstes Mal andere auch in den Genuss einer tollen Party kommen!

 

Gruftige Grüße
eure Luna ^v^

Leichen

Lexikon des Unerklärlichen
Lexikon des Unerklärlichen

Der Tod hat ja für uns Gothics eine Faszination. Wir interessieren uns (vielleicht für Stinos unverständlich – immerhin haben mir schon einige Psychologen weismachen wollen, daß es nicht normal sei, sich so oft mit dem Gedanken, was danach kommt, zu beschäftigen) verhältnismäßig oft für dieses Thema.

 

Wobei ich mir persönlich jedoch eher die Frage stelle, warum es die Stinos nicht tun. Der Tod ist das Ende des Lebens und keiner wird verschont. Jeder stirbt. Ich habe noch keinen Unsterblichen getroffen, der das auch beweisen könnte. Nun, gut, in der Biologie gibt es Wesen, die „unsterblich“ sind, Bakterien zum Beispiel. Wenn die sich nur durch Mitose teilen, das heißt, sich komplett verdoppeln und vermehren, welche der beiden neuen Zellen ist dann „Original“ und welches ist die Kopie? Und wenn dann eine von beiden stirbt, welche ist dann gestorben?

 

Vielleicht könnte hier mal ein Biologe hilfreich einspringen und es erklären?

 

Aber es sind auch die sichtbaren Dinge, die einen Gothic faszinieren. Wer hat von euch keine Deko zu Hause, die den Tod zeigt? Skelette, Totenschädel, Särge, Grabsteine… all das sind doch Sachen, die wir gerne verwenden. Dazu dann bei Mann und Frau auch gerne das hohlwangige bleiche Aussehen von Leichen beim Styling.

 

Zum Thema „Leichen“ hab ich in meinen „Lexika des Unerklärlichen“ mal gestöbert und eine Menge an Brauchtum gefunden. So wird generell ein Verstorbener als Leiche bezeichnet, so lange er noch nicht begraben wurde. Er hat noch keinen Segen erhalten und ist damit mit besonderer Vorsicht zu behandeln.

 

Sah er zu blühend und rosig aus, so holte er bald jemanden nach, hatte er ungleich lange Füße, folgte ein Mann, wenn der rechte Fuß länger war und eine Frau, wenn der linke länger war. (Hmmm… das macht mich jetzt nachdenklich). Die Augen mußten verschlossen werden (mit Kastanien, Münzen oder Pferdebohnen), denn sonst sahen sie jedem nach. (Ok, das ist wieder logisch, daß man sich durch den merkwürdigen Blick verfolgt fühlte).

 

Von Ralf Roletschek - Selbst fotografiert, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29775777
Kühlraum in der Rechtsmedizin der Charité Berlin

Alles wurde gewaschen (weil unrein), verschlossen (weil sonst die Seele entweicht und umgeht), Krankheiten, wie Warzen, Geschwüre, Ausschläge am Verstorbenen etc. galten dann als gefürchtet (weil übertragbar) oder als Heilmittel. Ja, selbst daß Schiffe die Reisezeit verlängerten, lag an einer Leiche an Bord. Als Mittel gegen die Angst vor dem Tod und Leichen, mußte man die Leiche in die rechte große Zehe beißen (igitt!) oder sie wenigstens berühren. Dann verlor man seine Angst (ok… macht so gesehen Sinn, wer gibt dann schon zu, daß er Angst empfindet, wenn man dann SOWAS machen muß?).

 

Das Sterbehaus und alle, die sich darin befinden, selber galten auch als unrein. Es mußte alles gereinigt werden, Wasser ausgeleert und die Speisen vernichtet. Denn die Seele des Toten fuhr durch das Haus. Um es zu Kennzeichnen stellte man mit Skeletten bemalte Beinbretter vor das Haus und befestigte einen Trauerflor an die Türe (in Sizilien färbte man gleich die Türe schwarz).

 

Skurril finde ich, daß eine Hochzeit bevorsteht, sobald man von einer Leiche träumt. Na gut, es kann sich dann auch das Wetter ändern, eine große Freude bevorstehen oder ein Todesfall eintreten. Auf jeden Fall heiratet man aber selber, wenn man sich als Toten träumt. Psychologisch sicher ein interessanter Zusammenhang. Im Tarot hat der Tod ja auch nicht die Bedeutung, daß einer stirbt, sondern daß sich das Leben ab einem bestimmten Punkt ändern wird.

 

So kam man dann auf den Gedanken, daß man verschiedene Dinge „tun muß“, um Übles abzuwehren. Die Leichenfeier war auch mit Vorsicht zu feiern, denn wenn der Priester nicht aufpaßte, kam es auch zu Absonderlichkeiten. Sprach er bestimmte Worte aus, so konnte der Tote zurückkehren, sprach er zu gut über den Verstorbenen, kam ein schwarzer Hund zu dem Grab und jaulte. Sprach er zu nachteilig, so war das auch nicht recht.

 

Der Leichenfetisch ist aber (nicht, was ihr denkt, ihr Schlimmen!!!) der Kult um die Dinge, die mit der Leiche in Berührung kamen. So kam es zu einem regelrechten Reliquienkult, denn Stoffe, (Galgen-)Stricke oder sogar das Stroh und Wasser, über das eine Leiche getragen wurde, hatte danach eine magische Wirkung. Man schreckte nicht einmal davor zurück, das Fett aus dem Leib der Toten zu schneiden, um Heilmittel herzustellen.

 

Erwähnen will ich nur noch kurz das Leichensingen. Weil es ja bei den Stinos immer heißt, man solle Kinder vom Tod so lange wie möglich fernhalten. Damals war man aber nicht so zimperlich und betrachtete es als Ehre, wenn Schulkinder die Aufgabe übernahmen und im Trauerhaus oder bei der Beerdigung teilweise auf dem Sarg stehend dem Toten singend gedachten.

 

KODAK Digital Still CameraDie Größte Angst der Menschen schien aber immer zu sein, daß der Tote als Wiedergänger oder Nachzehrer zurückkehrt, denn in allen Bräuchen fand ich Maßnahmen, um das zu verhindern. Auch Samhain, ein Fest, das wir feiern, ist das Totenfest. Hier wandeln die Toten aus der Zwischenwelt unter den Lebenden und nur eine geschickte Maskerade verhindert, daß die Lebenden mit den Toten in das Jenseits gezogen werden.

 

Bereitet ihr denn jetzt schon Kostüme und Masken vor, um dann am 31. Oktober Halloween / Samhain zu feiern? Ich denke, ich werde jetzt die Woche beginnen und zumindest dekorieren 🙂 .

 

Gruftige Grüße

eure Luna ^v^

 

Mysteriöses Deutschland Teil 6

Von Geraldstiehler - de.wikipedia uploaded by Geraldstiehler as de: (Eigenes Foto, leichte Retouche.), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=912559
Torturm der Burg Frankenstein bei Nacht

Das M’Era Luna ist nun auch wieder Geschichte – ich hoffe, die dort waren, hatten sehr viel Spaß. Immerhin geht es nicht nur um Musik und die Bands, ich weiß von vielen, dass sie auch dort hin fahren, um mit ihren Freunden eine gute Zeit zu verleben. So können Freundschaften auch über Distanz gehalten werden, leider wohnen ja die nettesten Menschen meist sehr weit entfernt. Festivals haben daher einen familiären Charakter.

Aber auch die Daheimgebliebenen haben so ihre Anlaufstellen, an denen man Gleichgesinnte treffen kann. Ich war an diesem Wochenende in Hadamar, beim ersten Dunkelbuntmarkt (checkt hierzu auch BlackRose’s Bericht) und in Friedberg auf dem Mittelaltermarkt. Und am Sonntag habe ich mir im Archäologischen Museum die Lego-Zeitreise angesehen. (Und den Mithraskult 😉 ). Daneben auch noch das eine oder andere Stück zum Schmunzeln entdeckt.

Apropos Mithraskult: Auch in Friedberg hat man anscheinend drei Tempel dazu entdeckt, zudem gibt es Berichte über die Hexenverbrennungen und die Römer haben auch ihre Spuren hinterlassen. Schaut es euch gerne mal an. In Hadamar ist eine große psychiatrische Klinik und das brachte mich auf den Gedanken, mal nach Darmstadt und zur Burg Frankenstein zu springen.

Hoppla. Aber Mary Shelley hat sich angeblich die Burg als Namensgeber ihres Dr. Frankenstein genommen, der sein legendäres Monster geschaffen, das auch heute noch Thema zahlreicher Filme und Geschichten ist. Sie war im Sommer 1816 mit Lord Byron, Polidori und Claire Clairemont am Genfer See, als sie ihre Geschichte entwarf. Allerdings wird die Burg im Roman mit keinem Wort erwähnt.

Es gibt aber auch andere Sagen rund um Darmstadt, so soll der Ritter Georg dort einen Lindwurm besiegt haben. Dieser Lindwurm terrorisierte das Örtchen Nieder-Beerbach und ließ sich nur mit dem Fleisch von Jungfrauen besänftigen. Als der Sage nach Georgs heimliche Geliebte auch dem Untier geopfert werden sollte, kam dieser in die Pötte und erledigte den Lindwurm, starb aber auch durch dessen Gift.

Wer einen Schatz suchen möchte, der sollte seine Kristallkugel befragen. Diese (und alte Sagen) prophezeiten einen Goldrausch, der 1763 zu einer wilden Suche und Grabungen führte. Gefunden wurde nichts, es blieb nach einem Todesfall nur ein Chaos an Höhlen, Schächten und Löchern. Zwei weitere Suchen wurden Jahre später durchgeführt, doch nach einem weiteren Todesfall wurden auch diese beendet.

Für die Hexen habe ich aber auch noch etwas: Am Ilbes-Berg gibt es magnetische Steine. Diese sollen der Legende nach durch Hexen entstanden sein. Dieser Platz gilt nach dem Brocken als zweitgrößter Kultplatz. Allerdings erst nach neueren Aufzeichnungen, in den historischen Papieren aus der Zeit der Hexenverbrennungen war eher Griesheim der Treffpunkt.

Von Pascal Rehfeldt - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40398233
Magnetische Steine am sogenannten Magnetberg

In Roßdorf stehen 13 markante „Langsteine“, die (unbelegten Quellen zu Folge) auch als Kultstätte in der Vorgeschichte genutzt wurden. Sie bestehen aus Granitporphyr, der nicht in dieser Gegend vorkommt und von Menschen aktiv dort hingebracht wurden. Diese Menhiranlage ist in Hessen einmalig und zeitlich nicht zu einordnen.

Die sichtbaren Reste des Steinkreises (der vierzehnte Stein wurde von einem erbosten Bauern mal weggesprengt, da er ein „Mähhindernis“ war) sind bei den Hirtenwiesen nördlich von Roßdorf. Orientiert euch an dem Ruthsenbach, der an den Menhiren vorbeifließt.

In Schlierbach gibt es für uns Freunde der Nacht einen alten Friedhof mit seltsamen, für die Gegend sehr untypischen Grabmale. Diese sehen aus, als hätte man vergessen, an den Grabkreuzen den Querbalken anzubringen. Die Schlierbacher nennen diese Holztafeln „Stickel“, von denen ein Brauchtumsforscher vermutet, dass man die Toten darauf früher zu Grabe getragen habe. Nicht glaubwürdig, meinen andere, da die Odenwälder in dem Fall nur halb so dick und groß gewesen sein können, wenn man die Größe der Stickel ansieht.

Von Hans Walter - Von Hans Walter am 30. Juli 2005 in die deutschsprachige Wikipedia geladen., CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5702913
Stickelfeld auf dem Schlierbacher Friedhof

Diese Grabsitte beruht vermutlich eher auf den zwinglianisch geprägten Calvinismus der Kirchengemeinde. Dort ist es verboten, ein Kreuz darzustellen und auch Altarbilder und Heiligenfiguren gibt es nicht. Allein Bibelzitate sind gestattet. Die Gräber sollten aus diesem Grund wohl auch nicht gegen die Gottesgebote durch ihre Form und Bemalung verstoßen.

Bleibt als letztes noch die Burg Frankenstein selbst, die ihr euch auch ansehen solltet. Wer mag und einen festen Magen und keine Angst hat, kann es demnächst machen, denn um Halloween herum gibt es dort ein großes Spektakel. Professionelle Erschrecker legen los und jagen dem Volk Gänsehaut über den Rücken. 😉

So, jetzt brauche ich aber ein wenig Sonne und Wärme,

gruftige Grüße

eure Luna ^v^

Electronic Transformers Tour 2015 in Frankfurt am Main

Am vergangenen Wochenende war nicht nur Halloween, sondern es fand in Frankfurt am Main auch noch die Electronic Transformers Tour 2015 statt. Die im Vorfeld etwas gebeutelte Veranstaltung, die leider im LineUp gekürzt werden musste, fand allen Hindernissen zum Trotz statt und wir vom Dark Exit Online Magazin durften exklusiv daran teilnehmen und nun berichten.

An diesem Abend fanden sich die Bands ROOT4, RROYCE und Tyske Ludder in der Location Das Bett im Frankfurter Stadtteil Gallus ein und lieferten bei einem sehr überschaubarem Publikum ein wunderbares Konzert ab. Einlass war um 19 Uhr und eine Stunde später übernahmen die 3 Musiker der Band ROOT4 das Zepter.

Root4Die Band spielt seit 1990 Synthiepop und wandelte sich ab Ende 2006 zum Dark Electro, wobei das Schlagzeug nicht aus dem Computer kommt. Ganz einprägsam war für mich das Lied „Eisbär“, wo sich der Sänger wünscht, ein Eisbär zu sein, um nicht mehr zu weinen oder zu schreien und um alles klarer sehen zu können. Ihre Texte sind überwiegend in Deutsch, aber es findet sich auch das ein oder andere Lied in Englisch, so wie z. B. „I Hate Myself“.

Ich muss dem Drummer Martin Matyssek ein absolutes Kompliment machen, denn so schnell habe ich bisher keinen Drummer gesehen und gab ihm das Lob auch schon an diesem Abend mit in einen wohlverdienten „Feierabend“.

RROYCEAls nächstes waren dann die 3 Jungs von RROYCE an der Reihe und beim Sänger hatte ich das Gefühl, dass er in den Lieder richtig aufgeht und aus tiefstem Herzen singt. Auch hat er das Publikum sehr mit einbezogen. Denn er ging ab und zu durch die Menge und beim Lied „Run, Run, Run“ hat er einige Besucher zum symbolischen Rennen angefeuert und auch selbst mitgemacht. Bei einem Lied hat er sogar einem Crew-Mitglied der Band das Mikro übergeben, der es dann wunderbar weitergesungen hat. Unter anderem lief an diesem Abend das Lied „Bohemian Life“ und „Over and Over“.

RROYCE spielen SynthPop sowie Wave und sagen selbst über sich, dass sie den Geist der 80iger weiterleben. Gegründet haben sie sich im Januar 2013 und haben seit dem einige Auftritte wie z. B. auf dem WGT gemeistert. Außerdem wurden sie vom Deutschen Rock & Pop-Preis 2013 mit 2 Preisen in den Kategorien als „Beste Gothic-Wave-Band“ (1. Platz) und „Beste Elektropop-Band“ (2. Platz) ausgezeichnet.

Tyske LudderAls letzten Act des Abends trat dann Tyske Ludder auf die Bühne und sie gaben ihren einzigartigen Mix aus Industrial-, EBM- und Dark Electro zum Besten. Ihre Songs singen die Musiker überwiegend in Deutsch, wobei ihre Texte sehr provokant sind. Da stach u. a. das Lied „Necrophilie“ oder „Panzer“ heraus. Beim letzteren verkleidete sich Sänger Claus Albers mit einer Fahne und einer Maske eines sehr bekannten ausländischen Politikers. Das ganze betreiben sie bereits seit 1989 und ihre Popularität ist ungebrochen. Was sich durch die Besucherzahlen sehr bemerkbar machte, denn die Tanzfläche füllte sich zunehmends. An diesem Abend standen aber nur Claus Albers sowie Olaf Reimers auf der Bühne und als dritten im Bunde wurde eine Puppe mit Schweinskostüm auf der Bühne drapiert.

ETT2015So ging der Abend mit 2 Zugaben der Band um 23:30 Uhr zu Ende und ich machte mich auf den Weg nach Hause. Ich muss allen Bands an diesem Abend ein großes Lob aussprechen, denn jedes Bandmitglied aller Acts hat beim Auf- und Abbau der jeweiligen Bühnenelemente mitgeholfen. Das sehe ich auch nicht all zu oft.

Alles in allem fand ich den Abend sehr gelungen und berichte sehr gerne über weitere Events des Veranstalters, der Eventmanagement-ffm GbR in Offenbach am Main.

Nun aber bis bald,
Eure BlackRose

 

Shopping-Tipp: Figuren-Shop.de – Schwarze Wohnaccessoires

Es gibt in unserer Szene ja nicht nur Onlineshops für Bekleidung oder Schmuck, sondern es lässt sich auch der ein oder andere Shop für Wohnaccessoires finden. Es soll ja nicht nur das eigene Äußere stilecht ausgestattet sein, sondern auch die eigenen 4 Wände.

 

figuren-shop.deDa passt es natürlich gut, dass die Betreiber vom Figuren-Shop.de auf mein Webzine gestoßen sind und mir angeboten haben, diesen und auch die angebotenen Waren einmal unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn mancher die dort angebotenen Waren eher als Staubfänger bezeichnen, sehe ich das ein wenig anders und verschönere gerne unsere Wohnung mit gothtypischen Dekoartikeln.

 

Wenn man direkt die Seite aufruft, kommt man zunächst auf eine Landing Page, die einem die Möglichkeit bietet, zum Gothic Shop oder aber auch im Kulturen Shop weitergeleitet zu werden. Da ich mich eher im Gothic Bereich wohlfühle, bin ich dem linken Button gefolgt.

 

 

Furry Bones (Flappy)Auf dieser Landing Page erfährt man auch ein paar Informationen zur Entstehungsgeschichte des Shops, wobei mir persönlich dies ein wenig zu kurz ist. Denn ich möchte schon gern genau erfahren, wer hinter dem jeweiligen Gothic Shop steckt. Hier könnten die Betreiber ein bisschen ausführlicher werden und sich ggf. auch mit 1 – 2 Bildern vorstellen. Außerdem werden hier auch einige Hersteller und auch der Artikelbereich in kleinen Auszügen beschrieben.

 

 

Im Gothic Shop selbst gibt es dann auch gleich einen Überblick über die Zahlungsmöglichkeiten und die Versandkosten. Die Lieferung erfolgt EU-weit und auch in die Schweiz, wobei da die Höhe der Kosten sehr variieren. Der Gothic Figuren Shop bietet für einen alternativen Onlineshop doch recht viele Zahlungsarten an. Insgesamt gibt es 8 unterschiedliche Begleichungsarten wie PayPal, Überweisung, aber auch Kreditkartenzahlung.

 

Furry Bones - FlappyDas stöbern im Shop selbst ist sehr einfach und klar in einzelne Kategorien gegliedert. Der Gothic Shop bietet allerdings nicht nur Dekoprodukte an, sondern es lassen sich auch Schmuckstücke von Alchemy Gothic oder Klamotten von Spiral finden. Wobei hier definitiv das Hauptaugenmerk auf die Wohnaccessoires gerichtet ist.

 

Es gibt auch eine einzelne Kategorie für diverse bekannte Künstler der Deko-Szene wie z. B. Marcus Mayer oder Victoria Frances. Wer also ein Fabel für einen bestimmten Künstler hat, findet dort am besten das gewünschte Stück.

 

Nach meinen Recherchen werden vom Figuren-Shop über 5000 Artikel angeboten, wobei ich nicht alle durchforstet habe. Denn ich habe zusammen mit meiner Tochter drei unterschiedliche Artikel ausgesucht, denn alle drei (Mann, Tochter und meine Wenigkeit) sollen beim Stöbern fündig werden.

 

Meine Tochter hat sich eine kleine Figur der Furry Bones (Flappy) ausgesucht. Für meinen Mann habe ich das kleine 4er-Set Gothic Drachen ausgesucht und ich benötigte eine neue Wanduhr für mein Arbeitszimmer. So wurden alle bedacht.

Gothic Drachen

Nachdem ich mir ein Kundenkonto eingerichtet habe, konnte ich auch schnell mit der Bestellung loslegen. Der Bestellablauf ging recht zügig von statten und war sehr übersichtlich. Wo ich mich jedoch gewundert habe, war die Tatsache, dass ich nicht wie in anderen Shops die Widerrufsbelehrung und auch die AGBs als Pflichtkreuz bestätigen musste. Wenn ich mich nicht irre und nach meinen eigenen Ausflug als Klamottenhändler ist das nach dem neuen Verbraucherrecht eigentlich eine Pflichtangabe. Aber ich kenne den Hintergrund des Shops nicht und kann daher auch nicht sagen, ob das nicht doch ok ist.

 

Wanduhr Aracnafaria - Anne StokesNach dem Klick auf „Kaufen“ bekam ich auch sogleich eine Bestellbestätigung, in der ich nochmals alle Details nachlesen konnte.

 

Am darauffolgenden Tag bekam ich auch gleich meine Versandbestätigung per Mail zugesandt und konnte die Lieferung trotz des derzeit andauernden Poststreiks am nächsten Tag begrüßen. Das Paket war doch recht groß, was mich ein wenig gewundert hat. Aber die Wanduhr war doch größer als ich dachte.

 

Paket figuren-shop.deWas mich doch ein wenig gestört hat, war die doch sehr umfangreiche Schutzverpackung aus allerlei Plastik und Papierstreifen. Zumal die einzelnen Artikel innerhalb der Originalverpackung auch noch mit mehreren Lagen Luftpolsterfolie ausgestattet waren. Dies finde ich leider nicht sehr umweltfreundlich.

 

Überrascht waren wir alle über die „Größe“ der doch recht kleinen Figur der Furry Bones, die mit nur 6,5 cm nur in eine Hand passt. Trotzdem ist meine Tochter sehr begeistert von der Furry Bones. Dafür durfte sie sich dann auch noch eine Drachenfigur aussuchen.

 

Mein Mann ist nun stolzer Besitzer von 3 kleinen Drachen, die schon einen wunderbarem Platz in unserem Wohnzimmer bekommen haben. Und zu guter Letzt habe ich gleich meine neue Wanduhr eingeweiht und sie in meinem Arbeitszimmer an der höchsten Stelle aufgehängt.

 

Fazit:

Ich kann euch in Sachen Service, Produktvielfalt und Bedienerfreundlichkeit diesen Deko-Shop wärmstens empfehlen, denn er macht für mich fast alles richtig. Dieser Gothic Figuren Shop sollte auf alle Fälle daran festhalten und es noch weiter ausbauen.

 

Hinweis:
Dieser Beitrag wurde vom Figuren-Shop gesponsert, da uns die vorgestellten Artikel kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden.

 

 

Wo finde ich denn mein Make-Up?

GothicAuge

Ich gebe zu, ich stöbere auch regelmäßig in Printmagazinen und auf Youtube nach Stylingtips. Besonders, wenn in einer „Stino“-Zeitung Looks angekündigt werden, die auch einer Goth gefallen können. Dann blättere ich besonders gerne durch die Seiten und bin dann jedes Mal ein wenig enttäuscht. Es sind dann Looks, von denen die Stinos glauben, dass es echt Gothic ist und jeder Goth sich so schminkt.

So habe ich gestern erst online auf Seiten von der Gala gelesen, dass der Gothic Look sich durch Unperfektion und verwischtem Pandalook, so als sei man in der Nacht unabgeschminkt ins Bett gefallen und dann am nächsten Morgen so aus dem Bett gekrabbelt, auszeichnet.

Ja. Hmmmm. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Wenn ich daran denke, wie hübsch sich die Damen und auch Herren herrichten, um dann am WGT oder M’Era Luna über den Platz zu flanieren, dann hat das so rein gar nichts mit „verwischtem Pandalook“ zu tun. Weil vielleicht vor 20 Jahren Rammstein mit Penatencreme die Haare zurückgeglitscht haben und dann mit schwarzem Kajal die Augen verdunkelt haben, um bööööse und mysteriös zu wirken, macht das doch nicht jeder Gothic!

Im Gegenteil. Die meisten ziehen so akkurate Lidstriche, dass ich nicht hinterherkomme. Entweder zittert meine Hand, die Augen sind mit über 40 vielleicht auch zu schrumpelig, oder ich habe einfach nicht die Übung eines Make-Up-Artisten. Die Damen (und Herren) sehen sowas von toll aus, dass ich schon kein blasses Make-Up auflegen muß, denn die Farbe fällt von alleine aus meinem Gesicht.

Und dann kommen kleine YoutuberInnen. Leider gibt es wenig deutsche Gothic-Mädels, die ihren Style mal als Tutorial zum Nachschminken einstellen (ich glaube, ich hatte da schon mal darüber geschrieben…) und man dann Schritt für Schritt nachvollziehen kann, wie sie sich so hübsch machen.

Wenn man dann Bilder findet, dann werden sie von den „normalen“ Magazinen als Vorlage zu einem Halloween-Make-Up gezeigt, sich darüber lustig gemacht oder es wird „nachgeschminkt“ mit eben dem „verwischten Pandalook“. Und dann komm ich wieder zu den YoutuberInnen zurück. Diese Mädels Anfang 20 zeigen dann, was sie für „Gothic“ halten und führen dann vor, wie man es nachschminkt. Dunkle Augen, violett oder dunkelblau als Basis und dann schwarze Lippen.

Allenfalls mit Dita-von-Teese-Anleihen, dann mit blutroten Lippen und Schönheitsfleck unter dem Auge.

Sie sind aber keine Goths und zeigen dann auch gerne ihre Hauls von diversen Billigmodeketten, Drogeriemärkten und besonders gerne auch ihre „Aufgebraucht-Videos“. Da halten sie ihre leeren Packungen in die Kamera und erzählen, ob die den Artikel gemocht haben und ob sie ihn wiederkaufen würden. (Mache ich demnächst vielleicht auch mal, leere Butterpakete und Gemüsereste habe ich auch *kicher*)

Worauf wollte ich denn jetzt hinaus? Ach ja… vor Sylvester hab ich natürlich ein wenig herumgestöbert, um mich dann für die Party aufzubrezeln. Und wurde mehr oder weniger fündig. In den normalen Magazinen halt nicht so, weil das was da „Gothic“ sein soll eben kein Goth ist, in den Musikmagazinen auch nicht so sehr, denn dort geht es primär um Musik und dann mit Fotos und Videos vom M’Era Luna um den Gothic als Gesamtkunstwerk und auf Youtube *seufz*….

Was macht „Frau“ oder „Mann“ dann? Improvisieren… aber ich gebe zu, das Ergebnis kann sich sehen lassen (zumindest bei anderen Gothics). Und wenn dann auch noch die richtige Klamotte dazukommt, also das Make-Up zu dem Kleidungsstück passt, dann ist da Gesamtkunstwerk fertig. Fehlt nur noch die richtige Musik und man kann die ganze Nacht gut durchtanzen.

Und wenn man dann heimkommt… müde ins Bett fällt… morgens aufwacht… und dann im Spiegel das Monster nach der Partynacht anguckt… Ja, dann ist man da auch noch „Gothic“ geschminkt. Auf jeden Fall für Millionen von Stinos, die dann den Look kopieren…

Bis dahin, liebe Grüße,
eure Luna

Manchmal geht ein Jahr schneller herum, als man denkt…

SAMSUNGHappy Halloween! Schönen Samhain! Und einen guten Start in ein neues Hexenjahr wünsche ich Euch!

Hexenjahr? Ja, denn Samhain gilt bei uns Hexen als Sylvester. Eine lange Geschichte, wie dieses Fest von der Kirche vereinnahmt und verändert wurde. In dieser Nacht wandeln die Toten unter uns, da die Schleier zwischen dem Reich der Toten und unserer Welt sind sehr dünn oder nicht vorhanden. Um zwischen den toten Geistern als Lebender unbemerkt wandeln zu können und nicht versehentlich im Reich der Toten zu landen, trugen die Menschen dann eine Verkleidung und sahen so schaurig aus, wie die wandelnden Leichen. Ich persönlich stelle mir das genauso vor, wie bei Walking Dead. Naja. Vielleicht würden die Toten nicht mein Gehirn oder mich fressen wollen… aber sie sind da.

Eine andere Geschichte ist die, wie Halloween entstanden ist: wie Jack O’Lantern den Teufel betrog und so zu böse für den Himmel war, aber dank seines Deals mit dem Teufel nach seinem Tod nicht in die Hölle durfte und nun mit einem Kohlenstück in einer Rübenlaterne des Nachts auf der Erde herumirren muss. Naja, wenn ich mal nach meinem Tod in eine Hölle kommen sollte, dann aber nur mit VIP Bändchen und Freigetränk und der Teufel selbst wird seinen Thron mit den Worten: „Da Herrin, ich habe ihn dir warmgehalten“ wieder räumen…

In Mexiko hat man den schönen Brauch, in der Halloweennacht sein Heim mit bunten Skeletten zu schmücken, La Catrina ziert alles, Zuckertotenköpfe werden auf Kuchen gelegt (ich habe sogar ein Kartenspiel und ein Totenbingo aus Mexiko, da heißt es nicht „Buuhuuu… wie gruselig“, sondern selbst die kleinsten Kinder spielen mit den Karten) und schließlich geht man Nachts auf einen bunt geschmückten Friedhof an das Grab seiner toten Verwandten und feiert mit ihnen. Dort ist das kein Fest des Gruselns oder der Angst, sondern eine willkommene Gelegenheit, seiner toten Lieben nah zu sein.

Dazu fallen mir dann die Graver heute ein. Um gleich einen Irrtum auszuräumen: Graver ist keine Übersetzung von „tot“ oder Grab, sondern die Kombination von Gothic und Raver. Graver sind Fans der elektronischen Musik und der daraus resultierenden Extase. Graver findet man in Clubs und auf Raves. Aus dem einfachen Grund, dass die Raverszene sehr oft mit Drogen in Zusammenhang gebracht wird, sind die mit Kontrollen in den Nachtclubs und Untergrundparties sehr streng. Das ist sehr unglücklich für die Szene, die eigentlich auf den transzendalen Effekten der Musik basiert, aber jeder positive Effekt zieht auch immer einen negativen Aspekt an.

Graver sind oft auch CyberGothics, würden sich selber aber nicht zu ihnen zählen. Optisch dekorieren sie sich mit Neon-Leuchtstäben, glänzenden Plastikbändern, großen Plateauschuhen, Vinylkleidung, aufwendigem MakeUp, schwarzem Blendschutz und sogar weiten „Fat-Pants“. Manche, wie die CyberGothics, mögen Schweißerbrillen und synthetische Haare. Sie mögen harte Beats und tanzen dazu in einzigartigen synchronen Tanzmoves zu Trance, House, Electro-Industrial, Powernoise, Futurepop, EBM und allem weiterem, was des Graver’s Musikgeschmack entspricht.

Musikalische Vorlieben entsprechen größtenteils dem der CyberGothics, da es sich hier oft überlappt: Roter Sand, Combichrist, Funker Vogt, Namnambulu, Neuroticfish, VNV Nation, Apoptygma Berzerk, Assemblage 23, Covenant, And One und und und…

Daher wünsche ich euch nachträglich ein schönes Halloween und einen entspannten Start in den neuen Jahreskreis – die acht Hexenfeste können wir ein andermal beleuchten…
Be blessed,
eure Luna ^v^

(Samhain Altar – Bild gehört Luna 🙂 und darf gerne kopiert und verwendet werden)

Nur eine Verkleidung für Halloween? Die Babydolls oder Lolitas der Szene…

Babydolls an Halloween…

Es wird kälter, Halloween naht in großen Schritten und endlich bekommt Goth die Möglichkeit, günstig im Supermarkt (bei den Sonderposten) seine Deko aufzustocken. Wann sonst gibt es Grabsteine, Skelette, Fledermäuse, Hexenfiguren und so weiter für kleines Geld. Na, ich gebe zu, qualitativ gibt es auch viel Ramsch, aber nach Halloween hat es auch das eine oder andere Goody für einen winzigen Preis. Welcher Stino möchte nach Halloween noch diese Deko kaufen? Eben.

Naja, nun tummeln sich bei mir sowieso das ganze Jahr über meine kleinen Hexenfiguren und Skelette, ein netter großer Schädel auf meiner Fensterbank und besonders skurril, was nur Eingeweihte wissen: ein spezielles Objekt in meinem Tiefkühlfach. Nein, mehr sage ich nicht, und die, die es wissen, denen brauche ich es nicht zu sagen.

Heute ziehen Nebel um unser Haus, die Luft riecht kalt und ich warte wirklich darauf, dass es Winter wird.

So möchte man meinen, dass die niedlichen Outfits der Babydolls nur eine japanische Verkleidung einer weiteren Gothicgruppe sind. Dort heißen sie Lolitas, wenn sie bunt sind, und GothicLolitas, wenn sie eher den düsteren Style bevorzugen. Ebenso, wie es verschiedene Gothicgruppen gibt, lassen sich also auch die Lolitas bzw. Babydolls in Gruppierungen aufteilen und daher ist das also eine Überschneidung beider Gruppen. Sie unterscheiden sich allerdings dann aber auch wieder, denn es gibt die Lolitas, die den Style „Gothic“ bevorzugen und Gothics, die den Style „Lolita“ bevorzugen, ohne dass die jeweiligen Gruppen die Mentalität in ihrem Herzen tragen. Könnte man das so verständlich ausdrücken?

Manche Babydolls knuddeln dabei ihre Püppchen und machen auf niedlich schmollendes kleines Mädchen. Die Kleidung ist bequem mit kurzen Röcken, Spitzen und Samt sind oft verwendete Materialien, um den „Niedlichlook“ zu zelebrieren, ebenso auch Kindheitsdekoration wie Püppchen, Teddybären und anderes ausgetopftes Viehzeug. Das auch gerne wieder „angeGotht“ ;).

Viele Leute denken, dass Unschuld in dieser Gruppierung etwas mit sexy zu tun hat, aber das ist nicht das bestreben der Babydolls. Ihr Style und das Verhalten haben eher mit einem Versuch, die Kindlichkeit (nicht KINDISCH) zu erhalten. Nicht in einem degradierenden oder negativen Sinn, sondern als einen Teil in sich, der das innere Kind umarmt, das von anderen versteckt und verleugnet wird.

Es kann nun ein spiritueller Versuch sein, das Trauma des Erwachsenwerdens zu lösen, oder aber auch ein simples Spiel. So integrieren sie das Leichte, das Spiel und die Bescheidenheit in das Erwachsenenleben und finden die Balance zu beiden Seiten des Lebens als Gothic.

„Der weise Mann, wenn in alle Richtungen objektiv zu der Welt, wird nicht urteilen oder teilen… die weisen Leute hören und sehen auch so wie kleine Kinder es tun.“ (Tao Te Ching) – wie im Tarot „Der Narr“ – die höchste und erste Karte von allen.

Musikalischer Geschmack der Gothischen Babydolls könnte bei Switchblade Symphony, The Birthday Massacre und Emilie Autumn und anderen liegen.

Einen zauberhaften Start in die gruselige Geisterfeierzeit wünsche ich euch (schmückt eure Häuser, damit die kleinen Geister dann bei euch erfolgreich um Süßes betteln können…) und verpasst nicht die nächste Folge der GothicTypen!

Eure Luna ^v^