Neues Album von Versengold: „Funkenflug“

Mit ihrem achten Album „Funkenflug“ möchte die 7- köpfige Band Versengold aus Bremen an ihren erfolgreichen Einstieg in die Albumcharts 2015 anknüpfen. Es soll am 4. August 2017 erscheinen.

Bestand hat die Band bereits für 14 Jahre. 2003 wurde sie bereits vom Textdichter Malte Hoyer in seinem Heimatdorf ins Leben gerufen. 2005 publizierten sie als Quartett das Debütalbum „Hoerensagen“. Die Alben verschreiben sich vor allem dem Mittelalter, jedoch sind auch einige irisch-keltische Einflüsse enthalten. Weitere Alben folgten und die Band trat beim Wacken Open Air 2013 auf. Eine musikalische Erweiterung der Band in Richtung Rock, Funk und Metal gelang durch das Eingliedern von Bass und Schlagzeug, die dem bisher erfolgreichsten Album „Zeitlos“ den Sprung auf den Platz 22 der Albumcharts verhalf. Mit dem akustischen Folksound, hymnischen Chören und eingängigen Refrains, die an Klängen des Mittelalter erinnern kreiert Versengold eine positive Grundstimmung, deren Originalität im deutschsprachigen Raum Potential für eine große Karriere birgt.

Eröffnet wird das Album sinnbildlich mit einem Paukenschlag. In den ersten Takten präsentiert sich die Versengold bereits als Einheit. Alle sieben Spieler führen gemeinsam musikalisch in „Niemals Sang- und Klanglos“ ein, begleitet von dem ersten Vers „Wir sitzen alle hier im selben Boot“. Das Thema der Seefahrt wird aufgegriffen und deutet auf die gemeinsame norddeutsche Herkunft der Musiker hin. Der Bezug zum Norden und zu Mittelalter erfolgt auch im Titel „Nebelfee“ und ist gleichzeitig die erste ruhige Ballade auf dem Album. Die Reduktion aufs Piano sowie einzelne atmosphärische Klänge verleihen dem Lied eine zauberhafte Stimmung. Die Nordsee bedeutet für den Sänger nicht nur Heimat, sondern auch Liebe und eine Fülle von Erinnerungen.

„Bei Schnee fällt“ handelt es sich um eine zweite Ballade aus dem Hause Versengold. Es erinnert an all diejenigen, die im Alter einsam sind und sich an die bunte, laute Vergangenheit zurückerinnern. Untermalt wird dies von Klavierklängen, die das metaphorische Fallen der Flocken versinnbildlichen. Das Hackbrett sowie das Schwingen der Klanggläser unterstützen die Assoziationen der klirrenden Kälte und der resultierende Einsamkeit.

Weitere ruhige Töne werden in dem Lied „Hau‘ mir kein Stein“ angeschlagen. Nach dem traumatischen Ereignis eines schweren Autounfalls beschäftigt sich die Band mehr und mehr mit den Themen des Todes und der Vergänglichkeit. Malte Hoyer findet in diesem Lied dennoch eine positive Einstellung gegenüber dem Tod. Die nachdenkliche Stimmung des vorherigen Titels wird auch in „Feuergeist“ erneut aufgegriffen. Die Metaphorik des Feuergeistes beinhaltet die Begierde und Leidenschaft, was einen großen Freiraum für Interpretation offen lässt. Besonders technisch können die Musiker in diesem Lied als Einheit sowie individuell ihr Talent in diesem Stück der Folk-Musik zeigen.

Der zweite Song trägt den Namen des Albums selbst und bietet mit seiner leichten, schwungvollen Rhythmik einen dramaturgischen Kontrast zu dem eröffnenden Lied. Die Metapher des „Funkenflugs“ dient hier als erleuchtende Idee, die als Inspiration für den einzelnen Künstler verstanden werden kann. Andererseits steht es für die optimistische Haltung der Musiker und versteht sich als Ermutigung, seinen eigenen, schimmernden Funken mit der Welt zu teilen und sie daran zu bereichern.

Der dritte Titel des Albums wurzelt in der keltisch-irischen Tradition und in der Folk-Musik, die die ersten Alben der Band auszeichnet. Der dunkle Gesang und die tiefen Töne kündigen von „Samhain“. Das gälische Fest ist mit dem bekannten Halloween zu vergleichen- ein Tag, an dem die Tore zur Unterwelt offen stehen. Die Strophenmelodie wird von einem Geigenspiel begleitet, was die beängstigende Atmosphäre sowie das Aufstehen der Toten widerspiegelt. Der Bezug zur Popmusik wird im folgenden Lied „Solange jemand Geige spielt“ deutlich. Dieses Stück richtet sich an alle Musiker der Welt, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Muttersprache. Musik führt Menschen zusammen und lässt zudem alle Sorgen und Ängste verblassen.

Das Instrumentalstück „Biikebrennen“ erinnert erneut an die irisch-keltische Folk-Musik, die die Band auch in Deutschland wieder populär machen möchte. Der 4/4 Takt sowie die sich wiederholenden Teile gespickt mit Momenten aus der Rockmusik verleiht diesem Lied einen erfrischenden Klang. Vor dem inneren Auge ist daher nicht schwer, sich ein rauschendes Volksfest vorzustellen. „O‘ Rileys Lichterfest“ ist das zweite instrumentale Musikstück des Albums und folgt an 10. Stelle. Durch den virtuosen Umgang mit der Geige erzeugt Florian Janoske eher die angespannte und dennoch aufgeregte Stimmung vor einem großen Fest.

Sämtliche Irland- Klischees werden in „Verliebt in eine Insel“ behandelt. Der Titel begegnet den internationalen Vorurteilen mit einem zwinkernden Auge. Gastmusiker Tristan Pargmann trägt mit seinem irischen Uilleann, was eine Art Dudelsack ist, zur ausgelassenen Stimmung bei. Andere Assoziationen zur irischen Folk-Musik werden durch die irische Rahmentrommel Bodhràn wie zum Beispiel in dem Titel „Das wär‘ ein Traum“ erzeugt.

Die Vielfältigkeit von Versengold wird besonders im Lied „Herz durch die Wand“ deutlich. Durch den Einsatz des Hackbretts, der Nyckelharpa und des bereits erwähnten Uileann wird ein Klang erzeugt, der dem Synthesizer ähnelt und dabei ans Mittelalter erinnert. Hoyer formuliert hier erneut einen sehr persönlichen Text, der sich um die Zeiten eines persönlichen Neuanfangs dreht.

Versengold schließt das Album mit dem fulminanten Titel „In aller Ohr“. Es spiegelt die ausgelassene, fröhliche Stimmung des Songwritings wider – ein selbst reflektierendes Werk, welchen den Schaffensprozess, aber auch die positive und freundliche Stimmung in der Band darstellt.

Die Band aus Bremen überzeugt mit ihrem temperamentvollen, ausgelassenen Folk-Sound und musikalischen Eindrücken aus dem Mittelalter, der in der deutschen Musikszene kein zweites Mal vorkommt. Gitarre, Violine, Nyckelharpa, Bouzouki, Bass und Schlagzeug animieren Zuhörer zum Tanzen und Mitsingen. Von der nachdenklichen Ballade bis hin zum Partylied ist alles dabei.

Auf bald
Eure BlackRose

Funkenflug erscheint am 04.08.2017 als CD, CD-Digipack, 2LP & limitierte Fanbox u. a. bei Amazon.

WGT 2017 in Leipzig

Wave Gotik Treffen in Leipzig: Schwarz, schwärzer, am schwärzesten

IMG 3776 -1 - Flickr - Peter.SamowZum Wave Gotik Treffen (WGT) an Pfingsten wird Leipzig für einige Tage zur Gothic-Hauptstadt – und ich bin irgendwo mittendrin. Die Stadt füllt sich mit schwarzen Gestalten aller Stilrichtungen. Aufwändige viktorianische Kleider, fantasievolle Steampunk-Outfits, Lack und Leder, Metal-Shirts, Kutten aus dem Mittelalter, klassische Waver und viele andere Schattierungen von Schwarz treffen beim WGT aufeinander.

Der Mittelpunkt des WGT befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums: Es ist der agra-Treffenpark an der Haltestelle Leinenstraße. In der gefüllten Straßenbahn fühle ich mich nicht sehr wohl, doch zum Glück zeichnet sich die schwarze Szene immerhin durch große Friedfertigkeit aus: Gedrängel und Geschubse musste ich noch von keinem Gothic erleben. Am Eingang des agra-Treffenparks findet eine Taschenkontrolle statt – erst dann kann ich das große Gelände betreten. Auf den Weg zur Konzerthalle präsentiert so mancher Gothic gern sein aufwändiges Wave-, Mittelalter- oder Steampunk- Gewand. In der schwarzen Szene ist dieser Gang deshalb (mit mehr oder weniger wohlwollendem Spott) auch als Schaulaufen bekannt. Auch ich komme an vielen Fotografen vorbei, die sich unter das schwarze Volk mischen und den einen oder anderen Grufti um ein Bild bitten.

In der agra-Halle treten meist die großen Headliner des WGT auf. Den harten Klängen der Band Eisbrecher konnte ich in der Vergangenheit ebenso lauschen wie der atmosphärischen Elektronikmusik von Deine Lakaien. Gothic, Metal, Steampunk, Grufti oder Cyber-Gothic – auch hier kommen für die Musik alle gemeinsam zusammen.

2013 WGT 190 FjoergynIm Heidnischen Dorf schwankt die Laune zwischen Heiterkeit und Besinnlichkeit – je nachdem, wer gerade auf der Bühne steht. In den letzten Jahren konnte ich mit Rabenschrei feiern und mit Annwn träumen. Mittelalterliche Bands stehen hier im Vordergrund, umgeben von Buden und Ständen, die nicht nur Speisen und Getränke anbieten, sondern auch Kleidung, Schmuck und Krimskrams. Das heidnische Dorf ist oft auch ohne WGT-Bändchen für Besucher geöffnet, die dann lediglich für dieses Gelände Eintritt bezahlen. Zwischen den authentischen Gewändern, an denen selbst das Knopfloch in die korrekte Epoche passt, und Gothic herrscht keine offene Konkurrenz. Auch ohne Mittelalter-Outfit kam ich im heidnischen Dorf bis jetzt noch jedes Mal auf meine Kosten. In der Moritzbastei gab es zum WGT 2017 auch wieder einen Mittelaltermarkt.

Tiefgründigkeit und Toleranz sind zwei Wörter, die mit Gothic eng verknüpft sind. Aus diesem Grund dürfen natürlich auch kulturelle Veranstaltungen nicht fehlen. Nicht jede davon hat eine offensichtliche Verbindung zu Gothic: Zum Beispiel öffnen sich auch die Oper, die Passage-Kinos, die Peterskirche, das Ägyptische Museum, die Leipziger Kunst-Galerie und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum für Besucher des WGT.

In der Innenstadt von Leipzig und in der Umgebung des zentralen Straßenrings tummeln sich auch in den späten Abendstunden noch schwarze Gestalten. Das Dark Flower spielt häufig Gothic, Electro und Metal, während in der Moritzbastei der Schwerpunkt oft eher auf Metal liegt.

Im Verlauf des Gothic-Treffens vollzieht sich in mir jedes Mal eine Wandlung: Am Donnerstag kann ich es kaum erwarten, mich ins schwarze Abenteuer zu stürzen. Am Freitag sehe ich allmählich ein, dass ich auch dieses Jahr nur ein Drittel der Veranstaltungen besuchen kann, die ich mir ausgesucht habe. Zum Schluss bin ich jedoch vollauf zufrieden und freue mich schon auf das nächste Jahr.

Auf bald
Eure BlackRose

Mittelalterliches Allerley, das Spectaculum in Worms 2017

Und so zogen wir am Samstag und Sonntag nach Worms, um die Ritter und Maiden zu erleben. Und Feuerschwanz. Feuerschwanz nicht zu vergessen, denn sie traten am Sonntag um 16.00 Uhr pünktlich auf der großen Bühne auf. Eine Veranstaltung, die am Freitag begann und bis Sonntag dauern sollte.

Aber der Reihe nach. Die Anreise war gut, auf der Autobahn war verhältnismäßig wenig Verkehr und man kam gut durch. Etwas ungeschickt war, daß man die zahlreichen Parkplätze in der Nähe des Marktes nicht nutzen durfte, es waren extra Ordner angestellt, die nur den Besuchern der Einkaufsstätten Einlaß gewährten und einen Park-Voucher überreichten. Alle anderen mußten wieder abfahren.

Also gut, sind wir noch in den ansässigen Feinkostladen gegangen (Chez Aldier) und haben ein wenig Speis und Trank erworben, bevor wir umparkten (vielleicht sollte mal gescheit ausgeschildert werden, wo der Festplatz ist, da dort ein Shuttle-Bus eingerichtet worden war. Wir haben es erst an der Kasse gesehen, daß es sowas gab… und da standen wir schon mit dem Auto in einer Seitengasse).

Gut, Gewandete ließ man für günstige 5 Euronen ein, die „Stinos“ mußten 8 löhnen. Für die Größe des Marktes und dem Angebot an Shows und Musik ein wirklich günstiger Preis. Sehr erfreulich auch, daß es zwar 5 Euronen Pfand auf die Becher gab, aber (alkoholfreie) Getränke für ~ 3 Euro / 0,4 l zu haben waren. Auch das Futter war wirklich günstig. Einen riesigen Fladenbrotlappen mit Fleischfetzen und Salat gerade mal für 4 Euronen machte tatsächlich drei Personen satt.

Okay, wir zwei Weibsen futtern wie die Spatzen, aber trotzdem, das Preis-Leistungs-Verhältnis war wirklich unschlagbar.

Auch das Betreten des Marktes begann im Lager, in dem man wirklich Selbstgefertigtes kaufen und betrachten konnte (auch ein Sitzplätzchen im Schatten wurde gerne gewährt), bevor man in den offiziellen Merch-Bereich kam. Breite Wege zwischen den Zelten und Ständen sorgten auch dafür, daß das Volk nicht gepreßt in der Hitze verharren mußte, sondern entspannt stöbern und gucken und kaufen konnte.

Und es waren unglaublich viele Stände dort, ich habe selten einen so riesigen Markt gesehen. Als einzigen Kritikpunkt in der Richtung könnte ich anmerken, daß die Vielfalt ein bißchen zu wünschen übrig ließ. Vieles wiederholte sich und wirklich Kuriositäten waren selten. Einen Räucherwagen habe ich gesehen, den Seifensieder vermißte ich komplett und auch Wurst-, Käse- oder Süßkramverkäufer sind mir nicht aufgefallen.

So konzentrierte es sich hauptsächlich auf Waffen, Bogen, Lederwaren, Kleider, Schmuck und eben Grillbuden. Ein Stand mit gar mittelalterlichen Zeitschriften und CDs, sowie dem typisch mittelalterlichem Format einer Vinyl-Scheibe, war auch da – alte Schriften leider nicht.

Das Volk (erstaunlich viele Steampunker und Vampire strömten durch die Stände) konnte sich auf einer Galeere verdingen, einen Lukas hauen oder die Ritter beim Kampfe beobachten (wenn sie nicht die Feuershow und die Musik genießen wollten). Auch phantasievolle Kostüme – die Stelzenläufer – und sonnenbrandgeschädigte Krieger, deren Felle schon troffen vor Schweiß, flanierten neben eleganten Gothic-Fräulein mit Sonnenschirmen um die Wette.

Der zweite Tag war ebenso schön, ein wenig heißer vielleicht, aber das könnte auch an Feuerschwanz gelegen haben, die pünktlich mit ihrer Show begannen und alle über die Bienchen und Blümchen aufklärten, mehr Met forderten und ein Ringelpietz mit Anfassen veranstalteten.

Der Lindwurm (elegant ausgelost durch das Werfen der bunten Narrenkappe ins Publikum – der Fänger durfte die lange Polonäse anführen) wurde Schlafen gelegt und verträumt schauten die schwitzenden holden Maiden den edlen Recken auf die Instrumente.

Ja, Feuerschwanz bieten etwas für ihr Geld und feierten eine gigantische Party. Sie ließen sich weder von der Sonne noch der Wärme von der Bühne vertreiben und gaben sogar noch bereitwillig Zugaben, bevor sie dann mit den Fans locker ihr Met schlürften, Autogramme verteilten und plauderten.

Doch auch der schönste Markt ging zu Ende, die letzten Getränke mußten weggetrunken werden, da die Pfandbecher nur bis 18 Uhr abgegeben werden konnten. Das hieß dann, die Schotten wurden dicht gemacht und das Spectaculum für dieses Jahr beendet.

Ich werde nächstes Jahr gerne wieder den doch etwas weiteren Weg von Frankfurt aus nach Worms auf mich nehmen, mir hat dieser Markt sehr gefallen. Gehabet euch nun wohl, edle Herrschaften und besucht auch die Märkte. Und die Konzerte der Herren und Damen von Feuerschwanz. Ihr werdet es sicher nicht bereuen.

Eure Luna ^v^

 

Setlist Feuerschwanz:

Sex Is Muss, Moralisch, Blöde Frage, Ringelpietz, Wir lieben Dudelsack, Der Henker, Wunsch ist Wunsch, Schelm, Nachtlied, Hexenjagd, Ketzerei, Metnotstand, Seemannsliebe, Taugenix, Krieger des Met, Metvernichter, NEG, Ruderboot

 

Konzert-Info: Versengold am 28.10.2017 im Colos-Saal Aschaffenburg

Foto (c) Andi Geipel

Seit die 7-Köpfige Band Versengold 2015 mit ihrem Album „Zeitlos“ der Einstieg auf Platz 22 der deutschen Albumcharts gelang, hat sich viel getan: Mit ihrem unverwechselbaren, temperamentvollen und treibenden Folksound, werden sie zu Recht als einer der heißesten Geheimtipps der deutschen Musikszene wahrgenommen.

Handgemacht, ehrlich und virtuos an Gitarre, Violine, Nyckelharpa, Bouzouki, Bass & Drums bringt die Formation aus Bremen ihr Publikum zum Singen und Tanzen. Mit dem neuen Album „Funkenflug“, welches am 04.08.2017 erscheint, knüpfen sie an ihren Erfolgen an und geben gleichzeitig ihren Einstand bei RCA Deutschland.

Die Debüt-Single „Haut mir kein‘ Stein“ überrascht mit einem schier unmöglichen Spagat zwischen ernsthafter Thematik und einer Ode an das Leben: Auf sanft geschlagenen Gitarren-Akkorde der ersten Takte nimmt Sänger Malte Hoyer sich Raum für eine persönliche Botschaft an Freunde und Fans, in der er seine ganz eigene Vorstellung von Abschied und Trauer nach dem Tod zur Sprache bringt.

Durch das traumatische Erlebnis eines schweren Autounfalls im Jahr 2014 gewinnen die Themen Tod und Vergänglichkeit für den Frontmann von Versengold an Bedeutung. „Haut mir kein‘ Stein“ bleibt dennoch ein Stück mit einer positiven Botschaft, die Schönheit und die einfachen Vorzüge des Lebens so lange wie möglich zu genießen: „Also lebt die Zeit die ihr noch habt, ich gönne sie euch allen / Wischt die Tränen weg, und tut mir den Gefallen“. Etwas zugespitzt deshalb auch der Wunsch: „legt kein‘ Kranz wohin ich starb / sondern baut mir dort ein Schankhaus / und tanzt auf meinem Grab“.

Der zunehmend treibende Rhythmus und die Harmonik in Dur unterstreichen den positiven Gedanken des Textes und steigern sich in ein hymnenartiges Finale, das die unvereinbar scheinenden Gefühle von Freude und Trauer ineinander vereint.

Die Single „Haut mir kein‘ Stein“ wird am 28.04.2017 veröffentlicht und ist der erste Vorgeschmack auf das am 04.08.2017 erscheinende Album „Funkenflug“ von Versengold.

Weitere Infos unter www.versengold.com!

Auf bald
Eure BlackRose
Versengold – LIVE 2017
23.04. Palma / Mallorca – Full Metal Cruise 5
24.04. Palma / Mallorca – Full Metal Cruise 5
25.04. Palma / Mallorca – Full Metal Cruise 5
28.04. Losheim am See – Hexentanz Festival
29.04. Dortmund – MPS
30.04. Meissen – Albrechts-Burg-Fest
06.05. Weil am Rhein – MPS
07.05. Weil am Rhein – MPS
13.05. Leipzig – MPS
25.05. Rastede – MPS
26.05. Limbach-Oberfrohna – Schloss Wolkenburg/Reise durch die Zeit
27.05. Rastede – MPS
03.06. Hohenwestedt – MPS
04.06. Hohenwestedt – MPS
09.06. Interlaken (CH) – Greenfield
10.06. Wassenberg – MPS
11.06. Wassenberg – MPS
17.06. Berlin – MPS
24.06. Basthorst – MPS
25.06. Basthorst – MPS
08.07. Bückeburg – MPS
14.07. Wertheim – Burg Wertheim
15.07. Klaffenbach – Wasserschloss
21.07. Stetten – Stettener Spectaculum
22.07. Creuzburg – Creuzburg
23.07. Dresden – MPS
28.07. Hirsau – Calwer Klostersommer
29.07. Karlsruhe – MPS
02.08. Wacken – W:O:A-Festival
03.08. Wacken – W:O:A-Festival
04.08. Wacken – W:O:A-Festival
05.08. Köln – MPS
06.08. Köln – MPS
09.08. Eschwege – Open Flair
12.08. Höchstadt a.d.Aisch – Schlosshoffestival
13.08. Hildesheim – Mera Luna
19.08. Magdeburg – Festung Mark
26.08. Speyer – MPS
27.08. Speyer – MPS
02.09. Hamburg-Öjendorf – MPS
08.09. Herne – Mittelalterspektakel
09.09. Dreieichenhain – Hayner Burgfest
23.09. Maxlrain – MPS
24.09. Maxlrain – MPS

Versengold FUNKENFLUG – TOUR
06.10. Köln – Essigfabrik
07.10. Stuttgart – Club Wizemann
13.10. Erfurt – Club From Hell
14.10. Hannover – Musikzentrum
20.10. Hamburg – Große Freiheit 36
21.10. Oldenburg – Kulturetage
26.10. Wien (A) – Szene
27.10. München – Freiheiz
28.10. Aschaffenburg – Colos-Saal
03.11. Osnabrück – Rosenhof
04.11. Bochum – Matrix
10.11. Berlin – Kulturbrauerei
11.11. Dresden – Beatpol
17.11. Nürnberg – Hirsch
18.11. Karlsruhe – Substage

Konzert: Vroudenspîl und INGRIMM am 25.03.2017 in München

Es war der 25. Tag des Monats März, als sich die Leut versammelten. Sie folgten der Invitatio zweier Bands, deren Ruf ihnen bereits vorausgeeilt. So waren sie in Scharen gekommen, um diese spielen zu hören.

Die Location – das Spectaculum Mundi

Von außen erscheint das Spectaculum Mundi fast schon unscheinbar. Doch die kleine Halle, in welcher das Konzert stattfand, überzeuge vom ersten Augenblick durch ihre für das Event perfekte Größe, eine ansprechende Dekoration/Beleuchtung, die Bar und freundliches Personal.

Während dem Warten auf den Konzertbeginn hörte man die wunderbaren Weisen eines Dudelsacks – mit der Titelmelodie von Pippi Langstrumpf. 

Der furiose Start mit INGRIMM

Trotz anfänglicher Probleme mit der Technik betraten INGRIMM fast pünktlich die Bühne. Und wie sie das taten! Als imposante Erscheinungen zogen sie mit ihrem Mittelalter-Metal das Publikum sofort in ihren Bann. 

Ingrimm
Alex INGRIMM – Photo: © The Discovered Land

Auf „Die Pest“ folgte „Der Rabe“. Herrlich basslastig und melodisch zugleich. Als besonderes Highlight wurden an diesem Abend gleich vier neue Songs von INGRIMM vorgestellt. Der erste: „Schalk im Nacken“. Was soll ich sagen… der Titel passt zur Band. 😉 Das Stück selbst erschien relativ schnell und von mitreißendem Feuer. Was auch an der allgemeinen Stimmung zu bemerken war.

Es folgte „Vogelfrei“. Ein klasse Stück, bei dem jedoch die Drehleier leider etwas unterging. Mit „Skudrinka“ ertönte ein altes nordisches Trinklied. Die Drehleier weicht dem Dudelsack, die Drums zeigen, was sie können und das Publikum? Ist voll dabei!

Ingrimm
René & Alex INGRIMM – Photo: The Discovered Land

Mit „Glück in Sicht“ präsentierten INGRIMM das zweite neue Stück in ihrem Repertoire. Relativ hart mit kurzem Bass-Solo am Anfang. Der Refrain eingängig und das gesamte Stück wieder herrlich melodisch, leicht hart und abholend zugleich. Die kleinen technischen Probleme während dieses Songs löste die Band auf ihre ganz eigene sympathische Art und Weise.

Auf „Hängt ihn!“ folgte mit „Drachenritt“ der dritte der vier neuen Songs. Die Leadstimme wirkt darin schnarrender. Die Melodie leicht episch und fast ein wenig einer Hymne gleich. Erfrischend sind definitiv die melodischen Shouts, die ab und an die Strophenenden zieren.

Nach „Fühl Dich frei“ zeigte sich bei „Tempus fugit“ der wahre INGRIMM-Fan. Und das waren wahrlich nicht wenige. Das Publikum sang mit und feierte die Band on Stage. Bei „Die Sanduhr“ sah man dann die ersten Haare wirbeln. Mittelalter-Metal at his best.

Ingrimm
Hardy & Alex INGRIMM – Photo: The Discovered Land

Als besondere Überraschung brachten INGRIMM eine Hommage an ihre Freunde von Vroudenspîl, indem sie einen ihrer Songs coverten: „Leviathan“.

Der INGRIMM-Abend endete mit dem vierten neuen Stück „Der Schinder“ und der Zugabe „Sag mir nicht“.

INGRIMM sind… INGRIMM. Man kann diese Band nicht beschreiben, man muss sie erleben. Mittelalter-Metal wie er im Buche steht. Gewürzt mit Charisma, Enthusiasmus und Publikumsnähe. Das ist der Zauber von INGRIMM. Die Band versteht nicht nur ihr Handwerk bei Instrumenten und Gesang, sondern auch beim Spiel mit dem Publikum. 

Vielen Dank INGRIMM für diesen genialen Start in den Abend! Er hätte besser nicht sein können.

Freibeuter-Folk mit Vroudenspîl

Um 22 Uhr war es soweit. Die Bühne wurde dunkel und man vernahm die ersten Klänge von Vroudenspîls „Wiedergänger“. Bereits beim zweiten Stück „Knochensack“ geht die Halle ab. Überall wird geklatscht und gefeiert.

Nun wird auch sprichwörtlich Licht ins Dunkel gebracht. Denn nicht wenige rätselten schon, wer denn die beiden Fremden auf der Bühne sind. Gestatten: Don Santo (am Mikrofon) und Absolem (an der klassischen Gitarre).

Vroudenspîl
Don Santo, Vroudenspîl – Photo: © The Discovered Land

Und schon ging sie weiter, die wilde Freibeuter-Fahrt. Auf „Willkommen an Bord“ folgte „Dattelschnaps“ und man fühlte sich wie in eine alte Hafenkneipe versetzt. Vroudenspîl beherrschte die Bühne, spielte bei jedem Stück diverse Rollen. Und das Publikum? War hellauf begeistert vom ersten Takt an.

Mit „Das Püppchen“ ging es weiter, gefolgt von „Fauler Zauber“. Spätestens bei diesem Stück wurde deutlich, wieviel Spaß Vroudenspîl auf der Bühne haben. Und dieser übertrug sich prompt aufs Publikum. Es wurde getanzt, gesungen und gelacht.

Vroudenspîl
Vroudenspîl – Photo: © The Discovered Land

Auf „Irrlicht“ folgte „Rum für die Welt“ inkl. einem kurzen Stop, welcher arg an die vor kurzem moderne Mannequin-Challenge erinnerte.

Der Song „Weltenrand“ fetzte und es war absolut unmöglich nun noch stillzuhalten. Und auf der Bühne wehten zwei Fahnen im Wind.

Bei „Spilmannsweise“ zeigen Don Santo und Freibeuter Petz, was sie so können. Don Santo mit seiner gewohnt guten Stimme und Petz überraschte mit einer dunklen, fast schon growlenden Version von Gevatter Tod.

Auf einmal dann verließ Vroudenspîl die Bühne. Nur Der Kraken blieb allein hinter seinem Schlagzeug zurück. Wer dachte, nun kehrt Ruhe ein, der irrte. Der Kraken legte ein Drum-Solo hin, das sich gewaschen hat. Trommel-Kunst auf höchsten Niveau. 

Vroudenspîl
Zora, Vroudenspîl – Photo: © The Discovered Land

Bei „Rebellion“ waren die Freibeuter wieder vollzählig an Bord. Nun war das Publikum gefragt. Mittig wurde eine Gasse gebildet und brav von jeweils einer Seite „Ho!“ bzw. „Ha!“ einstudiert. Als da klappte, legten Vroudenspîl los. Und das Publikum rannte bei jedem Refrain aufeinander zu und ergab sich in einem wilden Moshpit.

Der Spaß ging auch bei „Reise nach Tortuga“ weiter. Das Publikum ruderte auf dem Boden sitzend, während die Band gekonnt die Bühne rockte. Ein Bild für Götter mit Spaßfaktor hoch 10!

Es folgten „Vampirat“ und „Meute“. Und Don Santo? Der kommt einfach mal so mitten rein ins Publikum und springt mit diesem um die Wette.

Die weiteren Songs des Abends: Kurs aufs Leben, Lebensglut, 12 Pfund, Plankentango, Küss mich, Neue Welt.

Es war ein absolut gelungener Abend voll von Freibeuter-Folk und guter Laune. Vielen Dank an Vroudenspîl für dieses phantastische Erlebnis.

Beide Bands haben mich voll überzeugt und werden mich garantiert wieder auf einem ihrer Konzerte sehen. 

Eure BlackRose

 

Die Bands:

Photos von:

Konzert: Corvus Corax am 19.03.2017 im Ampere des Muffatwerks München

Das Ampere des Muffatwerks. Eine Location mit ganz besonderem Flair. Industrial Style und Holzbalken an der Decke treffen auf Discokugel. Und heute auch auf Corvus Corax.

Corvus Corax
Corvus Corax – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Corvus Corax – Ars Mystica Tour 2017 am 19.03.2017 im Ampere des Muffatwerks München

Das Publikum war bunt gemischt. Jung trifft Jung geblieben, Lederkluft trifft Umhang. Und hier und da sah man auch eine holde Maid in edler Gewandung durch die Menge schweben. Schon der erste Eindruck von Location und Besuchern ließ erahnen, was für ein phantastischer Abend es werden würde.

Es ist 20:30 Uhr – die Meute vibriert. Ja, richtig gelesen. Vibriert. Anders kann man das gespannte Gefühl kurz vor Konzertbeginn nicht beschreiben. Jeder wusste, wer gleich die Bühne betrifft: die Könige der Spielleut. Und jeder wusste: sie sind gut! 

Corvus Corax
Castus, Frick & Wim – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Es ist 20:37 Uhr – ein Gewitter bricht los. Die Halle wird dunkel und blaues Licht erstrahlt. Ein Gewitter zieht auf mit Donnergrollen. Und mit ihm die Könige der Spielleut. Corvus Corax.

Die Blicke des Publikums gebannt auf die Bühne gerichtet, werden die Dudelsackspieler, welche sich in Spielleutmanier ihren Weg durch die Besucher bahnen, anfangs fast gar nicht bemerkt.

Die Könige der Spielleut geben sich die Ehre – seiet lobgepriesen und gehuldigt

Der Abend beginnt mit „Hymnus Apollon“. Das reine Instrumentalstück wird von den Dudelsäcken dominiert und ergibt eine gelungene Eröffnung.

Die Könige der Spielleut, sie sehen beeindruckend aus in ihren Umhängen, Gewandungen und teils schon an Gladiatoren erinnernde Geschirre.

Das nächste Stück ist „Crenaid Brain“. Schon von der ersten Sekunde des Abends an zeigen Corvus Corax ihr meisterliches Können an Dudelsack, Drehleier, Trommeln und Co. Ihre Musik, temporeich, kraftvoll und so voller Leidenschaft, dass sie einen mitreißt, noch bevor man überhaupt weiß, wie einem geschieht.

Corvus Corax
Wim an der Drehleier – Photo: @ Andreas „Elwood“ Brauner

„Fiach Dubh“ beginnt mit lautstarkem Hey Hey Hey Hey. Und das Publikum geht mit! Voller Inbrunst wird „geheyd“, geklatscht und vereinzelt sogar auch getanzt. Und erhaben ertönt die Stimme von Castus Rabensang über allem.

Mit „Ballade de Mercy“ geht sie weiter, unsere Reise durch 27 Jahre Corvus Corax. Es folgt „Cheiron“ mit seinen anfänglich recht ruhigen Dudelsäcken und dem herrlich choralem Gesang.

Eine große Ratsche verkündet den Beginn von „Mille Anni Passi Sunt“.

Corvus Corax
Castus an der Ratsche – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

Es ist Castus, der nun wieder das Wort an uns richtet und von einer wunderschönen jungen Frau erzählt. Ein hartes Schicksal sie doch erleiden musste, wurde sie von den Münchnern einst im Fluss versenkt. Die Rede ist von Isa(r)bella. Und schon geht es los. Heulend ertönen die Instrumente und stimmen, begleitet vom rhythmischen Schlagen einer Glocke gleich, ein auf „Isabella“.

Aus den Gebeinen der armen Isa(r)bella wurden zwei Dudelsäcke angefertigt. Werden diese gespielt, hört man noch heute Isabellas Schreie. So der schaurig-schöne Abschluss, den uns Castus nahebringt.

Corvus Corax
Jordon, Castus & Wim – Photo: © Andreas „Elwood“ Brauner

„Herr Wirt“ ist nun das nächste Stück. Gefolgt von „Pack“, „La im Beltaine“, „Sverker“ und mehr. Sogar drei Zugaben gibt es. Mit heiligem Haken und heiligem Dudelsack spielen Corvus Corax nochmal auf. Mit dabei: das Theme von Game of Thrones, natürlich im perfekten Raben-Stil.

Ein Abend, unvergesslich und schön – Danke Corvus Corax

Jeder, der sie an diesem Abend gesehen hat, weiß nun, warum Corvus Corax wirklich die Könige der Spielleut sind. Sie beherrschen nicht nur Gesang und Instrumente meisterlich. Nein, es ist noch mehr, was der besonderen Zauber von Corvus Corax ist. Sie spielen für das Publikum. Mit einer Leidenschaft, die überspringt auf jeden, der in der Halle ist.

Man ist gefangen in der mittelalterlichen Welt von Corvus Corax. Und als ich später beim Verlassen des Ampere in die mich umgebenden Gesichter sah, entdeckte ich bei allen, dieses ganz spezielle Leuchten in den Augen. Das Leuchten, das nur Corvus Corax auszulösen vermag.

Corvus Corax
Jordon – Photo- Andreas „Elwood“ Brauner

In diesem Sinne: ein herzliches Dankeschön an Corvus Corax für diesen atemberaubenden Abend. Ihr habt mich sicher nicht zum letzten Mal gesehen!

Wer noch nicht genug hat von den musikalischen Raben – und mal ehrlich, wie könnte man das jemals haben! –  der kann sie wiedersehen. Auf dem Kaltenberger Ritterturnier geben sie sich die Ehre. Und das am 3. Wochenende. 

Und auch etwas neues gibt es zu berichten. Corvus Corax erschufen ein Fantastical. Genannt „Der Fluch des Drachen“. Merkt euch hierfür den 19. Mai, denn da wird es erscheinen.

Eure BlackRose

 

Die Band: Corvus Corax

Photos von: Andreas „Elwood“ Brauner

 

Konzert-Info: Kiss am 23.5.2017 in der Festhalle Frankfurt

Header von der offiziellen Website von KISS

Am 23. Mai rocken die Herren von KISS die Bühne in Frankfurt. Gegründet 1973 in New York rockten Gene Simmons, Paul Stanley, Tommy Thayer und Eric Singer die Bühnen der Welt und verkauften über 100 Millionen Alben.

Auffällig an KISS war, dass sich die Bandmitglieder grundsätzlich nur in aufgeschminkten Masken in der Öffentlichkeit zeigten und jedes Bandmitglied eine eigene festgelegte Maske trug. Das ging bis 1983 so, dann traten die ungeschminkt auf.

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Das Letzte Einhorn, Sänger von InEx

Natürlich können bei dieser Rockband auf die Nichtfans den Song „I Was Made For Lovin‘ You“ mitsingen, wetten? Und die „Zunge“ ist nicht alleine für die Stones reserviert.

Auch den Klassiker „Detroit Rock City“ dürften viele Fans noch kennen, in dem Film bemühten sich 4 Jugendliche darum, auf ein Konzert zu KISS zu gelangen und mussten mit zahlreichen Problemen kämpfen – nicht nur, dass das Konzert ausverkauft war.

In Extremo werden ebenfalls an dem Abend auf der Bühne stehen. In Extremo steht für Mittelalter Rock aus Berlin. Die siebenköpfige Truppe kann auf 1,5 Mio verkaufte Tonträger blicken und sind DIE Truppe, die einem sofort einfällt, wenn man Mittelalter-Musik mit krachigem Sound anhört.

RavenEye ist eine Rockband aus Milton Keynes (gegründet 2014) und spielen modernen Blues- und Garagenrock.

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Kev Hickman, Oli Brown and Aaron Spiers

Die kultigen schwarzgekleideten Glamrocker werden an dem Abend zu ihrer Show „Rock And Roll All Night“ endlich mal wieder in Frankfurt sein und ab 20 Uhr von In Extremo und und RavenEye supportet.

Lasst es euch nicht entgehen, die Helden meiner Jugend live zu erleben!

Eure Luna ^v^

 

 

Line Up KISS

Gesang, Rhythmusgitarre Paul Stanley The Starchild

Gesang, Bass Gene Simmons The Demon

Leadgitarre, Gesang Tommy Thayer The Spaceman

Schlagzeug, Gesang Eric Singer The Catman

Line Up In Extremo

Gesang, Cister, Darbuka, Davul, Binioù, Gitarre, Piccoloflöte, Mundharmonika Das Letzte Einhorn (Michael Robert Rhein)

Gitarre, Cister Van Lange (Sebastian Oliver Lange)

Bass, Trumscheit, Pauke Die Lutter (Kay Lutter)

Marktsackpfeife, Schalmei, Hackbrett, Harfe, Sampler, FX, Trumscheit Dr. Pymonte (André Strugala)

Marktsackpfeife, Uilleann Pipes, Schalmei, Drehleier Flex Der Biegsame (Marco Ernst-Felix Zorzytzky)

Marktsackpfeife, Schalmei, Nyckelharpa Yellow Pfeiffer (Boris Pfeiffer)

Schlagzeug, Perkussion Specki T.D. (Florian Speckardt)

Line Up RavenEye

Oli Brown – lead vocals, guitar

Aaron Spiers – backing vocals, bass guitar

Adam Breeze – drums

 

Konzert-Info: Corvus Corax am 19.03.2017 in München

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Corvus Corax – Foto: © Markus Felix
 
 
Corvus Corax, die Könige der Spielleut geben sich die Ehre. Mit allerlei Gesang, Schalmei, Trommel und Dudelsack blicken sie zurück auf die letzten 27 Jahre. Und wie ginge das besser, als mit einer Tour und zahlreichen Fans.

Corvus Corax – Ars Mystica Tour 2017

Die Könige der Spielleut, die schwarzen Raben, das sind Corvus Corax. Und das schon seit 27 Jahren. Zur feier dessen, haben sie sich angeschickt, die Ars Mystica Tour 2017 zu unternehmen. Und präsentieren dabei ihrem werten Publikum zahlreiche neu bearbeitete Stücke zum Thema Mythen, Sagen und Legenden.

Ihr Stil: mittelalterliche Spielmannsmusik. Ihre Interpretationen: eigenwillig und wild. Ihre Instrumente: großteils von Venustrus selbst gebaut. Corvus Corax sind etwas Besonderes. In ihrer Musik, in ihren Auftritten, in ihrer Leidenschaft.

Ein fesselndes Konzert voll der Kraft und Lebendigkeit des Mittelalters

Entdeckt, welchen Game-Soundtrack Corvus Corax sich zu eigen machten und findet heraus, wie sich das Theme von Game of Thrones in Raben-Manier anhört. Das alles und vieles mehr erwartet euch am 19.03.2017 im Ampere des Muffatwerks in München.

Lasst euch diesen eindrucksvollen Abend nicht entgehen und sichert euch ein Ticket für Corvus Corax live in München.  

  • Hauptact: Corvus Corax
  • Wann: 19.03.2017
  • Beginn: 20:30 Uhr
  • Wo: Ampere im Muffatwerk, München, Zellstr. 4

Großartige Musik in einer Location, die ihresgleichen sucht. Feiern in einem ehemaligen Elektrizitätswerk, das kann man im angesagten Münchner Muffatwerk.

Ich werde da sein. Was ist mit euch?

Eure BlackRose

Konzert-Info: Vroudenspîl mit Special Guest INGRIMM am 25.03.2017 in München

Vroudenspîl
Vroudenspîl – Foto: © Spectaculum Mundi

Vroudenspîl und ihr Freibeuter-Folk. Das sind packender Rhythmus und mitreißende Melodien kreiert durch mittelalterlichen Sackpfeifen, Flöten und Akkordeon. Dazu die raue Stimme des Ratz von der Planke und allerlei mehr.

Musica Antiqua Viva – Vroudenspîl 

Ihre Spezialität: feierndes, tanzendes und vor allem begeistertes Publikum. Ihre Vorgehen: eine gelungene Mischung aus mittelalterlicher Musik, Folk-Rock und Ska. Von ihnen genannt: Freibeuter-Folk. Ihr Name: Vroudenspîl. 

Und seid gewiss, hier ist der Name Programm. Bedeutet Vroudenspîl doch soviel wie Freudenspiel und Unterhaltung. Also nichts wie ran an die Tasten und Ticket sichern, für ein Konzert, dass man so schnell nicht vergisst.

Mit dabei als Special Guest: INGRIMM

INGRIMM
INGRIMM – Foto: © Spectaculum Mundi

Wer bei Mittelalter lediglich an lieblichen Minnesang denkt, wird von INGRIMM schnell eines besseren belehrt. Denn INGRIMM spielt Mittelalter-Metal. Und das genau so wie Mittelalter-Metal nunmal ist: ehrlich und rau mit Gitarren, Bass und Drums und natürlich Drehleier und Dudelsack.

Vroudenspîl und INGRIMM – eine mittelalterliche Nacht voll Musik, Tanz und guter Laune

Lasst es euch nicht entgehen und erlebt Vroudenspîl und ihren Special Guest INGRIMM live. Sichert euch ein Ticket und werdet Teil eines wundervollen, energie- und musikgeladenen Abends.

  • Hauptact: Vroudenspîl
  • Special Guest: INGRIMM
  • Wann: 25.03.2017
  • Einlass: 19:00 Uhr
  • Beginn: 20:30 Uhr
  • Wo: Spectaculum Mundi, München, Graubündener Str. 100

Das beliebte Spectaculum Mundi ist eine angesagte Location in München und mit dem Auto ebenso gut erreichbar wie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Gönnt euch einen Abend voll von Mittelalter, Musik und guter Laune! Kommt ins Spectaculum Mundi und erlebt mit mir den Zauber von Vroudenspîl und INGRIMM. Ich freue mich auf euch.

Eure BlackRose

Und noch ein Mittelalterweihnachtsmarkt…

Burg

So, letzte Woche habe ich über einen sehr schönen Mittelalterweihnachtsmarkt geschrieben, der gut umgesetzt wurde. Er hat mir sehr gut gefallen und so besuchte ich noch einen anderen Markt an diesem Wochenende.

 

Er war groß angekündigt als „Mittelalterweihnachtsmarkt“ auf einer Burg, wurde aber eher zu einer Begegnung der dritten Art. Eine Phasenverschiebung in der Matrix. Ein sehr denkwürdiges Erlebnis.

 

Daß uns das Navi erst einmal über eine Route lockte, auf Straßen, die so schmal waren, daß noch nicht einmal ein Mittelstreifen vorhanden war, darüber kann ich hinwegsehen. Die habe ich im Westerwald oft genug erlebt und so lange einem kein Bus mit fünfzig Sachen entgegenrauscht, paßt das schon.

 

Daß es eisig kalt war, damit muß ich im Winter auch rechnen. Ich war trotz meiner zivilen Kleidung (dieses Mal nicht gewandet unterwegs, gerade weil meine Garderobe eher sommerlich ausgerichtet ist und ich bisher keine Wintervariante genäht habe) zu frostelig angezogen und fror.

 

Memo an mich: Die Felle endlich zu einem wärmenden Überwurf verarbeiten, wenn ich hier fertig bin!

 

eine Händlerin

 

So, wir kamen also an, und wärmten uns erst an dem heißen Feuerkorb am Eingang. Die Burg sah vielversprechend aus, recht groß, und von den Freunden, die ich dort traf, erfuhr ich, daß durchaus große Ritterspiele dort veranstaltet werden.

 

Gleich der erste Stand war ein Methändler, der zum Probieren einlud. Und ja, der Walnuß mit Cognac Likör war köstlich. Ein Fläschchen wanderte in meinen Besitz. Das „Grauen“ kam aber prompt, denn als Musik wählte man… eine Country-und-Western-Kombo. Wir wurden also mit einem fröhlichen „Good Morning America How Are You“ musikalisch beschallt.

 

Öhmmm… ja. In dem Stil ging es weiter, wobei wir uns dann mit Fragezeichen in den Augen anguckten. Klar, eine örtlich bekannte Band zu supporten und auf die Veranstaltungen einzuladen, ist lobenswert. Aber dann doch bitte zum Ambiente passend. Wenn es wenigstens Weihnachtslieder gewesen wären…

 

Wir stapften also zwischen den in Gruppen herumstehenden Menschen durch, an der Burgsuppenküche vorbei (bei der man Rostbratwurst und Schnitzelbrötchen und Pommes kredenzte – auch sehr mittelalterliche Speisen…) und wanderten hoch an das große „Zelt“. Eine LKW-Plane an einen Querbalken getackert beinhaltete die Händler.

 

Burghalle

 

Ich fand sehr schön, daß es wirklich selbstgefertigte Waren waren, die nicht irgendwo billig eingekauft waren, wie bei einigen Märkten. Auch die „üblichen“ fliegenden Türken fehlten. Nein, es war übersichtlich mit selbstgenähten und gefilzten Waren. Sogar eine Imkerin war dort (und ich habe probiert und einen Honig mit Zimt erworben – von einheimischen Bienen und kein zusammengepanschtes industrielles Zeug) und beriet nicht nur bei der Auswahl, sondern sagte auch, daß ökologisch besser wäre, wenn jeder seinen Honig direkt beim Imker holen würde. Man kenne so quasi jedes Bienchen, das den Honig gesammelt habe.

 

Es war sehr, sehr übersichtlich und so gingen wir in den Raum der Burg, in dem die Getränke ausgeschenkt wurden. Tja, wieder die Verschiebung der Matrix, denn es gab Glühwein, heißen Apfelwein und … kein Met. Das gehört doch zu einem Mittelaltermarkt dazu. Metbier ist sicher nicht so bekannt, auch die heiße Variante ist sicher nicht überall üblich, aber man hätte es doch versuchen können!

 

In der Halle (leider auch recht kühl) wärmten wir uns auf und beschlossen dann die Feuershow anzusehen und noch was zu Essen zu holen. Warme Schnitzelbrötchen mit Senf und Ketchup, lecker, aber eben kein Mittelalter, dazu die Country-Band.

 

Gerade als wir dann endgültig gehen wollten, begann die Show. Zwei Damen schwenkten ihre Fackelstäbe, schluckten Feuer und tanzten zu der Musik.

 

Feuershow

 

Wir fuhren dann aber doch heim (was ich hier sehr sehr schade fand, daß es auf dem Weg zur Burg keine weiteren Stände gab, bei denen man man stöbern konnte). Wir kannten niemanden von den Besuchern dort, gesprächig waren sie schon, aber vielleicht muß man ein Mitglied der Dorfgemeinschaft sein, um dort wirklich Spaß zu haben.

 

Alles in Allem war dieser Markt ein netter Versuch, der meiner Meinung nach leider mißglückte. Die Anbieter der mittelalterlichen Waren standen gewandet bereit, die Besucher aber fast alle zivil und eben überhaupt nicht wirklich weihnachtlich oder mittelalterlich eingestellt. Schade.

 

Ich wünsche euch aber ein paar bessere Veranstaltungen,

gruftige Grüße,

eure Luna^v^

 

PS: Sorry für die verwaschenen Fotos, aber die Linse beschlug teilweise recht schnell.