Debüt CD von Sharzall: „Black Sun“

Am 16.6.2017 erschien das Debütalbum der slowakischen Gothic-Schocker Sharzall Black Sun“ über das Label NRT-Records.

Auf 11 Tracks werden sämtliche Register in Sachen Vielfalt gezogen: Gothic Metal, Dark Rock, Post Punk – einen Mix, den die Band selbst als „The Sisters Of Mercy“ meets „Deathstars“ bezeichnen. (Vorab erschien am 17.5.17 die EP „Serenades from Perdition“ deren Tracks „Way To Die“, „Crisis“ und „Love Is On The Ground“ auch auf dem Album enthalten sind)

Das Intro „Prologue“ fängt ruhig, und Instrumental an. Dieses Klangmotiv der sphärischen Töne ist auch in „Crisis“ – der vierten Nummer – wieder zu finden, bevor Geigen und schließlich Gitarren einsetzen. Hier kommt ein christlicher Bezug zu dem Chaos in der Welt auf, alles scheint ein Spiel zu sein. Einfach nur, weil die Würfel blöd fielen, betrog man Christus wegen Gold um sein Leben.

Way To Die“ erzählt von Rony Rage‘s Weg, wie er das Sterben lernt. Bisher war sein Weg von Kämpfen gesäumt und doch sicher. Wenn sich das ändert und er über Krieg und den Geschmack seines Blutes den Tod kennenlernt, dann werden auch alle anderen lernen, wie das Sterben ist.

Auch sind die anderen Songs sehr auf Krieg, Militär, Kämpfe und ansatzweise dem christlichen Glauben ausgelegt. „Love Is On The Ground“ ist scheinbar ein fröhlicher heller Song über die Liebe, doch der Schein trügt. Rony singt hier, daß unter dem Haß die Erde aufsprang und in der Tiefe dieses Risses doch tatsächlich die Liebe versteckt sei.

Gespannt war ich auf den Song „Black Sun“ – bei einer militärisch anmutenden Truppe Gothic Rocker könnte man gegebenenfalls auch einen falschen Schluß ziehen. Neben dem nationalsozialistischem Motiv der schwarzen Sonne gibt es nämlich auch weitere Bedeutungen, unter anderem wenn Stare mit ihrem Schwarm zur Zeit des Sonnenuntergangs diesen Verdunkeln (was bei Vogelkundlern und Fotografen gleichermaßen ein beliebtes Motiv ist) und: Eine Sonnenfinsternis. Ein Mysterium, das Ende und Neuanfang bedeutet und doch so bedrohlich wirkt. Hier spielt der Song mit dem zweiten Motiv, doch man soll sich vor den „Ratten mit den Schwertern“ hüten, damit sie nicht die Macht ergreifen.

Die Texte handeln generell vom Tod, aber auch vom Leben und Lebenserfahrung, Parallelen zu vergangenen und derzeitigen Ereignissen sind zu erkennen. Melodien sind ohrwurmverdächtig und selbst der blechern-verzerrte Klang der Gesangsstimme Rony Rage‘s bietet einen interessanten Hörgenuß. Das einzige klitzekleine Manko ist die Kürze des Albums: nur 36 Minuten und man hat es angehört. Dafür gibt es aber die Replayfunktion.

 

Anspieltip: „Crisis“ und „Black Sun“

 

Eure Luna ^v^

 

Line Up:
NYGA – Bass
SHINY – Keyboards
LIVITICUS – Gitarre
RONY RAGE – Gesang
D. – Schlagzeug

Gewinnspiel „NORD“ – Die Bekanntgabe des Gewinners

So, ihr Lieben. Bei unserem letzten Gewinnspiel verlosten wir mit Hilfe von cmm und der Band NORD die neue CD „Play Restart“. Der glückliche Gewinner durfte sich nach der Beantwortung meiner Frage darauf freuen.

Es war nicht ganz so einfach, denn Mihael und Vedran hatten eine lange Liste an Bands genannt, die sie derzeit selber auf ihrer Playlist hatten.

Und so gab es für die Beantwortung der Frage: Welche Band hören Mihael und Vedran von NORD beide? auch zwei Lösungen: Faith No More und Tool. Deshalb sind alle Einsendungen mit diesen Lösungen in den Topf gehüpft.

Und der Zufallsgenerator hat dann einen Gewinner herausgezogen, der sich über diese tolle CD freuen darf. Bei allen anderen bedanken wir uns für die Teilnahme, nicht traurig sein… das nächste Gewinnspiel mit zwei neuen CDs einer anderen Band steht schon in den Pötten. Wir freuen uns, wenn dann wieder zahlreiche Leser daran teilnehmen wollen.

So, nun lange Rede, hier kommt der Gewinner zu NORD „Play Restart“:

 

Ganz herzlich gratulieren wir Franky T. aus Berlin!

Wir wünschen dir sehr viel Spaß mit der CD!

 

cmm werden dir dann direkt die Scheibe zusenden, auch dir habe ich gerade eine Mail geschickt.

 

gruftige Grüße

eure Luna ^v^

BlueRay-Bundle mit 2 CDs von Piledriver: „The Boogie Brothers live in Concert“

Am 9.6.2017 erschien die Blue Ray (plus zwei CDs) im Bundle der Status-Quo-Tribute-Band Piledriver The Boogie Brothers live in Concert“ über das Label Rockwall Records / Soulfood.

Warum ich erst jetzt schreibe? Ich habe sie zusammen mit meiner Freundin angesehen, die ein Fan der Band Status Quo ist und wollte gemeinsam mit ihr einen Eindruck von der Band, den Songs und der Machart der Blue Ray bekommen.

Und was soll ich sagen: Wir beide sind schlichtweg begeistert. Die Blue-Ray live aufgenommen in Wattenscheid beschwor zunächst eine bierselige Fußballtruppe vor meinem inneren Auge herauf, doch schon mit den ersten Takten zerschlug sich dieses Bild in Millionen Stücke.

Die Herren, seit über 20 Jahren als Tribute Band unterwegs (Tribute Bands covern nicht die Songs, sondern machen ihre eigenen Songs im Stil von der Originalband), zaubern eine Stimmung ins heimische Wohnzimmer, die das Konzerterleben gut nachvollziehen läßt. Man fühlt sich nicht nur dabei, sondern mittendrin.

Und die Band hat bei ihrem Gig enormen Spaß! Sie grinsen in die Kamera, scherzen mit den Fans und durch die geschickte Kameraführung hat man den Eindruck, nichts zu verpassen. Und das ist eine Leistung, wenn man nach 20 Jahren immer noch den Drive, den Elan und die Freude an der Musik drauf hat. Und umgekehrt zeigt es dem Fan, warum diese Band schon so lange im Musikgeschäft dabei ist.

Das Potpourri der Songs ist sehr gut gemischt – zwischen den gecoverten Titeln befinden sich wirklich viele eigene Songs, die auch mit einer netten Anekdote angekündigt werden. Ich gebe zu, mit Status Quo habe ich mich in meinem Leben bisher nicht ausführlich befaßt (ich hoffe, die Piledriver und SQ Fans sehen es mir nach), aber ich habe sofort die Status Quo Songs erkannt.

Die erkennt JEDER, würde ich jetzt hier behaupten, und kann sie mitsingen. Was jetzt nicht heißen soll, daß die eigenen Songs schlechter wären. Auf keinen Fall! Was meine Freundin und mich verblüfft hat, war, daß die Piledrivers auch in ihrer Bühnenpräsenz um keinen Yota der „Originalband“ nachstehen – im Dreierpack mit Gitarre und Bass abrocken. Auch der Schlagzeuger bietet zwischendurch immer wieder was für die Augen und ist gut eingefangen.

Zum weiteren Content der Blue-Ray kann ich sagen, daß es noch einige Extras bietet: Unter anderem ein wahnsinnig emotionales Video „Last Words“, das wir uns gleich dreimal nacheinander angesehen haben, bevor wir weiter geklickt haben.

Für nur-die-Öhrchen sind dann zwei live CDs dabei, die man in der Stereoanlage anhören kann, wenn man den Blue-Ray nicht anschmeißen will.

Wer also Piledriver live erleben kann, der sollte unbedingt auf ein Konzert gehen – wer sie wie wir hier im Frankfurter Raum leider nicht erwischt, der kann sich mit der Blue-Ray daheim auch ein wenig trösten. Wow.

 

Eure Luna ^v^

 

Line-up:
Peter Wagner, Sologitarre und Gesang („Francis Rossi“)
Michael Sommerhoff, Rhythmusgitarre und Gesang („Rick Parfitt“)
Hans in’t Zandt, Schlagzeug („John Coghlan“)
Andreas Müller, Bassgitarre („Alan Lancaster“)
Rudi Peeters, Keyboards („Andrew Bown“)

Neue CD von Pantaleon: „Virus“

Am 16.6.2017 kommt die Debüt – Scheibe der Progressive-Metaller Pantaleon Virus“ über das Label SAOL / H‘Art.

Die Band will den Metal bewegen und Komplexität, Weite und die Eleganz großer Epen mit der Eingängigkeit und der Härte geradlinig vereinen. Dabei werden die Songs auf der CD durch Patrick Sühl (von Gun Barrel) im Studio abgerundet, Live und alle weiteren Bandaktivitäten werden dann von Till Sauer als fester Sänger der Band übernommen. Nun können die düsteren apokalyptischen Songs auch atmosphärisch Live in Szene gesetzt werden.

Thematisch befassen sich die englischsprachigen Songs mit einer dystopischen Welt, in der niemand niemanden traut und jeder mit sich selber beschäftigt ist und um das Überleben kämpft.

virus“ leitet das Thema ein, melodisch ruhig und fast hypnotisch wird die Musik als Kontrast zu den Schlagwörtern des Songs eingesetzt. Panik! Panik! Und dann die Auswirkung auf die Menschen. Dazwischen dann Ansagen, daß der Virus sich ausbreitet und nicht aufgehalten werden kann… Von der Zusammenstellung erinnert mich der Song sehr an „Keeper of the 7 Keys“ von Helloween – epische Parts gewechselt mit ruhigeren und aggressiveren. Auch mit über 10 Minuten Spieldauer kommt es annähernd hin. Ein Song, der eine ganze Geschichte erzählt und den Geist entführt.

wake up“ soll die Schlafschafe wecken. Gleich Neo sollen sie die Augen öffnen und die Wahrheit erkennen. Die Geschichte, die sie glauben zu kennen, ist erlogen und manipuliert. Wenn du nicht aufwachen willst, dann bleibst du in einem von ihnen bestimmten Leben. Blicke also durch ihre Verkleidung!

the condemned“ ist die Klage, eines Mannes, der unschuldig ist. Er ist ein Bauernopfer einer tat, die er gesehen, aber nicht begangen hat. Man hat ihn genommen, anstatt den wahren Schuldigen zu suchen und nun muß er damit zurechtkommen.

march of the titans“ fängt schon episch an. Nightwish meets Pantaleon. Und die Botschaft ist einfach: Entkommt man dem Gefängnis, in das man gezwungen wurde, so werden sie einen fürchten. Wie Titanen wandern die ehemals Gefangenen über das Land und starten die Revolution. Durch nichts aufzuhalten…

Thematisch der traurigste Song ist für mich „the only one“, in dem es um einen Verlassenen geht. Das ganze Leben scheint ruiniert, von Alkohol und Kippen bestimmt, während man über die Vergangenheit grübelt. Und die Zeit heilt nicht die Wunden, schreitet nur erbarmungslos weiter, während immer nur der einzige Satz „you were the only one“ im Kopf kreist. Aber auch Lächeln nutzt nichts. Am nächsten Morgen findet er die Worte, die er niederschrieb, in seinem Herzen und schreibt den Song, der nie gehört werden wird von der / dem einen…

Diese CD überrascht immer wieder mit scheinbar altbekanntem, das dann doch anders als erwartet umgesetzt wird. So kann man nicht eine einheitliche, langweilige Schiene erkennen, bzw. einen Stil, tausendfach kopiert, auf den man die Band festnageln könnte – und das ist phantastisch! So ist die Vielseitigkeit kein Mittel, möglichst viele Geschmäcker anzusprechen, sondern eine eigene Ausdrucksweise. Auch wechselt die Spielzeit der Songs, sture dreieinhalb Minuten sind nie der Fall. Wenn jetzt mit dem neuen Sänger diese Mucke auch live so umgesetzt wird, wird es ein tolles Event. Und Pantaleon breiten sich wie ein Virus über Deutschland aus…

 

Eure Luna ^v^

 

Line-up:
Patrick Sühl – Vocals
(Till Sauer – Vocals)
Sebastian Heuckmann – Bass
Xaver Schiffels – Guitar
Kevin Kott – Drums

Neues Album von Noisuf-X: „Banzai“

Nach nur 14 Monaten steht auch schon das neueste Werk von NOISUF-X in den Plattenläden. Man könnte meinen, dass Jan Loamfield keine Lust auf Freizeit hat und so unermüdlich an neuen Werken arbeitet. Nicht nur, dass der aus Essen stammende Künstler sich als Musiker, Produzent und DJ seine Zeit verbringt, nein er hat ja auch noch die Projekte X-Fusion und Stoppenberg. NOISUF-X begeistert seit 2005 die EBM-, Industrial- und Techno-Szene und gehört ganz klar zu den führenden Cybergoth-Acts weltweit. So stürmt er nicht nur die nationalen Tanzflächen, sondern auch die internationalen Szeneclubs.

Zum Auftritt beim diesjährigen Wave Gotik Treffen in Leipzig stellt er sein neues Album „BANZAI“ vor, die auch eine Neuauflage seines Clubhits „Jezebel“ beinhaltet. Diese limitierte Erstauflage im Digipack ist u. a. bei Amazon seit dem 26.05.2017 erhältlich. Erschienen ist es wieder unter dem Label von ProNoize / Dark Dimensions Label Group.

BANZAI – japanischer Ausruf für Freude und Glück, welches auch im Pazifikkrieg zum Einsatz kam, welche die fanatischen Sturmangriffe der Soldaten einleiteten. Für dieses einzigartige Album passt es für mich sehr gut, denn es ist Ausdruck von Freude und zugleich ein Aufruf zur musikalischen Schlacht. Es bietet hemmungslosen Electro Sound verbunden mit einprägsamen Industrial.

Der erste Track „Ich bin soweit“ bezeugt dies sehr stellt dies überwältigend. Minimalistisch verzerrter Gesang und ein ansteigender Beat macht klar, was Musik eigentlich ist. Beim titelgebenden Track „BANZAI“ war ich erst kurz verwundert, als ich fernöstlichen Klängen hörte, aber wurde schnell eines Besseren belehrt. Das bereits angesprochene Thema wird nun hier sehr gut in Szene gesetzt.

„Rageoholic“ versetzt mich wirklich in Rage, denn Klangqualität hält keine Verschnaufpause bereit. Das zieht sich auch durch das ganze Album, was wohl Jan auch genauso bezweckte. So meine Einschätzung. Daran schließt sich „Satisfaction“ an, welches Befriedigung auf der Tanzfläche verspricht. Überaus tanzbar und eines meiner Highlights! „Monster“ kommt noch härter daher und ich bin schon im 7. Tanzhimmel. Einfach genial!

„Primary Target“ sucht sich ein Hauptziel und das Lied „Robots, Destroy Him!“ fordert auf, es zu vernichten. Der geruhsamer Sound ist typisch für die Suche und die Vernichtung zeugt wieder von der Schnelligkeit. „Passion for War“ lebt nur für den Krieg und weist für mich leichte FuturePop-Einflüsse auf. „Robots, Destroy Him!“ und „Passion for War“ stellen ebenfalls meine Highlights dar.

„Nutcutter“ besitzt viele unterschiedliche Soundelemente und ich weiß nicht so reicht, wie ich in den Beat reinkommen soll. Trotzdem ist er ein eingängiger Track. „This is Genocide“ sorgt für abrupte Wechsel des Rhythmuses und interpretiert den Genozid auf seine eigene Weise.

„Psychological Attack“ und „PAN!C“ möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn sie gehören ebenfalls in jeden Szeneclub. Der abschließende Song „Jezebel“ wurde von Jah neu interpretiert und stellt den einzigen Remix des Albums dar. Das fast vollständige Fehlen von Songtexten empfinde ich häufig als sehr berauschend, denn so konzentriere ich mich viel mehr auf den Beat und NOISUF-X setzt dies grandios um.

Als Fazit kann ich nur sagen: BANZAI ist überaus tanzbar und stellt eine einschlagende Kriegserklärung in Sachen EBM, Industrial und Electro dar. Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich auch nur annähernd für die Electro Szene interessiert. Harte Sounds und beinahe ein perfektes Sampling überzeugen mich zu 100%. Aber das stellt ja nur meine Meinung dar und ich freue mich auf eure Auffassungen in den Kommentaren.

In diesem Sinne ein schönen Feiertag und auf bald
Eure BlackRose

Konzert Buried By Resistance, Wantarea, Corbian im Elfer Club, 10.06.2017

Da leider kaum Werbung zu finden war von der Veranstaltung und sich auch im Nachhinein nicht mehr für mich nachvollziehbar ist, wie genau die Konzertplanung vorgesehen war, muss ich als erstes gleich ein wenig meckern. Überall wird man mit Werbung für Events vollgeknallt, aber gerade regionale Geschichten (die auch für Newcomer unglaublich wichtig sind), werden ausgespart. Und dann – wenn sie irgendwo veröffentlicht werden – zu früh wieder gelöscht.

Klar, man könnte sagen, was bringt  es, wenn man liest, dass gerade gestern ein Auftritt gewesen war… aber man hätte zumindest davon gelesen. Und, Bands: veröffentlicht auch euren Anteil, wenigstens auf FB sollte man mehr finden, als die Clubs oder Presse sonst berichten. Die meisten Konzertbanner erwähnen eure „Mitkollegen“ ja leider auch nicht mehr und die Zeiten (z.B. Einlass und der Beginn der Veranstaltung – nicht bloß EUREN Auftritts) fehlen leider auch öfters.

Naja, jedenfalls kann ich von dem Konzert erst ab Wantarea berichten, da die erste Band vor 20 h aufgetreten sein muß – und ich erst ab halb acht vor Ort war. Also, sorry, wenn ihr von Buried By Resistance hiermit nicht weiter erwähnt werdet.

Wantarea legten jedoch gleich zu Beginn richtig los. Laut, lauter, am lautesten rockten die 5 Darmstädter pünktlich die Bühne. Technisch gesehen, beherrschten sie ihre Instrumente, nur leider war es bei der dargebotenen Lautstärke etwas unglücklich, daß der Sänger vollkommen unterging. Er versank zwischen den Gitarren und Bass und das fand ich sehr schade, denn wenn man etwas von ihm hörte, hatte es durchaus seinen Reiz.

Zwischendurch lockerte Sänger Michael die Stimmung auf, in dem er die veganen Kekse auf dem Thresen der Bar anbot (joa… vegan, aber lecker 😉 und mit den Zuschauern scherzte. Dynamischer Metal, das trifft es aufs Wort.

Doch ich bereue es nicht, daß ich diese Band kennenlernen durfte und hoffe, unter besseren Voraussetzungen noch einmal einen Gig erleben zu dürfen.

Nach einer kurzen Umbaupause kam dann Corbian auf die Bühne, die gleich Partystimmung verbreiteten. Hier wurde das Publikum zum Spielpartner und es machte begeistert mit. Jedes Mal, wenn Julian ins Publikum sprang, machten alle seine Faxen mit. Da wurde getanzt, gepogt und gefeiert.

Und letzteres tat Julian häufiger. Ich bin ein wenig mit der Kamera geflüchtet, doch alles blieb friedlich und harmlos. Auch der Sänger Nils ging auf Tuchfühlung mit dem Publikum und schaffte so eine Basis, die vor Energie nur so sprühte. Es bot sich in der Location des Elfer auch geradezu an, da ist kein breiter Graben vor der Bühne, der die Fans und Band voneinander trennt.

Nils shoutete, growlte und screamte sich durch die Songs. So wurde zu der geplanten Setlist am Ende noch lautstark eine weitere Zugabe gefordert – die auch gewährt wurde. Doch irgendwann ist alles vorbei und die Band verabschiedete sich.

Alles in Allem war es ein gelungenes Event, gut besucht (ein wenig mehr Merch der Bands im Elfer hätte sicher auch gut getan) und nach dem Abbau kam es mit allen Bands noch zu interessanten Gesprächen, bevor die nächste Veranstaltung an dem Abend im Elfer stattfand.

 

Eure Luna ^v^

 

Line-up Corbian
Gitarre: Pascal Lorenz
Gitarre & Vocals: Julian Sajak
Drums: Alexander Papadopoulos
Bass: Aron Pusic
Vocals: Nils Fehrmann

Line-up Wantarea
Michael – Vocals,
Marc – Gitarre,
Kai – Gitarre,
Yannick – Bass,
Flo – Drums

Line-up Buried By Resistance
Pavla – Vocals
Dave – Guitar
Max – Guitar & Backing Vocals
Julius – Drums
Julian – Bass

 

Interview mit NORD & Gewinnspiel

Vor einiger Zeit durfte ich schon mal etwas zu der neuen CD der kroatischen Band NORD schreiben. Gleichzeitig wurde mir die Möglichkeit gegeben, den Jungs ein paar Fragen zu stellen. Hier nun das kleine Interview mit Vedran und Mihael von NORD (aus dem englischen übertragen).

Achtung! Am Ende gibt es noch eine Gewinnspielfrage, denn cmm stellen die CD „Play Restart“ der Band NORD zur Verfügung, die ich hier verlosen darf. Alles weitere dazu am Ende des Interviews!

Hallo NORD, würdet ihr euch selbst bitte mal unseren deutschen Lesern vorstellen: Wer macht was in der Band?
Vedran: Hallo deutsche Leser. Im Moment ist unser Line-up so: Mihael Prosen – Lead Vocals und Bass, Tino Margan – Schlagzeug, Ivan Jović – Gitarre, Vedran Vucković – Gitarre und wir haben ein paar Gäste und Ex-Bandmitglieder beim Album: Boja Brncic am Piano, Dorian Bogut – Gitarre, Marko Sedlak – Live-Gitarrist und das ist es mehr oder weniger im Moment alles.

Mihael: Und wir spielen so eine Art „Alternative Rock“, manchmal mehr Prog, manchmal mehr Metal, manchmal sehr atmosphärisch und melodisch.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Mihael: Ich kenne Vedran (und Marko) mein halbes Leben lang durch die Menge an Bands, in denen wir gespielt haben. Tino haben wir via YouTube gefunden (stellt euch das mal vor!!! 😀 ) und Ivan kam erst kürzlich in das Bild. Wir trafen in einer seiner Shows, als er mit einer anderen Band spielte und wir fragten ihn, ob er Interesse habe, mit uns zu spielen. Und er hatte. Glücklicherweise 🙂 .

Vedran: Wir haben uns alle beobachtet, wie wir in den verschiedenen Bands gespielt haben und als die Zeit verging, kreuzten sich unsere Pfade und hier sind wir also.

Wieviel von der Persönlichkeit steckt in jedem von euch in eurer Musik? Könnt ihr uns Beispiele dafür geben?

Mihael: Eine Menge. Schmutziger Rock und Blues ist Vedrans Anteil, Metal kommt von Tin the Machine und die atmosphärischen Melodien und der depressive Grunge kommt von unserem immer fröhlichen und sonnenscheinigem Mihael 😉 .

Vedran: Gut, in jedem Instrument, von den heavy Drums gespielt von „Tino The Metalboy“ bis zu den Grunge Vocals gesungen von „Mihael Alice In Chains“, weiter zu den schmutzigen und punkrockigen Gitarren mit einem Hauch von Melodie und Harmonie gespielt von „Vedran No More“, so ja, du erkennst immer einen anderen Ansatz in jedem Song in jedem Instrument.

Woher zieht ihr eure Inspirationen für eure Songs?

Vedran: Aus der Luft, es passiert einfach.

Mihael: Hier gibt es keine Luftverschmutzung, eine Menge Sauerstoff. Das ist gut für das Hirn. Es ist eine Kombination aller Einflüsse, die unsere Leben bunt machen und eine Kombination der Energien in uns Vieren. Und eine Menge Sauerstoff 🙂 .

Gibt der Titel eures ersten Albums „Play Restart“ einen kleinen Hinweis darauf, daß ihr als „Veteranen“ in anderen Bands einen „Restart“ mit NORD macht?

Mihael: Nein. Nun, nicht alles davon. Es ist mehr auf die Liebe bezogen. Aber auch auf den Job und die Band. Es war eine sehr interessante Periode für mich. Wechsel, alles um mich herum. Aber es kann auch in jeden neuen Anfang transformiert werden, denke ich…

Habt einige Live – Shows für Deutschland geplant? Und wenn ja, wann und wo können wir euch live sehen?

Vedran: Gerade sind wir dabei, Shows durch unsere deutsche Agentur zu buchen, sobald es Termine gibt, senden wir euch gerne die Informationen.

Mihael: Seit 20 Jahren planen wir Shows in Deutschland, es wäre cool, wenn es endlich klappt. 🙂 Im Herbst und Winter, da sind wir ziemlich sicher, daß es soweit sein wird. Wir werden es mitteilen.

Als ich nach euch recherchiert habe, fiel mir auf, daß eure Website schwer zu finden und ausbaufähig ist. Werdet ihr noch mehr Content hinzufügen? Auch speziell für eure deutschsprachigen Fans?

Mihael: Es wird gemacht. Wir passen uns gerade der Idee an, daß es nicht nur alles über das Musik spielen und schaffen geht, sondern um alles andere. Dinge, in denen wir nicht so gut sind 🙁 , Marketing, PR, Werbung, Verstärkung und Tonnen anderer Sachen, die wir nicht so gerne haben.

Welche Künstler bewundert ihr denn selbst? Wer steht momentan auf eurer Playlist?

Mihael: Soundgarden, Massive Attack, Mastodon, Fever Ray, Tame Impala, Faith No More, Deftones, Tool, Bjork, Alice in Chains, Michael Jackson.

Vedran: The Cure, Beth Hart and Joe Bonamassa, Oasis, Inxs, GNR, David Bowie, Faith no More, Tool, Pink Floyd, Metallica, Led Zeppelin, Queen, Bijelo Dugme

Gibt es denn auch kroatisch-sprachige Songs von euch? Und wenn ja, könnte es das auf einer neuen CD mal verwirklicht werden?

Vedran: Ich glaube nicht, denn ich denke, diese Art der Musik würde auf Kroatisch nicht gut klingen und nur ca. 12 Millionen Menschen die Bedeutung dann verstehen. Wir möchten aber, daß die ganze Welt uns verstehen kann.

Mihael: Es klingt einfach nicht gut, besonders bei Hard Rock und Metal Songs. So wahrscheinlich nicht. Aber sag niemals nie.

Gibt es denn etwas, daß ihr schon immer gefragt werden wolltet? Und was wäre die Antwort darauf?

Vedran: Was benutzt ihr für eure Haare, es sieht phantastisch aus! – Nichts, ich bin von Natur aus damit gesegnet.

Mihael: Ich kann nun an nichts anderes mehr denken, ich bin nicht so wie Vedran mit gutem Haar gesegnet 🙂 . Ich würde das fragen.

Ein paar weitere Worte für eure deutschen Fans, besonders für alle „neuen“ Fans und unsere Leser?

Mihael: Gebt Frieden eine Chance und NORD 😉 .

Vedran: Hört gute Musik und wir sehen uns bald. Habt einen schönen Tag!

Vielen dank für das Interview. Ich wünsche euch das Beste. Habt eine gute Zeit!

Mihael & Vedran: Euch auch, danke für die Zeit! 😉

 

So, nun kommen wir zu dem Gewinnspiel: cmm stellt uns eine CD zur Verfügung, die du gewinnen kannst. Beantworte dazu meine Frage: Eine Band wird von Mihael und Vedran genannt, daß sie auf der jeweiligen Playlist steht. Welche Band (ist hier also doppelt genannt) hören beide aktuell gerne an?

Sende eine Email (mit dem Betreff: Gewinnspiel NORD) mit der richtigen Lösung an mich (luna@dark-exit.net). Das sollte bis zum 20.6.2017 23.59 Uhr geschehen. Alle richtigen Lösungen wandern in einen Lostopf, aus dem ich dann den Gewinner ziehen werde.

Datenschutzhinweise
Lieber Leser, selbstverständlich steht der Schutz Deiner Daten bei uns an erster Stelle. Deine personenbezogenen Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspieles verwendet, an keinen Dritten weitergeben und im Anschluss sicher gelöscht. Wenn Du keinen Gewinn erhalten möchtest, benötigen wir keinerlei personenbezogene Daten von Dir. Sofern Du unter den glücklichen Gewinnern bist und keine postalische Anschrift bei der Einsendung angegeben hast, werden wir Dich einmalig über deine E-Mail-Adresse mit der höflichen Bitte um Hergabe einer Anschrift bitten. Du bekommst dann deinen Gewinn direkt von cmm zugesandt.

 

eure Luna ^v^

Neue CD von An Erotic End Of Times: „Chapter One“

Am 2.6.2017 erschien die CD der französischen Band An Erotic End Of Times betitelt als „Chapter One“ über das Label Echozone / Les Disques Rubicon.

Die 8 Tracks bewegen sich musikalisch im Stile der Fields Of The Nephilim, Katatonia und Type-O Negative und lyrisch beschreiben sie das Leben und den Tod und den geraden Weg dahin.

Schon gleich der erste Song „I Am Become Death“ ist eindrücklich und zwingend. Durch diesen Song zieht eine Hilflosigkeit, daß nichts zu ändern ist und nur noch Elend herrscht.

Love Is The End“ ist schneller, rhythmischer und stellt die Frage: Wenn man jemanden lieben möchte, haßt man dann auch? Verbrennt man an seiner Sehnsucht, ein Heim zu finden? Ist die Liebe dann das Ende oder ist man am Ende mit der Liebe?

Mit einem ruhigen Keyboardpart beginnt der dritte Track „No Rights“, eine melancholische Ballade über alles, was wir im Leben machen können. Und doch haben wir nur ein Recht, nämlich am Ende der Zeit zu sterben. Bedrückend, verzweifelt und tieftraurig schleicht sich Philippe über die Ohren bis ins Herz und drückt es langsam und kräftig zusammen.

A Freaky World“ zaubert anscheinend eine Lösung in diese desaströse Welt. Ein Gott erhebt sich, der König unter den Freaks. Wunderschön anzusehen und er frißt die Lügen, wenn man ihn anbetet. Er weiß, was man möchte…

Insgesamt ist es ein Album, das sehr gut die Endzeitstimmung in diese Welt transportiert. Mag es sein, weil wir ohnehin derzeit das Gefühl haben, daß nichts von dem Weltgeschehen wirklich in unserer Hand liegt oder weil diese Musik melancholisch und bedrückend, schleppend und zerstörend ist und so nur unser Empfinden steuert, es sei alles hoffnungslos.

Der Weg zum Weltuntergang ist seit langem gepflastert und wir schreiten nur noch auf das Ziel zu. Ein sehr komplexes Thema, was sicher auch daran liegt, daß Philippe nicht nur Sänger ist, sondern auch Vorträge über politische Philosophie an einer Universität hält. Ich bin gespannt, ob die Band noch ein „Chapter Two“ nachlegt, das eventuell den Fokus mehr auf das Leben an sich und die – sagen wir mal – schöneren Aspekte des Seins legt. Sozusagen, die mögliche Abbiegespur weg vom Ende.

Chapter One“ ist sicher nicht ein Album, daß man bei Sonnenschein und großem Eisbecher anhört. Wer auf eine düstere Mucke steht, wird dieses Album lieben. Herzschmerz und Einsamkeit at its best.

Anspieltip: „One Second After“ und „Writings On The Wall

eure Luna ^v^

Line Up:
Erwan Frugier
Philippe Deschemin
Jeremy Grillet : Live bass
Didier Quincey : Live drums

Debütalbum von Schwarzschild: „Radius“

Am 26.05.2017 kommt das Debüt des Synth-Pop Duos Schwarzschild Radius“ über das Label Echozone.

Auf 11 Tracks (plus einem Bonus Track) präsentieren die Beiden aktuelle und Tabuthemen in einem elektronischen Klanggewand mit Gothic- und Industrial-Einflüssen. Da es also elektronisch ist, habe ich heute BlackRose gebeten, sich mit mir die Tracks anzusehen.

Da ich (BlackRose) „Auferstehen“ bereits kenne und mir ein Bild machen konnte, stürze ich mich gleich auf das nächste Lied „Bis zum Ende der Zeit“. Diese Ballade handelt vom schmerzenden Liebeskummer, der wohl nie enden wird. Ein sehr einfühlsamer Track, der die Melancholie gut zur Geltung bringt.

Ich habe mir als ersten Track „Ruf der Nacht“ herausgepickt. Ich bin Vampirfetischistin und sammle alles, was mit diesen nichtglitzerigen Blutsaugern zu tun hat. Mit einer tollen tanzbaren Nummer verführt Dino Serci eine(n) Sterbliche(n), ihm in die wunderschöne dunkle Nacht zu folgen. Global gotisch gesehen, könnte es auch die Verführung zu „unserer“ Denkweise sein – eine Bitte, unsere Denkweise zu verstehen und zu akzeptieren. Wenn der Durst und die Sehnsucht erwacht, man ihnen folgt, kann man zu einem Teil der gothischen Welt werden.

In meinem Blut“ beschäftigt sich, nein, nicht wieder mit Vampiren. Es geht um die brutale Abhängigkeit zu Drogen. Warum ist der Mensch abhängig? Bestimmt nicht, weil er dann versifft in einer Ecke mit dem Tod ringen möchte. Nein, die Süchtigen sehen das Schlechte an Drogen nicht, sondern spüren die vermeintliche, trügerische Wärme. Die quälenden Sorgen verschwinden beim Trip und alleine der Wunsch, dass diese Substanzen immer durch das Blut fluten, bleibt erhalten, bis man keine Wahl mehr hat und immer wieder den nächsten Schuss braucht. 

Zu diesem Lied muss ich (BlackRose) sagen, dass ich dieses ja bereits rezensieren durfte und ich hab es eher als ein exzessiver Schrei nach Liebe empfunden. So interpretiert jeder anders ein und das selbe Lied, was ich aber als sehr gut empfinde.

Das Erwachen – Ruf der Nacht Part 2“ ist der Gegenpart zu „Ruf der Nacht“. Hier schildert das verführte Opfer seine Sichtweise zu der Verwandlung. Für mich einer der schönsten Songs des Albums, erwacht das scheinbar zu bemitleidende Wesen durch den „Kuss der Unsterblichkeit“ endlich zum Leben. Es lebt in neuen Grenzen, mit neuen Regeln, ist aber freier als je zuvor. Aus dem Opfer wird ein Sieger – und ist doch wie ein Süchtiger abhängig. Das Blut, das ihm das Leben schenkt, ist die Droge, die er nun für immer bekommen will.

Anspieltipp von Luna: „Der letzte Weg“ (gefühlvolle Bitte eines Sterbenden, ihn endlich gehen zu lassen – weil es würdelos ist, zum Leben gezwungen zu werden) und „Das Erwachen“. 

Die düstere Stimmung in „Der letzte Weg“ empfinde ich (BlackRose) eher als einen Wunsch, das Leben nicht mehr weiterführen zu wollen.

In „Mein Feind“ geht es um den inneren Krieg mit sich selbst, durch den der Protagonist sich alleine durchschlagen muss. Ein wunderbar tanzbarer Song. Die Ballade „Heute“ beschreibt die sehnsuchtsvolle Suche nach seinem Seelenverwandten, die der Protagonist leider heute nicht finden kann. Der Song hat mich wirklich zu Tränen gerührt, so sehr fühle ich bei dem Thema mit.

Was nun als nächstes kommt, ist wieder ein kompletter Kontrast: „Wir sind nicht alleine“ ist ein überaus tanzbarer Track. Die Suche nach der großen Liebe ist wohl von Erfolg gekrönt worden und der Protagonist hat seine Liebe gefunden.

„Zu viel Leben“ durfte ich (BlackRose) auch schon rezensieren und muss sagen, dass dieser Track bei mit im Auto fast rauf und runter läuft. Es gab auch eine Zeit, wo ich so fühlte als ob mich das Leben zerdrückt. Dieser Song ist und bleibt für mich GROßARTIG!

Mein Fazit: Es werden in den Lyrics „Mein Feind“ gesellschaftliche Tabuthemen aufgegriffen, aber nicht anklagend. Nicht einmal, wenn man aus den Texten heraushört, WAS Mobbing, Sucht oder gar der letzte Weg bis zum Tod mit der Psyche und den Gefühlen der Menschen machen. Jeder kann selber nachfühlen, dass seinem „Feind nur mal einen Spruch reindrücken“ nicht wirklich so gut bei dem Opfer ankommt. Gleichzeitig wird es aber auch nicht so abstrakt lyrisch verpackt, dass der Zuhörer es nicht nachvollziehen könnte und es einfach nur „für tolle Tanznummern“ halten könnte. Intelligente Texte, mit einer tollen Stimme und einem spannenden Soundteppich (ich bin ja ein Metalgirl und brauche normalerweise meine Gitarren und ordentliche Drums), die einen sehr tiefen Einblick in die menschliche Psyche geben. Und ja, das Album überzeugt mich.

Ich (BlackRose) muss Luna beipflichten, dass es ein sehr emotionales Album darstellt und die Texte wirklich aus dem Leben stammen. Ob sie natürlich auch so stattfanden, kann ich nicht sagen, aber Dino bringt sie mit seiner Stimme wirklich gut zur Geltung. Ich möchte auf alle Fälle mehr von euch hören!

Eure Luna und BlackRose

 

Line-Up Schwarzschild:

Dino Serci – Texte & Gesang
Peter Daams – Keyboards, Programming & Mixing

Neue CD von Sideburn: „#Eight“

Am 5. Mai 2017 kam die neue Scheibe von den Schweizern Hard Rockern Sideburn namens „#Eight“ über das Label Fastball Music heraus. Es heißt nicht nur #Eight, sondern ist auch das 8. Album in ihrer 20 jährigen Karriere, nachdem sie einige Songs für Hollywood beigesteuert haben. Songs von Sideburn, wie: „Six Feet Under“ in „Wolverine“ und in einer Folge der Serie „24“ und „Knockin’ at the Wrong Door“ für den Trailer zu „Hit & Run“.

Die 13 Tracks, die im Sound AC/DC und ZZ Top einen Hard Rock Sound und Rock‘N‘Roll liegen und englischsprachige Texte über Liebe, Beziehungen und über das Leben wie in einem Roadtrip haben. Stimmlich liegt Roland zwischen Axl Rose (nur nicht dieses jammernde im Unterton) und Brian Johnson. Die Tracks kann ich mir sehr gut in der Serie „Supernatural“ vorstellen, ich sehe immer einen alten Ford die Route 66 herunter cruisen.

All The While“ ist ein solider Einsteiger, der von den Lyrics her darauf hinweist, daß das Gras in Nachbars Garten immer grüner ist, aber andere Sachen im Leben wichtiger sein sollten.

Mit Sirenengeheul unterlegt zaubert „Call Me A Doctor“ ein Szenario, das einen Lügner und Betrüger entlarvt. Er sieht gut aus und ist doch ein Halunke in einem Anzug. In dem Zusammenhang mußte ich ein wenig grinsen, als Dr. Who-Fan sah ich dort sofort eine Beziehung. Auch dieser (zur Erklärung für nicht Whovians) enthüllt die Geheimnisse, wenn etwas zu schön zu sein scheint.

No Class“ ist der Song von Motörhead, der Lemmy zu Ehren gecovert wurde und „Wings Of Liberty“ der Bonus Track der CD.

Insgesamt ist die CD ein Werk, das mit eingängiger Musik glänzt, wenngleich auch die Texte einfach gestrickt scheinen. Aber man kann sie ohne die Lyrics zu studieren mitsingen und für sich selbst Interpretationen und Verbindungen herausziehen. Man muß nicht immer politische Statements zelebrieren, weder als Band – noch als Fan welche fordern. Musik kann und darf auch „nur“ Spaß machen, und das schafft Sideburn auf jeden Fall. Wer also auf guten „oldschool“ Hard Rock ohne Schnickschnack und Schnörkel steht, dem sei diese CD wärmstens empfohlen.

Anspieltip: No More Room In Hell und Gimme A Sign

Eure Luna ^v^

 

Line-up Sideburn:

Gesang – Roland Pierrehumbert
Leadgitarre, Rhythmusgitarre – Mikael Riffart
Leadgitarre, Rhythmusgitarre – Lawrence Lina
Bass – Nick Thornton
Schlagzeug – Lionel Blanc