Ich will endlich Sommer haben!

IMG_20160619_130347
Mit Blumen und Kerze – Wasserschale zu Litha

Mir ist es zu kalt. Wirklich. Alle reden von Sommer und ich friere mir hier einen Ast. Ehrlich, ich bin fast verpackter als im Winter. Also, klamottentechnisch. Dabei habe ich, erst nachdem ich Druckstellen an meinen Oberschenkeln hatte, weil ich mich zum Lesen mit den Ellenbogen immer auf ihnen abstütze, entdeckt, daß sich die Hosenbeine meiner neuesten Hose abtrennen lassen. Ich habe eine Zip-off-Cargo-Hose gekauft und es gar nicht bemerkt.

 

Gut, ich hab mich dann gefragt, was ich damit anfangen soll, denn „kurz“ konnte ich bisher nicht einmal dieses Jahr herumlaufen. Wobei… ich trag inzwischen auch T-Shirts. Mit einem Fleece-Rolli darunter und meiner Stoneman-Jacke darüber. Aber, ein T-Shirt und keinen weiteren Pulli. Und Handschuhe… ich habe noch ein paar graue Handschuhe gefunden 😉 .

 

Aber wo ist denn der Sommer, wo man im Schwimmbad einen Platz im kühlen Naß erkämpfen muß? Wo ist der Sommer, bei dem man verflucht, daß man im Discounter NICHT das Angebot der „praktischen knalligbunten Strandmuschel“ mitgenommen hat und jetzt keinen Schattenplatz findet? Wo ist der Sommer, bei dem man als Goth gepflegt mit Schirm rausgeht oder den kühlen Keller vorzieht, um seine Blässe zu kultivieren?

 

Blaß sind jetzt alle, da es ja keinen Sommer bisher gab! Außer dem „ich trag bunt bis zum Abwinken“ und dem „ich trag schwarz, weil ich Goth bin“ gibt es derzeit keinen Unterschied in der Optik der Stinos und Gothics! In Berufsbekleidung wird das verdammt schwer, Gleichgesinnte zu erkennen!

 

Und Ferien fangen jetzt auch an, in Hessen sind es noch grade mal 4 Wochen, bei anderen weniger, bis sich die Kids langweilen und die Massen in den Urlaub fahren / fliegen / wandern. Und es stehen Festivals an. Wäre schade, wenn die verregnen oder gar absaufen. Auch wenn sie wegen Unwetter abgesagt werden müssen. Klar, Sicherheit geht absolut vor, keine Frage. Aber für die Besucher ist es einfach bescheiden, wenn etwas nicht stattfindet.

 

Und wer möchte schon massivst geblitzdingst (was ein Wortspiel!) von einem Festival heimfahren? Auch die teilnehmenden Künstler werden enttäuscht sein, denn sie wollen ja nicht Geld verdienen (glaubt mir, soviel kommt da nicht bei rum und viele gibt es nicht, die die Millionen dabei scheffeln), sondern den Leuten Freude machen und Spaß bereiten.

 

Und damit wir endlich den Sommer bekommen, den wir ersehnen und wollen, machen wir doch gemeinsam ein Ritual. Das ist nicht schwer und vielleicht klappt es ja. Geregnet hat es genug, jetzt wollen wir Wärme und Licht tanken. Das Ritual könnt ihr am 21.6., in der Mittsommernacht, durchführen.

Altar zur Sommersonnwende (Litha)
Altar zur Sommersonnwende (Litha)

 

Dazu schmückt euch einen schönen Platz – zu Hause oder in der Natur – einen kleinen Altar. Ein paar Blumen (Rosenköpfe z.B.), eine Kerze (vorzugsweise gelb, orange oder rot), eine Schale mit Wasser, etwas Räucherwerk (Vogelsand, Katzenstreu als Unterlage, Räucherkohle und dann Kräuter, Weihrauch etc.), eure Ritualwerkzeuge (Kelch, Pentakel, Athame, Kessel, Zauberstab) wenn vorhanden, ein wenig Wein und Kuchen / Früchte / Brot.

 

Stellt Windlichter in jede Himmelsrichtung, im Uhrzeiger entzünden. Beginnt im Osten (wer möchte, Wächter dabei anrufen). Stellt euch einen Kreis vor, der euch umgibt, räuchert euren magischen Ort. Nun eine Meditationsübung: dankt für das Gute in eurem Leben, verbannt das Schlechte und wünscht euch was! Dabei gebt immer wieder von den Blüten welche in die mit Wasser gefüllte Schale. Dann sprecht:

 

„Mutter Erde, Vater Sonne

wir ehren eure Arbeit, erledigt mit Wonne

die Erde ergrünte, so auch wir

die Harmonie zurück, das bringt ihr

Mutter Erde, Vater Sonne

gießt euren Segen reichlich mit Wonne

über die Erde und uns Menschen aus.“

 

Genießt nun den Wein und den Kuchen (…). Gebt eine kleine Portion jeweils an das kleine Volk als Opfergabe. Dann stellt euch wieder vor, daß euer Schutzkreis sich zusammenzieht, und löscht die Windlichter entgegen des Uhrzeigers wieder aus. Wenn ihr die Wächter angerufen hattet, vergeßt nicht, sie zu verabschieden! Jetzt könnt ihr euch selbst erden, ich mache das immer mit einem lauten Urschrei. Und genießt jetzt das Festmahl, das ihr vorbereitet habt und feiert den Sommer!

 

Gruftige Grüße

eure Luna ^v^

Das tun Gothics nicht! Teil 5

Edinburgh Beltane Fire Festival 2012 - National Monument
Beltane-Festfeuer in Edinburgh 2012, hier sind auch Stinos vor Ort
Gestern war Walpurgis-Nacht, oder auch Beltaine bzw. Beltane genannt. Während die Stinos in den Mai tanzen, rotten sich die Gothics natürlich auf Friedhöfen und in Höhlen zusammen, um um große Lagerfeuer zu tanzen, Blut zu trinken und kleine Kinder zu fressen. Dann geben sie sich sinnlichen Gelüsten hin, um für das nächste Beltaine Kinder zu zeugen und ihre Seelen an den Teufel zu verkaufen, damit sie alle reich und mächtig werden.

 

Muss ja sein, denn sonst hätte man ja laufend in den Zeitungen von diesem höllischen Treiben gelesen. Komischerweise hab ich davon noch nie was gelesen. Müssen verdammt gute Verträge sein, die der Satan mit den Gothics und Hexen abschließt, bestimmt sind da versierte Anwälte am Werk. Die haben auch Verträge mit dem Beelzebub.

 

Möööööööp! Natürlich sind Gothics eher den Naturreligionen, sprich dem „heidnischen“ Glauben zu getan (es gibt aber auch christliche Gothics), da sie kritischer sind und nicht per se daran glauben wollen, dass ein mächtiges Wesen seine Worte in Buchform vom Himmel schmiss. Oder vielmehr, sie glauben nicht einfach alles, was das jeweilige Bodenpersonal eines Gottes so von sich gibt.

 

Sie glauben entweder gar nicht, dass es einen Gott gibt, oder sehen die Wesenheit eher „unpersönlich“ in vielen Dingen und Wesen in ihrem Leben und darum herum. Es ist dann eher der „göttliche Funke“ der in jedem steckt und damit jeden Menschen, Tier und Pflanze beseelt und zu einem Gott macht. Nachdem Magie zum Beispiel auch nicht simpel in „schwarz“ und „weiß“ eingeteilt werden kann – es kommt immer darauf an, wie man das bewertet und ohne „Licht“ gibt es kein „Dunkel“, man kann das eine nicht ohne das andere definieren.

 

Daher gibt es im Glauben der meisten Gothics auch keinen Satan – mit wem soll man dann auch einen Vertrag abschließen? Das ist nur der Glaube einiger Kirchen, deren Bodenpersonal einschüchtern musste, denn wenn man nicht mit dem schlimmen „du, du, du! Wenn du nicht brav glaubst und um dein Seelenheil fürchten musst“, dann konnte man keine Macht ausüben und an der Spitze bleiben.

 

Das erklärt auch, warum es also keine Gothics in politischen Spitzenpositionen und in Vorständen großer Industrien gibt. Falls doch, gerne eine PN an mich, würde mich mal interessieren 😉 .

UrbainPact2
Angeblicher Teufelspakt von Urbain Grandier
So, Verträge (amüsante Geschichten um diese Verträge bei Klick auf den Link) mit einem imaginären Freund gibt es also keine (und wenn, dann sind das wirklich ganz arme verirrte Seelen, die aber mit dem Gothic-Sein so wenig zu tun haben, wie FSOG mit einem guten Roman 🙂 ), wir brauchen also auch keinen Ort wie einen Friedhof zum Abschluss. Zudem dass Gothics ja auch lieber die Stille und Ruhe auf einem Friedhof genießen und daher kaum wilde Gelage dort feiern wollen.

 

In anderen Kulturen macht man so was schon, wobei das dann an dem „Gegenpol“ der Beltaine-Feier (nämlich Samhain – Halloween) macht, dort werden in Mexiko dann mit Tagetes und Zuckerschädeln die Gräber der Toten geschmückt und mit Alkohol dann mit den verstorbenen Ahnen gefeiert. Aber immer respektvoll, denn verärgerte Ahnen können ziemlich gemein werden.

 

Bleiben die Höhlen, die aber auch nicht so zahlreich sind, daß man da nachts gerne herumhocken will. Wir haben uns aus dem Neanderthal herausbewegt (naja, manch männlichem Wesen wird nachgesagt, da heute noch drin zu hocken) und sind dann eher selten wieder hineingegangen.

 

Blut und kleine Kinder schmecken jetzt auch nicht so deliziös, dass man sie gerne verspeisen würde. Zum einen sind Gothics liebevolle Eltern, die sich wie jeder andere um ihren Nachwuchs kümmern und teilweise sogar gegen Anfeindungen besonders verteidigen müssen. Da sind dann Sprüche wie: „Zieh dir mal was anderes an, du musst doch endlich erwachsen werden!“ noch die harmlosesten Geschichten. Was hat „erwachsen werden“ mit der Kleidungswahl zu tun? Was macht den Musikgeschmack aus? Ist man erst „alt und erwachsen“, wenn man auf Schlager abfährt und im Rentnerstyle herumtackert?

 

Ich glaube nicht. Und viele der gothischen Musiker sind inzwischen auch um die fünfzig oder älter und sind auch nicht weniger erwachsen, als die Gothics, die auf Konzerten Witt, Anne Clark und Konsorten feiern. Und alberne Scherze und Herumgeblödel, das machen Stinos und Gothics gleichermaßen und nur weil wir schwarz tragen und vielleicht ein wenig makaberen Humor bevorzugen, heißt es nicht, dass eine Gruppe Erwachsener als die andere ist.

 

Bleibt der letzte Punkt: sinnliche Gelüste in der Beltaine Nacht. Nun, ich denke, dazu muß ich nichts sagen, jeder hat Spaß daran, oder? Und der Tag oder die Nacht, an der Mann und Frau Spaß haben, ist so ziemlich egal. Ich stelle mal in den Raum, daß sich die Nacht vor dem ersten Mai anbietet, denn dann ist Feiertag und man kann den Tag danach bequem zum Ausschlafen nutzen ;).

 

In diesem Sinne, wünsche ich euch einen schönen ersten Mai,

gruftige Grüße,

eure Luna ^v^

Hexenritual für Sylvester

Kristallkugel... was wird die Zukunft bringen?
Kristallkugel… was wird die Zukunft bringen?

Das Jahr geht zu Ende. Damit wir dann alle gut im neuen Jahr ankommen, habe ich euch heute ein Ritual herausgesucht. Es ist der Zeitpunkt, wo das Jahr ein wenig zur Ruhe kommt und der Mensch über das Vergangene nachdenken soll und damit auch die Pläne für das neue Jahr fassen sollte.

 

Betrachte also dein Leben, um zu erkennen, wohin dich dein Weg führen kann. Es ist die Zeit, in der man orakelt (Bleigießen und Kartenlegen macht man also auch als Stino gerne in der Silvesternacht bzw. am Neujahrstag).

 

Übrigens, die Böller werden gerne gezündet, damit die unruhigen Geister vertrieben werden und das neue Jahr feierlich begrüßt werden kann. Man kann es übertreiben und stundenlang böllern, aber ich finde es wunderschön, die Sterne am Himmel zu betrachten, auch wenn ich so eine Rakete ungern selber zünde.

 

Ok, ich fahre nicht mal eine Flasche Sekt gerne durch die Gegend, denn ich denke immer im Hinterkopf, dass sie munter im Auto explodieren könnte. Aber auch andere Möglichkeiten gibt es, bestimmte Samen in ein Feuer geworfen erzeugen einen schönen Effekt.

 

Aber egal, welche spirituellen oder persönlichen Ziele du in dem Jahr versucht hast zu erreichen, es ist nicht wichtig, ob du sie tatsächlich erreicht hast. Es ist wichtig, ob du ihnen immer noch folgen möchtest und versuchst, sie zu erreichen. Gehst du immer noch in DEINE Richtung? Wisse, du kannst nicht ändern, was gewesen ist, aber du kannst den Weg zu deinem Ziel ändern.

 

Die Themen dieses Rituals sind also, dass du deine Spiritualität bestätigst und deine Ziele, deine Intensionen für das kommende Jahr manifestierst. Zu diesem Zweck brauchst du einen Zweig. Du kannst dieses Ritual alleine durchführen, oder in einer Gruppe, verteile dabei die Aufgaben und Rollen.

 

Gehe mit deinem Zweig einen Kreis ab und sage dabei:

Den Kreis am Ende des Jahres ich ziehen mag,
Vertrauen und Einheit werden nicht klein,
Geheiligt ist der Raum hier nun an diesem Tag,
Wie oben, so unten, so möge es sein.

Sprich nun in jede Richtung und lade die Elemente und Gott und Göttin zu dem Ritual ein:

Geister des Nordens, der Erde, ich rufe euch an! Seid bei mir, wie die vom Schnee bedeckten Wiesen von einer Decke des Willkommens verhüllt sind. Ich heiße euch Willkommen in meinem Kreis.

Geister des Ostens, der Luft, ich rufe euch an! Seid bei mir, wie das flüsternde Wispern der kristallkalten Stille in den Wäldern. Ich heiße euch Willkommen in meinem Kreis.

Geister des Südens, des Feuers, ich rufe euch an! Seid bei mir, wie das fahle Sonnenlicht, das sanft erleuchtet, ohne die Schläfer zu wecken. Ich heiße euch Willkommen in meinem Kreis.

Geister des Westens, des Wassers, ich rufe euch an! Seid bei mir, wie das klare Eis, das der Natur Geheimnis bis zum Frühling bewahrt. Ich heiße euch Willkommen in meinem Kreis.

Mein Lord, ich rufe dich an! Sei bei mir, wie ein lebendiger Funken, der still in der Welt ruht, auch im Schoss der Mutter, der Welt. Ich heiße dich Willkommen in meinem Kreis.

Meine Lady, ich rufe dich an! Sei bei mir, wie die schlummernde Göttin, die die Welt erneuert durch einen langen friedlichen Schlaf. Ich heiße dich Willkommen in meinem Kreis.

kleines Licht in der Finsternis

Nimm nun ein Band aus einem Korb und binde ihn an deinen Zweig, während du über deine Ziele nachdenkst. Versiegele es mit deiner Liebe, um deinen Wunsch zu manifestieren. Verwende für jedes Ziel, für jeden Wunsch ein neues Band. Hast du alle deine Wünsche und Ziele angebunden, hebe den Zweig über deinen Kopf und gehe den Kreis erneut ab. Dabei sage:

 

Ich kam in diese Nacht mit einem großen Ziel. Ich habe meine Vorsätze und Verpflichtungen genannt.

Zünde nun den Zweig an und verbrenne ihn in deinem Kessel. Dabei sage:

 

Wie das heilige Feuer den Zweig verbrennt, werden meine Wünsche zu Energie gewandelt, die sich in der physischen Welt zeigen wird.

 

Jetzt kannst du chanten (singen):

 

Ich drehe mich hier, es dreht sich das Rad des Jahres,
singend und tanzend und jubelnd heute Nacht,
hab meine Wünsche laut und klar genannt, gebt acht!
So rühre ich magisch am Ende des Jahres.

Wenn du meinst, dass es sich richtig anfühlt, beende den Tanz und den Chant, Erde dich und beschließe dann das Ritual. Spreche dazu wieder in die entsprechende Richtung und verabschiede dich.

Lady, du kamst in dieser Nacht zu mir und bezeugst meinen Wunsch. Ich bitte dich um deinen Segen, wenn ich dieses Jahr beende und das nächste beginne. Ich danke dir für deine Anwesenheit. Bleib, wenn du magst, gehe, wenn du musst. Auf Wiedersehen!

Lord, du kamst in dieser Nacht zu mir und bezeugst meinen Wunsch. Ich bitte dich um deinen Segen, wenn ich dieses Jahr beende und das nächste beginne. Ich danke dir für deine Anwesenheit. Bleib, wenn du magst, gehe, wenn du musst. Auf Wiedersehen!

Geister des Westens, des Wassers, möge dein klares Eis nicht nur die Naturgeheimnisse halten, sondern auch meine Wünsche. Ich danke dir für deine Anwesenheit. Bleib, wenn du magst, gehe, wenn du musst. Auf Wiedersehen!

Geister des Südens, des Feuers, möge deine fahle Wintersonne meine Wünsche beleuchten. Ich danke dir für deine Anwesenheit. Bleib, wenn du magst, gehe, wenn du musst. Auf Wiedersehen!

Geister des Ostens, der Lüfte, möge der Wind meine Wünsche durch den Winter flüstern. Ich danke dir für deine Anwesenheit. Bleib, wenn du magst, gehe, wenn du musst. Auf Wiedersehen!

Geister des Nordens, der Erde, mögen die Wiesen meine Wünsche erhalten und sie dort bis in den Frühling wachsen. Ich danke dir für deine Anwesenheit. Bleib, wenn du magst, gehe, wenn du musst. Auf Wiedersehen!

 

Nun gehe ein letztes Mal deinen Kreis ab, dieses mal gegen den Uhrzeiger und spreche dabei:

Das Rad des Jahres, der Kreislauf ist vollkommen,
die Enden und Anfänge, alles trifft sich, muss weiter gehen,
Was vor mir liegt, kann ich nicht sehen,
meinem Vertrauen werde ich folgen, gesegnet sei es!

 

Haltet nun ein Festmahl… und komme gut in 2016 an!

 

Eure Luna ^v^

Wenn Hexen gemeinsam in den 7. Himmel fliegen…

Hände
Hände

Ich war an diesem Wochenende zu einem Handfasting eingeladen. Hand…was? Ein Handfasting ist eine Hexenhochzeit. Dabei bindet sich Hex‘ magisch an einen Mann (natürlich auch männliche Hexe an eine Frau), sei er nun auch eine Hexe oder nicht.

 

Vergleichbar einer christlichen oder standesamtlichen Hochzeit, aber sehr viel mehr. Dabei bindet man sich eben magisch aneinander, das bedeutet, dass man auch unter Umständen im Jenseits gebunden ist und sich die Seelen im kommenden Reinkarnationen wieder finden.

 

Nun hat diese Hexe dieses Wochenende für ihr Handfasting gewählt. Wir hatten einen BlueMoon und haben Lammas.

 

BlueMoon ist der zweite Vollmond in einem Kalendermonat (der hat bei Hexen eine besondere magische Kraft – gerade Rituale, egal welcher Art, sind dann besonders wirksam! Der nächste Mond mit besonderer Kraft ist übrigens im September. Da haben wir eine nette Mondfinsternis).

 

Lammas ist das erste Erntedankfest im Jahres, ab jetzt fangen die Bauern an, ihre Felder abzuernten. Das zweite Erntefest ist dann am 21. September, es heißt Mabon. Das ist die Herbsttagundnachtgleiche, hier sind Tag und Nacht exakt gleich lang, bevor die Nächte minutenweise immer länger als der Tag werden.

 

Lammas kann auch unter dem Begriff „Lughnasadh“ gegoogelt werden, Lugh ist der Erntegott.

So, nun aber mehr zu dem Handfasting. Darüber wollte ich ja eigentlich schreiben.

 

Wir haben einen Altar aufgebaut (mit den üblichen Hexenwerkzeugen – Kelch, Athame, Pentakel, Zauberstab und Kessel – ist sehr schön, hier empfiehlt sich dann auch noch Kuchen und Wein, oder Brot und Wasser… ein Band, und vielleicht Ringe, ein Zeichen, das die Verbundenheit symbolisiert und einen Besen. Gerade der Besen spielt eine große Rolle!!), geschmückt mit Blumen – ein Baum, der von dem Paar gemeinsam eingepflanzt werden kann – und kleinen Fähnchen, auf die die Gäste und Zeugen ein Wort schreiben sollen, um ihre guten Wünsche dem Paar mitzugeben.

 

Das Paar steht mit der Priesterin am Altar, sie hat schon einen Salzkreis gezogen (als Schutz) und ein wenig Alkohol an das „kleine Volk“ geopfert. So sind alle geschützt und gut gestimmt. Die Gäste und das Paar werden mit Salbei abgeräuchert und die Priesterin rasselt noch einen kleinen Schutzkreis um die Gäste.

 

Dabei ruft sie die Götter an, damit sie dem Ritual beiwohnen und ihre Kräfte in das Ritual einfließen lassen. Elemente und Torwächter, Engel oder Himmelsrichtungen werden auch je nach Glaubensrichtung der Hexen eingeladen und herbeigerufen.

 

Kuchen
Kuchen

Das Ritual an sich kann frei gestaltet werden, von rituellen, formellen und gestelzten Worten, bis zur freien Willensbekundung. Eigentlich „müssen“ beide Partner nur bestätigen, dass sie einander lieben und deswegen gebunden werden wollen. Handfasten bedeutet „Hände fesseln“.

 

Symbolisch füttern sie sich dann gegenseitig, damit sie einander immer nähren und für einander sorgen wollen. Tauschen Ringe oder Ketten… wenn gewünscht. Spätestens da stehen einem auch als Zeuge und Gast der Zeremonie die Tränchen vor Rührung in den Augen.

 

Optional kann nun während der Besiegelung durch die Priesterin (ja, auch wir Hexen haben da ein Sprüchlein wie „Damit seit ihr vor den Göttern und der Welt als Paar verbunden“) ein Band um die gefassten Hände geschlungen werden. So wird das Paar „gefesselt“. Mit gebundenen Händen springt das Paar dann über unseren zweiten Hauptdarsteller, den Besen.

Beide sollen die erste Hürde in ihrem gemeinsamen Leben gemeinsam bewältigen.

Abschließend werden der Kreis geöffnet und die Gottheiten verabschiedet und für alle Zeugen und Gäste das Festmahl eröffnet. Die Feierlichkeiten beginnen.

 

Besen
Besen

Übrigens, man kann auf Jahr und Tag heiraten und erneuert jedes Jahr seinen Schwur, oder man heiratet „für immer“. (in Fällen der „Scheidung“ gibt es auch ein „Handparting“… nur wer hier sicher gehen will, dass ein „für immer“ auch ein „Naja, wir sehen mal, wie lange wir es miteinander aushalten“ werden könnte…)

 

Ich wünsche euch einen wunderbaren August, genießt den Hochsommer (jetzt haben ja alle Ferien!)

 

Ich gehe nun an den Main zum Baden und Grillen. Yeah, Sommer genießen!

Eure Luna

 

Tag des Schlafes, Sonnenwende und andere kuriose „Feiertage“

IMG_20150520_220757Guten Morgäääääähn! Eigentlich sollte ich noch gemütlich in meinem Bett liegen. Nicht, weil das Wetter heute erbärmlich kalt und nass ist am Sommeranfang. Leute! Es ist Sommeranfang! Freibad, Schwimmen, und viele Festivals die man mit Zelt besuchen kann. Eventuell Urlaub (für die Kinderlosen unter euch) und bald Urlaub, für alle, die schon Kids haben.

 

Nein, ich habe etwas erstaunliches gefunden. Heute ist der INTERNATIONALE TAG DES SCHLAFES. „Erfunden“ haben es nicht die Schweizer (nein, die haben anderes wie anonyme Nummernkonten für eure Millionen, Ricola und leckere Schoki erfunden), sondern zwei Männer, um auf die Wichtigkeit von erholsamen Schlaf in der Nacht hinzuweisen.

 

Der Tag des Schlafes wird jedes Jahr am 21. Juni begangen. 1999 riefen Ulrich Zipper und Jan-Hendrik Pauls ihn ins Leben. Grund war das Informationsdefizit zum Thema in der allgemeinen Öffentlichkeit. So wurde der Tag des Schlafes erstmals im Jahr 2000 veranstaltet und 2004 wurde der gemeinnützige Verein „Tag des Schlafes e. V.“ gegründet.

 

Wie wird dieser Tag nun begangen? Nun, am längsten Tag des Jahres soll man sich nun ausreichend Zeit nehmen, um zu Schlafen. Im Prinzip eine schöne Sache… wenn nicht heute eben auch die Sommersonnwende stattfände. (Oder im nächsten Jahr ein Arbeitstag usw.). Man kann nun Prioritäten setzen, oder alles ein bisschen zelebrieren.

 

Wobei ich aber letzteres vermeiden würde, denn ein „bisschen“ ist in dem Fall auch nichts Wahres. Wenn man etwas macht, dann sollte man mit dem ganzen Herzen dahinter stehen. Wobei ich ja auch nicht unbedingt die Nacht nur nutze, um zu schlafen. Als Gothic ist man ja eher Nacht affin, weil gerade die Dunkelheit romantisch verhüllt, was der Tag mit seiner Helligkeit so grausam enthüllt. So trügerisch und doch verlockend… Hach, eines meiner Lieblingszitate aus einem Dracula – Film (nun ratet mal, welcher es sein könnte 🙂 ).

 

Ich habe mich aber mal auf die Suche gemacht und weitere kuriose Tage des Jahres gesucht. So gibt es ja nicht nur den „Rosenmontag“ oder „Faschingsdienstag“… nein, eine Reihe anderer „Feiertage“ kann man im Kalender finden.

Schlaf
Schlaf

 

So war gestern erst der „Tag des Vanillemilchshakes“ (der Tag des Schokomilchshakes ist übrigens am 12. September), des weiteren kann man sich auch entscheiden, ob man heute den „Internationalen Tag des Surfens“ oder lieber den „Geh Skateboarden Tag“ feiern möchte. Morgen schließt sich der „Nationaler Schoko-Eclair Tag“ an (lecker… süßen Schokipapp futtern) und dann kommt am 23. der „Internationale Pink Tag“, der aber nichts mit der Sängerin zu tun hat, sondern alle in rosa Outfits „zwingt“.

 

Putzige weitere Termine wären da diese Woche noch für: „Schwimm-eine-Runde-Tag“, der „Blockhaustag“ und „Welttag der Schulfreunde“. „Nimm deinen Hund mit zur Arbeit“ Tag könnte man mit dem „Tag der Apotheker“ kombinieren, dann bringt einfach der Wauzi das Aspirin zu dem Patienten. Wobei ja Tiere auch eine tolle Medizin sind.

 

Okay… und bevor ich zu dem „Hab ich vergessen“ – Tag komme, da möchte ich doch lieber den „Tag des Kusses“ zelebrieren, und dabei den „Nationalen Brathähnchentag“ genießen… Vielleicht muss ich dann auch nicht mein Brathähnchen küssen, wenn sich bis da hin ein netter Mann in meinem Leben findet. So zwei Wochen hab ich zu den Terminen ja noch.

 

Bis zum nächsten (hey, den finde ich klasse, da kann ich zur Not auch nur mal mit einem Mittelfinger winken, wenn meine anderen Finger gerade verhindert sind, bei gewissen Nachbarn) „Winke deinem Nachbarn mit allen Fingern“ – Tag oder „Sei ein Engel“ – Tag, kann man hier auch noch viele andere Daten nachschlagen.

 

Den World-Goth-Day habe ich leider nicht in dieser Liste gefunden, aber der muss auch jetzt erst gewesen sein. Dabei rüschen sich dann alle Gothics so richtig auf und selbst ein paar Nichtgothics könnten den Look ausprobieren. (Wobei das ja eher dann ein „Verkleide dich als Gothic“ Tag dann für die wäre und mir eher weniger gefallen würde…).

 

Nun, ich werde heute Abend mit lieben Freunden zu einem Sommersonnwendritual gehen. Dort werden wir dann den Sommeranfang feiern, in dem wir Abschied von der Sonne und der Wärme nehmen werden. So paradox es klingt – der Sommer fängt erst an und schon wieder Abschied nehmen? – es ist so. Nun werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger.

 

Genießt also den Sommer bevor uns die Nacht wieder umarmt und in ihren Bann zieht. Die Fledermäuse und Wölfe singen und die Sterne über uns glitzern. Ich hoffe jedenfalls, dass wir noch ein paar warme Nächte bekommen und unseren Aktivitäten draußen nachgehen können.

 

Sonnenrad - Omelett
Sonnenrad – Omelett

Nun werde ich für heute Abend noch einen vegetarischen Kuchen – einen herzhaften Hermann – backen und ein Omelett mit Sonnenrad, damit wir für das Buffet nach dem Ritual etwas feines zum Essen haben. Ich wünsche euch eine tolle kürzeste Nacht des Jahres, und einen schönen Sommeranfang. Und wenn es euch heute früh in das Bett zieht… dann zelebriert den Tag des Schlafes richtig.

Eure Luna

Rundherum ums helle Feuer, rundherum im wilden Tanz…

SAMSUNG(Zitat aus dem Song von Schandmaul – Walpurgisnacht aus dem Album Narrenkönig)

 

Hex‘ feiert wieder. Am 30.4. geht es nicht auf eine usselige Ü30 Party (oder in meinem Fall eine Ü40 Party) mit den Resten der Popmucke Zeit der 80er. Okay, ich geb es zu, Nena ist NICHT COOL, mich hat die damals schon genervt. Mir ist es auch egal, wenn die Dame Kult ist… Nein, dann lieber The Cure oder Sisters Of Mercy.

 

Ich werde auf die Ronneburg gehen und dort Walpurgisnacht feiern. Sonst hatte ich mit einer lieben Freundin gemeinsam dieses Fruchtbarkeitsfest zelebriert. Aber jetzt net das Falsche denken, gelle? Hier treffen die Göttin und der Gott zusammen und feiern ihre Vereinigung. In früheren Zeiten paarten sich die Teilnehmer bei einem dieser Beltaine Rituale auch, aber heute machen wir das entweder privat oder eben symbolisch.

 

Ihr habt euch immer gefragt, warum Hexen einen Kelch und einen Dolch in einem Ritual benutzen? Nun, der Dolch taucht in den Kelch als symbolische Vereinigung von dem Phallus des Mannes mit der Vulva der Frau. Da das Samhainfest am 31.10. das Fest des Todes ist, ist dieses genau nach einem halben Jahr stattfindende Fest das Fest des Lebens. Im keltischen Kalender begann der Winter an Samhain und der Sommer an Beltane (oder Beltaine oder eben an Walpurgis).
SAMSUNG
Nun heiraten nebst Hochzeitsnacht also die Götter an diesem Tag. Odin und Freya zum Beispiel oder Dagda und Morrigaine… selbst Hades ließ in dieser Nacht Persephone für ein halbes Jahr aus der Unterwelt gehen und Demeter beendete den ewigen Winter, mit dem sie die Entführung ihrer Tochter bestrafen wollte.

 

Nun komme ich mal zu den Bräuchen der Feiern zum ersten Mai. Die Maibäume sind hier weniger traditionell, aber ich weiß, dass zum Beispiel im Schwäbischen sehr viele Bäume aufgestellt werden. Nicht nur im Dorfplatz stehen sie, sondern die Burschen stellen die Bäume auch gerne geschmückt vor die Türe ihrer angebeteten Damen.

 

Sie werden mit bunten Bändern geschmückt und reich verziert… die Dorfmaibäume werden geschnitzt und zu Füßen stehen Miniaturhäuschen und andere Deko, ja, teilweise ist das ganze Dorf nachgebaut. Um die Spitze ist ein Kranz befestigt. Manche hängen auch Blumen, Eier, Gebildebrote (das ist Brot in bestimmten Formen, zum Beispiel Sonnen, Tiere etc.). Das Grün des Kranzes wird von jungen Frauen gewunden und symbolisiert auch wieder die Vulva, während der mit Bändern und Schnitzereien verzierte Stamm wieder einmal einen Phallus darstellen soll. (Zudem wird er ja in die Erde gerammt).

 

SAMSUNGWarum heißt das nun jetzt WALPURGISNACHT? Nach einer Heiligen der christlichen Religion? Nun, die praktischer Weise von der Kirche einfach heilig gesprochen wurde, damit man die Religion etablieren und konnte. So wurde auch dieses heidnische Fest wie Yul und Ostara gekapert.

 

Und wie kommt man nun darauf, dass am Blocksberg die Luzi an Beltane abgeht? Warum treffen sich die Hexen ausgerechnet an dieser Stelle? Vielleicht war es Goethe, der im „Faust“ diese Feierlichkeit beschrieb und selbst an diesen Ort gereist war. Man munkelt, dass eben an diesem Ort die Priesterschaft sich traf, um Nachfolger zu zeugen. Dabei sollen sie Masken mit Hirschgeweihen getragen haben, an denen die Frauen den Einweihungsgrad ablesen konnten. Für außenstehende und ungebetene Besucher mag das dann unerklärlich, gruselig und bedrohlich gewirkt haben. Und so kam auf, dass sich die Hexen mit den „Gehörnten“ dort lustvoll gepaart haben, was dann zur Hexenverfolgung geführt hat.

 

SAMSUNG
Wenn ihr ein kleines Ritual feiern wollt, so könnt ihr dies hier machen:
Heute ist die lüsterne Walpurgisnacht!
Gesegnet sei die fruchtbare Göttin!
Heute ist die lüsterne Walpurgisnacht!
Gesegnet sei der großartige gehörte Gott!
Heute ist die lüsterne Walpurgisnacht!
Gesegnet sei die heilige Hochzeit, die Ursprung allens Lebens ist!
Gott der Sonne, Feuer am Himmel, beleuchte die Erde und wärme die Nacht.
Wärme unseren Geist, unser Herz und unsere Hand. Gieße dein Licht über dieses Land!

 

 

Anrufung zum Anfeuern eines Feuers – aus Sicherheitsgründen bitte eine Feuerstelle nehmen oder in einem Kessel mit viel Löschwasser dabei entzünden – und dann werden Ängste und Befürchtungen auf einen Zettel geschrieben, in dem Feuer verbrannt und mit einem Sprung ÜBER das Feuer transformiert. Sprich dabei: „Verbrenne meine Angst“.

 

Dann könnt ihr mit langen Bändern um euren Baum tanzen und dabei eure Wünsche hineinweben. Als Musik zu dem Tanz eignet sich (natürlich) von Schandmaul – Walpurgisnacht und von Omnia – Tine Beltaine

 

So, nun wünsche ich euch ein lustvolles Beltaine, wenig Streß am 1. Mai (hier wird es den sicher geben, da ich direkt an der Strecke des Radrennens Rund um den Henninger Turm wohne) und eine zauberhafte Woche. Hex Hex…

Eure Luna

Sonnenfinsternis und Frühlingsanfang

sofi 200315-05a

Was für ein Wochenende! Zuerst fängt am 20. März das Frühjahr mit der Tag-und-Nachtgleiche an und der Winter (ja, ich gebe es zu, ich bin eine notorische Frostbeule, ich BRAUCHE meine 35 Grad Celsius im Schatten) ist endgültig vorbei. Dann hatten wir auch an diesem Tag eine partielle Sonnenfinsternis. Zu 75% wurde die Sonne von dem Mond abgedeckt. Was man nicht wirklich sehen konnte, da es nur minimal dunkler und kühler wurde, aber von meiner Freundin „Wallabie Wombat“ eindrucksvoll auf Fotos festgehalten wurde.

 

Am 4. April ist dann eine Mondfinsternis (leider aber nicht in Deutschland zu sehen, aber am 28.9. haben wir das Vergnügen, Mondin Mutter zwischen 2.10 h und 7.24 h verdunkelt wahrzunehmen).

 

Rein technisch gesehen, passiert bei einer Sonnenfinsternis, daß sich der Mond zwischen Sonne und Erde schiebt und man so selbst in dem Schatten des Mondes steht. Also, stellt es euch so vor, als würde man in der prallen Sonne einen Sonnenschirm aufspannen und den dann über eine Terrasse schieben.

 

Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und den Mond und wir beobachten, den Schatten der Erde, der über das Universum zieht und dann den Mond trifft (wären wir zu der Zeit auf dem Mond, wäre es wieder wie eine Sonnenfinsternis 😉 ). Der Mond wird verdunkelt.

 

Sonnenfinsternisse geschehen bei Neumond, Mondfinsternisse bei Vollmond. Ein Eindrucksvolles Erlebnis, das alle Zeiten hinweg auch magische Bedeutung hatte. In vielen Comics, Geschichten, Filmen wird dieses Mittel eingesetzt, um „Magie“ zu verwenden. So wurde man vor einen König gezerrt, der einen richtet und der Delinquent offenbart dann, daß er die Sonne auf ewig verdunkeln würde, wenn er hingerichtet werden würde.

 

sofi 200315-07a

Natürlich zittert der mächtige Herrscher in der Sekunde, glaubt, wenn die Sonne verschwindet, der Delinquent habe recht und spricht ihn frei. Natürlich kommt dann die Geschichte in Schwung und so weiter.

 

Aber die Menschen haben wirklich den Himmel beobachtet und magische Erklärungen dafür gesucht. Finsternisse hatten mit Dämonen zu tun, sie beißen in die Sonne oder den Mond und fressen sie auf. Macht man dann Gutes, so kann man sie vertreiben und Sonne oder Mond werden ausgespuckt und freigegeben.

 

Während dieser Zeit durchgeführte magischen Ritualen schreibt man auch besondere Kräfte und Energien zu.

SAMSUNG

Da paßt es hervorragend, wenn man ein schönes Ostara Ritual an dieser Tag-und-Nachtgleiche feiert. Baut euren Altar an einem Kraftort in der Natur auf, ob es ein Tischchen ist, oder eine Decke auf dem Boden ist vollkommen egal. Stellt Frühlingsblumen auf, legt Eier bereit, ein Körbchen und eine grüne Kerze, und eure Ritualwerkzeuge.

 

Räuchert alle Anwesenden mit einer Räuchermischung aus Zeder, Ingwer, Wermut, Nelke, Mohn und Zitronenweihrauch ab, dann zieht einen Kreis.

 

Ruft die Himmelsrichtungen an und ladet sie ein, an dem Ritual teilzunehmen und vergeßt die Gottheiten nicht.

 

Das Körbchen wird nun mit Eiern gefüllt, jeder nimmt sich eines und legt es mit den Worten:

 

„Der Kreis des Lebens kommt erneut vorbei,
ich leg‘ ins Nestchen aus Gras ein Ei,
in den Korb aus Stroh in der Göttin Schoß,
einen Ort zu treffen, den Gott auferstanden und bloß.
Das Leben ist wiedergeboren an diesem Morgen,
in diesem Schoß von Eostre, im Korb geborgen,
Vereint im Großen Ritus sind die Zwei,
neues Leben entstand aus dieser Frühlingständelei.“SAMSUNG

 

Dann könnt ihr Mutter Erde aufwecken, nehmt einen langen Stab oder Ast und klopft je dreimal auf den Boden auf 3 unterschiedlichen Stellen und sprecht dabei: „Mutter Erde, es ist Ostara, und es ist an der Zeit, zu erwachen und zu grünen, und zu blühen erneut.“

 

Nun opfern von Eiern und Wein und eßt die Gaben (die Eier aus dem Körbchen bieten sich an), dann öffnet euren Kreis, verabschiedet alle Gottheiten und Himmelsrichtungen. Und beendet vor eurem Festmahl das Ganze mit einem kräftigen Urschrei.

 

Ich wünsche euch einen zauberhaften Frühlingsanfang,
eure Luna ^v^
Die Bilder der Sonnenfinsternis stammen Wallabie Wombat.

Imbolc… und das Licht ist wieder da!

SAMSUNGSo, ihr Lieben. Ich hatte euch letzte Woche angekündigt, heute über Imbolc zu schreiben. Es wird ja endlich auch wieder heller, die Sonne kommt zurück. Auch wenn es mit dem Schnee die letzten Tage so aussah, als würde es erst einmal richtig Winter werden.

Aber jeden Morgen kommt die Sonne ein bisschen früher über den Horizont und geht abends ein wenig später. Der Tag wird unmerklich länger. Und wisst ihr was? Das passiert schon eine ganze Weile, seit der Wintersonnwende nämlich.

Die Menschen früher – ohne Uhren oder TV Programmen, die einem einen Takt vorgeben könnten – merkten das ganz deutlich an Imbolc. Ihr kennt diesen Tag vielleicht auch unter dem Namen „Lichtmess“ – an diesem Tag konnte man deutlich „messen“, dass der Tag länger geworden ist.SAMSUNG

Was passierte an dem Tag so? Das keltische Volk der „Gälen“ beging das Fest der Reinigung und der milchgebenden Schafe. Die Wintergeister wurden (auch heute noch) mit viel Maskerade, Lärm und verbrennenden Strohpuppen vertrieben. Imbolc ist dem Karneval sehr ähnlich und fällt auch oft in die Zeit.

Brigid ist eine Göttin des Feuers und Wassers, die Göttin der Dicht-, Heil- und Schmiedekunst. Sie kann auch Brigit, Bride, Briga, Birgit oder gar als Heilige Brigitte in dem Zusammenhang auftauchen. Sie ist die Patronin und Nationalheilige Irlands, und zahlreiche Städte erinnern an sie: Bregenz, Burgund oder Birgitzköpfl. Brigids Symbole sind Feuer und der Zauberkessel.

Ich persönlich feiere Imbolc am 2. Februar, es gibt auch Hexen, die am Neumond nach Jul feiern (und damit ist die kleine MondsicheSAMSUNGl gemeint, die nach einer Schwarzmondnacht auftaucht). Viele Rituale und Bräuche ranken sich um das Datum, meistens orakeln wir, weihen magisch unsere Hexenwerkzeuge (nein… nicht die Bohrmaschine 🙂 … es sind: Kessel, Athame, Pentakel, Zauberstab und Kelch), und begehen Initiationsriten. Wenn es das Wetter zulässt, sind wir auch draußen in der Natur und brennen in einem sehr großen Kessel ein wenig von der Juldekoration: Mistelzweige und Tannengrün. Hier aber bitte absolute Vorsicht, wir wollen ja keinen Wald abfackeln!!!

WohstandsbinderuneEingebürgert hat sich bei mir auch, dass ich einen Arbeitszauber durchführe, der Erfolg und Wohlstand bringen soll. Am besten stelle ich ihn euch vor, aber zuerst das Festmahl für „danach“. Weiße Speisen (Milchreis, Quark, Spaghetti mit Carbonarasoße…) oder kräftige Gerichte, mit gutem Bier gekocht (ja, Brigid ist auch das „Biermädel“), die richtig durchwärmen, könnt ihr zur Feier des Tages genießen.

Nun, jetzt geht es los. Wir brauchen für das Ritual: 2 Efeuzweige, möglichst lang, Bunte Bänder (orange für den Willen erfolgreich zu sein, rot für Erfolg, gelb für Leistung, grün für Wohlstand und gold für Reichtum), ein Symbol für Arbeit (zum Beispiel eine Visitenkarte, Flyer oder die Wohlstandsbinderune), eine Opfergabe (Blume, Münze), einen Löffel Honig und einen Becher Milch.

Nun wird es ein wenig kompliziert, denn die beiden Efeuzweige müssen verknüpft werden. In einander verschlungen, wie auf der Abbildung hier:Efeukranz

Fixiert die Zweige mit Blumendraht oder einem Band und dann dekoriert ihr ihn mit den anderen „Zutaten“. Habt ihr ihn fertig geschmückt, dann löst den Löffel Honig in der Milch auf und trinkt sie. Dabei visualisiert, dass ihr Erfolg habt, alles klappt und bittet um Segen für das kommende Jahr.

Den Schmuck dann an der Haustüre aufhängen. Innen oder außen (ich bevorzuge innen, denn die Visitenkarte muss ja nicht unbedingt jeder Hinz und Kunz lesen 🙂 ).

Ich wünsche euch ein erfolgreiches Jahr, viel Inspiration von Brigid, Gesundheit und Heilung,

eure Luna ^v^

Das Neue Jahr

SAMSUNG

Wir haben es geschafft. Wir sind in das neue Jahr gekommen, als wäre es eine persönliche Bestleistung gewesen. Hmmm…. Dabei haben wir doch einfach nur gewartet, bis es Mitternacht war und Schwupps! Ist es passiert. Alle Shows zu dem vergangenen Jahr sind durch (okay, ich hab schon gesehen, dass es neuerdings Shows gibt, die die Highlights von 2015 zeigen) und wir warten irgendwie auf das nächste Sylvester. In den Bastelgruppen werden die Weihnachtsdekos entsorgt nebst einer Frage: Leute, womit dekoriert ihr denn jetzt? Fasching oder schon Ostern? Bin mal gespannt, wann die ganzen Fake-Kamine rituell verbrannt werden…

Zumindest würde das in die Rauhnächte hinein passen. Das alte Schlechte hinaus und das gute Neue hinein. Dabei das Feuer zum Transformieren benutzen. Und wenn dann noch die Wünsche und Hoffnungen auf die Pappe geschrieben werden, bekommen die Wünsche noch eine andere Energie.

In der 8. Rauhnacht am 1. Januar, am ersten Tag des neuen Jahres, beginnt eine Reise mit unendlichen Möglichkeiten. Alles kommt auf den ersten Schritt an. Traditionell hat dieser Tag sehr viel mit dem Thema „Glück“ zu tun, man verschenkt viele Glückssymbole, wie vierblättrige Kleeblätter, Marzipanschweinchen, Glückspfennige, Hufeisen, Schornsteinfeger…

Orakeln ist natürlich an diesem Tag auch gut, verlasst euch dabei nicht auf den Verstand, sondern immer auf die Intuition. Nehmt euch die Zeit, herauszufinden, was ihr wissen mögt, denn unklare Fragen führen zu diffusen Antworten. Und macht lieber weniger, dafür intensiver in einem entspannten, meditativen Zustand.

Die neunte Rauhnacht führt zum Verzeihen, Versöhnen und zum Friedenschließen. Lassen wir alte Wunden heilen, damit belastende Gefühle wie ein Sack schwerer Steine abgelegt werden können. Schwer, ich weiß. Vielleicht hilft das Ritual dabei: Im Dunklen durchführen, mit einem großen Blatt Papier, Stift, feuerfester Schale, Streichhölzern und drei Kerzen. Letztere symbolisieren die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auf dem Papier dann alle Personen notieren und die Verletzung in Stichpunkten dazu. Eine kleine Räucherung ist optional (zwei Teile Myrrhe mit einem Teil Tanne) reinigt den Raum. In einer entspannten Haltung jede Person auf der Liste vor dem inneren Auge sehen, über das Verhältnis zu ihr nachdenken, verbeugen und aussprechen, was auf dem Herzen liegt. Den Satz mit: „Ich verstehe, dass du damals nicht anders handeln konntest und ich verzeihe dir. Mögest du glücklich sein.“ Diese Übung beenden, wenn man das Gefühl dazu hat und dann das Papier abschließend verbrennen.

In der 10. Rauhnacht werdet achtsam. Öffnet euch dem Hier und Jetzt und grübelt weder über die Vergangenheit oder schmiedet Pläne für die Zukunft. Lasst einfach alles kommen.
In der 11. Rauhnacht übt die Dankbarkeit. Seid für die einfachen, unspektakulären Dinge dankbar. Das kann zum Beispiel sein, wenn Kinder einen Schneemann im Garten gebaut haben, wenn es in der Wohnung schön warm ist, oder wenn wir eine schöne Zeit mit uns selbst verbringen können. Wenn ihr sie mit euren Kindern verbringen wollt, dann nehmt euch für sie Zeit. Kuscheln, Basteln oder Rituale eignen sich sehr gut. Fragt sie nach ihren Träumen und vermittelt ihnen, dass Träumen wichtig ist und die manchmal die Lösung für unsere Probleme bringen. Weckt die Sinne auf, fragt sie, welche Geräusche sie zum Beispiel gerade hören oder macht eine Nachtwanderung. Und formuliert eure Wünsche und Herzensziele.

Die letzte Rauhnacht endet am 6. Januar um Mitternacht. Der Übergang vom alten zum neuen Jahr ist endlich geschafft. Verabschiedet euch endgültig von allem, was in der Vergangenheit belastet hat – es ist vorbei. Jetzt sehen wir nach vorne. Ich persönlich mache mir in dieser Nacht den Neuanfang bewusst, in dem ich die Wohnung säubere, am weit entferntesten Punkt fange ich an, mit dem Rücken zum Ausgang fege ich alles heraus. Dann eine zweite Runde feucht durchwischen. Und dann Fenster öffnen (die Rauchmelder nicht vergessen dabei) und Räuchern. Und zum Abschluss schreibe ich einen Segen über unsere Türe: 20 A+B+W 15 -> Ambet, Borbet und Wilbet sind drei (vor)keltische Muttergottheiten. Ambet die Erdgöttin, Borbet die Sonnengöttin und Wilbet die Mondgöttin.

Nun wünsche ich Euch einen guten Start in das neue Jahr, mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen!
Luna ^v^

Das Foto zeigt den jungen Neujahrsmorgen… grün, sonnig und kalt.

Rituale und Sylvester

SAMSUNGDie Rauhnächte haben am 25.12. begonnen. Ich hatte euch doch von Frau Holle / Percht geschrieben, die mit der wilden Horde nach den Seelen der Verstorbenen dieses Jahres jagt. Hmmmm, das klingt nun, als seien die Seelen Verbrecher und müssten Dingfest gemacht werden. Aber so ist es nicht. Im Gegenteil, die Seelen werden in das Totenreich geleitet.

Aber die Menschen haben ja vor allerlei Angst, was sie nicht kennen, und worüber sie nichts wissen. Und über das, was sie nicht wissen, da erfinden sie Geschichten. Schöne, schreckliche, grausame, geheimnisvolle und die mit Happy End.

Und sie befragen Orakel und führen auch Rituale durch, um das kommende Jahr wohlgesonnen zu stimmen, welche Götter auch dafür zuständig sein mögen. So beginnt man in der ersten Rauhnacht damit, Altes abzuschließen. Ihr könnt alles, was euch belastet vom alten Jahr auf einen Zettel schreiben und ihn dann verbrennen. Es geht dabei um die Symbolik, das bewusste „Loslassen“.

Die zweite Rauhnacht kann man nutzen, um Still zu werden. Schaut nach Innen und zieht euch dazu zu einem ruhigen Platz zurück. Meditiert eine Weile, dann könnt ihr diese Erfahrung in der dritten Rauhnacht nutzen. In dieser öffnet ihr euch, damit ihr wahrnehmen könnt, dass in dieser Nacht die Tore zu der geistigen Welt weit offen sind. Was haben sie euch zu erzählen? Baut dafür ein Ahnentischchen auf: eine schöne Tischdecke auflegen, schmückt es mit Tannenzweigen, Moos, Rindenstückchen, Kristallen, Tannenzapfen, Äpfeln, Nüssen, Plätzchen. Für jeden Verstorbenen, mit dem man sich verbunden fühlt, stellt ihr eine Kerze auf. Setzt euch dazu und lauscht in euer Inneres.

Heute ist die vierte Rauhnacht, in der ihr eurer inneren Weisheit vertrauen könnt. Räuchert eure Wohnungen und lüftet dabei ausgiebig. Nun könnt ihr in der nächsten Rauhnacht eure Körper heiligen. Natürlich ist es verführerischer, ihn im Warmen mit Süßem zu verwöhnen, aber ihr könnt in dieser Nacht Gutes für euch tun. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann macht eine Phantasiereise und / oder befragt jetzt ein Orakel. Ich habe ein Zwiebelorakel gefunden. Dabei nehmt ihr eine große Zwiebel, schneidet sie in der Mitte der Länge nach auf. Aus jeder Hälfte nehmt ihr 6 „Näpfe“ heraus, also insgesamt 12, legt sie der Reihe nach auf ein Brett und bestreut sie mit etwas Salz. Jeder Monat wird der Reihe nach von einem der Näpfchen repräsentiert und ihr guckt am nächsten Tag, wie das Salz beschaffen ist. In dem entsprechenden Monat ist dann mit feuchter, nasser oder trockener Witterung zu rechnen.

In der 6. Rauhnacht umarmt eure Gefühle. Gebt ihnen den notwendigen Raum, auch wenn sie unangenehm sein sollten. Sie sind die Sprache unseres Herzens und gehören zu uns – auch die schlechten. Gerade, wenn Ängste und Sorgen unseren Geist verdunkeln wollen, lasst sie zu, gebt ihnen die Möglichkeit, an die Oberfläche zu kommen… und lasst sie dann, wenn es soweit ist, wieder los.

Sylvester ist die 7. Rauhnacht. Hier könnt ihr eure Herzensziele entdecken. Feiert in dieser Nacht mit euren Freunden und / oder eurer Familie, erfreut euch am Sylvesterfeuerwerk, das das Neue Jahr einleitet. Nutzt diesen Tag, um mit euch selbst ins Reine zu kommen. Woher kommt ihr und wo wollt ihr hin? Welche Ziele sollte man erreichen? Was möchtest du erreichen, was verändern? Vergesst dabei die Bremsklötze „Das schaffe ich nie“ und „Ja, aber“ und „das können andere erreichen, aber nicht ich“. Versucht diesen Sätzen keine Nahrung zu geben – träumt und fasst den Mut, neues anzupacken. Die Orakel wie Bleigießen oder Kartenlegen können dabei helfen :-).

Nun wünsche ich euch einen guten Rutsch in das neue Jahr hinein, feiert und freut euch mit eurer Familie und Freunden und Wahlfamilien. Mögen sich eure Träume der Rauhnächte im kommenden Jahr verwirklichen! Viel Glück,

eure Luna ^v^

(und es hat doch noch geschneit… Wahnsinn, wie schön die Bäume von meinem Balkon aus in der Sonne aussehen, oder?)