Neue CD von Nervochaos: „Nyctophilia“

Am 7.4.2017 erscheint über Plastic Head / Greyhaze Records die neue Scheibe – inzwischen das 7. Album – von den brasilianischen Extreme-Metallern Nervochaos Nyctophilia“.

Und hier gibt es den Beweis, daß die Brasilianer nicht nur Fußball und Samba können, sondern auch brutalst in die Saiten einer Gitarre greifen können. Und das äußerst aggressiv und wild. Der erste Song „Moloch Rise“ knallt sofort mit Gesang – naja, eher düsteres Gegrowle – und zornigen Rhythmen auf die Ohren. Abrupter Einstieg in die Songs und kein langsames Fade-Out, hier wird sich auf das Wesentliche beschränkt.

Die Texte der Songs sind generell eher kurz und knapp gehalten und donnern einem knackig die Aussagen ins Gesicht. Moloch will rise – wer würde da widersprechen? Mitgröhlen geht, aber ich bin sehr froh, daß die Lyrics abgedruckt sind. Die Stimme von Lauro ist klasse: tief, böse und dröhnend – was aber das Verstehen im ersten Durchgang der CD ein wenig schwer macht. Etwas häufiger angehört, verstehe ich ihn weitaus besser.

Dazu wirklich schnelle Passagen, die von Getriebenheit und Verzweiflung zeugen. Selbst bei „Ritualistic“, bei dem der „Master“ eigentlich die Oberhand haben sollte, dringt das „Gehorche!“ durch – aber nicht der beschworene Dämon hat zu gehorchen. Nein, der Master ist der eigentlich sklavisch dienende… Obey! unterschwellig mit jedem gegrowlten Wort.

Da ja Gothics von den Stinos immer Satanismus unterstellt wird, habe ich mir von den 13 Tracks auch noch „Ad Maiorem Satanae Gloriam“ herausgepickt. Schwarzmetaller werden sicher beifällig nicken, denn auch sie sind ja bööööse. Der Text ist sehr gut zu verstehen und einfach gehalten: I see darkness… und immer die Zeile „Dem großen Satan zur Ehre“.

Seasons Of The Witch“ präsentiert erst einen beschwörenden Sample von einer Hexe und legt dann los. Eine Geschichte um Hexenfamilien wird bösartig gesponnen. Sie dienen dem Bösen im Namen des Terror-Kultes Abraxas. Wieder Tod, Chaos und Dunkelheit.

Als letzten zu besprechenden Track habe ich Vampirfetischistin natürlich „Vampiric Cannibal Goddess“ herausgesucht. Eine Huldigung der dunklen Gottheit, der Lady der schwarzen Herrschaft. Zornig einprügelnde Musiker mit einem atemberaubenden Speed, der sehr von den Drums bestimmt wird. Die Gitarre und Bass geben kaum eine Melodie und unterstreichen nur den treibenden Beat. Ja, definitiv keine albern glitzernde Vampirkönigin, die hier „besungen“ wird – eher die fiese „30 Tage Nacht“ – Variante.

Nervochaos sind böse. Nervochaos sind abgrundtief schwarz. Und Nervochaos sind morbide. Sie tanzen im Namen des Bösen auf den Friedhöfen und sehen die Welt in ihrem eigenen Blut ertrinken. Harte, schnelle und doch sehr melodische Rhythmen unterstreichen den düsteren Growl Lauros perfekt. Ein Album für alle schwarzen Messen, linkspfadige Magier und Hexen und zur Ehre Satanas.

Ruhe und Frieden und eine bessere Zukunft? Die gibt es hier bestimmt nicht. Und mir scheint, Nervochaos wollen das auch gar nicht. Wenn schon düster, dann wenigstens als Meister und nicht als Sklave…

Anspieltip: „Waters Of Chaos“ und „Vampiric Cannibal Godess“

 
Line Up:
Lauro „Nightrealm“ – Vocals, Guitar
Cherry – Guitar
Thiago „Anduscias“ – Bass
Edu – Drums

gegrowlte Grüße,
eure Luna ^v^

Rezension über die Bücher der Black Dagger Reihe von J. R. Ward

Rauschende Erotik und erbitterte Kämpfe – Die Welt der Black Dagger

Nachdem das Bild des Vampirs in den vergangenen Jahren in Literatur und Film stark verwässert wurde, vergisst man gerne, dass es nach wie vor Bücher und Buchreihen gibt, die dem blutrünstigen und geheimnisvollen Urtypus des Vampirs alle Ehre machen. Schon seit 2005 vermag es so die Black Dagger Reihe der begabten Autorin Jessica Bird (unter dem Pseudonym J.R. Ward), Fans des Fantasy- und Gothic-Genres mitzureißen.

Bei der Black Dagger Buchreihe handelt es sich um moderne Vampirromane, welche es verstehen, Erotik, Gewalt, Liebe und Leidenschaft zu einem roten Faden zu verknüpfen, der sich durch alle Bände der Saga zieht. Grundstein der Handlung ist ein Krieg, der schon seit Jahrhunderten unbemerkt zwischen Vampiren und ihren uralten Widersachern, den sogenannten Lesser, tobt. Zum Schutz der letzten verbliebenen Vampire wurde die Black Dagger Bruderschaft gegründet, angeführt von Wrath, dem letzten reinblütigen Vampir und rechtmäßigen aber unwilligen König der Vampire.

Die Handlung jedes Buches folgt dabei immer einem Mitglied oder einem Verbündeten der Bruderschaft und deckt so nach und nach deren Vergangenheit, Persönlichkeit und Beweggründe auf. Zumeist liegt der Fokus dabei auf der Liebesgeschichte des Kriegers mit seiner künftigen Frau. Obwohl jedes Buch als abgeschlossene Geschichte gelesen werden kann, treiben alle Bänder auch den Hauptgeschichtsstrang der gesamten Reihe voran. Mit der Zeit entsteht dadurch eine profunde, weitverzweigte und eindringliche Welt, in denen Intrigen, Auseinandersetzungen und wallenden Gefühlen nichts anderes übrig bleibt, als zustande zu kommen.

Doch wer nun schnulzige Gothic-Romane und billige Vampir-Romanzen erwartet, der sitzt einem Irrtum auf. Die Welt der Black Dagger Bruderschaft ist geprägt von Kampf und Gewalt – ohne, dass man es erwartet, verwandeln sich gefühlvolle Liebhaber in eiskalte Krieger, welche ihrem Schwur, die zivile Vampirgesellschaft zu beschützen, mit aller Kraft nachkommen. Trotz aller Romantik und Leidenschaft ist die Welt der Black Dagger Bruderschaft düster und von der imminenten Bedrohung durch die Lesser überschattet. Momente glühender Erotik scheinen wie Oasen in einer sonst sehr unbarmherzigen Realität.
So geht es im ersten Band „Dark Lover“ (In Deutschland erschienen unter „Nachtjagd“ und „Blutopfer“) beispielsweise um die junge Reporterin Elisabeth Randall, welche bei ihren Recherchen um einen obskuren Mordfall auf den charismatischen Wrath trifft. Beinahe widerwillig aber unbezähmbar neugierig lässt sie sich schon bald auf eine leidenschaftliche Affäre mit ihm ein. Aus ihrer Vermutung, dass Wrath mit dem Mord in Verbindung steht, wird bald Gewissheit und mehr: Wrath eröffnet ihr, dass er nicht nur ein Vampir, sondern auch der Anführer der Black Dagger Bruderschaft ist. Elisabeths gesamte Welt gerät aus den Fugen und schnell sieht sie sich gefangen zwischen ihrer Leidenschaft für den schönen Wrath und dem schicksalsträchtigen Krieg zwischen Welten, von deren Existenz sie bislang nichts geahnt hatte.

Auch die folgenden Werke spielen mit der Ahnungslosigkeit der Menschen, der zunehmenden Verbitterung der letzten Krieger der Black Dagger Bruderschaft und der immer wieder aufblühenden Leidenschaft und Hoffnung zwischen den einzelnen Charakteren. Auch wenn die einzelnen Protagonisten im Mittelpunkt des jeweiligen Buches stehen, tauchen sie dennoch auch in den Geschichten der anderen auf. Dadurch entsteht eine lebendige, sich weiterentwickelnde Welt, die einzigartige Figuren mit hohem Wiedererkennungswert in ständiger Interaktion miteinander verbindet.

Die Übersetzungen der englischen Originalausgaben werden in Deutschland durch den Heyne-Verlag vertrieben und hierzulande in jeweils zwei Einzelwerke unterteilt. Seit 2005 ziehen jährlich erscheinende Bände der Gothic- und Vampir-Saga tausende neue und alte Fans in ihren Bann. Mit der Black Dagger Buchreihe hat die Autorin Jessica Bird alias J.R. Ward ein Monument des Genres errichtet, das ohne Frage den bereits bestehenden Kultstatus verdient.

Komplettalbum von Blutzukker: „The Complete Collection“

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Blutzukker (Ausprache „bloodsucker“) kennt ihr ja eigentlich für die Musikrichtung Dark Electro und genau damit beschäftigte sich Ben auch wieder Anfang Dezember 2016. Die Band veröffentlichte nicht nur eine neue Scheibe, sondern „die“ große Sammlung mit insgesamt 66 Tracks und einer Laufzeit von fast 5 Stunden. „The Complete Collection“ beinhaltet die komplette bisherige Discografie sowie 14 bisher unveröffentlichte Remixe, Live- und Demo-Versionen. Sie wurde bereits am 10.12.2016 veröffentlicht.

Angefangen hat Ben bereits im Jahre 2004 und überlässt die gesamte Arbeit von der Idee bis zum fertigen Titel kaum einen anderen. Er holt sich lediglich Unterstützung von Pale Violett, die einige Liedtexte verfasst und bei manchen Stücken ihre Stimme beisteuert. Die Zeit vor Blutzukker war jedoch geprägt vom Metal. Daher kommt wohl auch die Idee von Analog Blood. Wir berichteten ja schon darüber. 

Aber zurück zum mir vorliegenden Album. Thematisch bewegen sich die Tracks um den Vamiremythos und für Ben ist dieses Thema noch lange nicht durch. Er taufte ja auch seine Kreationen mit dem Überbegriff des Vampiric Dark Electro. Eine Revolution der Vampirthematik und der elektronischen Musik sollte daraus nicht entstehen, sondern eine Symbiose aus seinem persönlichen Faible.

Bei jedoch 66 Tracks kann ich mich leider nicht jedem Song widmen, das würde den Rahmen sprengen. So betrachte ich hier meine persönlichen Highlights der Collection. 

Den Anfang macht „Fright Club“, dass sich inhaltlich mit der Angst vor Monstern, Dämonen und finsteren Kreaturen auseinandersetzt. Der Beat ist sehr eingängig und macht auf der Tanzfläche sicher eine gute Figur. Daran schließt sich „YES“ an, dass für mich Anlehnungen an einen FuturePop-Song hat sowie einen sehr schnelleren Beat, der mir sehr gut gefällt und überaus tanzbar ist. Die weibliche Computerstimme gibt fast nur die Textpassage „Yes, we can“ von sich preis.

Als nächstes Highlight fügt sich The Clock is Ticking“ für mich ein, welche für mich als Ballade mit sehr vordergründigem Schlagzeug überzeugt. Es befasst sich mit unserer Lebenszeit und was wir daraus machen. Wobei mir der r@zorbla.de Club Mix am besten gefällt und für mich auf die Tanzfläche gehört. Da gehört auch „Mörderherz“ eindeutig ebenfalls hin. Darin schildert der Sänger die schreckliche Seite eines Vampirs, der die Macht über Leben und Tod auf düstere Art ausübt. Bei dem Remix von Combat Company und dem Original kann ich mich nicht entscheiden, da beide für mich richtig gut sind.

Bei „Queen Of The Nite“ übernimmt Pale Violett fast komplett den Gesang übernimmt, die die weibliche Sicht des Vampirdaseins bzw. -werdens beschreibt. Ab Mitte des Original-Liedes übernimmt auch ihr Schöpfer einen Gesangspart. Dieses Zusammenspiel er beiden würde ich gern mal live erleben. Stellt wohl mein Gänsehauterlebinis dar. From Hell“ reiht sich als nächsten Track ein, der die verrückt bzw. irrsinnige Zerstörungswut eines Serientäters darstellt. Wobei mir der tanzbarere Remix von r@zorbla.de besser gefällt. Die verzerrte Stimme passt wunderbar zur Thematik des Tracks.

Mit „Aldhibah“ kommt wieder ein etwas ruhigeres Stück dazwischen, welches die Einladung für die Dunkelheit beinhaltet. Die Club Mix Version By DJ Marco @ Electro-Shock stellt dabei aber mein Highlight dar und ist wieder überaus tanzbar. Nun folgt für mich ein sehr EBMlasiger Titel mit „Ich Bin So Wie Ich Bin“ als 4seasons Mix By Die In Winter. Die Stimme ist computerverzerrt und zum ersten Mal kann ich bei beiden auf dem Album vertretenen Version den Inhalt nicht ganz verstehen. Aber trotzdem ist er für mich sehr eingängig.

Nun folgt „Lady Amalcia“ in dem Remix von r@zorbla.de, wo es wieder richtig schnell zu Sache geht. Der Protagonist fragt sich darin, ob er wohl falsch gelandet ist und dass er eines Tages an den für ihn richtigen Ort gebracht wird. Zu guter Letzt reiht sich da noch „Der rote Kater“ im Seducer Mix By Blutzukker ein, welches wieder zu den schnelleren Titel gehört und eine gewaltreiche Kindheit beschreibt.

Als Fazit am Ende kann ich nur sagen, dass Ben einen verdammt guten Job macht und ihr diese Collection unbedingt in eure Sammlung einreihen müsst. Außerdem würde mich sehr interessieren, welche Tracks zu euren Favoriten gehören. ich freue mich auf eure Kommentare.

Auf bald
Eure BlackRose

EP von Blutzukker: „Analog Blood“

Ben Blutzukker brachte Ende 2015 eine EP heraus, vier Tracks sind darauf. Und zwar… Metalmusik. Ich war sehr überrascht, kannte ich bis dato nur seine Elektromukke. „The Vampire strikes back“ war noch richtig mit viel Uzz Uzz Uzz.

Blutzukker hat mich deshalb interessiert, weil er mit seinen Titeln in die Vampirseele von mir traf. Vampire, Dämonen und andere Monster treiben in seinen Songs ihr (Un)Wesen und glitzerten bei ihm auf keinen Fall. Das machte mir Ben Blutzukker sehr sympathisch, bin ich doch auch eher ein Fan des Oldschool-Gentleman-Vampirs, der seine Ziele durchsetzt und nicht weinerlich mit einer funkelnden Elfe gekreuzt wurde.

Verknüpfte Ben Blutzukker (bitte wie das Wort „Bloodsucker“ aussprechen und nicht „Blutzucker“ sagen!) in den Vorgängern Vampire mit Elektromusik zu einer neuen Symbiose, macht er dies nun erstaunlich eindrücklich mit Metal. Man könnte nun sagen, Schuster, bleib bei deinen Leisten, wer Elektro kann, hat eventuell Probleme mit einem anderen Musikgenre. Und umgekehrt.

Ben schafft es aber und ist vielseitiger, als ich persönlich dachte. Er KANN Metal. Er spielte diese EP im Alleingang mit den klassischen – analogen – (höhöhö…) Instrumenten ein und kratzt mit seiner charakteristischen Stimme die Texte in die Ohren. Dabei greift er auf seine Wurzeln zurück, denn Ben kommt ursprünglich aus der Metalszene.

Aus seiner Bio geht hervor:

Zwischen 2000 und 2004 spielte er Bass in der Krefelder Thrash-Metal-Band Jormungard, die nicht nur ein eigenes Album herausbrachten, sondern auch mit einem Track auf einer Blind Guardian Tribute CD vertreten sind und im Vorprogramm von Belphegor und Nocte Obducta auftraten.

Dazu war er Darsteller in einem Splattermovie, ist Synchronsprecher, Aushilfsmodel und hat ein eBook geschrieben. Langeweile kann man bei ihm auf keinen Fall bekommen!

Und so ist es mega interessant, vier Tracks von der „Digital Blood“ im analogen Metal-Gewand zu hören. Ich schätze Vielseitigkeit und freue mich, wenn ein Künstler nicht nur stur eine Sparte bedienen kann und offen dafür ist, sich auch auszuprobieren. Wie würde eine Fassung mit Opern- oder Musical – Einschlag klingen? Die Hiphopper-Variante? Oder krasser Dubstep?

Fazit: Für mich ist der Metal plus Vampire plus Hexen und anderen Monstern unterm Bett genau die richtige Mischung und persönlich gefällt es mir sehr, sehr gut. Bitte, Ben, bleib so einzigartig!

 

Gruftige Grüße,

eure Luna^v^

 

PS: Übrigens… das Lego-Bandbildchen der „The Vampire Strikes Back“ CD habe ich damals ausgedruckt und es ziert noch heute den Ordner meines Sohnes, in dem er seine Lego-Anleitungsheftchen sammelt. Seitdem mag er dich auch!

Gothische Bücher – Heute mal was fürs Herz <3

Sherrilyn Kenyon Collage Dark HunterSo, wieder eine Woche um… ey, Mensch, inzwischen ist das erste halbe Jahr herum. Die Zeit rast. Naja, einerseits tut sie das, aber andererseits dauert sie manchmal ewig.

 

Besonders, wenn ich wie in der letzten Woche zig Termine abklappern darf, die dann mit langen Wartezeiten verbunden sind. Da lobe ich mir meinen eBook-Reader, mit dem ich unkompliziert viele – und ich meine WIRKLICH viele – Bücher mitschleppen kann.

 

Man mag ja nun streiten, was die richtige Art zu lesen ist, entweder mit Papier zwischen den Fingern in ein Buch eintauchen. Das hat einerseits den Vorteil, die frische Druckerschwärze zu riechen, während man die Geschichte liest. Oder man hat ein Secondhandbuch, und riecht dann während dem Lesen den Geruch seines Vorbesitzers.

 

Ich habe ein Hexenlehrwerk (das ist kein Secondhandbuch gewesen, wurde aber in Frankfurt in einem schrulligen Laden angeboten, in dem man eben neben Hexenbüchern auch Katzenfutter, Nähgarn und andere Lebensmittel bekam. Unter anderem auch Räucherwerk und das haftet bis heute an dem Buch), das wirklich gut riecht.

 

Andererseits kann das als Nichtraucher unangenehm sein, wenn man Zigarettenrauch oder Muffkeller beim Lesen erschnüffelt. Aber, das ist zweitrangig. Worauf wollte ich hinaus… ach ja, die ebooks. Da ist das superpraktisch, es riecht nix und auf den Reader passen tausende Bücher und mit einem Tipp auf das Display kann man lesen, markieren, notieren und hat immer was zu lesen dabei. Kosten, wenn man sich online Bücher ausleiht, halten sich auch in Grenzen und es gibt irre viele Klassiker „gemeinfrei“, das heißt, man darf sie kostenlos lesen, behalten usw.

 

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So, ich wollte aber eigentlich noch „gothische“ Bücher vorstellen, die ich in der letzten Zeit verschlungen habe. Es sind mittlerweile 16 Bände der „Dark Hunter“ Serie von Sherrilyn Kenyon.

 

Die Dark Hunter (es gibt dann auch noch Were-Hunter und Dream-Hunter) sind keine Vampire im üblichen Sinne. Sie sehen zwar so aus, und ab und an wird mal gebissen und Blut getrunken und auch sonst tummeln sich in den Geschichten die üblichen Archetypen. Natürlich sind die Kerle in den Geschichten alles Sahneschnittchen und die „Erotik“ kommt auch nicht zu kurz (allerdings immer ein bisserl nach Schema F).

 

Und alles sammelt sich um den mysteriösen Acheron, genannt Ash. Dieser geheimnisvolle Typ, der bevorzugt im Gothic-Outfit herumläuft und einen Dämon besitzt, kümmert sich im Auftrag von der griechischen Göttin Artemis um das Weltgeschehen und damit um die Dark Hunter. Jeder Dark Hunter (und auch die anderen Hunter) haben natürlich eine beschissene Kindheit hinter sich, trauen keiner Frau über den Weg und halten sich – nachdem sie 24 Stunden nach dem Verkauf ihrer Seele und Ernennung zum DH – ehrenhaft an den Kodex.

ganz unerwartete Weisheiten, die einen treffen können :)
ganz unerwartete Weisheiten, die einen treffen können 🙂 Ausschnitt aus Band 16

Immer schön die Sterblichen vor den bösen Daimons beschützen und sich nicht zu verraten… und schon gar nix mit Frauen anfangen. Und schon tauchen wir ein in die Welt der DH. Denn die Daimons sind ursprünglich Apolliten gewesen, die vor ihrem 27. Geburtstag, an dem sie übelst sterben müssen, anfangen Seelen und Blut der Sterblichen zu trinken, um so ihr Leben zu verlängern.

 

Apolliten sind die Wesen, die der Gott Apollo geschaffen hat und die auf Atlantis gelebt haben. Von Band zu Band bekommt man mehr Einblick in die griechische Mythologie. Daneben sind dann auch die Atlanischen Götter, die Römischen, Keltischen und die Sumerischen erwähnt. Nicht wirklich viel, was man erfährt, aber die Autorin ist promovierte Historikerin und anscheinend eben auf die Griechen spezialisiert.

 

Naja, und anscheinend auch auf Gothics eingeschossen, denn diese tauchen immer wieder auf. Mal ist es eine Freundin der Heldin, die den Look bevorzugt, mal eben Ash. Und die Geschichten spielen größtenteils in New Orleans, Anne Rice wird erwähnt. Und die Lieder in den Büchern… nun, es gibt sie und man kann sie passend dazu anhören 😉 .

 

Was mir an den Geschichten nicht so gefällt, ist, dass es immer ein bisschen Schema F ist. Dabei driftet sie aber nicht wie andere Autoren so sehr ab, dass der Obermotz an Bösewicht immer mächtiger wird. Weiter werden halt Klischees bedient. Die Helden reagieren immer irgendwie gleich. Und ein bisschen stört mich das „Name-Dropping“. Gut, sie erwähnt ihre eigenen Bücher, die sie unter einem Pseudonym veröffentlicht hat – geschicktes Productplacement 😉 . Und in den ersten Bänden ist die Serie „Buffy“ recht präsent.

 

Alles in Allem sind die Bücher aber wirklich spannend, und könnten den weiblichen gothischen Leseratten gefallen, da sie halt mit Herzschmerz und Liebe, nicht so übertriebenen Kampfszenen und Helden, die nicht alla Sex And The City einander laufend übers Maul fahren müssen. Die Helden sind auch nicht DIE Machotypen, die „Ich Mann – Du Nix“ als Devise haben, aber auch nicht die gequälten Weicheier sind, die unterwürfig alles hinnehmen und von der „modernen“ Welt keine Ahnung haben.

 

So, nun tauche ich wieder in meine Lesewelt ein – gibt nix besseres im Schaukelsack am Balkon ein gutes Buch zu verschlingen.

 

Gruftige Grüße

eure Luna ^v^

Nochmal Vampirfilme…

IMG_20160522_182656So, mir ist immer noch kalt. Ende Mai und ich friere. Die Nächte werden kürzer und um dem gegen zu arbeiten, gucke ich Vampirfilme. Sic!

Auf einem Flohmarkt habe ich neulich einen Stapel DVDs ergattern können, so langsam bekomme ich meine VHS-Schätzchen auf den praktischen Silberlingen. Wobei… ich sollte die mal langsam auf einen Stick ziehen, nach Blue-Ray ist das inzwischen auch ein veraltetes Format. Aber, ihr wißt ja, ich hab noch einen alten Röhren-TV, da braucht es nicht modernen Schnickschnack 😉 .

Ich scheine auch wie ein Vampir in alten Zeiten hängen zu bleiben. Queen of the damned stand gestern auf dem Programm und ich dachte nur: Hach ja, die alten Zeiten!

Aber ich will euch heute einen Film vorstellen, in dem Christopher „Highlander“ Lambert mitspielt. Hier spielt er nicht den schwertschwingenden Unsterblichen, sondern einen reißzahnbewehrten Adeligen. Für die Ladies: der Mann ist in der Rolle ebenfalls Muy Caliente.

Worum geht es? Eine Minigruppe Jugendlicher ist in Europa unterwegs auf den Spuren der Elizabeth Bathory. Der Schriftsteller Keith und seine beiden Freunde treffen auf Elisabeth, die sie bis in ein düsteres Schloß führt.IMG_20160522_182742

Dort wollen sie dem blutigen Mythos der Blutgräfin auf den Grund gehen, lösen dabei aber eine Kette von Ereignissen aus, die zwei verfeindete Herrschaftshäuser zu einem Show-Down zwingt.

Der Film ist von 2007 und heißt „Metamorphosis“.

Ein wenig verwirrend ist der Streifen schon, wobei es die klassische Geschichte ist: Junge trifft Mädchen, die ist Vampir und irgendwer hat was dagegen, daß sie NICHT ihre Zähne in den Kerl schlägt. Denn das kann sie nicht, da sie dem Schmachtgen verfallen ist. Will beißen, ist aber moralisch nicht dazu in der Lage. Natürlich kommt es zum Show-Down, denn diese andere Macht hat auch ihre Finger im Spiel.

Abgedreht wird das ganze, weil ich am Ende mehr die Filmungereimtheiten gezählt habe. Ehrlich ein SchleFaZ mit einem Trinkspiel wäre da toll. Nur so als Beispiel: die Jugendlichen kommen schätzungsweise Nachmittags irgendwo an. Dann treffen sie andere und es ist finster. Sie fahren weiter und es ist wieder hell. Innerhalb von gefühlten 10 Minuten im Film. Anderes Beispiel: Die Kids (sag ich mal) haben einen Unfall, rutschen meterweit den Abhang hinunter und sind wie aus dem Ei gepellt sauber. Das Auto explodiert nicht (ist wohl kein amerikanisches Modell 😉 ). Ach ja, Keith ist am Ende auf einen Pflock aufgespießt, rollt sich aber beim Aufstehen ab. Anatomisch nicht möglich…

Auf einer 5 Sterne-Skala gebe ich dem Film 2 Sterne, einen für die Vampire, die recht ansehnliche Reißzähne haben und einen für einen niedlichen Christopher Lambert, der 90 Minuten versucht, die Langeweile zu verteiben. Aber hey, das ist mehr als für „Highlander II“.

IMG_20160522_182714Danach dachte ich, ziehe ich mir einen brutalen Splattermovie rein. „30 Days of Night“.

Worum geht es? In Barrow, der nördlichsten Ortschaft in den USA, gibt es im Winter eine Zeit, in der 30 Tage Nacht herrscht. Nicht einmal geht die Sonne in der Zeit auf, was die Leute veranlasst, den Ort für die Zeit zu verlassen. Es sind auch mehrere Meilen bis zur nächsten Ortschaft, also macht das Sinn.

Ein paar Einwohner bleiben aus den unterschiedlichsten Gründen zurück und erleben plötzlich das pure Grauen, denn eine hungrige Horde (oder sind mehrere Vampire ein Rudel? Eine Meute? Zirkel klingt nämlich doof, da denke ich immer nur an Vampire, die philosophisch tätig sind und laufend irgendwas rezitieren…) Vampire in den Ort einfallen.

Nun müssen die Einwohner sich was einfallen lassen, um ihre Haut zu retten und eine Weiterverbreitung der Blutsauger zu verhindern. Das sind nämlich nicht die netten Glitzervampire aus anderen Filmen, die lieber schmachten als beißen…IMG_20160522_182728

Diesem Film gebe ich 4 von 5 Sternen, da zwar alles dabei ist, was einen Vampirfilm gruselig macht, aber ich mich irgendwie nicht mit der bissigen Optik der Vampire anfreunden kann. Müssen die unbedingt aussehen, wie Monster? Ich meine, das Böse hätte doch viel mehr Chancen, erfolgreich zu sein, wenn statt Maden und Spinnen aus den Leichen niedliche Kätzchen und Hundewelpen krabbeln würden… 🙂

Da würden doch Ghostbuster und Vampirjäger einstecken müssen, denn wer killt diese niedlichen Kerlchen denn? Und wären dann die Van Helsings nicht die Bösen in dem System? Also, wenn ihr besonders diabolisch sein wollt, immer was niedliches dabei haben. Der freundliche Nachbar von nebenan könnte ja auch ein Killer sein, den man nie vermutet hätte.

Weiter über das Yin und Yang des Bösen sinnierend,

gruftige Grüße,

eure Luna ^v^

Wellness für Gothics?

Von Ottmar Zieher, München - Ansichtskarte von 1927, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17649813
Nach einem Moorbad – Von Ottmar Zieher, München – Ansichtskarte von 1927

So, nachdem heute zweierlei passiert ist – Frühlingsanfang und eine kaputte Garage – kam ich auf den Gedanken, dass ich mir heute was Gutes tun muss. Diese kaputte Garage ist ein Grund zum ärgern, ich hab nämlich unten auf einem Doppelparker mein Auto und kann es nun nicht mehr rausholen. Das wirft alle Pläne mit dem Ausflug für die Kinder um, wollte auch neue CDs auf den Stick im Auto packen (komm ja nicht dran *grummel* ).

 

Also nutze ich den Frühlingsanfang und mach was zur Entspannung. Dann sieht man mir vielleicht den Stress nicht mehr so an und ich kann meinen Frust in eine positive Richtung schubsen.

 

Was könnte Goth also tun, wenn er oder sie sich entspannen möchte? Dem Klischee nach sollte ich jetzt mit einer Flasche Rotwein auf den Friedhof stapfen und dort (natürlich im Schatten, denn Sonne ist ja bäh bäh) über die Traurigkeit und Gemeinheit des Lebens sinnieren. Wahlweise kann ich dazu mit Kerzen auch im Keller hocken.

 

Ihr werdet mir sicher recht geben, Sonntags am Friedhof mit Wein ist kein Vergnügen (davon abgesehen, daß ich diese sterilen Reihengräber optisch nicht so schön finde, wild und verwildert ist schöner) und könnte evtl. die örtlichen Ordnungshüter auf den Plan rufen. Hat schon seinen Grund, warum wir Gothics eher in der Dämmerung unterwegs sind, oder ohne Alkohol am Friedhof auflaufen.

 

Und in meinem Keller ist bis zum nächsten Sperrmüll Chaos und damit Sperrgebiet, was auch nicht zu verachten ist, denn da unten ist es saukalt. Der März ist mir ohnehin bisher viel zu kalt. Wird Zeit, daß es Frühjahr wird… ach ja… da war ja was heute 😉  .

 

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Hähnchenbrust mit Tomaten-Paprika-Sahne-Sauce mit schwarzem Reis und Lauchgemüse

Was können Gothics also nun machen, um ein wenig Wellness zu erfahren? Sind das andere Sachen, als die, die Stinos machen? Also, anderes, als mit einer dicken Crememaske im Gesicht in eine Badewanne packen, dort lesen und dann von einem netten (ungestressten Partner) den Rücken massiert zu bekommen? Was macht Goth dann, wenn kein Partner da ist?

 

Oder sind das „merkwürdige“ Zutaten, die sowas ziemlich schaurig gestalten, weil schwarze Kosmetik „gotischer“ ist? Oder gruselige Zutaten (wie z.B. Eigenblut) das ganze vom „Stino zum Goth“ schubsen? Oder muss es 100% Bio / Öko / Vegan sein, damit es „uns“ entspannt? Darf es dann nur Yoga sein? Oder die Rammstein-Therapie (*räusper* das ist meine Erfindung: Man nehme eine recht krasse Musik, die man sonst nicht nicht anhört, also nix romantisches, und lege sie LAUT in den CD Player ein. Bei mir war es nach einem stressigen Arbeitstag gerne mal Rammstein und dann mitsingen, mitsingen, mitsingen), wahlweise auch Arch Enemy, Suicide Silence

 

Was ist also, das uns dann entspannen und schön machen kann? Ihr könnt also handelsübliche Pflegeprodukte nehmen, wenn sie natürlich einen tollen Namen haben (wie „Königin der Nacht“ – Badesalz), dann sind sie nicht besser, schmeicheln aber dem Ego. Oder ihr nehmt die „exotischen“ Produkte, die neuerdings angeboten werden. Schwarzes Shampoo, schwarze Zahncreme usw. wobei ich da befürchte, dass es nicht besser ist, sondern nur anders und sich dann nur einer besser fühlt: der Hersteller, der das Extra Geld, weil teurer als „normal“, verdient.

Schwarze Zahncreme
Schwarze Zahncreme

 

Wer es natürlich ganz abgefahren mag, kann auch die exotischsten Behandlungen durchführen, wobei ein Moorbad sicher auch sehr gotisch ist, wer will sich nicht wie eine Moorleiche fühlen *zwinker* ? Oder die „Vampir-Blut-Behandlung“ bei der man Eigenblut auf das Gesicht bekommt, damit kleine Falten weggebügelt (Öhm, ja) werden und die Haut frischer und straffer aussieht (röter wird sie auf jeden Fall). Neuerdings gibt es auch schleimige Schnecken, die nach einer Gurkenbehandlung eine Weile über das Gesicht krabbeln.

 

Tja, was soll ich dazu sagen? Eigentlich nur: Will ich sowas wirklich? Oder kann ich mich nicht mit einer Tasse Tee, ein paar Pralinen und einem guten (Horror)Buch besser entspannen? Oder mit einem tollen (Grusel)Film? Oder mit guten Freunden den Tag verbringen (ich war – inzwischen ist es halb 11) mit Freunden unterwegs (wurde abgeholt, was ein Service!), wir haben dann lecker gekocht und gegessen und einen schönen Film angeguckt… und nach dem Ärger heute, konnte ich über den kalten Start in den Frühling hinwegsehen und hatte einen entspannten Tag.

 

Wünsch euch was, gruftige Grüße

Luna ^v^

Ball der Vampire oder wie man mit Zahlen jongliert

Der Forst der Finsternis --- ISBN 3 522 13900 3
Der Forst der Finsternis ISBN 3 522 13900 3

Uaaaahhhh… Gääähhhnnn… Guten Morgen!

Ich glaub, die Frühjahrsmüdigkeit hat mich voll erwischt! Oder der Stress letzte Woche *grins*. So genau kann ich es nicht sagen, aber ich könnte mich bequem wieder zurück in mein Bett rollen. Geht es euch auch so? Oder spürt ihr die ersten, noch kalten Sonnenstrahlen und werdet eher lebendig und munter? Oder ist das ungothic?

 

Na, dann will ich doch mit noch einer Folge zu den „Gothic-Spielen“ aufwarten. Ich habe nämlich (auch dank eines Hinweises einer Leserin meines Blogs) noch einmal alles durchforstet und ein bestimmtes Spiel (Der Forst der Finsternis von Ian Livingstone) gesucht. Ich bin nämlich darauf aufmerksam gemacht worden, daß es auch tolle Bücher gibt, in denen Fantasy-Elemente vorkommen und damit dann auch die Option „Gothic-Spiel“ haben.

 

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Starte das Abenteuer und lies dann unter 382 weiter…

Das sind Bücher, in denen man einen Helden aufbauen kann, ihn mittels Würfel und Tabellen mit Fähigkeiten ausstattet und er / sie dann über kleine Texte durch ein Abenteuer geführt wird. Nach diesen Texten kommt es dann zu einer Entscheidung. Entweder wählt man die (den) linke(n) oder rechte(n) Türe / Weg / Treppe… oder es kommt zu einem Kampf, der dann per Würfel ausgetragen wird. Je nachdem wie man entscheidet oder wieviel Glück man hat, liest man dann an entsprechender Stelle das Abenteuer weiter.

 

Es ist eine alternative für Leute, die gerne ein P&P (Pen&Paper) – RPG (Rollenspiel) zocken würden, aber niemanden haben, der mitspielen möchte. Und wer keinen PC hat, um Spiele wie Life is strange (oder ganz aktuell: Deponia) zu zocken, in denen auf ähnliche Weise gearbeitet wird und man durch seine Entscheidungen das Spiel beeinflussen kann. (Wobei die meisten PC Games dieser Art auf ein bestimmtes Ende hinarbeiten und nicht wirklich alles beeinflussbar ist, es gibt aber auch welche, bei denen bis zu 20 verschiedene Enden möglich sind)

 

IMG_20160306_103731Das Tolle an diesen Spielbüchern ist, daß es zwar begrenzt, aber doch immer wieder möglich ist, ein anderes Abenteuer zu erleben. Denn jede Entscheidung führt einen zu einem anderen Ende. Und faszinierend ist, daß es diese Bücher schon gab, als es noch nicht üblich war, an einem PC Online WOW und Konsorten zu zocken.

 

Ich habe aber in meinem Regal noch ein Spiel, das neben den „Black Stories“ das erste Spiel gewesen ist. Ich bin ja ein Vampirfetischistin und da (nur als Hinweis, daß ich es registriert hab), auch bald wieder die Vampire in Berlin tanzen, paßt das Spiel ganz gut: „Die Nacht der Vampire“ greift das Thema Ball und Vampirjäger auf.

 

Graf Dracula lädt zu seinem Ball der Vampire und die mutigen Vampirjäger machen sich auf, Dracula und sein untotes Gefolge ein für alle Mal zu vertreiben. Doch auch die Vampire sind nicht wehrlos und werden durch Fledermäuse beschützt.

Die Nacht der Vampire - Dracula lädt zum Ball...
Die Nacht der Vampire – Dracula lädt zum Ball…

Nachdem das Spielfeld aufgestellt wurde, beginnt der jüngste Teilnehmer mit seinem Zug. Dazu muß er dann entweder eine Jagdkarte nehmen und dann Vampire bewegen, einen Vampirjäger ziehen und Vampire bewegen oder Vampire bewegen und dann Knoblauch werfen. (Es werden also IMMER die Vampire auf der Treppe bewegt).

 

Das Schöne an dem Spiel ist, es werden keine Vampire gekillt, sondern nur verjagt. Wird der Graf höchstselbst verjagt, ist das Spiel beendet und die Spieler zählen die Punkte ihrer ergatterten Särge und Vampire zusammen, wobei der natürlich mit den meisten Punkten gewinnt.

 

Die Regeln sind nicht so schwer und das Spiel ist für 2 bis 4 Spieler im Alter von 8 bis 99 geeignet. Richtig alte Vampire haben hier also keine Erlaubnis, es zu zocken *frechgrinz *, ist also geeignet als Vampirindikator. Wenn ein unbekannter gutaussehender Gentleman mit verdächtigem Gebiß ablehnt, da mit zu zocken, könnte es sich um einen 150 Jahre alten Reißzahnträger handeln.

 

Vermutlich wird der aber nicht die Wahrheit gestehen und andererseits könnte er aber auch keine Lust haben und lieber etwas anderes machen. Blutsaugen vielleicht? Tricky.

Spielplan und Figuren und Karten - Die Nacht der Vampire
Spielplan und Figuren und Karten – Die Nacht der Vampire

 

So, nun werde ich noch ein bisserl räumen und rumpeln (mal gucken, ob ich noch ein paar gothische Spiele auftreiben kann). Ich hab mir aber auch überlegt,wir können auch normale Spiele „gothifzieren“: Freunde von mir haben mal Monopoly als Gothic-Edition gebastelt, da besaß man keine Bahnhöfe und Wasserwerk, sondern Friedhöfe und Blutspendedienst, den In-Club und ich glaube, statt Hotels gab es Konzerte mit bekannten Bands. Was fällt euch noch dazu ein, wie man normale Spiele umbauen kann? Schreibt es mir in die Kommentare, wenn ihr genug Ideen habt, können wir auch gemeinsam eine Edition zusammenstellen und dann die Anleitung zum Nachbasteln für alle anbieten…

 

es grüßt euch eure

Luna ^v^

Videotipps für Beißwütige :[

5 Zimmer Küche Sarg - eine sehr witzige Dokusoap mit hintergründigem Humor und zahlreichen Anspielungen
5 Zimmer Küche Sarg – eine sehr witzige Dokusoap mit hintergründigem Humor und zahlreichen Anspielungen

Mich hat es erwischt. Ich rotzel seit einer Woche herum, die Stimme ist mal da und mal weg und macht den Tagesablauf kompliziert. Wenn dann regelmäßig ein schwammiges Gefühl im Kopp entsteht, macht selbst lesen nicht mehr viel Spaß. Wie gut, dass man dann auch visuell berieselt werden kann und notfalls ein Stück zurückspulen kann, wenn man dank einer Schneuzattacke grade einen Dialog nicht mitbekommen hat.

 

So konnte ich endlich ein paar DVDs ansehen, die schon ein paar Tage länger bei mir herumliegen. Hat also auch was Gutes 😉 .

 

Letztes Jahr kam der Film „5 Zimmer Küche Sarg“ in unser Dorfkino. An dem Tag konnte ich leider nicht hin, da es einen Elternabend gab. Um so erfreuter war ich, dass ich diesen Film dann beim DVD Laden meines Vertrauens für kleines Geld erwerben konnte. Nun konnte ich ihn auch endlich anschauen.

 

5 Zimmer Küche Sarg“ ist eine amüsante neuseeländische Produktion von Jemaine Clement und Taika Waititi und enthält neben der „Dokumentation einer Vampir WG“ auch noch 2 Stunden Bonusmaterial mit Deleted Scenes, Interviews, Promoclips und Easter Eggs.

 

Worum geht es? Nun, die vier Vampire Viago (ein Klischee Vampir und „Mutter“ der Truppe, erinnert ein bisserl an Louis und Lestat), Deacon (ein Vampir, der aus „The Lost Boys“ entwischt zu sein scheint), Vadislav (DER Dracula-Vampir, männlich-sexy und arrogant bis zum Abwinken) und Petyr (der Nosferatu, 8000 Jahre alt mit Sonderprivilegien) teilen sich eine Wohnung in Wellington.

 

Das Kamerateam begleitet nun die mehr oder minder talentierten Vampire bei ihrem Alltag… ähhhh… nächtlichen Aktionen. Dazu gehört dann nicht nur die Jagd nach Blut, nein, man diskutiert auch in den WG-Treffen aus, wer nach 5 Jahren endlich das blutverschmierte Geschirr abzuspülen hat. Es wäre ja peinlich, wenn man Gäste habe und sich alles stapele.

 

Dazwischen berichtet Deacons Dienerin Jacky von ihren Problemen mit ihrem Meister, der sie unsterblich machen will, es aber immer wieder geschickt vermeidet, es zu tun. Zahlreiche Anspielungen auf sämtliche Vampirgenres finden hier ihre Mischung. Rollenspieler, die mal „Vampire : The Mascasrade“ gezockt haben, haben sicher ihren Spaß.

 

Als Petyr dann Nick zu einem Vampir macht, bringt es nicht nur Nick sondern alle in der WG durcheinander. Dazu kommt dann das Event des Jahres, der „Unheiligen Maskenball“ und Begegnungen mit rivalisierenden „am Hintern schnüffelnden“ Werwölfen, mit denen man sich bepöbeln muss.

 

Der Film ist wirklich wie eine Dokusoap aufgemacht, inklusive wackeliger Kamera und dazwischen geschnittener Interviews, Einblendungen von Untertiteln. Dabei ist es düster und nicht so laienhaft, wie bei „echten“ Dokusoaps *hustrtl*. Eher wie „Borat“, nur eben mit Vampiren 🙂 .

Terra X Dracula - eine wissenschaftliche Dokumentation des ZDF
Terra X Dracula – eine wissenschaftliche Dokumentation des ZDF

 

Der zweite Film ist „Terra X – Dracula Die wahre Geschichte der Vampire“, eine Doku über den Mythos der Vampire. Ein Film vom ZDF, mit Christian Baumann und unter der Regie von Jens Monath und Heike Schmidt.

 

Hier werden Spuren verfolgt, wie der Mythos um die Geschöpfe der Nacht entstand, woher Bram Stoker seine Ideen zu Dracula nahm und wie man der ersten Vampirepidemie begegnete. Tief in den kleinen Dörfern Transsylvaniens und in den Steppen der Walachei leben diese Mythen heute noch… oder?

 

Graf Dracula persönlich nimmt den Zuschauer bei einer Laufzeit von 45 Minuten mit auf diese „Reise durch Raum und Zeit“.

 

Dabei wird Großreinegemacht, denn der wahre Vampir aus dem Horrorszenario ist nicht der blutleere glitzernde Jüngling mit Beißhemmungen. Und auf den Bezug mit Bram Stoker, dessen Merkmale des Vampirs noch heute die Anzeichen für Vampirismus darstellen.

 

Ja, selbst Dr. Mark Benecke kommt hier zu Wort, er ist übrigens der Vorsitzende der Transsylvanian Society of Dracula, in einem Buch hat er selber mit einigen Falschinformationen zum Thema „Dracula“ aufgeräumt.

 

Eine gut gemachte Doku, die ein bisschen filmisch aufgehübscht ist und mit Musik aus zahlreichen Vampirfilmen unterlegt ist. Es ist also keine trockene Geschichte, in der Fakten genannt werden, sondern scheinbar reale Untersuchungen dargestellt werden. Natürlich wandelt Dracula auch düster blickend durch Krypten, Bibliotheken und nächtliche Straßen (aber auch im strahlenden Sonnenschein… nun ja…).

Vampir beißt sein Opfer - Zeichnung von 2000
Vampir beißt sein Opfer – Zeichnung von 2000

Danke an den netten Thorin, der mir diese DVD geschenkt hat. So hatte ich das Vergnügen, gleich 2 Dokus (grins) anzusehen und heute vorzustellen.

 

Ich werde nun weiter in meine Decken gekuschelt meine rote Nase pflegen und meine schwächliche Konstitution auf einen nächtlichen Besuch eines Vampirs schieben… Hmmm… und er GLITZERT nicht!!! Eine DVD hab ich ja noch… Love at first Bite (in Englisch *zwinker*)…

 

Eure Luna ^v^

Klischee? Klischee! Teil 1

Chez Goth
Chez Goth… eine kleine Schachtel mit einer Menge Spaß

Letzte Woche hab ich über die Klischees in EMNEF geschrieben. Da ist mir doch so ein Gedanke gekommen… Ich hab hier so einige Spiele in meinem Regal liegen, die von Nerds entwickelt wurden und auch mit den Gothic Klischees spielen.

 

Also, ihr wisst schon, immer deprimiert sein, zum Lachen im Keller verschwinden, Schäferstündchen per se nur mit traurigen Vampiren in einem gemütlichen Sarg abhalten und das ewige Rotweinglas sinnierend in der Hand, während bei Kerzenschein Edgar Allen Poe rezitiert wird.

 

Fühlt sich der Obergoth hier jetzt auf den Schlips getreten? Hebt er mahnend seinen Finger und will mich schimpfen? Warum sollten wir etwas spielen, was UNS und UNSEREN Lebensstil dermaßen auf die Schippe nimmt? Klare Ansage: Weil es lustig ist!

 

Erstens gehen wir eben NICHT zum Lachen in den Keller und können auch herzhaft über uns selber lachen und zweitens, diese Spiele sind von Nerds entwickelt worden, die selber einen Hau weg haben. Mit anderen Worten: Sie lachen auch über sich selber und wollen das mit den Stinos und eben auch mit uns Gothics teilen.

 

Das Spiel, das ich gleich als erstes in meinen Fingern hielt, war „Chez Goth“ von Pegasus. Entwickelt von Steve Jackson, basierend auf dem „Chez Geek“-Spieldesign von Jon Darbo und mit Bildern von John Kovalic. Es ist für 2 bis 5 Mitspieler, wenn ihr noch andere Spiele aus der Reihe besitzt, können noch mehr daran teilnehmen und dann gibt es sogar lustige Misch-WGs.

 

Innerhalb von einer Stunde spielen, „wohnt“ man in einer WG mit seinen Mitspielern und hat einen Beruf – der gibt das Ziel vor – mit entsprechender Entlohnung und Freizeit. Um das Ziel zu erreichen (schnöde gesagt: um zu gewinnen) muss man Punkte sammeln durch Aktivitäten aller Art.

Mal eine kleine Auswahl der Spielkarten von Chez Goth...
Mal eine kleine Auswahl der Spielkarten von Chez Goth…

 

Der Spieler trifft sich mit Freunden, kauft Klamotten, hängt auf Konzerten und Gothic-Parties herum, sieht TV, liest oder schläft und wenn ihm seine „Freunde“ das Leben versauen, dann kann er noch jede Menge Herzblut sammeln. Also, das klingt doch genau nach dem, was wir den ganzen Tag so treiben, oder? 😉

 

Die Regeln sind einfach, man benötigt nur einen Würfel (und würfelt ab und an mal – was aber nicht so ausartet wie die Erstellung eines Charakterbogens bei einem Pen&Paper Rollenspiel, also vergesst mal Dungeons&Dragons oder „Das Schwarze Auge“ oder Vampire:Maskerade) und man braucht auch keinen Rollenspielleiter. Dafür aber ein paar Erdnüßchen oder Spielchips, um dann seine „Slacks“ zu markieren.

 

Zieht eine Jobkarte (in der nächsten Runde darf dann der Gewinner eine Karte auswählen, bevor die anderen dann eine Karte ziehen müssen) und legt los. Natürlich dürft ihr auch diese Karte theatralisch ausleben, indem ihr so sprecht und euch bewegt, wie der aufgedruckte Charakter. Aber Vorsicht! Bei Flachwitzen sollte man besser nicht gerade den Mund voll haben…

 

So, wem das noch nicht reicht, der kann ja auch in die anderen Varianten reinschnuppern. Es gibt auch Chez Cthulhu, Chez Guevara (oh Mann!!), Chez Geek und Chez Genius. Natürlich mischbar für Kunterbunte WGs.

 

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Spielesituation – vergeigtes Schäferstündchen…. 😉

 

Okay, wenn es nicht Nerds entwickelt hätten, sondern Stinos, dann wären hier sicher einige mächtig sauer, so durch den Klischee-Kakao gezogen zu werden, oder? Aber so finde ich das spaßig. Fragt doch mal, ob ihr nicht im Freundeskreis mal eine Runde spielen wollt, es muss ja nicht immer Konsole oder Handy sein.

 

Jetzt werde ich mal telefonieren und ein paar Freunde einladen. Und dann wollen wir mal ein Spielchen spielen…

 

Einen ruhigen Sonntag wünsche ich euch,
eure Luna ^v^